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Über das Verhältnis von Csíkszentmihályis Flow-Konzept zu den Spieltheorien von Schiller und Caillois und zum Gamification-Diskurs

Título: Über das Verhältnis von Csíkszentmihályis Flow-Konzept zu den Spieltheorien von Schiller und Caillois und zum Gamification-Diskurs

Trabajo Escrito , 2016 , 15 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Sandra Mühlbach (Autor)

Pedagogía - Otras
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Der Psychologe Mihály Csíkszentmihályi prägte 1975 den Begriff des „Flows“. Das Flow-Empfinden charakterisiert eine bestimmte Form sich selbst und das eigene Handeln beim Lösen anspruchsvoller Aufgaben zu erleben. Wer sich im Zustand des Flows befindet fokussiert sich restlos auf die Gegenwart und die Erfordernisse der Aufgabe; soziale Dimensionen (zum Beispiel: Leistungsdruck und Selbstdarstellung) werden ausgeblendet – stattdessen tritt die Lust an der Tätigkeit in den Vordergrund.

Das eigene Können entspricht den Anforderungen, die Aufgabe erscheint anspruchsvoll und interessant; trotzdem gelingt sie scheinbar mühelos und kontrolliert. Das handelnde Individuum erlebt sich selbst als souveräner Gestalter der sein Wissen und seine Fähigkeiten frei und sicher entfaltet und rekombiniert. Die Strukturbedingungen für ein Flow-Erleben sind eine Übereinstimmung von Fähigkeit und Anspruch/Anforderung, eine klare Zielvorgabe und ein geeigneter situativer Rahmen für die Bearbeitung der Aufgabe (zum Beispiel: Möglichkeit zur konzentrierten Stillarbeit) – trotzdem kann das tatsächliche Eintreten des Flows nicht direkt herbeigeführt werden.

In der Soziologie und den Kulturwissenschaften wird der individualistische psychologische Blick auf das Flow-Phänomen um eine Perspektive, welche die gesellschaftlichen und kulturellen Effekte des Begriffes untersucht, erweitert. Der Flow wird hier als motivationale und affektive Triebkraft verstanden, die Individuen Neues schaffen lässt und sie in ein Austauschverhältnis zur Welt und anderen setzt.

Es soll untersucht werden in welchem Verhältnis der Flow-Begriff von Csíkszentmihályi zum Gamification-Diskurs der affirmativ-anwendungsorientierten Akteure steht. Da der Begriff der Gamification untrennbar mit dem thematischen beziehungsweise theoretischen Bereich des Spiels verbunden ist, gilt es im Zuge dieser Analyse zu klären: Inwiefern finden sich in der Spieltheorie Analogien zum Flow-Phänomen? Ist oder kann der Flow Bestandteil des Spiels sein? Welche Konsequenzen haben diese Konzepte auf das, im Gamification-Diskurs angeführte, Verhältnis von Arbeit und Spiel beziehungsweise Nicht-Arbeit oder Freizeit? Und welche Perspektiven ergeben sich daraus für die wissenschaftliche, kritische Reflexion des populären Gamification-Diskurses?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Argumentation

2. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das theoretische Verhältnis zwischen Mihály Csíkszentmihályis Flow-Konzept und den Spieltheorien von Friedrich Schiller und Roger Caillois, um daraus eine kritische Perspektive auf den modernen Gamification-Diskurs zu entwickeln.

  • Grundlagen des Flow-Erlebens nach Csíkszentmihályi
  • Vergleich der Flow-Theorie mit Schillers Spieltrieb und Caillois' Spielbegriff
  • Analyse des affirmativ-anwendungsorientierten Gamification-Diskurses
  • Kritische Rezeption der Ideologiekritik im Kontext von Gamification
  • Transformation von Arbeit und Freizeit durch spielerische Elemente

Auszug aus dem Buch

1. Argumentation

„Glück ist flow. Jeder hat dieses Gefühl schon erlebt: über sich selbst zu verfügen, im Einklang mit sich und der Welt zu sein und sein Schicksal in die eigene Hand nehmen zu können. Bei diesen seltenen Gelegenheiten spürt man ein Gefühl von Hochstimmung, von tiefer Freude, das lange anhält und zu einem Maßstab dafür wird, wie das Leben aussehen sollte.“ (Mihály Csíkszentmihályi 2007, Klappentext: „FLOW: das Geheimnis des Glücks“)

