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Carl Schmitts Liberalismuskritik im Vergleich zu Hobbes "Leviathan"

Titre: Carl Schmitts Liberalismuskritik im Vergleich zu Hobbes "Leviathan"

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2006 , 16 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Andreas Kleine (Auteur)

Politique - Théorie politique et Histoire des idées politiques
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In dieser Arbeit sollen die Unterschiede zwischen dem Liberalis-musbegriff in Thomas Hobbes „Leviathan“ und in den Werken von Carl Schmitt dargestellt werden. Um dies zu ermöglichen werden vorher die Kernbegriffe Souveränität und Staat der beiden Autoren erläutert. Anschließend wird dargelegt, dass der Liberalismus bei Carl Schmitt noch stärker kritisiert wird, als es in Hobbes „Leviathan“ der Fall ist. Schmitt ist nicht nur gegen Libera-lismus, sondern fordert auch eine homogene Gesellschaft, in der nötigenfalls jegliche Heterogenität bekämpft wird.
Um die angesprochenen Punkte erklären zu können, wurden die relevanten Werke von Carl Schmitt und Thomas Hobbes untersucht. Des Weiteren wurde Sekundärliteratur zur Interpretation herangezogen.

Title: „Carl Schmitt’s criticism of liberalism in comparison to Thomas Hobbes’ »Leviathan«”
The idea of this excerpt is to point out the differences between the liberalism in Thomas Hobbes’ “Leviathan” and in Carl Schmitt’s writings. In order to do this the central points “sovereignty” and “state” of both of the authors had to be described at first. In the following it is stated that liberalism by Carl Schmitt is criticized much stronger than in “Leviathan” by Thomas Hobbes. Schmitt is not only against liberalism, he also demands total homogeneity in society, and if necessary even to fight against any heterogeneity.
To be able to examine all important aspects the relevant publications of Carl Schmitt and Thomas Hobbes have been used. In addition secondary literature has been used for better interpretation.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DER SOUVERÄNITÄTSBEGRIFF

2.1. SOUVERÄNITÄT NACH THOMAS HOBBES

2.1.1. DER NATURZUSTAND

2.1.2. STAATSGRÜNDUNG UND SOUVERÄNITÄT

2.2. SOUVERÄNITÄT NACH CARL SCHMITT

2.2.1. DAS FREUND-FEIND-SCHEMA

2.2.2. DIE POLITISCHE EINHEIT

2.3. ÄHNLICHKEITEN BEI SCHMITT UND HOBBES

3. LIBERALISMUSKRITIK

3.1. LIBERALISMUS BEI HOBBES

3.2. LIBERALISMUS BEI SCHMITT

3.3. CARL SCHMITTS KRITIK AM LIBERALISMUS DES „LEVIATHAN“

4. FAZIT UND SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit vergleicht die Liberalismuskritik von Thomas Hobbes in seinem Werk „Leviathan“ mit derjenigen von Carl Schmitt, um die Unterschiede in ihren Staats- und Souveränitätsverständnissen herauszuarbeiten. Dabei wird untersucht, inwiefern beide Theoretiker den Liberalismus als Gefahr für die staatliche Einheit und Stabilität betrachten und welche radikaleren Konsequenzen Schmitt daraus im Vergleich zu Hobbes ableitet.

  • Analyse des Souveränitätsbegriffs bei Hobbes und Schmitt
  • Gegenüberstellung des Naturzustands und der Staatsgründung
  • Untersuchung des Freund-Feind-Schemas als Grundlage politischer Einheiten
  • Kritik am Liberalismus und Pluralismus als destabilisierende Faktoren
  • Schmitts Forderung nach gesellschaftlicher Homogenität im Kontrast zu Hobbes

Auszug aus dem Buch

3.1. Liberalismus bei Hobbes

Hobbes kreiert in „Leviathan“ eine rein absolutistische Staatsform. Durch die Abtretung der Selbstregierungsfähigkeit an den Souverän gibt jeder einzelne Bürger sein Recht auf Selbstbestimmung auf. Dadurch bleibt in Hobbes Theorie folglich kein Platz für freie Entscheidungen. Der Souverän ist auf ewig eingesetzt, da der Vertrag der Gesellschaft unkündbar ist. Sollte es zu einem Bürgerkrieg kommen, bedeutet dies automatisch die Auflösung des bestehenden Staatsgebildes, da die Existenzgrundlage des Souveräns oder „Leviathans“ Frieden und Sicherheit ist, und diese Grundlage im Krieg nicht gegeben ist. Somit können Staat und Bürgerkrieg nicht nebeneinander existieren. Schmitt fasst dieses Konstrukt treffend zusammen: „Der Staat macht ja gerade dem Bürgerkrieg ein Ende. Was dem Bürgerkrieg kein Ende macht, ist kein Staat. Das eine schließt das andere aus.“ (Schmitt 1938: 72).

