„Warum singen also Schüler nicht, wenn sie doch singen wollen?“, ist eine Frage, die Lidl in einem Artikel zum Singen mit Kindern und Jugendlichen im Musikunterricht stellt. Anstatt die allgemeinen Gründe für das zurückhaltende Singen einiger Schülerinnen und Schüler im Musikunterricht erforschen zu wollen, liegt der Fokus der Studie auf entgegenwirkenden Interventionen. In diesem Sinne wird untersucht, bei welcher grundlegenden Methode der Liederarbeitung (Klaviergestützte Vermittlung, Unbegleitete Vermittlung, Videogestützte Erarbeitung, Instrumentale Erarbeitung) die SuS am intensivsten und am lautesten mitsingen. Zusätzlich sollen aber auch die Gründe für das jeweilige Singverhalten herausgefunden werden. Die Erkenntnisse aus der Studie können Lehrkräften bei zukünftigen Entscheidungen bezüglich der Liederarbeitung im Musikunterricht helfen.
Für die Beantwortung der Forschungsfrage wurden an vier verschiedenen Terminen in einem aus 15 SuS bestehenden Wahlpflichtkurs Musik Klasse 7 vier unterschiedliche, aber ähnliche Gospel-Lieder mit je einer Methode vermittelt und die SuS danach mit einem anonymen Fragebogen nach ihrer Selbsteinschätzung befragt. Nach Durchführung der letzten Methode gab es einen abschließenden Fragebogen. Die ersten drei Methoden (klaviergestützte Vermittlung durch die Lehrkraft, unbegleitete Vermittlung durch die Lehrkraft, Lernen von einem Video) waren lehrerzentriert und/oder frontal, während die vierte Methode (Eigenständige Erarbeitung durch ein Instrument) schülerzentriert war. Für die Auswertung wurde der Mixed-Methods-Ansatz gewählt. Demnach wird ein Teil der Daten statistisch und ein anderer Teil mit der Frequenzanalyse aus dem Bereich der Qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Forschungsstand
3. Fragestellung
4. Methode
5. Ergebnisse
5.1 Quantitative Analyse
5.2 Frequenzanalyse
5.3 Zwei Einzelfälle
6. Zusammenfassung und Diskussion
7. Literatur
8. Diskographie
9. Anhang
9.1 Quantitative Auswertung
9.2 Tabellen zur Frequenzanalyse
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Forschungsarbeit untersucht, welche Methode der Liederarbeitung im Musikunterricht dazu führt, dass Schülerinnen und Schüler (SuS) am intensivsten und lautesten mitsingen. Dabei werden vier verschiedene Vermittlungs- und Erarbeitungsformen analysiert, um wirksame pädagogische Interventionen gegen eine beobachtete Zurückhaltung im Singen zu identifizieren.
- Einfluss unterschiedlicher Methoden der Liederarbeitung auf das Singverhalten
- Vergleichende Analyse von lehrerzentrierten und schülerzentrierten Ansätzen
- Identifikation von Faktoren, die das Mitsingen in der Mittelstufe beeinflussen
- Anwendung eines Mixed-Methods-Ansatzes zur Datenauswertung
- Untersuchung von Barrieren und Motiven für das Singen im Musikunterricht
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
„Warum singen also Schüler nicht, wenn sie doch singen wollen?“, ist eine Frage, die Lidl (2011: 24) in einem Artikel zum Singen mit Kindern und Jugendlichen im Musikunterricht stellt.
