Das Ziel der Arbeit ist, die Potenziale von Social Software und Corporate E-Learning zur Verknüpfung von individuellem und organisationalem Wissen in betrieblichen Organisationen herauszuarbeiten.
Zunächst erfolgt die Klärung wichtiger Begrifflichkeiten als Basis weiteren Vorgehens. Bei der Betrachtung der bildungswissenschaftlichen Rahmenbedingungen werden die Erfolgsfaktoren des Corporate E-Learning und sogenannte pädagogische Agenten als Instrument individueller und organisationaler Wissensreife vorgestellt. Nachfolgend geht es um die individuelle und organisationale Kompetenzentwicklung als ein Produkt des Corporate E-Learning mittels Corporate Social Software. Anschließend wird der Versuch unternommen, ein Modell zur praktischen Implementierung von Social Software in Corporate E-Learning-Prozessen im Kontext betrieblicher Organisationen vorzustellen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Annäherung an das Thema
1.2 Vorgehensweise und Forschungsfrage
1.3 Abgrenzung des Forschungsgegenstands
2 Begriffliche Klärungen
2.1 Social Software
2.2 Corporate E-Learning
2.3 Wissen und Wissensmanagement
2.3.1 Der Wissensbegriff
2.3.2 Individuelles, kollektives und organisiertes Wissen
2.3.3 Wissensmanagement
2.4 Kompetenz und Kompetenzentwicklung
3 Bildungswissenschaftliche Rahmenbedingungen
3.1 Erfolgsfaktoren des Corporate E-Learning
3.1.1 Motivationskompetenz
3.1.2 Selbstlernkompetenz
3.1.3 Medienkompetenz
3.2 Pädagogische Agenten als Instrument der Wissensreife
3.3 Individuelle und organisationale Kompetenzentwicklung mittels Corporate Social Software
4 Ein Modell zum praktischen Einsatz von Social Software beim Corporate E-Learning in betrieblichen Organsiationen
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Potenziale von Social Software und Corporate E-Learning, um individuelles mit organisationalem Wissen in betrieblichen Strukturen effektiv zu verknüpfen und somit die Kompetenzentwicklung zu fördern.
- Social Software als soziotechnisches Instrument im betrieblichen Wissensmanagement.
- Erfolgsfaktoren des Corporate E-Learning unter Berücksichtigung von Meta-Kompetenzen.
- Die Rolle pädagogischer Agenten als Unterstützer in Wissensreifungsprozessen.
- Anwendung des "Five-Stage-Models" nach Salmon für den praktischen E-Learning-Einsatz.
- Strategien zur Förderung der Wissens- und Kompetenztransformation in Organisationen.
Auszug aus dem Buch
Pädagogische Agenten als Instrument der Wissensreife
In diesem Teil der Arbeit soll der pädagogische Agent als eine lernstrategische Hilfe für das E-Learning und als Instrument der Wissensreife vorgestellt werden.
Der Einsatz von pädagogischen Agenten ist „Eine interessante und in der Wir-kung viel versprechende Methode der Vermittlung, des Trainings sowie der För-derung von strategischen Selbstlern- und Wissensmanagementkompetenzen” (Str-zebkowski, 2004, S. 220). Sie haben anthropomorphe (menschliche) Eigenschaf-ten und können in Ihrer Funktion „Benutzer eher ansprechen, stärker motivieren, effektiver die Aufmerksamkeit lenken [...] als die klassischen Textdialoge (Strzeb-kowski, 2004, S. 220). Zudem wird der Nutzer viel eher in die verbindliche und verpflichtende Situation versetzt, vorgeschlagene Verfahrensweisen, Methoden und Strategien anzunehmen und anzuwenden (Strzebkowski, 2004, S. 220).
Der Begriff Agent stammt aus dem lateinischen von „agere: tun, treiben, ausfüh-ren, handeln“. Eine Software wird als Agent bezeichnet, wenn sie u.a. folgende Eigenschaften besitzt: 1) Autonomie, 2) Reaktivität, 3) kollaboratives Verhalten, 4) Adaptivität, 5) Fähigkeit zur Kommunikation, 6) Fähigkeiten zu Schlussfolge-rungen, 7) Temporale Kontinuität, 8) Persönlichkeit und 9) Mobilität (Strzebko-wski, 2004, S. 259). Diese Eigenschaften werden hier nicht weiter ausgeführt, je-doch im weiteren Verlauf teilweise auf einige Bezug genommen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in das Themenfeld des lebenslangen Lernens und der Wissensgesellschaft sowie Herleitung der Forschungsfrage.
2 Begriffliche Klärungen: Definition und Abgrenzung zentraler Begriffe wie Social Software, Corporate E-Learning, Wissen und Kompetenz.
3 Bildungswissenschaftliche Rahmenbedingungen: Analyse der Erfolgsfaktoren (Motivation, Selbstlern- und Medienkompetenz) und Vorstellung pädagogischer Agenten sowie deren Rolle in der Kompetenzentwicklung.
4 Ein Modell zum praktischen Einsatz von Social Software beim Corporate E-Learning in betrieblichen Organsiationen: Detaillierte Betrachtung des Salmon-Modells als methodischer Rahmen für E-Learning in Unternehmen.
5 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf die Bedeutung systematischer Wissensmanagementsysteme.
Schlüsselwörter
Social Software, Corporate E-Learning, Wissensmanagement, Kompetenzentwicklung, Lebenslanges Lernen, Pädagogische Agenten, Wissensreife, Salmon-Modell, Organisationslernen, Meta-Kompetenzen, E-Moderating, Wissensspirale, betriebliche Weiterbildung, digitale Medien, Wissenskonstruction
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Social Software und Corporate E-Learning in betrieblichen Organisationen genutzt werden können, um individuelles Wissen in kollektives, organisationales Wissen zu überführen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind Wissensmanagement, E-Learning-Methodiken, Kompetenzentwicklung durch digitale Medien und die Rolle von pädagogischen Agenten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Potenziale dieser technologischen Werkzeuge zur Förderung von Wissenstransformation und Kompetenzentwicklung in Unternehmen theoretisch und modellhaft darzulegen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Anwendung existierender Modelle (z.B. nach Salmon, Maier und Schmidt) auf den betrieblichen Kontext.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit den bildungswissenschaftlichen Rahmenbedingungen, den Erfolgsfaktoren für E-Learning und der konkreten Implementierung durch Social Software und pädagogische Agenten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Social Software, Wissensmanagement, Kompetenzentwicklung, Corporate E-Learning und das Wissensreifemodell.
Was genau sind pädagogische Agenten laut dieser Arbeit?
Pädagogische Agenten sind Software-Lösungen mit menschlichen Eigenschaften, die als Tutor, Coach oder Wissensnavigator agieren, um Lernprozesse zu unterstützen und zu motivieren.
Wie unterscheidet sich "individuelles" von "organisationalem" Wissen?
Individuelles Wissen ist personengebunden und entsteht durch Erfahrung; organisationales Wissen ist die Gesamtheit dieser Bestände, die durch Lernprozesse in der Organisation nutzbar gemacht wird.
Wie ist das Modell von Gilly Salmon in die Arbeit eingebettet?
Das Modell dient als praktischer Leitfaden, um durch fünf Phasen (von der Motivation bis zur Wissenskonstruktion) ein strukturiertes E-Learning-Szenario in Betrieben zu moderieren.
- Quote paper
- Mitat Karahan (Author), 2015, Potenziale von Social Software Tools und Corporate E-Learning zur Verknüpfung von individuellem und organisationalem Wissen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/584076