In dieser wissenschaftlichen Arbeit steht das kulturelle Diversity Management als Instrument der Unternehmensführung zur Erreichung von Wirtschaftszielen im Vordergrund. Hierbei werden die Effekte von Antidiskriminierungsansätzen aus der Perspektive der Ethik und Moral exkludiert. Zentral ist hier die ökonomische Betrachtung von Diversity Management als business case. Es wird ferner der Frage nachgegangen, ob die Wichtigkeit von Diversity Management in Korrelation zur Unternehmensgröße steht und in welchen Fällen dieses Managementkonzept in der Lage ist, entscheidende Wettbewerbsvorteile zu erzielen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1. Problemstellung
1.2. Gang der Untersuchung
2. Theoretische Grundlagen zu Diversity Management
2.1. Definition Diversity Management
2.2. Historische Entwicklung von Diversity Management
2.2.1 Historische Entwicklung von Diversity Management in den USA
2.2.2 Historische Entwicklung von Diversity Management in Deutschland
2.3. Zielsetzung des Diversity Management
2.4. Aufgaben des Diversity Managements
2.5. Herausforderungen des Diversity Managements
3. Implementierung von Diversity Management in der Unternehmenspraxis
3.1. Praktische Umsetzung am Beispiel von Großunternehmen
3.2. Praktische Umsetzung am Beispiel von KMU
4. Empirische Erhebung zum Thema Diversity Management
4.1. Methodik
4.2. Auswertung der Ergebnisse des Fragebogens
4.3. Handlungsempfehlung
4.4. Kritische Würdigung
5. Schlussbetrachtung
5.1. Fazit
5.2. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung von Diversity Management als strategisches Instrument der Unternehmensführung zur Steigerung der Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit in deutschen Unternehmen. Der Fokus liegt dabei auf der ökonomischen Rechtfertigung dieses Managementkonzepts sowie der Analyse der Implementierungsmöglichkeiten in Großunternehmen und KMU, flankiert durch eine empirische Erhebung.
- Grundlagen und historische Entwicklung von Diversity Management
- Ökonomischer Nutzen und strategische Implementierung in Unternehmen
- Analyse der Umsetzung bei Großunternehmen vs. KMU
- Empirische Untersuchung zur Wahrnehmung von Diversität und Diversity Management
- Herausforderungen und Widerstände bei der Durchführung
Auszug aus dem Buch
2.1. Definition Diversity Management
Der Begriff Diversity bedeutet kontextual Vielfalt, wodurch man diesem simultan eine positive Konnotation unterstellt. Ferner werden Begrifflichkeiten wie Diversität, Heterogenität oder Verschiedenartigkeit damit assoziiert. Diesem Sachverhalt zugrunde liegend, kann der Begriff sowohl als vielschichtig und facettenreich betrachtet werden aber auch als nichtssagend und willkürlich beschrieben werden. Grund hierfür seien die diversen Betrachtungsweisen des Begriffes, sodass dieser in unterschiedlichen Zusammenhängen und Wirkungsgefügen Raum für Definitionen, Perspektiven und Konzepte lässt, jedoch nicht endgültig bestimmbar ist.
Wird nun der Begriff Diversity im ökonomischen Zusammenhang betrachtet, so wird der Begriff im Konnex von Organisationen kontempliert.
„Diversity should be understood as the varied perspectives and approaches to work that members of different identity groups bring.“
Frances Milliken und Luis Martins unterteilen Diversität in zwei Dimensionen. Unterschieden werden nach deren Teilung die unmittelbar wahrnehmbaren und die indirekt wahrnehmbaren Aspekte der Diversität. Die unmittelbar wahrnehmbaren Aspekte berücksichtigen leicht erkennbare Eigenschaften von potenziellem Personal wie Herkunft, kultureller Hintergrund, Geschlecht und Alter, während die indirekt wahrnehmbaren Aspekte Fähigkeiten, Qualifikationen, Werte, sozioökonomischer Hintergrund und Persönlichkeitseigenschaften etc. umfassen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Darstellung der Forschungsmaterie, der aktuellen gesellschaftlichen Situation sowie der Zielsetzungen der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen zu Diversity Management: Fundierung des Managementkonzepts durch Definitionen, historische Einordnungen, Zielsetzungen und Aufgaben.
3. Implementierung von Diversity Management in der Unternehmenspraxis: Untersuchung der praktischen Anwendung des Konzepts, differenziert nach Großunternehmen und KMU.
4. Empirische Erhebung zum Thema Diversity Management: Vorstellung der Methodik der Onlinebefragung, Auswertung der Ergebnisse und Ableitung von Handlungsempfehlungen.
5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Präsumtionen für die zukünftige Entwicklung von Diversity Management in deutschen Unternehmen.
Schlüsselwörter
Diversity Management, Unternehmensführung, Produktivitätssteigerung, Wirtschaftlichkeit, Unternehmenskultur, Diversität, Mitarbeiterbindung, Wettbewerbsvorteil, KMU, Großunternehmen, Personalauswahl, Fachkräftemangel, empirische Erhebung, Onlinebefragung, Diskriminierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Relevanz von Diversity Management als Führungsinstrument zur Erreichung von Unternehmenszielen in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretische Basis des Diversity Managements, die praktische Implementierung in verschiedenen Unternehmensgrößen sowie die ökonomische Betrachtung als Business Case.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Diversity Management als Instrument der Unternehmensführung eingesetzt werden kann, um Wettbewerbsvorteile und Produktivitätssteigerungen zu erzielen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde eine deskriptive Studie mittels quantitativer Online-Fragebogentechnik mit 66 verwertbaren Datensätzen durchgeführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Implementierungspraxis in Großunternehmen und KMU sowie die empirische Analyse und daraus resultierende Handlungsempfehlungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Diversity Management, Wirtschaftlichkeit, Unternehmensführung, Diversität, Wettbewerbsvorteile und Personalauswahl.
Wie unterscheidet sich die Implementierung bei KMU von Großunternehmen?
KMU stehen vor größeren Hürden, insbesondere bezüglich fehlender Finanzmittel und Personalressourcen für Diversity-Abteilungen, während Großunternehmen häufiger international agieren und bereits dedizierte Strategien verfolgen.
Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei der Umsetzung?
Die Unternehmenskultur ist entscheidend, da Widerstände, Vorurteile oder eine "Kultur des Schweigens" die erfolgreiche Integration von Diversität und damit die Produktivität behindern können.
- Citation du texte
- Angelika Valerie Lapidus (Auteur), 2018, Diversity Management als Instrument der Unternehmensführung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/459672