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Die Funktionsverlagerung. Eine Analyse in Bezug auf die Verlagerung des Vertriebs im Konzern

Título: Die Funktionsverlagerung. Eine Analyse in Bezug auf die Verlagerung des Vertriebs im Konzern

Trabajo de Seminario , 2018 , 21 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Lisa Ortmann (Autor)

Derecho - Derecho tributario
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Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Rechtsfolgen einer Funktionsverlagerung zu beschreiben und anschließend die Funktionsverlagerung des Vertriebs in einem Konzern anhand eines Fallbeispiels darzustellen. Die zunehmende Veränderung der Wirtschaftsstruktur und die Globalisierung zwingen Konzerne sich an die veränderten strukturellen Gegebenheiten anzupassen. Um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben, können sich Konzerne nicht mehr nur auf den nationalen Markt verlassen, sondern müssen auch international agieren, um auch diese Märkte zu erschließen.

Konzerninterne Umstrukturierungen haben oft zur Folge, dass einzelne Wirtschaftsgüter, aber auch ganze Funktionen grenzüberschreitend übertragen werden. Für eine Verlagerung von Vertriebsfunktionen im Konzern kann es verschiedene betriebswirtschaftliche Gründe geben. Als zentraler Grund ist die Senkung der Konzernsteuerquote anzugeben, die durch die Verlagerung der Vertriebsmarge von einem Hochsteuerland in ein Niedrigsteuerland herbeigeführt werden kann. Außerdem können geringere Vertriebskosten im Ausland, Standortvorteile, mögliche Investitionsförderungen oder Kundennähe eine Rolle spielen.

Gemäß § 1 Absatz 1 Satz 1 FVerlV ist eine Funktion eine Geschäftstätigkeit, die aus einer Zusammenfassung gleichartiger betrieblicher Aufgaben besteht, die von Personal in bestimmten Stellen oder Abteilungen eines Unternehmens erledigt werden. Es ist irrelevant, ob eine Geschäftstätigkeit nur konzernintern erbracht wird, da ein Tätigwerden gegenüber unverbundenen Marktteilnehmern nicht erforderlich ist. § 1 Absatz 1 Satz 2 FVerlV beschreibt eine Funktion als einen organischen Teil eines Unternehmens, ohne dass ein Teilbetrieb im steuer-lichen Sinn vorliegen muss.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2 Funktion und Funktionsverlagerung als allgemeine Tatbestandsmerkmale

2.1 Funktion

2.2 Funktionsverlagerung

2.2.1 Begriffsbestimmung

2.2.2 Erscheinungsformen

2.2.2.1 Funktionsausgliederung

2.2.2.2 Funktionsabschmelzung

2.2.2.3 Funktionsabspaltung

2.2.2.4 Funktionsausweitung

2.2.2.5 Funktionsverdopplung

3 Grundformen von Vertriebsstrukturen

3.1 Vertrieb

3.2 Eigenhändler

3.3 Kommissionär

3.4 Handelsvertreter

4 Rechtsfolge einer Funktionsverlagerung

4.1 Transferpaketbewertung

4.2 Vergleichbare Fremdvergleichswerte

4.3 Hypothetischer Fremdvergleich

4.4 Escape-Klauseln

5 Fallbeispiel: Umstellung eines Eigenhändlers zum Kommissionär

6 Kritische Stellungnahme und Praxishinweise

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die steuerlichen Konsequenzen und rechtlichen Rahmenbedingungen von Funktionsverlagerungen im Konzern, wobei ein besonderer Fokus auf die Verlagerung von Vertriebsfunktionen gelegt wird. Ziel ist es, die systematischen Probleme bei der Bewertung mittels Transferpaketen aufzuzeigen und kritisch zu hinterfragen.

  • Grundlagen der Funktionsverlagerung und deren Erscheinungsformen
  • Analyse der verschiedenen Vertriebsstrukturen (Eigenhändler, Kommissionär, Handelsvertreter)
  • Methodik der Transferpaketbewertung nach nationalem Steuerrecht
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Praxis der Finanzverwaltung und der steuerlichen Belastung

