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Armin Linkes "Phenotypes – Limited Forms". Transformative Erscheinungsformen eines fotografischen Archivs

Titre: Armin Linkes "Phenotypes – Limited Forms". Transformative Erscheinungsformen eines fotografischen Archivs

Dossier / Travail , 2016 , 13 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Luisa-Viktoria Schäfer (Auteur)

Art - Infographie / L'art numérique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Ausarbeitung beschäftigt sich mit dem Künstler Armin Linke und seiner Ausstellung "Phenotypes – Limited Forms", welche verschiedene Erscheinungsformen des Archivwesens in einem Raum vereint. Dabei wird zunächst Linkes Projekt vorgestellt und anschließend unter den Aspekten von Raum und Zeit betrachtet, sowie die Perspektive des französischen Philosophen Michel Serres zum Thema Zeit hinzugezogen. Hierzu wird ein kurzer Exkurs zum Künstler Heman Chong unternommen, dessen Ausstellung "God Bless Diana", dem von Linke sehr ähnlich ist. Danach folgt eine geschichtliche Zusammenfassung zur Entwicklung des Archivwesens, welche in der Digitalisierung der Daten enden wird. Anschließend wird die Vorgehensweise des Kunst- und Kulturwissenschaftlers Aby Warburg herangezogen, um ein Bindeglied zwischen den beiden Erscheinungsformen von Linkes Archiv zu benennen. Die gesamte Ausarbeitung mündet in einer Interpretation von Linkes Projekt, welche dem Leser einen differenzierten Blick auf die Ausstellung ermöglichen soll.

Linke stellt sein persönliches, fotografisches Online-Archiv zur Verfügung und ernennt den Museumsbesucher zum temporären Kurator. In dem Text "Archivmanifestationen performativer Räume" aus der Zeitschrift "Atelier der Erinnerung. Aspekte des Archivarischen als Ausgangspunkt künstlerischer Fotografie" stellt er sein Projekt vor, welches zunächst als Book on Demand-Projekt 2003 in Venedig und zwischen 2008 und 2010 in Sao Paulo auf der 28. Biennale, in Siegen und in Admont zu sehen war.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Armin Linke: Phenotypes – Limited Forms

Der performative Raum

Die mehrdimensionale Zeit

Phenotype - Limited Forms im Vergleich zu Heman Chongs God Bless Diana

Titelauswahl: Phenotypes – Limited Forms

III. Der Archivbegriff

Vom Verwaltungsarchiv zum Digitalen Netzwerk

Die Forderung nach einem neuen Ordnungsprinzip des Archivarischen

IV. Aby Warburg und sein Mnemosyne Atlas von 1924 bis 1929

V. Fazit

VI. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Kunstprojekt "Phenotypes – Limited Forms" von Armin Linke und analysiert, wie dieses Projekt neue Formen der Archivierung und der Mensch-Maschine-Interaktion im digitalen Zeitalter reflektiert. Das Ziel ist es, die Transformation zwischen digitalen Daten und analogen Sammlungen aufzuzeigen und diese im Kontext kunstwissenschaftlicher Archivtheorien zu verorten.

  • Die Transformation vom digitalen Online-Archiv zur physischen Publikation durch den Museumsbesucher.
  • Die Analyse des Archivraums als performative Schnittstelle zwischen digitalem und analogem Raum.
  • Die theoretische Betrachtung von Zeit und Archivierung anhand von Michel Serres und Aby Warburg.
  • Der Vergleich mit anderen künstlerischen Archivkonzepten wie Heman Chongs "God Bless Diana".
  • Die Herleitung eines neuen Archivbegriffs im Zuge der digitalen Transformation.

Auszug aus dem Buch

Der performative Raum

Der Ausstellungsraum ist weiß und hell gestaltet worden. Innen begegnet der Besucher einer Aufstellungswand, die in ihrem Aussehen einer Postkartenwand in einem Museum gleicht. An dieser Wand stehen beispielhaft Linkes Fotografien als physische, materielle Objekte bereit. Gleichzeitig kann auf das Online-Archiv mittels eines Displays zugegriffen werden. In der Mitte des Raumes sieht der Besucher lange Tische mit jeweils einem Kopierer und einem Drucker darauf.

Linke selbst betont, dass ihn besonders die Schnittstelle zwischen Analogem und dem Digitalen interessiert sowie die Interaktion von Menschen mit der Architektur. Der Mensch befindet sich laut Linke nun an dem Ort der Schnittstelle, die das digitale Archiv, also virtuell gespeicherte Erinnerungen von Linke, in analoge Bücher umorganisieren lässt und somit die individuellen Erinnerungen des Museumsbesuchers widerspiegeln. Anschließend werden die Bücher wieder in ihrer digitalisierten Form für die Öffentlichkeit verfügbar gemacht. Der individuelle Prozess der Auswahl und die aktive Auseinandersetzung mit seinem Online-Archiv standen hierbei im Vordergrund der Ausstellung.

