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Inwieweit kann die schulische Inklusion in den USA als Vorbild für Deutschland dienen?

Title: Inwieweit kann die schulische Inklusion in den USA als Vorbild für Deutschland dienen?

Term Paper , 2017 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Teresa Dinkel (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Inklusion – Ein Thema, dass Deutschland gegenwärtig beschäftigt. Durch das Inkrafttreten der UN-Behindertenkonvention im Jahr 2009 in Deutschland ist die Inklusion offiziell beschlossen. Worum es nun geht, ist die Frage, wie die Inklusion praktisch umgesetzt werden kann. Ein Bereich, der sich einem Wandel unterziehen muss, um den inklusiven Ansprüchen gerecht werden zu können, ist das deutsche Bildungssystem. Anregungen für diese Umstrukturierung müssen dabei aber nicht nur innerhalb Deutschlands gesucht, sondern können auch aus einem internationalen Vergleich gezogen werden. In Deutschland herrscht eine noch wenig fortgeschrittene Inklusionsbewegung, weshalb es sinnvoll erscheint, zu erkunden, wie andere Länder mit Inklusion innerhalb deren Schulsysteme umgehen. Länder mit einer langjährigen Inklusionserfahrung sind besonders geeignet, um zu überprüfen, inwieweit deren Erfahrungen neue Impulse für die deutsche Inklusionsbewegung bieten können. Als Beispiel für ein Land mit einer weiter fortgeschrittenen Inklusion gelten nach Johnson im internationalen Vergleich die USA (Johnson 2013). Deshalb soll in dieser Arbeit der Frage nachgegangen werden, inwieweit die USA Deutschland als Vorbild im Bereich der schulischen Inklusion dienen kann.

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Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 BEGRIFFLICHE ERLÄUTERUNGEN

2.1 INTEGRATION

2.2 INKLUSION

2.3 BEGRIFFLICHE ERLÄUTERUNG IN DEN USA

2.3.1 MAINSTREAMING

2.3.2 INTEGRATION

2.3.3 INCLUSION

2.4 BEGRIFFLICHE UNTERSCHIEDE – DEUTSCHLAND UND USA

3 KULTURELLE RAHMENBEDINGUNGEN

3.1 KULTURELLE UND GESELLSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN – DEUTSCHLAND

3.2 KULTURELLE UND GESELLSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN – USA

3.3 KULTURELLE UND GESELLSCHAFTLICHE UNTERSCHIEDE – DEUTSCHLAND UND USA

4 GEGENWÄRTIGE INKLUSIONSBEWEGUNG IN DEUTSCHLAND

5 INKLUSION IN DEN USA

5.1 DAS US-AMERIKANISCHES SCHULSYSTEM

5.2 RECHTLICHE GRUNDLAGEN

5.3 DAS INKLUSIONSKONZEPT

5.3.1 THE INDIVIDUALIZED EDUCATION PROGRAMM (IEP)

5.3.2 DIE LERNUMGEBUNG

6 UMGANG MIT HERAUSFORDERNDEM VERHALTEN

7 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit das US-amerikanische Schulsystem als Vorbild für die schulische Inklusion in Deutschland dienen kann. Dabei wird analysiert, wie sich die historischen, kulturellen und rechtlichen Rahmenbedingungen beider Länder unterscheiden und welche Impulse für die praktische Umsetzung der Inklusion in Deutschland gewonnen werden können.

  • Historischer Vergleich der sonderpädagogischen Entwicklung in Deutschland und den USA
  • Analyse und Abgrenzung der Begrifflichkeiten Integration und Inklusion
  • Strukturelle Untersuchung des US-amerikanischen Schulwesens und der rechtlichen Inklusionsvorgaben
  • Bewertung des Individualized Education Programm (IEP) als Unterstützungsinstrument
  • Kritische Reflexion der Übertragbarkeit US-amerikanischer Konzepte auf das deutsche Bildungssystem

Auszug aus dem Buch

5.3.1 The individualized education programm (IEP)

Um den individuellen Förderbedarf eines jeden Kindes mit Behinderung ermitteln zu können, hat sich in den USA das individualized Program (IEP) herausgebildet. Im Nachfolgenden soll die Entstehung eines solchen IEP aufgezeigt werden.

Theunissen zeigt auf, dass wenn einem Kind von Seiten der obersten Schulbehörde eine Behinderung diagnostiziert wird, zunächst Beratungsgesprächen über die eventuellen Fördermaßnahmen, der sogenannten special education, stattfinden (vgl. Tehunissen 2014, S. 118). Laut Theunissen haben die Eltern des betroffenen Kindes an dieser Stelle die Option sich an den Gesprächen zu beteiligen (ebd.). Sind die Eltern mit dem Ergebnis des Gespräches nicht einverstanden, „können sie Widerspruch einlegen und ein Anhörungs- und Schlichtungsverfahren […] beantragen“ (ebd.). Wird nach den ersten Beratungen eine special education befürwortet, „muss innerhalb von 30 Tagen ein individualized education program erstellt werden“ (ebd.). Auch hier ist es laut Theunissen gesetzlich verpflichtend, dass sowohl Eltern, Lehrkräfte und das betreffende Kind gemeinsam das IEP erstellen (ebd.). Das IEP – ein in der Regel zwei- bis dreiseitiges Dokument – umfasst alle Bereiche, die für die Beschulung des Kindes von Bedeutung sind so Theunissen (ebd.). Es geht dabei um Fragen der Verschränkung des IEP im allgemeinen Curriculum, um entsprechende curriculare Modifikationen, spezielle Lehrmethoden, zusätzliche Unterstützungsfunktionen (z.B. Sprachtherapie, Krankengymnastik, Gestützte oder Unterstützende Kommunikation), Fragen nach dem zentralen Lernort (least restrictive environment) und der Organisation. (ebd.)

