In der vorliegenden Hausarbeit soll untersucht werden, welche Aufgaben die staatlichen Akteure im Bereich der Gesundheitspolitik haben. Dabei unterscheide ich zwischen Gesundheitspolitik auf Bundesebene, auf Ebene der Länder und schließlich auf Ebene der Kommunen.
Es soll herausgearbeitet werden, welche Aufgaben die einzelnen Akteure haben und aufgezeigt werden, an welchen Stellen sich die Arbeitsfelder überschneiden und Absprachen zwischen den Ebenen erfolgen.
Im letzten Kapitel der Hausarbeit möchte ich herausarbeiten wie sich die Gesundheitspolitik in den Aufgabenfeldern der Sozialen Arbeit spiegelt. Dabei beschränke ich mich auf die Soziale Arbeit in den Kommunen.
Inhaltsverzeichnis
1. Abstract
2. Einleitung
3. Nationale Gesundheitspolitik
3.1 Überblick
3.2 Bundestag
3.3 Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
4. Zuständigkeiten der Länder
4.1 Gesundheitspolitik am Beispiel von Baden-Württemberg
4.2 Die Gesundheitsministerkonferenz
5. Zuständigkeiten in den Kommunen
5.1 Herausforderungen für die Kommunen
5.2 Zusammenwirken von Bund, Ländern und Kommunen
5.3 Gesundheitspolitische Aufgaben der Kommunen
6. Zusammenfassung und Fazit: Welche Aufgabenfelder der sozialen Arbeit ergeben sich in den Kommunen?
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Aufgaben staatlicher Akteure in der deutschen Gesundheitspolitik auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene, um Schnittstellen und Absprachen zwischen den Ebenen zu identifizieren. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Ableitung konkreter Handlungsfelder für die Soziale Arbeit innerhalb der Kommunen.
- Strukturen und Aufgaben der nationalen Gesundheitspolitik
- Kompetenzverteilung zwischen Bund, Ländern und Kommunen
- Gesundheitspolitik am Beispiel Baden-Württembergs
- Netzwerke und Kooperationsformen in der kommunalen Gesundheitsförderung
- Implikationen für die Soziale Arbeit in kommunalen Kontexten
Auszug aus dem Buch
3.2 Bundestag
Dem Bundestag obliegt im deutschen Politiksystem die Verabschiedung aller Gesetze auf Bundesebene. Laut Artikel 20 Grundgesetz ist die Bundesrepublik „ein demokratischer und sozialer Rechtsstaat.“ (Gundgesetz §20, Absatz 1) Es kann abgeleitet werden, „dass die Forderung nach Angleichung der Lebensverhältnisse oder der Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in den drei Prinzipien (Sozialstaats-, Bundesstaats-, und Rechtsstaatsprinzips) des Art. 20 GG verankert ist“ (Quelle:https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_I/I.5/PBGD/Archiv_Veroeffentlichungen_der_13.WP/Verschiedenes/Gleichwertige_Lebensverhltnisse.pdf)
Der Gesetzgeber hat also die Aufgabe einheitliche Lebensverhältnisse in ganz Deutschland zu gewähren.
Im Fall des Gesundheitswesens sind dies laut Bundeszentrale für politische Bildung:
• Alle Gesetze zur gesetzlichen Krankenversicherung. Diese sind Inhalt des Sozialgesetzbuches (SGB) Fünftes Buch (V) – Gesetzliche Krankenversicherung.
• Die Gesetze, die auf Bundesebene die Krankenhausversorgung und -finanzierung regeln. Hierzu gehören zum Beispiel das Krankenhausentgeltgesetz und das Krankenhausfinanzierungsgesetz.
