Wie kann die Inklusion in Deutschland gelingen? Welche Rolle nehmen dabei die Schulen ein?
Für eine allgemeine und gute Inklusion im Unterricht gibt es verschiedene Voraussetzungen und Bedingungen im schulischen Umfeld, welche ein Gelingen begünstigen. Diese Voraussetzungen nennt man Gelingensvoraussetzungen für inklusiven Unterricht. Ebenso gibt es verschiedene didaktische Methoden des inklusiven Unterrichtens. Doch welche sind diese?
Inhaltsverzeichnis
1. Gelingensvoraussetzungen für inklusiven Unterricht
1.1 Didaktik des Unterrichts
1.2 Zusammenleben
1.3 Schüler
2. Gemeinsame Lernsituationen. Kooperation am gemeinsamen Gegenstand und Individualisierung durch innere Differenzierung
2.1 Koexistente Lernsituationen
2.2 Kommunikative Lernsituationen
2.3 Subsidiäre Lernsituationen
2.3.1 Unterstützende Lernsituationen
2.3.2 Prosoziale Lernsituationen
2.4 Kooperative Lernsituationen
2.4.1 Komplementäre Lernsituation
2.4.2 Solidarische Lernsituation
3. Didaktikbeispiele
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit befasst sich mit den pädagogisch-didaktischen Voraussetzungen für eine gelingende Inklusion in der Schule. Ziel ist es, Konzepte zu analysieren, die trotz der Verschiedenheit der Lernenden einen gemeinsamen Lerngegenstand ermöglichen und eine individuelle Förderung sicherstellen.
- Bedingungen für den inklusiven Unterricht
- Didaktik der gemeinsamen Lernsituationen
- Innere Differenzierung und Individualisierung
- Methoden zur Lernförderung (z.B. Response-to-Intervention-Modell)
- Rolle der Kooperation im inklusiven Setting
Auszug aus dem Buch
Gemeinsame Lernsituationen. Kooperation am gemeinsamen Gegenstand und Individualisierung durch innere Differenzierung
Früher wurde integrative Didaktik mit gutem Unterricht gleichgesetzt. Dies Ansicht wandelt sich besonders durch die Arbeiten von Georg Feuser. 1982 hat er zum ersten Mal seine Konzeption zur integrativen Pädagogik vorgetragen.
Integration ist die gemeinsame Tätigkeit (Spielen/Lernen/Arbeit) am gemeinsamen Gegenstand in Kooperation von Behinderten und nicht behinderten Menschen. Dabei wird nicht von jedem Schüler erwartet, dass er die gleichen Fähigkeiten gewinnt. Dennoch sollte der Themenkomplex für alle Schüler derselbe sein.
Die gemeinsamen Inhalte müssen aber für die einzelnen Schüler individuell angepasst werden. Dies ist die innere Differenzierung. Die innere Differenzierung bezieht sich dabei nur auf eine entwicklungsbezogene, nicht aber auf eine stoffbezogene Individualisierung. Es lernt jeder auf seinem Niveau.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Gelingensvoraussetzungen für inklusiven Unterricht: Dieses Kapitel erläutert grundlegende strukturelle und didaktische Bedingungen, wie kompetenzorientierten Unterricht und die Gestaltung eines förderlichen Zusammenlebens, für den Erfolg von Inklusion.
2. Gemeinsame Lernsituationen. Kooperation am gemeinsamen Gegenstand und Individualisierung durch innere Differenzierung: Hier werden theoretische Modelle der Kooperation vorgestellt und verschiedene Situationstypen analysiert, die trotz individueller Leistungsunterschiede einen gemeinsamen Lerngegenstand wahren.
3. Didaktikbeispiele: Das abschließende Kapitel stellt konkrete pädagogische Konzepte wie die Reaktionsformen auf Lernvoraussetzungen nach Weinert und das Response-to-Intervention-Modell vor, um Inklusion in der Praxis umzusetzen.
Schlüsselwörter
Inklusion, Inklusiver Unterricht, Didaktik, Kompetenzorientierter Unterricht, Innere Differenzierung, Gemeinsame Lernsituationen, Kooperation, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Individuelle Förderung, Response-to-Intervention, Lernvoraussetzungen, Schulisches Umfeld, Sozial-emotionale Entwicklung, Lernprozessbegleitende Diagnose, Integrationspädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen und didaktischen Ansätze für eine gelingende Inklusion in Schulen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf den Gelingensvoraussetzungen, der Didaktik des inklusiven Unterrichts sowie verschiedenen Modellen für gemeinsame Lernsituationen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die theoretische Fundierung und methodische Einordnung von Unterrichtskonzepten, die Inklusion und individuelle Förderung vereinen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung fachwissenschaftlicher Literatur und didaktischer Konzepte (z.B. nach Wocken, Nuding und Feuser).
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Es werden strukturelle Voraussetzungen, verschiedene Typologien von Lernsituationen (koexistent, kommunikativ, subsidiär, kooperativ) sowie konkrete Förderkonzepte erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Inklusion, Innere Differenzierung, Gemeinsamer Gegenstand, Kooperation, Individuelle Förderung, Sonderpädagogischer Förderbedarf.
Wie unterscheidet sich die "koexistente" von der "kommunikativen" Lernsituation?
Während bei koexistenten Lernsituationen individuelle Lernziele und Pläne dominieren, steht bei kommunikativen Situationen der Beziehungsaspekt und der freie Austausch ohne vorgegebene Lernziele im Vordergrund.
Was beinhaltet das "Response-to-Intervention-Modell" (RTI)?
Es ist ein dreistufiges Förderkonzept, das mit qualitativ hochwertigem Regelunterricht beginnt und bei Bedarf durch gestufte, intensive Kleingruppenförderung ergänzt wird.
- Citation du texte
- Chris K. (Auteur), 2018, Inklusion als Herausforderung für alle, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/425810