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Es wird die Problemstellung der schulischen Inklusion in Deutschland nach der UN-Behindertenkonvention skizziert und das Ziel formuliert, den Nutzen eines internationalen Vergleichs mit den USA zu prüfen.

2 BEGRIFFLICHE ERLÄUTERUNGEN: Die zentralen Begriffe Integration und Inklusion werden definiert, voneinander abgegrenzt und ihre unterschiedliche Verwendung im deutschen und angloamerikanischen Sprachraum erläutert.

3 KULTURELLE RAHMENBEDINGUNGEN: Es erfolgt eine historische Analyse der Entwicklung der Sonderpädagogik in Deutschland und den USA unter Berücksichtigung politischer und gesellschaftlicher Einflüsse seit dem Zweiten Weltkrieg.

4 GEGENWÄRTIGE INKLUSIONSBEWEGUNG IN DEUTSCHLAND: Die Struktur des selektiven deutschen Schulwesens und die rechtlichen Ansprüche auf inklusive Bildung durch die UN-Konvention werden dargestellt.

5 INKLUSION IN DEN USA: Dieses Kapitel untersucht das US-amerikanische Unterstützungssystem, die rechtlichen Grundlagen (wie IDEA) und das Konzept des IEP für die inklusive Schulpraxis.

6 UMGANG MIT HERAUSFORDERNDEM VERHALTEN: Es wird ein evidenz-basiertes Konzept der schulbezogenen Positiven Verhaltensunterstützung aus den USA vorgestellt, das als Anregung für den deutschen Kontext dient.

7 FAZIT: Die Ergebnisse werden zusammengeführt und die Frage beantwortet, inwieweit das US-Modell als Vorbild für Deutschland taugt, wobei die Grenzen der Übertragbarkeit aufgezeigt werden.

Schlüsselwörter

Inklusion, Integration, USA, Deutschland, Bildungssystem, Sonderpädagogik, IEP, Mainstreaming, Behinderung, Schulerfolg, Chancengleichheit, Kaskadenmodell, Empowerment, Schulklima, sonderpädagogischer Förderbedarf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die schulische Inklusion in Deutschland im Vergleich zu den USA, um herauszufinden, ob und wie das US-amerikanische Modell als Vorbild für die Reform des deutschen Bildungssystems dienen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Klärung von Inklusion und Integration, der historischen Entwicklung der Fördersysteme, den rechtlichen Rahmenbedingungen in den USA sowie konkreten Umsetzungskonzepten wie dem IEP.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, neue Impulse für die deutsche Inklusionsbewegung zu gewinnen, indem erfolgreich praktizierte Modelle aus einem Land mit langjähriger Inklusionserfahrung, den USA, analysiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die einen internationalen Vergleich vornimmt, indem Fachliteratur und internationale Dokumente zur sonderpädagogischen Entwicklung und den Inklusionskonzepten beider Länder ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, eine historische Analyse der Rahmenbedingungen, die Darstellung des aktuellen Inklusionsstandes in Deutschland und den USA sowie die Vorstellung spezifischer Konzepte für den Umgang mit herausforderndem Verhalten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Inklusion, Integration, Sonderpädagogik, Individualized Education Programm (IEP), Chancengleichheit und sonderpädagogischer Förderbedarf.

Was versteht man unter dem in der Arbeit erwähnten Kaskadenmodell?

Das Kaskadenmodell ist ein abgestuftes Unterstützungssystem in den USA, das verschiedene Lernorte von der Regelklasse bis zur Sonderschule beschreibt, wobei das Ziel stets der Verbleib in der am wenigsten einschränkenden Lernumgebung ist.

Warum kann das US-System nur bedingt als Vorbild dienen?

Das Fazit der Arbeit betont, dass die USA unter Inklusion oft ein ausdifferenziertes System verstehen, in dem Schüler nicht zwingend den gesamten Schultag in der Regelklasse verbringen, was teilweise eher dem deutschen Verständnis von Integration entspricht.

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Details

Title
Inwieweit kann die schulische Inklusion in den USA als Vorbild für Deutschland dienen?
College
University of Education Heidelberg
Grade
1,0
Author
Teresa Dinkel (Author)
Publication Year
2017
Pages
25
Catalog Number
V439450
ISBN (eBook)
9783668793552
ISBN (Book)
9783668793569
Language
German
Tags
Schulische Inklusion USA Ländervergleich Amerika Deutschland Integration Inklusion Empowerment Bildungssystem Schule Heterogenität Schulsystem Sonderpädagogik Inklusionskonzept IEP individualized education programm Inklusionsbewegung Lernumgebung Bildung Internationaler Vergleich US-amerikanisches Schulsystem Bildungswesen Salamanca Erklärung UN-Behindertenrechtskonvention Konzept Umsetzung inklusive Bildung Individuals with Disabilities Education Act Unterricht Gemeinsamer Unterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
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Teresa Dinkel (Author), 2017, Inwieweit kann die schulische Inklusion in den USA als Vorbild für Deutschland dienen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/439450
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