Nach Hobbes hat der Souverän das Recht, störende Meinungen und Handlungen durch die ihm zuerkannte Position zu unterdrücken, „denn aus Meinungen gehen Handlungen hervor, und deshalb müssen dem Frieden zuwiderlaufende Lehren unterdrückt werden“ (Hobbes 1992: XXXI). Hobbes leitet das Recht auf Kontrolle von Meinungen und Lehre aus der Pflicht ab, den Frieden zu sichern. Nach seiner Auffassung sind Lehren, die den Frieden gefährden in keinem Fall richtiger, als die Lehren, die den Frieden sichern. „Deshalb gehört es zu den Rechten des Inhabers der souveränen Gewalt, Richter über alle Meinungen und Lehren zu sein […]“ (Hobbes 1992: 140).

Somit stützen sich Hobbes Kernpositionen einerseits auf die Abtretung der Selbstbestimmungsrechte an den Souverän, und andererseits auf die Pflicht des Souveräns, die staatliche Sicherheit zu gewährleisten. Innerhalb dieser engen Grenzen ist es aber den Untertanen scheinbar möglich, sich den eigenen Vorstellungen entsprechend zu entfalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Es wird die Problemstellung dargelegt, den Liberalismusbegriff von Thomas Hobbes und Carl Schmitt zu vergleichen und die Relevanz ihrer Souveränitätsvorstellungen für diese Kritik zu beleuchten.

2. DER SOUVERÄNITÄTSBEGRIFF: Die Souveränitätsvorstellungen der beiden Autoren werden analysiert, wobei bei Hobbes der Fokus auf dem Naturzustand und dem Gesellschaftsvertrag liegt, während bei Schmitt das Freund-Feind-Schema und der Ausnahmezustand zentral sind.

3. LIBERALISMUSKRITIK: Es wird analysiert, wie sowohl Hobbes als auch Schmitt den Liberalismus ablehnen, wobei aufgezeigt wird, dass Schmitt eine radikalere Forderung nach gesellschaftlicher Homogenität vertritt als Hobbes.

4. FAZIT UND SCHLUSSBETRACHTUNG: Die zentralen Ergebnisse werden zusammengeführt und betont, dass während Hobbes die absolute Herrschaft zur Beendigung des Bürgerkriegs forderte, Schmitt den Liberalismus als ideologische Gefahr sieht, die eine totale Homogenität erfordert.

Schlüsselwörter

Thomas Hobbes, Carl Schmitt, Leviathan, Souveränität, Liberalismuskritik, Absolutismus, Naturzustand, Freund-Feind-Schema, Politische Einheit, Ausnahmezustand, Pluralismus, Homogenität, Staatstheorie, Gesellschaftsvertrag, Demokratie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht und vergleicht das Verständnis des Liberalismus bei Thomas Hobbes und Carl Schmitt sowie deren jeweilige Kritik daran im Kontext ihrer Staats- und Souveränitätstheorien.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Themen Souveränität, Staatsgründung, das Verhältnis von Individuum und Staat, sowie die spezifischen Kritiken beider Autoren am Liberalismus und Pluralismus.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Unterschiede zwischen dem liberalismuskritischen Ansatz von Hobbes und der weitaus radikaleren Position Schmitts aufzuzeigen, insbesondere in Bezug auf die Forderung nach gesellschaftlicher Homogenität.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung verwendet?

Die Autorin oder der Autor nutzt eine hermeneutische Analyse der Primärquellen, insbesondere des „Leviathan“ von Hobbes sowie relevanter Werke Schmitts, ergänzt durch die Auswertung einschlägiger Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Souveränitätsbegriffs beider Theoretiker und stellt anschließend deren jeweilige Liberalismuskritik gegenüber, um die Steigerung der Ablehnung vom Absolutismus hin zur Forderung nach totaler Homogenität aufzuzeigen.

Welche Schlagworte charakterisieren den Inhalt am besten?

Wichtige Begriffe sind Souveränität, Freund-Feind-Schema, Absolutismus, Ausnahmezustand, Liberalismuskritik und politische Einheit.

Inwiefern unterscheidet sich Schmitts Kritik von derjenigen des Hobbes?

Während Hobbes die Einschränkung von Meinungsfreiheit primär zur Sicherung des Friedens und zur Vermeidung von Bürgerkriegen rechtfertigt, geht Schmitt einen Schritt weiter und fordert die vollständige Beseitigung jeglicher gesellschaftlicher Heterogenität.

Was bedeutet Schmitts Konzept der "politischen Einheit" konkret?

Die politische Einheit ist für Schmitt jene Gruppe, die im Ernstfall über den Ausnahmezustand entscheidet und durch das Freund-Feind-Schema eine geschlossene, homogene Front gegen äußere und innere Bedrohungen bildet.

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Résumé des informations

Titre
Carl Schmitts Liberalismuskritik im Vergleich zu Hobbes "Leviathan"
Université
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Philosophisches Institut)
Cours
Moderne politische Theorien des 20. Jahrhunderts
Note
2,3
Auteur
Andreas Kleine (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
16
N° de catalogue
V57834
ISBN (ebook)
9783638521628
ISBN (Livre)
9783638752336
Langue
allemand
mots-clé
Carl Schmitts Liberalismuskritik Vergleich Hobbes Leviathan Moderne Theorien Jahrhunderts
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Andreas Kleine (Auteur), 2006, Carl Schmitts Liberalismuskritik im Vergleich zu Hobbes "Leviathan", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57834
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Extrait de  16  pages
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