Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Sonstiges

Die Erforschung von Naturbildern. Implikationen für das BLK-Programm "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"

Titel: Die Erforschung von Naturbildern. Implikationen für das BLK-Programm "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 19 Seiten

Autor:in: B.A. Bildungs- und Erziehungswissenschaften Lukas Jäger (Autor:in)

Pädagogik - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Frage, mit der sich meine Hausarbeit befasst, lautet: Welche Bedeutung hat die Erforschung beziehungsweise die Reflexion von Naturbildern für Bildungsangebote im Rahmen der Bildung für Nachhaltige Entwicklung und welche Implikationen ergeben sich hieraus?

Ich wende mich hierbei exemplarisch an Bildungsangebote des BLK-Programms: Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung und sein Transferprogramm: „Transfer 21“. Dabei greife ich speziell ein Programm heraus („Nachhaltigkeit im Umgang mit der Ressource Wald“), das für die Sekundarstufe I einer Gesamtschule entwickelt wurde.

Zunächst stelle ich in meiner Hausarbeit die Wichtigkeit des Themas Klimawandel dar beziehungsweise wie Umweltbildung und Bildung für Nachhaltige Entwicklung als Reaktion für die vom Menschen verursachten Schäden betrachtet werden können (Kapitel 2). Hierbei skizziere ich zunächst grundlegende Fakten über den Klimawandel und die ökologische Krise und erläutere im Anschluss die Entwicklung vom Konzept der Umwelterziehung hin zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung.

Kapitel 3 erläutert das Konzept der nachhaltigen Entwicklung und, daran angelehnt, eine Bildung für Nachhaltige Entwicklung zu konzipieren. Hierbei erläutere ich, wie diese am Kompetenzbegriff orientiert wird, beziehungsweise was unter dem Begriff Gestaltungskompetenz zu verstehen ist.

Kapitel 4 befasst sich direkt mit dem Thema Naturbilder. Es geht dabei um die empirische Erforschung und die Diskrepanzen beim Versuch Natur zu definieren. Ich erläutere wie eine typisch abendländische Denk- und Sichtweise Natur als Subjekt und/oder Objekt konstituiert, um auf die Kulturabhängigkeit von Naturbildern zu verweisen. Darauf folgend stelle ich das BLK-Programm: „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ und sein Transferprogramm: „Transfer 21“ vor und skizziere wie in dem Bildungsangebot „Nachhaltigkeit im Umgang mit der Ressource Wald“ ein spezifisches Naturbild zum Tragen kommt, beziehungsweise welche Bedeutung die Reflexion von Naturbildern in derartigen Bildungsangeboten hat.

Ein Fazit rundet am Ende die Hausarbeit ab und fasst wesentliche Erkenntnisse zusammen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Umweltbildung als Reaktion auf den Klimawandel

2.1 Der Klimawandel und die ökologischen Krisen

2.2 Umweltbildung

3. Nachhaltige Entwicklung und der Versuch ihrer Bildung

3.1 Kompetenzorientierung von BNE

3.2 Gestaltungskompetenz

4. Naturbilder

4.1 Die Erforschung von Naturbildern

4.1.1 Naturdefinitionen der Wissenschaft

4.1.2 Subjektivierung und Objektivierung von Natur

4.1.3 Die Kulturabhängigkeit von Naturbildern

4.2 Das BLK-Programm „21“: Bildung für eine nachhaltige Entwicklung und sein Transfer-Programm „Transfer 21“

4.3 BNE und die Reflexion von Naturbildern

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Reflexion von Naturbildern innerhalb der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), um zu klären, welche Implikationen sich daraus für moderne Bildungsangebote ergeben, wobei das Programm "Nachhaltigkeit im Umgang mit der Ressource Wald" als exemplarisches Fallbeispiel dient.

  • Bedeutung der empirischen Naturbildforschung für die BNE
  • Kritische Auseinandersetzung mit anthropozentrischen Naturverständnissen
  • Analyse der Schnittstelle zwischen ökologischer Krise und Bildung
  • Funktion von Gestaltungskompetenz und prospektiven Lernstrategien
  • Reflexion institutioneller Lehr-Lern-Settings

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Naturdefinitionen der Wissenschaft

Der Begriff Natur beziehungsweise das lateinische Wort natura gehört in den Wissenschaften zu den unbestimmten Begriffen, die auf die Relativität menschlichen Wissens verweisen. Der Begriff bedeutet im Lateinischen (von nasci = geboren) „entstehen oder geboren werden“ (Schichkoff 1974, S. 448) und im Griechischen physis (von phyein) als Bezeichnung „alles objektiv Seienden“ (Gebhard 2009, S. 42). Die lateinische Bedeutung beschreibt Natur als etwas, dass aus sich selbst heraus existiert und entsteht (vgl. ebd.). In der Naturphilosophie wird Natur als das „was jedem Seienden von seinem Entstehen her wesentlich ist“ (ebd.) bezeichnet und verweist dabei auf eine Untrennbarkeit, als ein Kern, der allem Seienden zugrundeliegt und auf die Gesamtheit aller Dinge und Geschehnisse in ihrem ganzheitlichen Zusammenhang (vgl. Schichkoff 1974, S. 448). Damit kann alles Existierende bezeichnet werden, aber nichts Spezifisches. Der Begriff muss demnach erst mit einem spezifischen Inhalt gefüllt werden (vgl. Gebhard 2009, S. 42). Somit ist es nicht verwunderlich, dass der Begriff so vielfältig und verwirrend Anwendung findet, wenn jeder Einzelne und jede Wissenschaft einen speziellen Inhalt mit ihm füllen kann.

