Die Innovationen insbesondere im Direktmarketing sind stark geprägt durch Fortschritte in der Gesellschaft, der Technologie und in den Märkten. Durch die gesellschaftlichen Veränderungen, wie der steigenden Mobilisierung der Menschen und der zunehmenden Individualisierung der Gesellschaft und deren Konsumentenverhalten, sind neue Kommunikationsansätze notwendig geworden. Zudem fordert die alltägliche Informationsüberlastung der Zielgruppe ein Umdenken im Marketing, da die Kosten für klassisches Marketing überproportional gegenüber der Wirkung steigen. Aufgrund dessen werden alternative Wege der Kundenansprache bzw. -erreichbarkeit gesucht. Ein Lösungsansatz kann der technische Fortschritt insbesondere in den modernen Telekommunikationstechniken sein. Heutzutage sind Internet und Mobiltelefone in Deutschland selbstverständlich. Die Gegebenheiten im Telekommunikationsmarkt, wie der Preisverfall der Hard- und Software, die Subventionierung der Mobiltelefone und sinkende Verbindungskosten, haben erheblich dazu beigetragen. Die Einbindung von SMS, MMS und E-Mails in den Media-Mix ist somit ein Phän-men der sich kundenorientiert und marktgerecht anpassenden Marketingarbeit.
Der Fokus dieser Hausarbeit liegt auf den grundlegenden Einflüssen des Mobile- und E-Mail-Marketings, die außerordentlich zum Erfolg der Kampagne beitragen, sowie auf den Ausgestaltungsmöglichkeiten beider Konzepte im B2C-Bereich.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Problemstellung
2. Grundlagen des E-Mail- und Mobile Marketings
2.1 Begriffsbestimmungen
2.2 Einordnung der Thematik in das Marketing
2.3 Rechtlicher Hintergrund
2.4 Grundsätzliche Bemerkungen
3. Entwicklung der Telekommunikationsbranche
4. Der Einsatz von modernen Telekommunikationstechniken im Marketing
4.1. E-Mail Marketing
4.1.1 Technische Voraussetzungen und Funktionsweisen
4.1.2 Gründe und Zielsetzung der E-Mail als Marketinginstrument
4.1.3 Anwendungsmöglichkeiten des E-Mail-Marketings
4.1.3.1 in der geschäftlichen oder privaten Korrespondenz
4.1.3.1.1 E-Mail-Services des Unternehmens
4.1.3.1.2 Autoresponder
4.1.3.1.3 Signaturwerbung
4.1.3.2 zusätzliche Möglichkeiten für E-Mail-Kampagnen
4.1.3.2.1 Info-Mailings und Textanzeigen
4.1.3.2.2 E-Mail-Newsletter und deren Sponsoring
4.1.3.2.3 Diskussionslisten und Newsgroups
4.1.3.2.4 E-Spots
4.1.3.3. Erfolgsmessung im E-Mail-Marketing
4.2. Mobile Marketing
4.2.1 SMS und MMS als Marketinginstrument – Gründe und Ziele
4.2.2 Die Mobile-Marketing-Konzeption im Marketing Mix
4.2.2.1 Kommunikationspolitik
4.2.2.1.1 Mobile Werbebotschaften
4.2.2.1.2 SMS-Gewinnspiele und Votings
4.2.2.1.3 Mobile Couponing
4.2.2.1.4 Voice Cards
4.2.2.1.5 SMS-Chats und weitere Anwendungen
4.2.2.1.6 Praxisbeispiel einer Mobile-Marketing-Kampagne
4.2.2.2 Produktpolitik bzw. Mehrwertdienste
4.2.2.2.1 Abo bzw. Infodienste
4.2.2.2.2 Fundienste
4.2.3.3 Preispolitik – Premium-SMS vs. normale Vertragskonditionen
4.2.3.4 Distributionspolitik bzw. Technische Möglichkeiten
4.2.3 Finanzieller Hintergrund des Mobile Marketings
4.2.3.1.Kostenfaktoren
4.2.3.2 Erfolgsmessung im mobilen Marketing
5. Möglichkeiten der Adressgenerierung
6. Schlusswort und Ausblick
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit untersucht die Integration von E-Mail- und Mobile-Marketing als zeitgemäße Instrumente im Direktmarketing. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie diese modernen Telekommunikationstechniken effektiv zur Kundenansprache genutzt werden können, um bei zunehmender Informationsüberlastung den Kampagnenerfolg zu steigern.
- Grundlagen und Definitionen des E-Mail- und Mobile-Marketings
- Rechtliche Rahmenbedingungen und Permission-Marketing
- Instrumente und Anwendungsformen (z.B. Newsletter, SMS-Gewinnspiele, Mobile Couponing)
- Methoden zur Erfolgsmessung und Adressgenerierung
Auszug aus dem Buch
4.1.3.1.1 E-Mail-Services des Unternehmens
Ein E-Mail-Call-Center übernimmt die elektronische Kundenbetreuung eines Unternehmens (e-Services) und bearbeitet alle eingehenden E-Mail- bzw. Webformular-Anfragen, -Wünsche, -Beschwerden und -Aufträge (Inbound). Die Grundlagen, wie das qualifizierte Personal, die organisatorische Implementierung sowie der Einsatz eines professionellen E-Mail-Management-Systems, müssen vor der Einrichtung einer unternehmenseigenen Webpräsenz geschaffen werden. Zu den dabei notwendigen Tätigkeiten zählen u.a. die Einrichtung funktionsbezogener E-Mail-Adressen z.B. Bestellung@, Beratung@ und dazugehöriger Bearbeitungsteams, die Schulung dieser Teams hinsichtlich der Kundenorientierung, der schriftlichen Kommunikation per E-Mail und allgemein über den Umgang mit den Neuen Medien, die Vergabe einer Tracking-Nummer je E-Mail und die Protokollierung jeder Kundenbearbeitung für den Aufbau einer Kundenhistorie.