Der Psychologe Mihály Csíkszentmihályi prägte 1975 den Begriff des „Flows“. Das Flow-Empfinden charakterisiert eine bestimmte Form sich selbst und das eigene Handeln beim Lösen anspruchsvoller Aufgaben zu erleben. Wer sich im Zustand des Flows befindet fokussiert sich restlos auf die Gegenwart und die Erfordernisse der Aufgabe; soziale Dimensionen (zum Beispiel: Leistungsdruck und Selbstdarstellung) werden ausgeblendet – stattdessen tritt die Lust an der Tätigkeit in den Vordergrund (Vgl. Csíkszentmihályi 2014: S. 90 ff). Das eigene Können entspricht den Anforderungen, die Aufgabe erscheint anspruchsvoll und interessant; trotzdem gelingt sie scheinbar mühelos und kontrolliert. Das handelnde Individuum erlebt sich selbst als souveräner Gestalter der sein Wissen und seine Fähigkeiten frei und sicher entfaltet und rekombiniert (Vgl. ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Argumentation: Dieses Kapitel führt in das Flow-Konzept ein, setzt es in Bezug zu den Spieltheorien von Schiller und Caillois und analysiert kritisch dessen Anwendung im Gamification-Diskurs.

2. Literaturverzeichnis: Hier werden alle verwendeten Quellen und Online-Ressourcen der wissenschaftlichen Arbeit aufgelistet.

Schlüsselwörter

Flow, Gamification, Spieltheorie, Friedrich Schiller, Roger Caillois, Mihály Csíkszentmihályi, Arbeitswelt, Ideologie, Motivation, Ludus, Paidia, Selbstverwirklichung, Spiel, Kulturwissenschaft, Leistung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theoretische Verknüpfung zwischen dem psychologischen Flow-Konzept und verschiedenen Spieltheorien, um zu verstehen, wie diese Konzepte im Diskurs um Gamification als Argumentationsgrundlage genutzt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die psychologische Flow-Theorie, klassische Spieltheorien (Schiller, Caillois) sowie die soziologische und ideologiekritische Betrachtung von Gamification in der modernen Arbeitswelt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die wissenschaftliche und kritische Reflexion des populären Gamification-Diskurses, insbesondere hinsichtlich der Frage, ob und wie der Flow-Begriff zur ideologischen Rechtfertigung einer gamifizierten Lebenswelt verwendet wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wählt einen forschend-reflektierenden, interdisziplinären Ansatz, der Theorievergleiche (Csíkszentmihályi vs. Schiller/Caillois) mit einer Ideologiekritik nach Foucault-Rezeption (durch Mathias Fuchs) verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Definitionen von Flow und Spiel, stellt diese den Positionen von Akteuren wie Jane McGonigal gegenüber und kontrastiert sie mit einer kritischen Sichtweise auf die Veränderung von Arbeitsverhältnissen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Flow, Gamification, Spieltheorie, Ideologie, Selbstverwirklichung und das Verhältnis von Arbeit und Freizeit.

Inwiefern spielt der Ideologiebegriff von Mathias Fuchs eine Rolle?

Fuchs dient als theoretische Schablone, um zu verstehen, wie spielerische Strukturen dazu genutzt werden können, ökonomische Interessen unter einem humanistischen Deckmantel zu legitimieren.

Welchen Bezug stellt die Arbeit zwischen Flow und Glück her?

Die Arbeit zeigt auf, dass insbesondere in der populären Gamification-Literatur Flow oft mit einem generellen Glücksversprechen gleichgesetzt wird, was eine kritische Hinterfragung der zugrunde liegenden Motivationsstrukturen ermöglicht.

Warum werden Schiller und Caillois herangezogen?

Sie dienen als theoretisches Gegenstück zu modernen Ansätzen, da sie das Spiel in einem Spannungsfeld zwischen Freiheit und Kontrolle situieren und somit eine differenzierte phänomenologische Basis für die Analyse bieten.

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Detalles

Título
Über das Verhältnis von Csíkszentmihályis Flow-Konzept zu den Spieltheorien von Schiller und Caillois und zum Gamification-Diskurs
Universidad
Leuphana Universität Lüneburg  (Bildungswissenschaften)
Curso
Gamification und Lernen | Prof. Dr. Nika Daryan
Calificación
1,0
Autor
Sandra Mühlbach (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
15
No. de catálogo
V447236
ISBN (Ebook)
9783668828186
ISBN (Libro)
9783668828193
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gamification Lernen Flow Csíkszentmihályi Gaming Computergames Spieltheorie Spielen Schiller Ästhetik Spieltrieb Caillois Roger Caillois Friedrich Schiller Jane McGonigal Working Life Ökonomie Econonmy Bildungswissenschaften
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sandra Mühlbach (Autor), 2016, Über das Verhältnis von Csíkszentmihályis Flow-Konzept zu den Spieltheorien von Schiller und Caillois und zum Gamification-Diskurs, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/447236
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