Im abendländischen Wissenschaftsdiskurs wird der Geist beziehungsweise die Kultur der Natur gegenübergestellt (vgl. ebd.). Nach Meske (2011) muss, um das gesellschaftlich vorherrschende Naturverständnis beleuchten zu können, der Naturbegriff geklärt werden (vgl. S. 36). Eine solche Begriffserklärung gestaltet sich allerdings als schwierig, da eine Naturdefinition bereits Teil des Naturverständnisses ist (vgl. ebd.). Des Weiteren ist der Naturbegriff weder im Alltags-, noch im Wissenschaftsdiskurs eindeutig (vgl. ebd.). Die selbstverständliche Rede von Natur ist nicht ohne Weiteres möglich, da die Naturbegriffe zu vielfältig und an viele illusionäre Hoffnungen und Interessen in historischen und kulturellen Spielarten geknüpft sind (vgl. Gebhard 2009, S. 40).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der zentralen Forschungsfrage zur Bedeutung der Naturbildreflexion für BNE-Bildungsangebote sowie kurzer Überblick über den Aufbau der Arbeit.

2. Umweltbildung als Reaktion auf den Klimawandel: Skizzierung der ökologischen Krise und Entwicklung von der klassischen Umwelterziehung hin zur ökologischen Pädagogik.

3. Nachhaltige Entwicklung und der Versuch ihrer Bildung: Erläuterung des Konzepts nachhaltiger Entwicklung und der daraus abgeleiteten kompetenzorientierten Bildungsansätze, insbesondere der Gestaltungskompetenz.

4. Naturbilder: Empirische Untersuchung von Naturbildern, deren kulturabhängige Konstruktion und die kritische Analyse von BNE-Programmen wie "Transfer 21".

5. Fazit: Zusammenfassende Reflexion, dass die Forschung zu Naturbildern essenziell ist, um bestehende destruktive Handlungsmuster und eine einseitig anthropozentrische Sichtweise in Bildungsprojekten zu hinterfragen.

Schlüsselwörter

Naturbilder, Bildung für nachhaltige Entwicklung, BNE, Gestaltungskompetenz, Klimawandel, Umwelterziehung, ökologische Krise, Ressource Wald, anthropozentrisch, Transfer 21, Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein, pädagogische Haltung, Lern-Settings, Transformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle von Naturbildern – also mentalen Vorstellungen und Emotionen gegenüber der Natur – und deren Einfluss auf die Konzeption von Bildungsangeboten im Bereich der Nachhaltigkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Umweltbildung, Klimawandel, Nachhaltige Entwicklung, Kompetenzorientierung, Naturbildforschung und die kritische Reflexion von Bildungspraxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum die Reflexion der zugrunde liegenden Naturbilder für eine effektive Bildung für nachhaltige Entwicklung unverzichtbar ist, um destruktive Verhaltensmuster zu durchbrechen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung und literaturgestützte Analyse bestehender Forschungsansätze zur Naturbildtheorie und verknüpft diese mit der Praxis von BLK-Bildungsprogrammen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung von BNE, die Herleitung von Gestaltungskompetenz und eine vertiefende Analyse, wie Naturbilder (Subjekt/Objekt-Konstruktionen) unser Handeln in Bildungsprojekten bestimmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind insbesondere Naturbilder, BNE, Gestaltungskompetenz, ökologische Krise und die kritische Reflexion menschlicher Handlungsstrategien gegenüber der Umwelt.

Wie unterscheidet sich "prospektives Lernen" von "retrospektiven Strategien"?

Prospektives Lernen nutzt Informationen, um kreative Lösungsansätze für die Zukunft zu entwickeln, während retrospektive Strategien versuchen, aktuelle Probleme durch Anwendung alter, oft nicht mehr passender Hypothesen oder Muster zu lösen.

Welche Kritik übt der Autor an aktuellen Bildungsangeboten?

Der Autor kritisiert, dass viele Projekte durch eine einseitige anthropozentrische Sichtweise geprägt sind und ökologische Herausforderungen primär unter dem Aspekt der Ressourcennutzung betrachten, was das problematische Naturbild eher festigt als auflöst.

Welche Bedeutung kommt der "Ressource Wald" in dieser Arbeit zu?

Der Wald dient als Fallbeispiel, um zu verdeutlichen, wie die sprachliche und inhaltliche Fixierung auf den Begriff "Ressource" bereits eine spezifische, instrumentelle Beziehung zur Natur impliziert, die pädagogisch hinterfragt werden sollte.

Warum wird die Reduktion von Bildung auf Kompetenzerwerb kritisiert?

Der Autor argumentiert, dass eine reine Ausrichtung auf Output und messbaren Kompetenzerwerb einer wissenschaftlichen Haltung folgt, die den Menschen und die Umwelt als bloße "Ressourcen" betrachtet und damit die Ausbildung einer tiefergehenden, reflexiven Beziehung zur Natur behindert.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Erforschung von Naturbildern. Implikationen für das BLK-Programm "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Erziehungswissenschaften)
Veranstaltung
Lebensbegleitendes Lernen, Jugend- und Erwachsenenbildung
Autor
B.A. Bildungs- und Erziehungswissenschaften Lukas Jäger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
19
Katalognummer
V442354
ISBN (eBook)
9783668809246
ISBN (Buch)
9783668809253
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Klimawandel Ökologie Leggewie Welzer Umweltbewusstsein Nachhaltigkeit Kuckartz Naturbilder Bildung Sekundarstufe I
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Bildungs- und Erziehungswissenschaften Lukas Jäger (Autor:in), 2014, Die Erforschung von Naturbildern. Implikationen für das BLK-Programm "Bildung für Nachhaltige Entwicklung", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442354
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum