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Schichtspezifische Bildungsungleichheiten im deutschen Bildungssystem

Titre: Schichtspezifische Bildungsungleichheiten im deutschen Bildungssystem

Dossier / Travail , 2017 , 12 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Varthini Sivapatham (Auteur)

Sociologie - Individu, Groupe, Société
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit, soll zuerst die theoretische Perspektive der Studie "Soziale Ungleichheiten in schulischer und außerschulischer Bildung" näher betrachtet werden. Anschließend soll durch eine alternative Theorie eine weitere Betrachtungsweise der Ergebnisse aufgezeigt werden und somit auf weitere mögliche Erkenntnisse hingewiesen werden. Dabei erhebt die Arbeit nicht den Anspruch einer tiefgehenden Analyse, vielmehr soll durch die Darstellung einer weiteren Theorie, mögliche Forschungsanreize gegeben werden.

Die Arbeit gliedert sich in vier Teilen. Im Kapitel zwei werden die Ergebnisse der Studie und die theoretische Grundlage dessen näher betrachtet. Anschließend wird in Kapitel drei die Studie mittels einer weiteren Theorie veranschaulicht und schließt im vierten Kapitel mit dem Fazit ab.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Schichtspezifische Bildungsungleichheiten - Raymond Boudon

3 Schichtspezifische Bildungsungleichheiten – rational oder habituell?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen schichtspezifischer Bildungsungleichheiten im deutschen Bildungssystem, indem sie die rational-theoretische Perspektive nach Raymond Boudon einer habitustheoretischen Betrachtungsweise nach Pierre Bourdieu gegenüberstellt und deren Erklärungspotenziale vergleicht.

  • Analyse der primären und sekundären Herkunftseffekte nach Boudon
  • Einfluss des Habitus-Konzepts auf Bildungsentscheidungen nach Bourdieu
  • Bedeutung der sozialen Herkunft für den Bildungserfolg
  • Die Rolle schulischer Selektionsmechanismen bei der Reproduktion sozialer Ungleichheit
  • Vergleich der theoretischen Ansätze zur Erklärung von Bildungsbenachteiligung

Auszug aus dem Buch

3 Schichtspezifische Bildungsungleichheiten – rational oder habituell?

Nach Bourdieu teilen Individuen mit ähnlichen Kapitalausstattungen auch ähnliche Lebensbedingungen und Positionen im sozialen Raum und unterliegen „ähnlichen Konditionierungen ihres Handelns“ (Carnicer 2015: 30). In der Folge weisen sie auch ähnliche Dispositionen und Neigungen auf, pflegen ähnliche Praktiken und vertreten „ähnliche politische, ästhetische und ideologische Positionen“ (ebd.). All die Dispositionen, Neigungen und Positionen bestimmen nach Bourdieu den Habitus (vgl. Carnicer 2015: 30). Hierbei kann der Habitus sowohl individuell als auch klassenspezifisch betrachtet werden. Der individuelle Habitus sei dabei nur eine abgewandelte Form des Klassenhabitus (vgl. Carnicer 2015: 48).

Allgemein versteht Bourdieu unter Habitus, durch die Sozialisation verinnerlichte und selbstverständlich gewordene Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsschemata eines Individuums (vgl. Schwingel 1995: 62). Während durch Wahrnehmungsschemata die täglichen Wahrnehmungen der sozialen Welt geordnet werden, können durch Denkschemata Individuen anhand vorhandener „Alltagtheorien und Klassifikationsmuster[n]“ (ebd.) einzelne Gegebenheiten der sozialen Welt interpretieren und gliedern. Hierbei werden gesellschaftliche Handlungen durch verinnerlichte Normen (Ethos) sowie kulturelle Objekte und Praktiken durch ästhetische Maßstäbe (Geschmack) bewertet. Schließlich werden durch Handlungsschemata die individuellen und kollektiven Praktiken der einzelnen Akteure hervorgebracht (vgl. ebd.). Diese drei Komponenten des Habitus bilden in der Praxis ein ineinander greifendes Konstrukt und fungieren somit stets zusammen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der schichtspezifischen Bildungsungleichheiten im deutschen Bildungssystem ein und skizziert den Aufbau der Untersuchung.

2 Schichtspezifische Bildungsungleichheiten - Raymond Boudon: Es werden die zentralen Thesen Boudons zu primären und sekundären Herkunftseffekten dargestellt und erläutert, wie rationale Kosten-Nutzen-Abwägungen der Eltern Bildungsentscheidungen beeinflussen.

3 Schichtspezifische Bildungsungleichheiten – rational oder habituell?: Dieses Kapitel kontrastiert den rationalen Ansatz Boudons mit Bourdieus Theorie des Habitus und analysiert, wie sozialisationsbedingte Wahrnehmungs- und Handlungsmuster Bildungschancen strukturieren.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, soziale Herkunft, Raymond Boudon, Pierre Bourdieu, Habitus, primäre Herkunftseffekte, sekundäre Herkunftseffekte, soziale Reproduktion, Bildungsentscheidungen, Kapitalausstattung, Chancengleichheit, Bildungsaspiration, soziale Schichtung, Schulsystem, Selektionsmechanismen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen für schichtspezifische Bildungsungleichheiten im deutschen Bildungssystem unter Verwendung soziologischer Theorieansätze.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themenfelder umfassen den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg, die Rolle von Bildungsaspirationen, die Bedeutung von Schulformempfehlungen sowie die Wirkung von Sozialisation auf individuelle Bildungschancen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Entstehung von Bildungsungleichheit durch die Gegenüberstellung von Boudons rationalem Erklärungsmodell und Bourdieus habitustheoretischem Ansatz zu beleuchten und mögliche Forschungsanreize zu formulieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse, um bestehende Studien (insb. Solga & Dombrowski) mittels der Theorien von Boudon und Bourdieu neu zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Konzepte der primären und sekundären Herkunftseffekte nach Boudon sowie anschließend die Habitus-Theorie nach Bourdieu detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die wichtigsten Begriffe sind Bildungsungleichheit, Habitus, Herkunftseffekte, soziale Reproduktion und Bildungsaspiration.

Wie unterscheidet Boudon zwischen primären und sekundären Effekten?

Primäre Effekte beziehen sich auf Leistungsunterschiede aufgrund der sozialen Herkunft, während sekundäre Effekte trotz gleicher Leistung unterschiedliche Bildungsentscheidungen der Eltern beschreiben.

Warum spielt der Habitus nach Bourdieu eine entscheidende Rolle für die Schule?

Der Habitus prägt unbewusst, wie Kinder und Eltern Bildung wahrnehmen, wobei das Schulsystem durch seinen eigenen feldspezifischen Habitus Kinder aus höheren Klassen bevorzugt und soziale Unterschiede reproduziert.

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Résumé des informations

Titre
Schichtspezifische Bildungsungleichheiten im deutschen Bildungssystem
Université
University of Duisburg-Essen
Note
1,7
Auteur
Varthini Sivapatham (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
12
N° de catalogue
V462339
ISBN (ebook)
9783668915640
ISBN (Livre)
9783668915657
Langue
allemand
mots-clé
Bildungsungleichheiten Bildung Schule Pisa Schichtspezifische Bildungsungleichheiten Bildungssystem Bildungsaspiration Chancengleichheit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Varthini Sivapatham (Auteur), 2017, Schichtspezifische Bildungsungleichheiten im deutschen Bildungssystem, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/462339
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