Auszug aus dem Buch

3.2 Eigenhändler

Ein Eigenhändler handelt auf eigenen Namen und auf eigene Rechnung. Auf eigenen Namen heißt, dass der Eigenhändler „zivilrechtliche Verträge abschließt, aus denen er unmittelbar selbst verpflichtet und berechtigt ist.“ Auf eigene Rechnung bedeutet, dass er den Erfolg und Misserfolg einer Leistung trägt und somit auch das wirtschaftliche Risiko. Eigenhändler sind so genannte Absatzmittler. Für den Eigenhändler ergeben sich die Chancen und Risiken überwiegend aus der Freiheit bezüglich der Gestaltung der Verträge. Er ist in der Lage die Vertriebspolitik direkt zu beeinflussen und wird daher als Funktionseigentümer bezeichnet. Der Funktionseigentümer zeichnet sich durch die vollständige Distributionsbefugnis über die jeweilige Funktion und die daraus resultierende alleinige Herrschaft über die zugehörigen Risiken und Chancen aus. Der Eigenhändler erwirbt Eigentum an den zu vertreibenden Produkten und als Ergebnis steht ihm die gesamte Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis zu. Als Verrechnungspreismethode kommt in der Praxis deshalb häufig die Wiederverkaufspreismethode zum Einsatz.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die ökonomische Notwendigkeit der Funktionsverlagerung und Darlegung der steuerlichen Spezialvorschriften.

2 Funktion und Funktionsverlagerung als allgemeine Tatbestandsmerkmale: Definition der Begriffe Funktion und Funktionsverlagerung sowie Abgrenzung zu anderen Unternehmensstrukturen.

3 Grundformen von Vertriebsstrukturen: Untersuchung der verschiedenen Rollen im Vertrieb wie Eigenhändler, Kommissionär und Handelsvertreter hinsichtlich ihrer Risikoverteilung.

4 Rechtsfolge einer Funktionsverlagerung: Erläuterung der steuerlichen Bewertungsmethoden, insbesondere der komplexen Transferpaketbewertung und Escape-Klauseln.

5 Fallbeispiel: Umstellung eines Eigenhändlers zum Kommissionär: Konkrete Anwendung der Theorie auf ein praxisnahes Szenario der Umstrukturierung innerhalb eines Konzerns.

6 Kritische Stellungnahme und Praxishinweise: Diskussion der kritischen Aspekte der steuerlichen Behandlung und Empfehlungen für die unternehmerische Planung.

Schlüsselwörter

Funktionsverlagerung, Transferpaketbewertung, Konzernsteuerrecht, Eigenhändler, Kommissionär, Vertriebsfunktion, Fremdvergleichsgrundsatz, Gewinnpotenzial, Steuerliche Rahmenbedingungen, Funktionsabschmelzung, Unternehmenssteuerreform, Verrechnungspreismethode, Betriebsprüfung, FVerlV, Außensteuergesetz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die steuerliche Behandlung von grenzüberschreitenden Funktionsverlagerungen im Konzern, speziell bei der Verlagerung von Vertriebsaktivitäten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die gesetzliche Definition der Funktionsverlagerung, die Unterschiede zwischen verschiedenen Vertriebsstrukturen sowie die Bewertungsmethodik im Rahmen des Außensteuerrechts.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die steuerlichen Konsequenzen von Funktionsverlagerungen zu erläutern und die durch die Finanzverwaltung angewendete Transferpaketbewertung kritisch zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Analyse auf Basis der aktuellen Gesetzeslage, Kommentarliteratur, Rechtsprechung und Verwaltungsanweisungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Begriffe, die Analyse verschiedener Vertriebsmodelle und die detaillierte Darstellung der Bewertungsregeln für Transferpakete.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Funktionsverlagerung, Transferpaketbewertung, Fremdvergleichsgrundsatz und Konzernsteuerrecht geprägt.

Was unterscheidet den Eigenhändler vom Kommissionär im Hinblick auf das Risiko?

Der Eigenhändler trägt als Funktionseigentümer das volle wirtschaftliche Risiko und erwirbt Eigentum an den Produkten, während der Kommissionär lediglich als Absatzhelfer ohne wirtschaftliches Risiko tätig ist.

Warum wird im Dokument die Transferpaketbewertung kritisiert?

Die Kritik richtet sich dagegen, dass der Gesetzgeber durch die Einbeziehung von Gewinnpotenzialen in die Bewertung Steuern auf Mehrwerte erhebt, die im Inland unter realen Marktbedingungen möglicherweise gar nicht erzielbar gewesen wären.

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Detalles

Título
Die Funktionsverlagerung. Eine Analyse in Bezug auf die Verlagerung des Vertriebs im Konzern
Universidad
University of Applied Sciences Aalen  (TaxMaster)
Curso
Internationales Steuerrecht und Konzernsteuerrecht
Calificación
1,7
Autor
Lisa Ortmann (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
21
No. de catálogo
V507702
ISBN (Ebook)
9783346072993
ISBN (Libro)
9783346073006
Idioma
Alemán
Etiqueta
Konzern Funktionsverlagerung Steuerrecht Internationales Steuerrecht Vertrieb Funktion
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lisa Ortmann (Autor), 2018, Die Funktionsverlagerung. Eine Analyse in Bezug auf die Verlagerung des Vertriebs im Konzern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/507702
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