Diese Frage wird zum Teil auch in dieser Arbeit beantwortet werden, obwohl sie eigentlich nur Ausgangspunkt für die vorliegende Forschungsfrage war. Anstatt die allgemeinen Gründe für das zurückhaltende Singen einiger Schülerinnen und Schüler (fortan SuS) im Musikunterricht erforschen zu wollen, liegt der Fokus der Studie auf entgegenwirkenden Interventionen. In diesem Sinne wird untersucht, bei welcher grundlegenden Methode der Liederarbeitung (Klaviergestützte Vermittlung, Unbegleitete Vermittlung, Videogestützte Erarbeitung, Instrumentale Erarbeitung) die SuS am intensivsten und am lautesten mitsingen. Zusätzlich sollen aber auch die Gründe für das jeweilige Singverhalten herausgefunden werden. Die Erkenntnisse aus der Studie können Lehrkräften bei zukünftigen Entscheidungen bezüglich der Liederarbeitung im Musikunterricht helfen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des zurückhaltenden Singens im Musikunterricht ein und formuliert das Ziel, die effektivste Methode zur Liederarbeitung zu ermitteln.
2. Forschungsstand: Dieses Kapitel beleuchtet die Bedeutung des Singens als menschliches Grundbedürfnis sowie dessen positive Effekte und diskutiert die aktuelle Situation des Singens in der Schule.
3. Fragestellung: Hier wird die zentrale Forschungsfrage konkretisiert, welche die vergleichende Untersuchung der vier Methoden der Liederarbeitung in den Mittelpunkt stellt.
4. Methode: Das Kapitel erläutert das Untersuchungsdesign, die Wahl des Mixed-Methods-Ansatzes, die Stichprobe und die Durchführung der Erhebung an der Gemeinschaftsschule.
5. Ergebnisse: Die Ergebnisse der quantitativen Daten und der qualitativen Frequenzanalyse werden hier präsentiert, inklusive einer tiefergehenden Analyse zweier Einzelfälle.
6. Zusammenfassung und Diskussion: Die Ergebnisse werden resümiert, kritisch reflektiert und in den Kontext der pädagogischen Praxis sowie der Literatur eingeordnet.
Schlüsselwörter
Liederarbeitung, Musikunterricht, Singverhalten, Klaviergestützte Vermittlung, Videogestützte Erarbeitung, Instrumentale Erarbeitung, Mixed-Methods-Ansatz, Qualitative Inhaltsanalyse, Frequenzanalyse, Schülermotivation, Singintensität, Musikpädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie die Beteiligung und Intensität des Singens von Schülern im Musikunterricht durch verschiedene methodische Ansätze der Liederarbeitung gesteigert werden kann.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Zentrum stehen die Methoden der Liedvermittlung, die psychologischen Hintergründe des Singverhaltens von Jugendlichen sowie die Wirksamkeit von lehrer- versus schülerzentrierten Unterrichtsformen.
Was ist das primäre Ziel der Studie?
Ziel ist es zu ermitteln, welche der vier untersuchten Methoden (klaviergestützte, unbegleitete, videogestützte und instrumentale Erarbeitung) dazu führt, dass Schüler am intensivsten und lautesten mitsingen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Forschung nutzt einen Mixed-Methods-Ansatz, der sowohl quantitative statistische Auswertungen als auch eine qualitative Frequenzanalyse von Schülerbefragungen kombiniert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Präsentation der Analyseergebnisse, der tabellarischen Auswertung der Fragebögen sowie der detaillierten Betrachtung von individuellen Fallbeispielen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die wichtigsten Schlagworte umfassen Liederarbeitung, Musikunterricht, Singverhalten, Schülermotivation und empirische Musikpädagogik.
Warum spielt die Instrumentale Erarbeitung eine besondere Rolle bei den Ergebnissen?
Diese Methode zeigte eine geringere Beteiligung, da die Schüler durch das gleichzeitige Spielen und Singen kognitiv stärker belastet waren und die Organisation in den Gruppen zu Schwierigkeiten führte.
Welchen Mehrwert bietet die Analyse der Einzelfälle?
Die Einzelfallanalyse macht deutlich, dass neben der Methode auch psychosoziale Faktoren wie Scham, das eigene Selbstkonzept oder das Geschlechterverhältnis im Kurs einen signifikanten Einfluss auf das Singverhalten haben.
- Citation du texte
- Dennis King (Auteur), 2018, Einfluss verschiedener Methoden der Liederarbeitung auf die Intensität und Lautstärke des Singens der SuS im Musikunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444459