In diesem Unterrichtsportfolio wird exemplarisch für angehende Verwaltungsbeamte aufgezeigt, wie zivilrechtlicher Unterricht (namentlich: die schuldrechtlichen Vertragsarten) geplant und durchgeführt werden kann. Das Portfolio umfasst hierbei: Sachanalyse, Bedingungsanalyse, Didaktische Analyse, Kompetenzen und Lernziele, Didaktische Reduktion, Methodische Analyse, Unterrichtssequenz, Unterrichtsverlaufsplan, Anlagen zum Unterrichtsverlaufsplan und Kompetenzorientierte Leistungsnachweise.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Grundlagenwissen
- 2. Willenserklärung, Rechtsgeschäft, Vertrag
- 3. Wirksamkeit von Rechtsgeschäften/Vertretung
- 4. Verpflichtungsgeschäfte
- 4.1 Sachanalyse
- 4.2 Bedingungsanalyse
- 4.3 Sonstige Verpflichtungsgeschäfte: Schenkung, Miete, Leihe, Darlehen, Dienstvertrag, Arbeitsvertrag, Werkvertrag, Auftrag, Verwahrung (Abgrenzungskriterien)
- 5. Sachenrecht
- 6. Besondere Rechte des Käufers bei Mängeln
- 7. Übungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Unterrichtsstunde zielt darauf ab, die fachlichen Kompetenzen der Beamtenanwärter durch den Erwerb von Wissen über schuldrechtliche Vertragsarten zu erweitern. Neben der Wissensvermittlung sollen durch Partnerarbeit die Sozialkompetenzen verbessert werden. Darüber hinaus werden durch Übungen und Präsentationen auch Methodenkompetenzen gefördert.
- Einführung in die wichtigsten schuldrechtlichen Vertragsarten
- Vermittlung der Abgrenzungskriterien zwischen den einzelnen Vertragsarten
- Praktische Anwendung des erlernten Wissens in realen Situationen
- Entwicklung von Fähigkeiten zur Zusammenarbeit und Präsentation
- Festigung der Methodenkompetenz durch die Arbeit mit dem Gesetz und die Durchführung von Übungen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Unterrichtsstunde konzentriert sich auf die Erläuterung der relevantesten schuldrechtlichen Vertragsarten, die den Beamtenanwärtern in ihrem späteren Berufsleben begegnen können. Sie beginnt mit einem Brainstorming, um die Teilnehmer zu aktivieren und sie an das Thema heranzuführen. Im Anschluss daran werden die einzelnen Vertragstypen anhand des Gesetzes erarbeitet und im Plenum präsentiert. In der letzten Phase werden die erarbeiteten Inhalte durch Übungsaufgaben gefestigt und vertieft.
Schlüsselwörter
Schuldrechtliche Vertragsarten, Verpflichtungsgeschäfte, Schenkung, Miete, Leihe, Darlehen, Dienstvertrag, Arbeitsvertrag, Werkvertrag, Auftrag, Verwahrung, Abgrenzungskriterien, BGB.
Häufig gestellte Fragen
Was sind schuldrechtliche Verpflichtungsgeschäfte?
Es handelt sich um Rechtsgeschäfte, durch die sich eine Person gegenüber einer anderen zu einer Leistung verpflichtet (z. B. Kaufvertrag, Mietvertrag). Sie begründen Ansprüche, übertragen aber noch kein Eigentum.
Welche Vertragsarten werden im Unterrichtsportfolio behandelt?
Behandelt werden unter anderem Kaufvertrag, Schenkung, Miete, Leihe, Darlehen, Dienstvertrag, Arbeitsvertrag, Werkvertrag, Auftrag und Verwahrung.
Was ist der Unterschied zwischen einem Dienstvertrag und einem Werkvertrag?
Beim Dienstvertrag ist die bloße Tätigkeit geschuldet (z. B. Beratung), während beim Werkvertrag ein konkreter Erfolg bzw. ein fertiges Werk geschuldet wird (z. B. eine Reparatur).
Wie ist die Unterrichtssequenz für Beamtenanwärter aufgebaut?
Die Sequenz beginnt mit einer Sach- und Bedingungsanalyse, gefolgt von der Erarbeitung der Vertragstypen anhand des BGB, praktischen Übungen und einer abschließenden Vertiefung durch Präsentationen.
Welche Kompetenzen sollen die Lernenden erwerben?
Neben der Fachkompetenz im Zivilrecht werden Sozialkompetenz durch Partnerarbeit sowie Methodenkompetenz durch die Arbeit mit Gesetzestexten und Fallbeispielen gefördert.
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- Markus Ort (Author), 2019, Die schuldrechtlichen Verpflichtungsgeschäfte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/494323