Die Arbeit befasst sich mit der im 5. Buch der Nikomachischen Ethik des Aristoteles vorgestellten Beschreibung und Analyse des Gerechtigkeitsbegriffs. Die Arbeit gibt Aufschluss darüber, wie der Aristoteles die Thematik seinerzeit verstanden hat. Außerdem erfolgt eine einordnende Beantwortung der Frage, welchen Einfluss die Gerechtigkeit nach Aristoteles auf das Gelingen des sogenannten "Erfüllten Lebens" der Menschen hat.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Forschungsgegenstand
- Vorgehen
- Das gute Leben
- Eudaimonia
- Die Tugenden
- Der aristotelische Begriff der Gerechtigkeit
- Aristoteles' argumentative Methode zur Begriffsdefinition
- Die Gerechtigkeit als Grundhaltung
- Die zwei Formen der Gerechtigkeit
- Gerechtigkeit im allgemeinen Sinn
- Gerechtigkeit im speziellen Sinn
- Verteilungsgerechtigkeit
- Ausgleichende Gerechtigkeit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit dem aristotelischen Begriff der Gerechtigkeit und versucht nachzuzeichnen, wie der Philosoph die Thematik seinerzeit verstanden hat. Außerdem gilt es zu klären, welchen Einfluss die Gerechtigkeit nach Aristoteles auf das Gelingen des erfüllten Lebens der Menschen hat.
- Das gute Leben als Ziel menschlichen Handelns
- Der Begriff der Eudaimonia als höchstes Gut
- Die Rolle von Tugenden im Streben nach Eudaimonia
- Die Gerechtigkeit als zentrale Tugend für das erfüllte Leben
- Die verschiedenen Formen der Gerechtigkeit bei Aristoteles
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die aristotelische Ethik ein und definiert den Forschungsgegenstand sowie das Vorgehen der Seminararbeit. Das zweite Kapitel beleuchtet Aristoteles' Konzeption des guten Lebens und erklärt den Begriff der Eudaimonia als das höchste Gut. Das dritte Kapitel befasst sich mit der Rolle von Tugenden für die Erreichung von Eudaimonia, insbesondere mit der Bedeutung der Charaktertugenden.
Das vierte Kapitel analysiert den aristotelischen Gerechtigkeitsbegriff und beschreibt seine argumentative Methode zur Begriffsdefinition. Es untersucht die Gerechtigkeit als Grundhaltung sowie die zwei Formen der Gerechtigkeit: Gerechtigkeit im allgemeinen Sinn und Gerechtigkeit im speziellen Sinn.
Kapitel fünf beleuchtet die Gerechtigkeit im allgemeinen Sinn, die sich an der Gesetzestreue orientiert. Kapitel sechs behandelt die Gerechtigkeit im speziellen Sinn, die in die Verteilungsgerechtigkeit und die ausgleichende Gerechtigkeit unterteilt wird.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: aristotelische Ethik, Nikomachische Ethik, Eudaimonia, Glückseligkeit, Tugend, Charaktertugend, Gerechtigkeit, Verteilungsgerechtigkeit, Ausgleichende Gerechtigkeit, Gesetzestreue, Gemeinschaft, Zoon Politikon.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet „Eudaimonia“ bei Aristoteles?
Eudaimonia wird oft als „Glückseligkeit“ oder „erfülltes Leben“ übersetzt. Für Aristoteles ist es das höchste Gut und das Endziel allen menschlichen Handelns.
Welche Rolle spielt die Gerechtigkeit in der Nikomachischen Ethik?
Gerechtigkeit ist eine zentrale Charaktertugend. Aristoteles behandelt sie ausführlich im 5. Buch als eine Grundhaltung, die für das soziale Zusammenleben und das Gelingen des guten Lebens unerlässlich ist.
Was ist der Unterschied zwischen allgemeiner und spezieller Gerechtigkeit?
Allgemeine Gerechtigkeit orientiert sich an der Gesetzestreue. Spezielle Gerechtigkeit bezieht sich auf die Fairness im Umgang mit Gütern und teilt sich in Verteilungsgerechtigkeit und ausgleichende Gerechtigkeit auf.
Was versteht Aristoteles unter Verteilungsgerechtigkeit?
Sie regelt die Zuteilung von Ehre, Geld oder anderen Gütern innerhalb einer Gemeinschaft. Die Verteilung soll proportional zum Verdienst oder zur Würdigkeit der Personen erfolgen.
Was bedeutet der Begriff „Zoon Politikon“ in diesem Zusammenhang?
Es bedeutet, dass der Mensch ein „soziales/politisches Wesen“ ist. Gerechtigkeit ist deshalb so wichtig, weil das erfüllte Leben nur innerhalb einer funktionierenden Gemeinschaft möglich ist.
- Citation du texte
- Felix Krebs (Auteur), 2018, Der aristotelische Begriff der Gerechtigkeit und ihr Stellenwert für das erfüllte Leben in der Nikomachischen Ethik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/431021