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Der normative Inklusionsanspruch im Boulevard- und Qualitätsjournalismus

Eine empirische Studie zur Berichterstattung in deutschen Online-Medien über die "Hetzjagd in Chemnitz"

Título: Der normative Inklusionsanspruch  im Boulevard- und Qualitätsjournalismus

Tesis (Bachelor) , 2019 , 80 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Christian Meradji (Autor)

Medios / Comunicación: Periodismo, publicidad
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Diese Studie untersucht den normativen Inklusionsanspruch innerhalb der Berichterstattung zu den Chemnitzer Ausschreitungen im August 2018 in deutschen Online-Nachrichtenmedien. Dabei findet ein Vergleich zwischen Boulevard- und Qualitätsjournalismus statt, vertreten durch die Online-Ausgaben der Süddeutschen Zeitung und der BILD-Zeitung.

Die Grundlage für die normativen Inklusionskriterien stellt dabei die normativ-deliberative Öffentlichkeitstheorie nach Habermas dar. Mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse wird im ersten Schritt die gesamte Bandbreite vorhandener Frames innerhalb des Chemnitz-Diskurses exploriert, um mit Hilfe dieser Ergebnisse im zweiten Schritt die Häufigkeiten und Verteilungen von Medien-Frames und Akteuren innerhalb der Online-Berichterstattung mittels quantitativer Inhaltsanalyse zu untersuchen.

Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass beide Medienvertreter in etwa gleichen Maßen den normativ-deliberativen Inklusionsanspruch erfüllen. Auffällig ist jedoch das politische Ungleichgewicht der Frame-Herkunft in beiden Medien. Dadurch bleibt die Frage offen, welche Ursachen und Auswirkungen diese Leerstellen innerhalb des mitte-rechten Spektrums für den demokratischen Pluralismus und die sich zugehörig fühlende Zielgruppe hat.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung & Relevanz

2. Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand

2.1 Die „Hetzjagd von Chemnitz“: Zusammenfassung der Ereignisse

2.2 Demokratie und Öffentlichkeit

2.2.1 Die vier Modelle von Öffentlichkeit

2.2.2 Der Inklusionsanspruch der deliberativen Demokratietheorie

2.3 Vom soziologischen Framing-Konzept hin zu Medien-Frames

2.3.1 Goffman‘s soziologisches Framing-Konzept

2.3.2 Framing durch Text-Formulierung

2.3.3 Framing in der Nachrichtenberichterstattung

2.4 Die Flüchtlingskrise in der Wissenschaft

3. Empirisches Vorgehen

3.1 Themenwahl

3.1 Hypothesenbildung

3.2 Operationalisierung von Inklusivität

3.2.1 Frame-Inklusivität

3.2.2 Akteurs-Inklusivität

3.3 Qualitative Inhaltsanalyse

3.3.1 Fallauswahl

3.3.2 Entwicklung des Untersuchungsinstruments

3.3.3 Qualitative Datenauswertung

3.4 Quantitative Inhaltsanalyse

3.4.1 Fallauswahl

3.4.1 Stichprobenziehung

3.4.2 Entwicklung des Untersuchungsinstruments

3.4.2 Pretest des Codebuchs

3.4.3 Quantitative Datenauswertung

4. Forschungsergebnisse

4.1 Qualitative Ergebnisse

4.1.1 Berichterstattungs-Frame

4.1.2 Maßnahmen-Frames

4.1.3 Kritik-Frames

4.1.4 Kommentar-Frames

4.1.5 Gesellschafts-Frames

4.1.6 Demonstrations-Frames

4.1.7 Gewaltmonopol-Frame

4.1.8 Wirtschaftsstandort-Frame

4.1.9 Auslands-Frame

4.1.10 Frame-Ursprünge im politischen Spektrum

4.2 Quantitative Ergebnisse

4.2.1 Prozentuale Verteilung der Frames

4.2.2 Absolute Häufigkeiten der Frames

4.2.3 Prozentuale Frame-Herkunft

4.2.4 Prozentuale Verteilung der Akteurs-Kategorien

4.2.5 Absolute Akteurs-Häufigkeit im direkten Vergleich

4.3 Überprüfung der Hypothesen

4.3.1 Überprüfung von H1: Frame-Vielfalt

4.3.1 Überprüfung von H2: Akteurs-Vielfalt

4.3.1 Überprüfung von H3: Frame-Herkunft

4.3.1 Überprüfung von H4: Akteurs-Herkunft

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den normativen Inklusionsanspruch der Berichterstattung in deutschen Online-Nachrichtenmedien über die Ereignisse in Chemnitz im August 2018. Ziel ist es, mittels einer qualitativen und quantitativen Inhaltsanalyse zu bestimmen, inwieweit die mediale Öffentlichkeit den Kriterien der deliberativen Demokratietheorie entspricht und ob Unterschiede zwischen Boulevard- und Qualitätsjournalismus bestehen.

  • Analyse der medialen Berichterstattung zur „Hetzjagd in Chemnitz“.
  • Anwendung des normativ-deliberativen Demokratiemodells nach Habermas.
  • Vergleichende Untersuchung von Qualitäts- und Boulevardjournalismus.
  • Erforschung von Frame-Vielfalt und Akteurs-Inklusivität.
  • Überprüfung der politischen Herkunft und Ausgewogenheit medialer Deutungsrahmen.

