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Bedeutung und Gestaltung beruflicher Bildung im Nationalsozialismus

Title: Bedeutung und Gestaltung beruflicher Bildung im Nationalsozialismus

Seminar Paper , 2017 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Malte Hagenow (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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Im Rahmen dieser Seminararbeit werden die Bedeutung und Gestaltung beruflicher Bildung im Nationalsozialismus dargestellt.

Die Arbeit wird in drei wesentliche Teile untergliedert. Im ersten Abschnitt werden die gesellschaftlichen und bildungspolitischen Rahmenbedingungen näher erläutert, die vor allem die Situation vor der Machtergreifung näher erklären. Im zweiten Abschnitt erfolgen vertiefende Einblicke in die industrielle Berufsbildung und Berufserziehung. Besonders kommen an dieser Stelle die institutionelle Gestaltung und ihre Bedeutung für die Auszubildenden zum Ausdruck. Folgend wird im dritten Abschnitt auf die sogenannte Sonderstellung der kaufmännischen Lehre bzw. Berufsausbildung eingegangen, um diese Arbeit folgend mit dem Fazit abzuschließen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Gesellschaftliche u. bildungspolitische Rahmenbedingungen

3 Industrielle Berufsausbildung und -erziehung

3.1 Lehrwerkstatt

3.1 Werkberufsschule

3.3 Öffentliches Berufsschulwesen

4 Sonderstellung der kaufmännischen Lehre

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Seminararbeit analysiert die Ausgestaltung und politische Bedeutung der beruflichen Bildung während der Zeit des Nationalsozialismus, mit einem besonderen Fokus auf die industrielle Ausbildung und deren Instrumentalisierung für rüstungswirtschaftliche sowie ideologische Ziele.

  • Wandel der Berufsbildungspolitik nach 1933
  • Institutionelle Ausgestaltung (Lehrwerkstätten, Werkberufsschulen)
  • Rolle der industriellen Facharbeiterausbildung im Krieg
  • Vergleich zur kaufmännischen Lehre
  • Pädagogische Planung und staatliche Steuerung

Auszug aus dem Buch

3.1 Lehrwerkstatt

Im Zuge der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten bildeten Lehrwerkstätten eine herausragende Möglichkeit weiteren Einfluss im Bildungswesen auszuüben. So bezeichnete der zuständige Leiter des Amts für Berufserziehung und Betriebsführung in der deutschen Arbeitsfront [Karl Arnhold] Lehrwerkstätten als „Sinnbild und Kennzeichen nationalsozilistscher Berufserziehung“ (Arnhold, 1937a, S. 26) oder auch als „höchste Entwicklungsform deutscher Berufserziehung“ (Arnhold, 1942, S. 28). Die Bedeutung der Lehrwerkstätten wird u.a. verdeutlicht durch die rasante Entwicklung: Gab es 1933 noch 167 Lehrwerkstätten, konnte das Bildungswesen im Jahr 1940 bereits auf 3.304 Werkstätten zurückgreifen (Kipp & Miller-Kipp, 1995, S. 286). Weiter genoss die Lehrwerkstatt eine hohe Wertschätzung, die auf besondere Eignung „für die nationalsozialistische Gemeinschaftserziehung und Indoktrination“ oder ihren „paramilitärischer Charakter“ (ebd., S. 287) zurückzuführen ist. Der bedeutendste Grundlehrgang, der in der Lehrwerkstatt vermittelt wurde, war nach Kipp & Miller-Kipp (ebd., S. 287) der Lehrgang „Eisen erzieht“. Fortan sollten diese „disziplinierende Grundschulung allen jungen Deutschen zuteil werden“ (ebd., S. 287), unabhängig von der späteren Berufswahl. So wurde die Lehrwerkstatt auch dem kaufmännischen Nachwuchs zuteil, der ebenfalls „zu Beginn der Lehrzeit durch die Lehrwerkstatt gehen musste“ (ebd., S. 287). Strukturell gesehen, waren Lehrwerkstätten Lernorte, die eine planmäßige Ausbildung mit Hilfe von Werkzeugen, Maschinen und anderen Geräten unter Leitung einer Ausbildungsperson ermöglichten. Anders als in Fertigungswerkstätten, wurden Lehrwerkstätte räumlich von Produktionsanlagen getrennt. Besondere Förderung erhielten Gemeinschaftslehrwerkstätten, die vor allem in ländlichen Regionen angesiedelt waren und aus einer Kooperation mehrerer kleiner oder mittlerer Betriebe entstanden. Das nationalsozialistische Regime bekam somit die Möglichkeit, ihren Einfluss auch in Regionen abseits von Städten zu erhöhen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Abkehr von der liberalistischen Nachwuchspolitik hin zur systematischen Berufslenkung und skizziert den Aufbau der Arbeit.