• Die Gesetze, die auf Bundesebene die Arzneimittelversorgung und das Apothekenwesen regeln und Gesetze zu Medizinprodukten und Blutprodukten
• Die Teile der Sozialversicherung, die gesundheitliche Leistungen finanzieren: Dies sind zum Beispiel Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung, die für Rehabilitationsleistungen aufkommen müssen (SGBVI). Außerdem die gesetzliche Unfallversicherung, die bei der Versorgung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten aufkommt (SGB VII)
• Die Gesetze zur sozialen Pflegeversicherung (Elftes Buch Sozialgesetzbuch, SGB XI)
• Weitere Gesetze, die sich gesellschaftliche Fragen wie Fortpflanzungsmedizin, Einsatz von Gentechnik oder auch Regelungen zur Sterbehilfe kümmern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Abstract: Kurze Darlegung des Forschungsziels, die Aufgaben der staatlichen Akteure auf den drei Ebenen zu untersuchen und deren Bedeutung für die Soziale Arbeit in Kommunen abzuleiten.
2. Einleitung: Einführung in die Drei-Ebenen-Struktur des deutschen Gesundheitswesens gemäß der Bundeszentrale für politische Bildung.
3. Nationale Gesundheitspolitik: Analyse der Rolle des Bundestages als Gesetzgeber sowie der exekutiven Aufgaben des Bundesministeriums für Gesundheit und weiterer Bundesbeauftragter.
4. Zuständigkeiten der Länder: Betrachtung der Länderkompetenzen in der Krankenhausplanung und im öffentlichen Gesundheitsdienst, beispielhaft illustriert durch Baden-Württemberg und die Gesundheitsministerkonferenz.
5. Zuständigkeiten in den Kommunen: Darstellung der kommunalen Rolle trotz fehlender Gesamtverantwortung, inklusive Vernetzungsbeispielen und interkommunaler Kooperation.
6. Zusammenfassung und Fazit: Welche Aufgabenfelder der sozialen Arbeit ergeben sich in den Kommunen?: Synthese der gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen und Ableitung konkreter Interventionsfelder für die Soziale Arbeit im kommunalen Kontext.
Schlüsselwörter
Gesundheitspolitik, Bundestag, Bundesministerium für Gesundheit, Länderzuständigkeiten, öffentliche Gesundheit, Gesundheitsförderung, Kommunalpolitik, Soziale Arbeit, Prävention, Netzwerkarbeit, Krankenhausplanung, Daseinsvorsorge, Gesundheitsschutz, Gesundheitskonferenz, Lebensverhältnisse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Aufgaben staatlicher Akteure im deutschen Gesundheitswesen auf den Ebenen Bund, Länder und Kommunen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die gesetzgeberischen Aufgaben des Bundes, die Umsetzungsrolle der Länder sowie die Rolle der Kommunen in der Gesundheitsförderung und Vernetzung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Aufgaben der verschiedenen Akteure zu klären und daraus spezifische Aufgabenfelder für die Soziale Arbeit in den Kommunen abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine strukturierte Literatur- und Dokumentenanalyse auf Basis von Gesetzestexten, ministeriellen Web-Auftritten und fachwissenschaftlichen Quellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich nach den staatlichen Zuständigkeitsebenen und analysiert detailliert die spezifischen Aufgaben von Bund, Ländern und Kommunen im Gesundheitssektor.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Gesundheitspolitik, Kommunalpolitik, Soziale Arbeit, Prävention, Gesundheitskonferenz und Daseinsvorsorge.
Wie unterstützen Kommunen die Gesundheitsförderung, wenn sie rechtlich dazu nicht direkt verpflichtet sind?
Kommunen agieren über Netzwerke wie das „Netzwerk Gesunde Städte“ oder kommunale Gesundheitskonferenzen, um durch Koordination und fachlichen Austausch die Gesundheitsversorgung und -förderung vor Ort aktiv zu gestalten.
Warum ist das ehrenamtliche Engagement ein zentrales Thema für die Soziale Arbeit in Kommunen?
Aufgrund begrenzter Ressourcen bei gleichzeitig steigendem Unterstützungsbedarf, insbesondere bei alten Menschen, spielt die Förderung und Koordination von Ehrenamtlichen durch Sozialarbeiter eine entscheidende Rolle für die Aufrechterhaltung der sozialen Versorgung.
- Citar trabajo
- Philipp Kuhlmann (Autor), 2018, Unterschiede zwischen der nationalen und kommunalen Gesundheitspolitik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/471509