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Goffman‘s soziologisches Framing-Konzept

Erving Goffman (1986, S. 21) hat in seiner Arbeit "Frame Analysis" erklärt, wie Menschen Alltagserfahrungen in sogenannten Deutungsrahmen verorten, die er wiederum "primary frameworks" nennt. Dabei unterscheidet er zwischen zwei Typen von "primary frames", nämlich natürliche und soziale Frameworks. Natürliche Frameworks identifizieren Vorkommnisse als ungerichtet, unorientiert, unanimiert und ungelenkt. Goffman schreibt dazu:

"Such unguided events are ones understood to be due totally, from start to finish, to "natural" determinants. It is seen that no willful agency causally and intentionally interferes, that no actor continuously guides the outcome." (Goffman, 1986, S. 22)

Als Beispiel für ein natürliches Framework nennt Goffman beispielsweise das Wetter, da der Ursprung rein physikalischer Natur ist und kein Akteur hierbei Einfluss genommen hat. Von Anfang bis Ende sind hierbei „natürliche Determinanten“ ausschlaggebend. Der zweite Typ von Frameworks, der sogenannte „social framework“, liefert Hintergrundverständnis für Ereignisse, die durch den Willen eines Menschen kontrolliert oder ausgelöst wurden. Goffman schreibt dazu folgendes:

"Social frameworks, on the other hand, provide background understanding for events that incorporate the will, aim, and controlling effort of an intelligence, a live agency, the chief one being the human being. Such an agency is anything but implacable; it can be coaxed, flattered, affronted, and threatened. What it does can be described as "guided doings."" (Goffman, 1986, S. 22)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung & Relevanz: Einleitung in das Thema der Chemnitzer Ereignisse und Begründung der wissenschaftlichen Relevanz hinsichtlich der medialen Inklusion.

2. Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand: Darstellung der theoretischen Grundlagen zu Demokratie, Öffentlichkeit und dem Framing-Konzept im Kontext der Medienberichterstattung.

3. Empirisches Vorgehen: Erläuterung der methodischen Schritte, der Fallauswahl und der Operationalisierung der Inklusivität zur Beantwortung der Forschungsfragen.

4. Forschungsergebnisse: Präsentation der qualitativen explorativen Befunde und der quantitativen statistischen Auswertung der medialen Berichterstattung.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse unter Berücksichtigung der aufgestellten Hypothesen und Diskussion der normativen Implikationen für die Demokratie.

Schlüsselwörter

Framing, Inklusivität, Deliberative Öffentlichkeit, Boulevardjournalismus, Qualitätsjournalismus, Chemnitz, Hetzjagd, Inhaltsanalyse, Medienberichterstattung, Politische Kommunikation, Medien-Frames, Akteurs-Inklusivität, Diskursanalyse, Online-Nachrichtenmedien, Demokratietheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie deutsche Online-Medien über die Ausschreitungen in Chemnitz im August 2018 berichteten, wobei ein besonderer Fokus auf dem normativen Inklusionsanspruch der Medien liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die mediale Konstruktion von Realität mittels Framing, die Bedeutung von Öffentlichkeit für eine funktionierende Demokratie und der Vergleich zwischen Boulevard- und Qualitätsmedien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu bestimmen, inwieweit die Berichterstattung in Boulevard- und Qualitätsmedien deliberativen Kriterien entspricht und ob sie eine vielfältige Teilhabe unterschiedlicher gesellschaftlicher Akteure ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Kombination aus qualitativer und quantitativer Inhaltsanalyse angewandt, um einerseits Frames zu explorieren und andererseits deren Häufigkeit und Verteilung zu messen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Framing-Konzepts, eine detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens und eine umfangreiche Präsentation der qualitativen und quantitativen Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Inklusivität, Framing, deliberative Demokratie, Boulevardjournalismus und Qualitätsjournalismus.

Wie schneidet der Boulevardjournalismus im Vergleich zum Qualitätsjournalismus ab?

Überraschenderweise erwies sich der untersuchte Boulevardjournalismus als ähnlich divers wie das Qualitätsmedium, konnte jedoch Erwartungen hinsichtlich einer Dominanz rechter Frames nicht bestätigen, da auch hier eine Mischung aus unterschiedlichen politischen Spektren auftrat.

Welche Rolle spielt die Politik in der Berichterstattung?

Die Politik nimmt eine zentrale Rolle ein, sowohl als Akteur, der kritisiert wird, als auch als Quelle für die mediale Deutung der Ereignisse, wobei sich alle untersuchten Medien in der Kritik an der politischen Verantwortung einig waren.

Final del extracto de 80 páginas  - subir

Detalles

Título
Der normative Inklusionsanspruch im Boulevard- und Qualitätsjournalismus
Subtítulo
Eine empirische Studie zur Berichterstattung in deutschen Online-Medien über die "Hetzjagd in Chemnitz"
Universidad
University of Mannheim
Calificación
1,0
Autor
Christian Meradji (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
80
No. de catálogo
V468202
ISBN (Ebook)
9783668943872
ISBN (Libro)
9783668943889
Idioma
Alemán
Etiqueta
inklusionsanspruch boulevard- qualitätsjournalismus studie berichterstattung online-medien hetzjagd chemnitz demokratietheorie pluralismus öffentlichkeitstheorie habermas kombinierte inhaltsanalyse qualitativ und quantitativ kommunikationswissenschaft inklusion medienvergleich flüchtlingskrise medien frames framing frameanalyse
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Meradji (Autor), 2019, Der normative Inklusionsanspruch im Boulevard- und Qualitätsjournalismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/468202
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Extracto de  80  Páginas
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