2 Gesellschaftliche u. bildungspolitische Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel beschreibt die betriebliche Qualifizierung vor der Machtergreifung und die Entwicklung von Zielsetzungen wie Disziplinierung und Leistungssteigerung.

3 Industrielle Berufsausbildung und -erziehung: Hier wird die planmäßige Gestaltung und Vereinheitlichung der industriellen Ausbildung unter Mitwirkung des DATSCH detailliert untersucht.

3.1 Lehrwerkstatt: Das Kapitel beleuchtet die Rolle der Lehrwerkstatt als zentrales Instrument nationalsozialistischer Gemeinschaftserziehung und paramilitärischer Ausbildung.

3.1 Werkberufsschule: Hier wird die enge Verflechtung von theoretischer Unterweisung in Werkschulen mit betrieblicher Praxis als besonders effizient hervorgehoben.

3.3 Öffentliches Berufsschulwesen: Das Kapitel behandelt die Zentralisierung der Schulaufsicht und die Vereinheitlichung der Lehrpläne im Rahmen der nationalsozialistischen Bildungspolitik.

4 Sonderstellung der kaufmännischen Lehre: Diese Untersuchung zeigt auf, warum die kaufmännische Lehre im Vergleich zur industriellen Facharbeiterausbildung eine untergeordnete, unscheinbare Rolle einnahm.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass industrielle Bildung zur Schaffens- und Leistungsmobilisierung im Sinne des Regimes massiv ausgebaut und ideologisch instrumentalisiert wurde.

Schlüsselwörter

Berufsbildung, Nationalsozialismus, Industrielle Ausbildung, Berufslenkung, Lehrwerkstatt, Werkberufsschule, DATSCH, DINTA, Facharbeiterausbildung, Berufserziehung, Rüstungswirtschaft, Betriebserziehung, Reichsberufswettkampf, Kaufmannsgehilfenprüfung, Leistungssteigerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welche Bedeutung berufliche Bildung im Nationalsozialismus hatte und wie sie durch die staatliche Führung und die Wirtschaft inhaltlich und strukturell gestaltet wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die industrielle Facharbeiterausbildung, die Rolle von Lehrwerkstätten und Werkberufsschulen sowie die bildungspolitische Steuerung durch Institutionen wie den DATSCH.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Darstellung, wie das nationalsozialistische Regime die Berufsbildung nutzte, um Arbeitskräfte zu disziplinieren und gezielt für die rüstungswirtschaftlichen Bedürfnisse einzusetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf einer fundierten Analyse historischer Quellen, Gesetze und wissenschaftlicher Fachliteratur zur Berufserziehung basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Rahmenbedingungen, die spezifische industrielle Ausbildung (einschließlich der Lehrwerkstätten und Berufsschulen) sowie die Sonderrolle der kaufmännischen Lehre.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Berufsbildung, Nationalsozialismus, industrielle Ausbildung, Berufslenkung, Lehrwerkstatt, Berufserziehung und Rüstungswirtschaft.

Warum nahm die kaufmännische Lehre eine Sonderstellung ein?

Sie wurde als nebensächlich eingestuft, da sie keinen direkten, kriegswichtigen Zweck im Sinne der Rüstungsproduktion erfüllte, im Gegensatz zur industriellen Facharbeiterausbildung.

Welchen Einfluss hatte der DATSCH auf die Ausbildung?

Der DATSCH erlangte eine Monopolstellung als pädagogisches Organ, standardisierte Lehrberufe und Ausbildungspläne und trieb die methodische Perfektionierung der Ausbildung voran.

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Details

Title
Bedeutung und Gestaltung beruflicher Bildung im Nationalsozialismus
College
University of Göttingen  (Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung)
Grade
1,0
Author
Malte Hagenow (Author)
Publication Year
2017
Pages
19
Catalog Number
V420555
ISBN (eBook)
9783668685758
ISBN (Book)
9783668685765
Language
German
Tags
Lehrwerkstatt Werkberufsschule Öffentliches Berufsschulwesen Kaufmännische Lehre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Malte Hagenow (Author), 2017, Bedeutung und Gestaltung beruflicher Bildung im Nationalsozialismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/420555
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