Diese Arbeit stellt kooperative Arbeitsformen zur Förderung der Teamfähigkeit im Sportunterricht für Mädchen der 7. Klasse der Regionalen Schule vor. Das Ziel dieser Unterrichtseinheit Akrobatik besteht darin, neben der individuellen motorischen Leistung die Teamfähigkeit der Schülerinnen zu stärken und somit den Doppelauftrag des Sports zu erfüllen. Gemeinsames Handeln erfordert genaue Absprachen und impliziert intensive Körpererfahrungen. Die Schülerinnen können erfahren, auf Hilfe angewiesen zu sein und auch in Anspruch zu nehmen. Außerdem kann jede Schülerin individuell die Erfahrung machen, gebraucht zu werden.
In der Schule kommt das Fach Sport als einziges dem natürlichen Bewegungsdrang der Schülerinnen nach. Dabei sind Bewegung und Entwicklung eng miteinander verflochten. Der Sportunterricht muss demnach die intrinsische Motivation zum Sporttreiben fördern. Neben dem motorischen Erlernen von Sportarten sollten auch soziale Kompetenzen zentraler Bestandteil des Unterrichtsgeschehens sein. Hierbei geht es zum Beispiel um Fairness, Toleranz, das Einschätzen der eigenen Leistung und Teamfähigkeit. Die Schülerinnen können im Sportunterricht nicht nur ihren eigenen Körper und dessen Grenzen kennenlernen, sondern auch über Bewegung mit anderen kommunizieren und kooperieren. Deshalb werden in der Unterrichtseinheit offene Bewegungsaufgaben gestellt, in denen die Schülerinnen in Teamarbeit eigenständig Ideen einbringen und Lösungen finden können. Zudem bietet Akrobatik durch die unterschiedlich komplexen Figuren und Elemente eine Reihe von Differenzierungsmöglichkeiten, die bei der heterogenen Lerngruppe nötig sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Begründung des Themas und Zielstellung der Arbeit
2. Bedingungsanalyse
2.1 Schulspezifische Bedingungen
2.2 Bedingungen der Lerngruppe
2.3 Besonderheiten einzelner Schülerinnen
3. Sachanalyse
3.1 Teamfähigkeit (Respekt, Kommunikation, Kompromissbereitschaft und Vertrauen)
3.2 Kooperative Arbeitsformen
3.3 Akrobatik
4. Didaktische Analyse
4.1 Strukturierung der Unterrichtseinheit
4.2 Legitimation
4.3 Bedeutung des Unterrichtsgegenstandes
4.4 Didaktische Reduktion
5. Lernziele
6. Methodische Analysen
1. Unterrichtsstunde
2. Unterrichtsstunde
3. Unterrichtsstunde
4. Unterrichtsstunde
5. Unterrichtsstunde
6. Unterrichtsstunde
7. Unterrichtsstunde
8. Unterrichtsstunde
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Teamfähigkeit von Schülerinnen der 7. Klasse durch den gezielten Einsatz kooperativer Arbeitsformen in der Sportart Akrobatik zu fördern. Es wird untersucht, inwiefern durch die gemeinsame Erarbeitung einer Teamkür soziale Kompetenzen wie Respekt, Vertrauen und Kommunikation gestärkt werden können, um den Herausforderungen einer heterogenen Lerngruppe zu begegnen.
- Förderung der Teamfähigkeit durch kooperative Lernformen
- Einsatz von Akrobatik als Medium zur sozialen Entwicklung
- Methoden der Binnendifferenzierung im Sportunterricht
- Strukturierung von Lernprozessen mittels Partner- und Gruppenarbeit
Auszug aus dem Buch
3.1 Teamfähigkeit (Respekt, Kommunikation, Kompromissbereitschaft und Vertrauen)
Als Team wird ein „um ein Tätigkeitsziel herum gebildeter Sozialkörper“ bezeichnet (Kriz & Nöbauer, 2002). Wenn mehrere Menschen in einem Team zusammenarbeiten, kommt die Schlüsselqualifikation Teamfähigkeit zu Tragen. „Teamfähigkeit ist die Fähigkeit, sich in eine Gruppe konstruktiv und sozial zu integrieren und somit die eigenen Kompetenzen in Zusammenarbeit mit den Gruppenmitgliedern zugunsten des Gruppenziels und des Gruppenzusammenhaltes einzusetzen“ (Eckert & Eckert, 2013). Teamfähigkeit wird zum einen als Teil der überfachlichen Sozialkompetenz und zum anderen als fachspezifische Kompetenz besondere Bedeutung beigemessen. Teamkompetentes Verhalten bedarf individueller Fähigkeiten und Fertigkeiten einerseits, ist aber andererseits keine Eigenschaft eines einzelnen Teammitglieds, sondern ein gemeinschaftlich entwickeltes Produkt eines ganzheitlichen Teamprozesses. Laut Erdmann (2018) zeigt sich teamfähiges Verhalten, indem die Teammitglieder miteinander fair und respektvoll umgehen, sie ihre eigenen Entscheidungen kritisch hinterfragen und Ideen anderer gegenüber aufgeschlossen sind.