Funktional gesehen werden alle E-Mails in einem großen Pool empfangen und in regelmäßigen Abständen abgeholt. Alle Standardanfragen werden dann im Front Office von den Call-Center-Agenten abgewickelt und alle komplexeren Anfragen werden an die zuständigen Spezialisten weitergeleitet. Die E-Services-Prioritäten liegen in der Servicequalität und äußern sich zum einen in der Vollständigkeit und Qualität der Antworten und zum anderen in der schnellen Antwortzeit bzw. zeitnahen Bearbeitung. Den Tatbestand überhaupt zu antworten, haben laut Frenko erst ca. 50% der deutschen Großunternehmen erkannt und erst ca. 2/3 nutzen laut der Unternehmensberatung Commundia personalisierte E-Mails.
In Deutschland wird eine Bearbeitungszeit zwischen acht und 24 Stunden als akzeptabel eingestuft. Die Gründe für den Einsatz von E-Services sind vielschichtig. E-Mails nehmen in der Korrespondenz stark zu, im Jahr 2003 wurden bereits 18% aller Vorgänge elektronisch abgewickelt. Zudem sind E-Services kaum an Öffnungszeiten gebunden, können zeitversetzt bearbeitet werden, haben eine niedrige Kontaktschwelle, haben eine hohes Informationspotential bspw. durch Anhänge, die Absprachen werden ausnahmslos dokumentiert und sind für den Kunden bequem von Hause oder der Arbeit abzuwickeln. Dies alles dient im Rahmen eines CRMs der Kundenzufriedenheit und der Erreichung neuer Zielgruppen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Problemstellung: Diese Einleitung beleuchtet den Wandel im Direktmarketing durch technologischen Fortschritt und die Notwendigkeit, moderne Telekommunikationstechniken aufgrund steigender Informationsüberlastung bei Zielgruppen strategisch einzusetzen.
2. Grundlagen des E-Mail- und Mobile Marketings: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe und ordnet sie in das One-to-One-Marketing sowie Online-Marketing ein, während rechtliche Rahmenbedingungen und Konzepte wie Push- und Pull-Marketing erläutert werden.
3. Entwicklung der Telekommunikationsbranche: Der Abschnitt analysiert Trends wie Konvergenz und Bandbreite sowie die aktuelle Situation auf dem Mobilfunkmarkt und die Bedeutung der Internetnutzung in Deutschland.
4. Der Einsatz von modernen Telekommunikationstechniken im Marketing: Dieser Hauptteil beschreibt detailliert die technischen Anforderungen, Anwendungsfelder (wie Newsletter, Signaturwerbung, SMS-Gewinnspiele, Voice Cards) sowie Strategien zur Erfolgsmessung im E-Mail- und Mobile-Marketing.
5. Möglichkeiten der Adressgenerierung: Das Kapitel erläutert die verschiedenen Wege der Adressgewinnung durch Eigengenerierung mittels Anreizen oder durch Fremdbezug über Listbroker.
6. Schlusswort und Ausblick: Der abschließende Teil fasst den Status Quo zusammen und prognostiziert eine zunehmende Bedeutung integrierter Marketingkonzepte sowie das Potential neuer Technologien wie Handy-TV.
Schlüsselwörter
Direktmarketing, E-Mail-Marketing, Mobile-Marketing, Permission-Marketing, SMS, MMS, CRM, Kundeneinwilligung, Erfolgsmessung, Adressgenerierung, Online-Marketing, One-to-One-Marketing, Viral-Marketing, Mobile Couponing.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die Anwendung moderner Telekommunikationstechniken, insbesondere E-Mail und mobile Dienste, als effektive Werkzeuge im modernen Direktmarketing.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Vordergrund?
Die zentralen Felder sind die strategische Einbindung von E-Mail- und Mobile-Marketing, rechtliche Aspekte des Datenschutzes sowie Methoden zur Messung des Kampagnenerfolgs.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Unternehmen E-Mail und mobile Technologien nutzen können, um Kunden personalisiert und relevant anzusprechen und somit bei hoher Wirtschaftlichkeit die Kundenbindung zu stärken.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Marketingtheorien und empirischer Studienergebnisse sowie der Auswertung von Praxisbeispielen bekannter Kampagnen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen, spezifische Anwendungsformen wie E-Mail-Newsletter, mobile Gewinnspiele oder Couponing sowie Ansätze zur Erfolgsmessung und Adressgewinnung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Permission-Marketing, Mobile-Marketing, E-Mail-Marketing, CRM und Erfolgsmessung charakterisiert.
Welche Rolle spielt das "Permission-Marketing" für den Erfolg einer Kampagne?
Es fungiert als zentraler Grundsatz, da die Einholung der expliziten Erlaubnis (Opt-in) die Akzeptanz der Werbebotschaft erhöht und somit rechtliche Sicherheit sowie bessere Rücklaufquoten gewährleistet.
Was ist das zentrale Ergebnis der "Summer in the city"-Kampagne von Unilever?
Das Praxisbeispiel verdeutlicht, dass die intelligente Verknüpfung von mobilen Diensten mit anderen Kommunikationswegen ein signifikantes Umsatzplus und eine hohe Markenbekanntheit erzielen kann.
- Quote paper
- Melanie Berneburg (Author), 2006, E-Mail- und Mobilemarketing - Moderne Telekommunikationstechniken im Direktmarketing, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52404