In Deutschland werden immer weniger Unternehmen gegründet. Vor allem im internationalen Vergleich gehen die Zahlen stark zurück. Zu groß ist in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit die Angst vor Fehlschlägen. Dabei muss unternehmerisches Scheitern keine Krise bedeuten.
Doch wie können angehende Gründer solche Hindernisse überwinden? Marvin Faradjollahi untersucht das unternehmerische Scheitern aus verschiedenen Blickwinkeln. Ein besonderes Augenmerk richtet er auf die psychologischen Konzepte der Volition sowie der Resilienz.
Faradjollahi vermittelt so wichtige Grundkenntnisse zum Entrepreneurship. Anhand aktueller Studien der Volitions- und Resilienzforschung stellt er interessante Kausalzusammenhänge zum Entrepreneurship heraus. Seine Publikation beleuchtet deren Relevanz für Unternehmer und Unternehmensgründer.
Aus dem Inhalt:
- Unternehmertum;
- Motivation;
- Start-Up;
- Erfolg;
- Durchhaltevermögen;
- Gründung
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Einführung in die Arbeit
2.1 Die Natur des Scheiterns
2.2 Volition und Motivation
2.3 Konzept der Resilienz
3 Entrepreneurship und unternehmerisches Handeln
3.1 Unternehmerischer Erfolg
3.2 Formen des unternehmerischen Scheiterns
3.3 Gesellschaftliche Perspektive in Deutschland
4 Unternehmerische Volition und Resilienz
4.1 Volition und Durchhaltevermögen
4.2 Resilienz – Die goldene Eigenschaft eines Unternehmers?
4.3 Erfolgreich Scheitern
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen Aspekte des unternehmerischen Scheiterns, wobei insbesondere die Rollen von Volition und Resilienz analysiert werden, um ein tieferes Verständnis dafür zu entwickeln, wie Unternehmer mit Hindernissen umgehen und aus Misserfolgen lernen können.
- Die psychologische Natur von Scheitern und Erfolg
- Volition als Mechanismus zur Zielerreichung
- Die Bedeutung von Resilienz für unternehmerische Krisenbewältigung
- Der Einfluss gesellschaftlicher Rahmenbedingungen in Deutschland auf das Gründertum
Auszug aus dem Buch
3.2 Formen des unternehmerischen Scheiterns
Nachdem im vorangegangen Kapitel erläutert wurde, dass unternehmerischer Erfolg und unternehmerisches Scheitern einer subjektiven Natur entspringen und nur nach dem Ermessen des betreffenden Unternehmers bewertet werden können, soll dieses Kapitel dazu beitragen die zuvor erläuterten Thesen beispielhaft zu untermauern. Hierzu soll Bezug auf eine wissenschaftliche Arbeit mit dem Titel „Analysis of young small firms that have closed: Delineating successful from unsuccessful closures“ genommen werden. Die Arbeit stammt von Timothy Bates vom „Center for Economic Studies (CES)” aus dem Jahr 2002. Wie der Titel bereits vermuten lässt analysiert Bates in seinen Untersuchungen Firmen, die ihre Unternehmungen nach einer gewissen Zeit aufgegeben haben, sowie die diesbezügliche subjektive Einschätzung der betreffenden Unternehmer. Ziel seiner Recherchen war es zu untersuchen, unter welchen Umständen die Schließung einer Firma von den Unternehmern als positiv oder negativ empfunden wird. Ausgangspunkt seiner Überlegung war die Frage, weshalb viele Unternehmer ihre Projekte trotz schlechter Performance fortführen, wohingegen eine Vielzahl von erfolgreichen Unternehmungen trotz herausragenden betriebswirtschaftlichen Kennzahlen ihre Tätigkeit einstellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung legt den Grundstein für die Untersuchung der Bedeutung von Volition und Resilienz im Kontext des unternehmerischen Scheiterns.
2 Einführung in die Arbeit: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Konzepte des Scheiterns, der Volition und der Resilienz als theoretisches Fundament.
3 Entrepreneurship und unternehmerisches Handeln: Hier wird der unternehmerische Kontext beleuchtet, einschließlich der Erfolgsdefinitionen und der gesellschaftlichen Haltung in Deutschland gegenüber dem Scheitern.
4 Unternehmerische Volition und Resilienz: In diesem zentralen Teil werden die psychologischen Faktoren Volition und Resilienz direkt auf den Prozess des Unternehmertums angewendet.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung von Volition und Resilienz als notwendige Werkzeuge für den langfristigen unternehmerischen Erfolg zusammen und plädiert für eine fehlertolerantere Gesellschaft.
Schlüsselwörter
Entrepreneurship, Motivation, Volition, Resilienz, Scheitern, Unternehmertum, Handlungskontrolle, Krisenbewältigung, Risikomanagement, Unternehmenskultur, Selbstreflexion, Erfolgsfaktoren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die psychologischen Mechanismen, die Unternehmern helfen, Hindernisse zu überwinden und mit dem Phänomen des Scheiterns umzugehen.
Welche zentralen Themenfelder deckt das Werk ab?
Die Schwerpunkte liegen auf der Motivationspsychologie, Volition (Willensbildung), Resilienz (psychische Widerstandsfähigkeit) sowie dem unternehmerischen Handeln.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Relevanz von Volition und Resilienz für das unternehmerische Scheitern herauszuarbeiten und zu zeigen, wie diese Eigenschaften als Werkzeuge für den langfristigen Erfolg dienen können.
Welche wissenschaftliche Methodik wurde verwendet?
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse psychologischer und wirtschaftswissenschaftlicher Studien, unter anderem der Auswertung empirischer Daten von Bates (2002) und Kuckertz et al. (2015).
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die psychologischen Konstrukte und eine praktische Übertragung auf den Prozess des Unternehmertums inklusive der Analyse relevanter Einflussfaktoren.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Volition, Resilienz, unternehmerisches Scheitern, Handlungskontrolle und die gesellschaftliche Fehlertoleranz charakterisiert.
Welche Rolle spielt die Gesellschaft laut dieser Untersuchung für den Erfolg?
Die Gesellschaft spielt eine entscheidende Rolle, da eine hohe gesellschaftliche Risikoaversion und eine kritische Einstellung gegenüber dem Scheitern die individuelle Resilienzbildung der Unternehmer hemmen kann.
Warum ist das Thema "Volition" laut der Arbeit wichtig für Gründer?
Volition ist essentiell, da sie dem Unternehmer hilft, nach der anfänglichen Motivationsphase dranzubleiben und seine Ziele trotz innerer oder äußerer Störfaktoren konsequent zu verfolgen.
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- Marvin Faradjollahi (Author), 2019, Entrepreneurship und Scheitern aus psychologischer Sicht. Welche Rolle spielen Volition und Resilienz?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/448783