Das Ziel der Arbeit ist es, den Einfluss der Word-of-Mouth-Kommunikation auf die wahrgenommene Arbeitgeberattraktivität zu analysieren. Dabei soll herausgestellt werden, welche Determinanten den Effekt der Word-of-Mouth-Kommunikation besonders stark beeinflussen und welchen Effekt positives sowie auch negatives Word-of-Mouth schlussendlich auf die Arbeitgeberattraktivität hat.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen
3 Analyse des Einflusses der Word-of-Mouth-Kommunikation auf die Arbeitgeberattraktivität
3.1 Einfluss von positivem Word-of-Mouth auf die Arbeitgeberattraktivität
3.2 Einfluss von negativem Word-of-Mouth auf die Arbeitgeberattraktivität
4 Diskussion und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert den Einfluss von positiver und negativer Word-of-Mouth-Kommunikation auf die wahrgenommene Arbeitgeberattraktivität unter Anwendung des Source-Credibility-Modells, um Determinanten und Wirkmechanismen für die Unternehmenspraxis aufzuzeigen.
- Bedeutung der Word-of-Mouth-Kommunikation im Recruitingprozess
- Anwendung des Source-Credibility-Modells zur Erklärung von Glaubwürdigkeitseffekten
- Moderierende Rolle der Expertise des Informationssenders und der Beziehungsstärke
- Vergleichende Betrachtung positiver versus negativer Informationseffekte auf Bewerberentscheidungen
Auszug aus dem Buch
3.1 Einfluss von positivem Word-of-Mouth auf die Arbeitgeberattraktivität
Wie bereits identifiziert, haben die Charakteristika der Informationsquelle, über die potenzielle Bewerber Informationen über die Organisation gewinnen, einen maßgeblichen Einfluss auf die wahrgenommene Arbeitgeberattraktivität. Entscheidend für die Auswirkungen der Word-of-Mouth-Kommunikation ist dabei zunächst der Inhalt der kommunizierten Informationen. Dabei kann zwischen positivem und negativem Word-of-Mouth unterschieden werden. Im Folgenden wird zunächst der Frage nachgegangen, welchen Einfluss positives Word-of-Mouth auf die wahrgenommene Arbeitgeberattraktivität hat und welche Determinanten diesen Effekt moderieren.
Nach dem Source-Credibility-Modell entscheidet sich der Einfluss des positiven Word-of-Mouth dadurch, wie potenzielle Bewerber die Glaubwürdigkeit der vermittelten positiven Informationen beurteilen. Van Hoye u.a. (2016) haben die Expertise des Informationssenders sowie die Beziehung zwischen Informationssender und -empfänger als bedeutsame moderierende Faktoren in Bezug auf die Arbeitgeberattraktivität identifiziert (vgl. Van Hoye u.a. 2016, S.50). Die Expertise eines Mitarbeiters ist definiert als das Wissen und die Erfahrung des Mitarbeiters hinsichtlich der Organisation oder einer spezifischen Arbeitsstelle (vgl. Bone 1995, S. 219). Einem Informationssender wird mehr Expertise zugeschrieben, wenn er selbst für die spezifische Organisation arbeitet, da er aus Sicht des potenziellen Bewerbers korrekte und vor allem wertvolle und glaubwürdige Informationen über die Organisation besitzt (vgl. Van Hoye u.a. 2016, S.44).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz des Humankapitals sowie des Recruitings dar und definiert die Zielsetzung, den Einfluss von Word-of-Mouth auf die Arbeitgeberattraktivität zu untersuchen.
2 Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen: Dieses Kapitel definiert Word-of-Mouth-Kommunikation sowie Arbeitgeberattraktivität und führt das Source-Credibility-Modell als theoretisches Fundament ein.
3 Analyse des Einflusses der Word-of-Mouth-Kommunikation auf die Arbeitgeberattraktivität: Das Hauptkapitel untersucht differenziert, wie positive und negative Informationen durch die Expertise des Senders und die Beziehungsintensität moderiert werden.
4 Diskussion und Fazit: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert Handlungsmöglichkeiten für die Praxis und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Schlüsselwörter
Word-of-Mouth-Kommunikation, Arbeitgeberattraktivität, Recruiting, Source-Credibility-Modell, Personalbeschaffung, Glaubwürdigkeit, Humankapital, Informationsquelle, Mitarbeiterempfehlungsprogramme, Bewerbungsentscheidung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einfluss von interpersoneller Mund-zu-Mund-Propaganda (Word-of-Mouth) auf die Attraktivität eines Unternehmens als potenzieller Arbeitgeber.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Kommunikation im Recruiting, die Glaubwürdigkeit von Informationsquellen und die psychologische Wirkung von positiven sowie negativen Nachrichten auf Bewerber.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, die Determinanten zu identifizieren, die den Effekt von Word-of-Mouth auf die wahrgenommene Arbeitgeberattraktivität verstärken oder abschwächen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse auf Basis des Source-Credibility-Modells, um die Wirkmechanismen der Glaubwürdigkeit im Kontext von Rekrutierungsprozessen zu erklären.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die moderierende Wirkung von Sender-Expertise und Beziehungsstärke der Kommunikationspartner sowohl bei positiven als auch bei negativen Informationen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Word-of-Mouth, Arbeitgeberattraktivität, Recruiting, Source-Credibility und Glaubwürdigkeit.
Warum haben negative Informationen einen stärkeren Effekt als positive?
Psychologische Studien belegen, dass Menschen negativen Informationen eine höhere Bedeutung beimessen, um unpassende Entscheidungen zu vermeiden, was zu einer stärkeren Beeinflussung der Arbeitgeberwahrnehmung führt.
Welche Rolle spielen Mitarbeiter bei der Word-of-Mouth-Kommunikation?
Mitarbeiter fungieren als Botschafter; aufgrund ihrer wahrgenommenen Expertise und Kenntnis der Organisation sind sie als Informationsquelle für potenzielle Bewerber besonders glaubwürdig.
- Arbeit zitieren
- Isabell Stpk (Autor:in), 2018, Der Einfluss von Word-of-Mouth-Kommunikation auf die Arbeitgeberattraktivität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442358