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Geschlechtersensibler Unterricht an Waldorfschulen als Beispiel für geschlechtergerechtes Handeln in der Waldorfpädagogik

Título: Geschlechtersensibler Unterricht an Waldorfschulen als Beispiel für geschlechtergerechtes Handeln in der Waldorfpädagogik

Trabajo , 2017 , 24 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Luisa Gester (Autor)

Pedagogía - Otras
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Waldorfschulen galten zum Zeitpunkt der ersten Gründungen deutschlandweit als Vorbild der koedukativen Erziehung. Fast hundert Jahre später spielen neue Geschlechterrollenbilder sowie die öffentliche Akzeptanz und Toleranz von jenseits des klassischen Ideals von Mann und Frau liegenden Identitäts- und Beziehungskonzepten in der allgemeinen Pädagogik eine wichtige Rolle. Vor diesem Hintergrund soll untersucht werden, inwiefern Waldorfschulen den Anforderungen eines geschlechtersensiblen Unterrichts gerecht werden und welche geschlechtergerechten Handlungsweisen mit den Grundsätzen dieser Reformpädagogik vereinbar sind.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 GESCHLECHTERSPEZIFISCHE ANSICHTEN IN DER WALDORFPÄDAGOGIK

2.1 Die Behandlung der Geschlechterfrage in den Veröffentlichungen Rudolf Steiners

2.2 Die Entwicklung von Mädchen und Jungen aus der Sicht der Waldorfpädagogik

3 GESCHLECHTERSENSIBLER UNTERRICHT

3.1 Die Waldorfschule als Vorbild der Koedukation

3.2 Geschlechtersensibler Unterricht im erziehungswissenschaftlichen Diskurs

4 DIE UMSETZUNG GESCHLECHTERSENSIBLER KONZEPTE IM UNTERRICHT AN WALDORFSCHULEN

4.1 Rahmenbedingungen und Voraussetzungen

4.2 Geschlechtersspezifische Beobachtungen

4.3 Handlungsempfehlungen für den Schulalltag an Waldorfschulen

5 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern die Waldorfpädagogik den aktuellen Anforderungen eines geschlechtersensiblen Unterrichts gerecht werden kann. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie waldorfpädagogische Prinzipien mit zeitgemäßen Erkenntnissen der Genderforschung vereinbar sind und welche konkreten Handlungsweisen sich daraus für den Schulalltag ergeben.

  • Historische Betrachtung des Geschlechterbewusstseins in der Waldorfpädagogik.
  • Analyse der geschlechtsspezifischen Entwicklung von Mädchen und Jungen.
  • Diskurs um Koedukation und geschlechtersensible Unterrichtskonzepte.
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Unterrichtspraxis an Waldorfschulen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Behandlung der Geschlechterfrage in den Veröffentlichungen Rudolf Steiners

Rudolf Steiner beschreibt in seinen Vorträgen neben dem allgemeinen Menschenbild von Frau und Mann besonders die unterschiedlichen seelischen Entwicklungen von Schülerinnen und Schülern während der Pubertät. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass diese Gedanken in einer Zeit entstanden, in der das Thema Gleichberechtigung der Frau gerade erst an gesellschaftlicher Bedeutung zu gewinnen begann. Außerdem war die Ansicht einer bipolaren Geschlechtlichkeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts die einzig öffentlich akzeptierte und muss im Kontext der damaligen Zeit gesehen werden. Im Gegensatz jedoch zu vielen Zeitgenossen war es für Rudolf Steiner ein wichtiges Anliegen, nicht nur das „Sinnlich Sichtbare“, sondern auch das „Seelisch-Geistige“ zu betrachten. Grundsätzlich entsteht das Menschenbild der Anthroposophie aus einer Viergliedrigkeit mit einer Differenzierung zwischen physischem, ätherischem, astralischem Leib und dem Ich-Bewusstsein. Nach Steiners Ansicht geht die Wissenschaft nicht weit genug, wenn sie Mann und Frau nur als geschlechtliche Gegensätze betrachtet, „sondern man muss sprechen von männlichen und weiblichen Eigenschaften“.