Außerdem macht sich Teamfähigkeit durch eine vertrauensvolle Atmosphäre, Kompromissbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein, Hilfsbereitschaft und einem offenen ehrlichen Umgang miteinander bemerkbar. Anhand dieser Definitionen können vier elementare Kriterien zur Einschätzung der Teamfähigkeit genutzt werden. In der Reflexion der Unterrichtseinheit sind „Respekt“, „Kommunikation“, „Kompromissbereitschaft“ und „Vertrauen“ Bestandteil der Zielscheibenreflexion.
Sich gegenseitig zu respektieren bedeutet, freundschaftlich und verständnisvoll Sport zu treiben und wird begrifflich zumeist als „Fairplay“ im Kontext des sportlichen Handelns gefasst (Krüger, et al., 2013). Vor allem im Sportunterricht zählt zu den elementaren Bestandteilen des „Fairplay“ die Einhaltung von Verhaltensregeln in Bezug auf Gegner als auch auf Teammitglieder. Beleidigungen und Abwertungen sollten keinen Platz im Unterricht finden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Begründung des Themas und Zielstellung der Arbeit: Einführung in die Relevanz der Teamfähigkeit im Sportunterricht und die pädagogischen Ziele der Unterrichtseinheit „Akrobatik“.
2. Bedingungsanalyse: Analyse der schulspezifischen Rahmenbedingungen sowie der heterogenen Zusammensetzung und sozialen Dynamik der 7.-Klasse-Lerngruppe.
3. Sachanalyse: Theoretische Fundierung von Teamfähigkeit, kooperativen Lernformen und den sportartspezifischen Anforderungen der Akrobatik.
4. Didaktische Analyse: Darlegung der Unterrichtsplanung, der curricularen Legitimation sowie der didaktischen Reduktionsschritte für die Sportpraxis.
5. Lernziele: Definition der Grob- und Feinziele unterteilt in Sach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz.
6. Methodische Analysen: Detaillierte methodische Verlaufsplanung der acht Unterrichtsstunden zur Entwicklung der Teamkür.
Schlüsselwörter
Akrobatik, Teamfähigkeit, Sportunterricht, kooperatives Lernen, soziale Kompetenz, Lerngruppe, Schulsport, Bewegungsgestaltung, Zielscheibenmethode, Stationslernen, Partnerarbeit, Gruppenarbeit, turnerische Basiselemente, Differenzierung, Handlungskompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der gezielten Förderung der Teamfähigkeit in einer 7. Klasse einer Regionalen Schule durch die Sportart Akrobatik.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind kooperative Arbeitsformen, soziale Entwicklung, turnerische Grundelemente sowie Methoden zur Reflexion von Teamarbeit im Unterricht.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Stärkung der Teamfähigkeit der Schülerinnen durch das gemeinsame Erarbeiten und Präsentieren einer Akrobatikkür.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden verschiedene Methoden des offenen Unterrichts wie das Stationenlernen, eine Lerntheke und die Zielscheibenreflexion angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Sachanalyse, didaktische Begründungen und eine detaillierte methodische Planung der einzelnen Unterrichtsstunden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Teamfähigkeit, Akrobatik, kooperatives Lernen, soziale Kompetenz und Schulsport.
Wie wird die Teamfähigkeit der Schülerinnen konkret gemessen?
Die Messung erfolgt durch die ritualisierte Methode der „Zielscheibe“, bei der die Schülerinnen ihre Teamleistung in den Kriterien Vertrauen, Respekt, Kommunikation und Kompromissbereitschaft selbst evaluieren.
Warum wurde gerade Akrobatik als Thema gewählt?
Akrobatik eignet sich besonders, da Bewegungsaufgaben nur durch Kooperation lösbar sind und das gegenseitige Helfen und Sichern das soziale Vertrauen stärkt.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2018, Kooperative Arbeitsformen in der Unterrichtseinheit "Akrobatik". Förderung der Teamfähigkeit im Sportunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505892