Laut Doreen Mende und ihrem Online-Artikel zur Ausstellung, der 2007 erschienen ist, vollzieht sich neben der bloßen Nachahmung eines virtuellen Vorgangs, gemeint ist hier vermutlich unsere alltäglich Nutzung von Bildmaterial im Internet, auch ein „poetischer Transfer“. Diesen Transfer beschreibt Mende anhand der Performativität des Raumes, innerhalb dessen der virtuelle Prozess in den physischen Raum projiziert wird. Unterstützend ist hierbei gemäß Mende das Ausstellungsdesign. So wie beim digitalen, raumzeitlosen Cyberspace ist der Raum, unabhängig von seiner Lokalisierung, immer im gleichen Design gehalten. Der performative Raum symbolisiert damit das, was er beinhaltet, nämlich die Transformation des universalen Digitalen ins Physische/Analoge.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Ausstellung "Phenotypes – Limited Forms" ein und erläutert die methodische Herangehensweise der Untersuchung von Raum, Zeit und Archivwesen.

II. Armin Linke: Phenotypes – Limited Forms: Das Kapitel beschreibt die Funktionsweise der interaktiven Installation, die Rolle des Besuchers als Kurator sowie theoretische Aspekte von Raum, Zeit und den Vergleich zu Heman Chong.

III. Der Archivbegriff: Hier wird die historische Entwicklung des Archivs vom klassischen Verwaltungsarchiv hin zum modernen digitalen Netzwerk unter Berücksichtigung von Archivtheorien nachgezeichnet.

IV. Aby Warburg und sein Mnemosyne Atlas von 1924 bis 1929: Dieser Teil beleuchtet die Bedeutung von Warburgs Mnemosyne-Atlas als theoretisches Bindeglied für die Sortierung und Bedeutungskonstruktion in künstlerischen Archiven.

V. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Relevanz von Linkes Projekt als zeitgenössische Reflexion über den eigenen Zugriff auf Archivmaterialien.

Schlüsselwörter

Armin Linke, Archivwesen, Phenotypes – Limited Forms, Fotografie, digitale Transformation, performativer Raum, Michel Serres, Aby Warburg, Mnemosyne-Atlas, interaktive Installation, Bildgedächtnis, Medienkunst, Analog-Digital-Schnittstelle, Kuratierung, Datenflut.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Kunstprojekt "Phenotypes – Limited Forms" von Armin Linke und beleuchtet dabei, wie sich unser Verständnis von Archiven durch digitale Technologien verändert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstellen zwischen digitalen Fotoarchiven und deren physischer Manifestation, kuratorische Prozesse im Museum sowie philosophische Archivtheorien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Transformation von digitalen Daten in analoge, kuratierte Formate durch den Museumsbesucher zu interpretieren und diese Praxis theoretisch einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine kunstwissenschaftliche Analyse, die theoretische Ansätze (u.a. von Michel Serres und Aby Warburg) auf ein zeitgenössisches Kunstprojekt anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Projektbeschreibung von Armin Linke, eine historische Herleitung des Archivbegriffs und eine vergleichende Einordnung in die Arbeit von Aby Warburg.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Kernbegriffe umfassen Archivwesen, Transformation, digitale Ästhetik, kuratorische Praxis und Bildgedächtnis.

Wie unterscheidet sich Armin Linkes Ansatz von Heman Chongs Ausstellung "God Bless Diana"?

Während beide Künstler mit der Datenflut arbeiten, bietet Linke eine interaktive Transformation vom Digitalen zum Analogen und zurück, während Chong primär ein analoges Archiv als Konzept präsentiert.

Welche Rolle spielt die Genetik bei der Namensgebung "Phenotypes"?

Der Begriff "Phänotyp" dient als Metapher: Das Online-Archiv entspricht dem Genotyp (Anlage), während die individuelle Auswahl des Besuchers den Phänotyp (Erscheinungsbild) in Form eines Buches generiert.

Wie verändert das Internet laut der Arbeit unser Archivverständnis?

Das digitale Archiv ermöglicht durch Suchfunktionen und Vernetzung eine dynamische Neugruppierung von Objekten, was die starren, traditionellen Ordnungsprinzipien wie das Pertinenzprinzip infrage stellt.

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Résumé des informations

Titre
Armin Linkes "Phenotypes – Limited Forms". Transformative Erscheinungsformen eines fotografischen Archivs
Université
University of Frankfurt (Main)  (Institut für Kunstpädagogik)
Note
1,0
Auteur
Luisa-Viktoria Schäfer (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
13
N° de catalogue
V512801
ISBN (ebook)
9783346112033
ISBN (Livre)
9783346112040
Langue
allemand
mots-clé
Armin Linke Travelling Traces fotografisches Archiv Fotografie Phenotypes performativer Raum mehrdimensionale Zeit Hermann Chong Digitales Netzwerk Aby Warburg Mnemosyne Atlas God Bless Diana Limited Forms Kollektives Gedächtnis Archivkunde Erinnerungsräume Michel Serre Erinnerungskulturen
Sécurité des produits
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Citation du texte
Luisa-Viktoria Schäfer (Auteur), 2016, Armin Linkes "Phenotypes – Limited Forms". Transformative Erscheinungsformen eines fotografischen Archivs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512801
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Extrait de  13  pages
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