Bei diesem Konzept verfügen Mann und Frau über gleiche charakterliche Anlagen, die jedoch auf unterschiedliche Art und Weise in Erscheinung treten: während beim Mann die Tapferkeit ganz klar ein äußeres Merkmal darstellt, zeigt sie sich bei der Frau eher in der inneren Handlung:

Unzählige Erscheinungen des Lebens werden uns klar, wenn wir die menschliche Wesenheit aus zwei Polen zusammenwirkend denken, den männlichen Pol nach außen, den weiblichen nach innen beim Mann, bei der Frau den weiblichen Pol nach außen, den männlichen nach innen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Hinführung zur Thematik und Erläuterung der Forschungsrelevanz von Genderfragen im Kontext der Waldorfpädagogik.

2 GESCHLECHTERSPEZIFISCHE ANSICHTEN IN DER WALDORFPÄDAGOGIK: Untersuchung der ursprünglichen anthroposophischen Sichtweisen auf Mann und Frau sowie die Entwicklung der Geschlechterrollen.

3 GESCHLECHTERSENSIBLER UNTERRICHT: Analyse der Waldorfschule als Vorreiter der Koedukation und Einordnung in den allgemeinen erziehungswissenschaftlichen Diskurs.

4 DIE UMSETZUNG GESCHLECHTERSENSIBLER KONZEPTE IM UNTERRICHT AN WALDORFSCHULEN: Diskussion von Rahmenbedingungen, Beobachtungen in der Praxis und konkrete Handlungsempfehlungen für den Unterricht.

5 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung des Themas und Ausblick auf zukünftige Forschungsansätze innerhalb der Waldorfpädagogik.

Schlüsselwörter

Waldorfpädagogik, Geschlechtersensibilität, Koedukation, Rudolf Steiner, Pubertät, Genderforschung, Schulentwicklung, Identitätsfindung, Unterrichtspraxis, Menschenkunde, Anthroposophie, Handlungsempfehlungen, Lernprozesse, Geschlechterrollen, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die Vereinbarkeit von waldorfpädagogischen Grundsätzen mit modernen Anforderungen an eine geschlechtersensible Erziehung und Unterrichtsgestaltung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen das anthroposophische Menschenbild, die Entwicklung von Kindern in der Pubertät, die Geschichte der Koedukation in Waldorfschulen sowie praktische Ansätze für den Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob Waldorfschulen den Anforderungen eines geschlechtersensiblen Unterrichts genügen können und wie pädagogische Handlungsmöglichkeiten weiterentwickelt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die sich auf Schriften von Rudolf Steiner, Bernard Lievegoed und aktuelle pädagogische Forschung bezieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das theoretische Geschlechterbewusstsein Steiners, vergleicht dies mit der allgemeinen Forschung und entwickelt auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse Empfehlungen für die Schulpraxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Waldorfpädagogik, Geschlechtersensibilität, Koedukation, Identitätsfindung und pädagogische Schulentwicklung.

Wie bewertet der Autor Steiners Ansichten zum Geschlechterverhältnis?

Der Autor ordnet Steiners Ansichten historisch ein: Einerseits werden sie als fortschrittlich in Bezug auf die Koedukation gesehen, andererseits aufgrund esoterischer Erklärungsmodelle heute kritisch hinterfragt.

Warum ist das Thema der Pubertät für die Untersuchung so wichtig?

Die Pubertät stellt eine Phase dar, in der geschlechtsspezifische Unterschiede und Identitätsfragen besonders deutlich hervortreten, was gezielte pädagogische Interventionen erfordert.

Welche Rolle spielt die Sprache an Waldorfschulen laut der Arbeit?

Die Arbeit identifiziert in der sprachlichen Gestaltung der Lehrpläne und Kommunikation ein wichtiges Potenzial zur Förderung der Gendergerechtigkeit und empfiehlt eine konsequentere gendergerechte Ausdrucksweise.

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Detalles

Título
Geschlechtersensibler Unterricht an Waldorfschulen als Beispiel für geschlechtergerechtes Handeln in der Waldorfpädagogik
Universidad
Dresden Technical University
Calificación
1,0
Autor
Luisa Gester (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
24
No. de catálogo
V425401
ISBN (Ebook)
9783668703322
ISBN (Libro)
9783668703339
Idioma
Alemán
Etiqueta
geschlechtersensibler unterricht waldorfschulen waldorfpädagogik Gender
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Luisa Gester (Autor), 2017, Geschlechtersensibler Unterricht an Waldorfschulen als Beispiel für geschlechtergerechtes Handeln in der Waldorfpädagogik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/425401
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