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Der Jugendroman "Tschick". Beispiel einer Didaktisierung im Sinne des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts

Title: Der Jugendroman "Tschick". Beispiel einer Didaktisierung im Sinne des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts

Term Paper , 2019 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sven Beth (Author)

Didactics for the subject German - Literature, Works
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Kriminalität, Vorurteile, Abenteuer und Verantwortung - Der Roman Tschick von Wolfgang Herrndorf bietet es alles. Diese und viele weitere Themen beschäftigen heranwachsende Jugendliche, was nur einen der Gründe für die hervorragende Eignung dieses Buch für den Literaturunterricht darstellt.

Eine entsprechende didaktische Aufbereitung in Bezug auf Fachanforderungen und Fachliteratur findet in dieser Arbeit mit statt. Von Quiz bis szenischem Interpretieren ist alles vertreten und entsprechend aufbereitet. Die Inhalte lassen sich eventuell auch auf andere Jugendbücher übertragen. Inklusive möglicher Unterrichtseinheit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Der Handlungs- und produktionsorientierte Literaturunterricht

Vor- und Nachteile des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts

Didaktisierung von „Tschick“

Der Roman: Wolfgang Herrndorf: Tschick

Kriminalität: Hintergründe spekulieren (Einstieg)

Vorurteile: Merkmale spekulieren (Einstieg)

Besonderheiten und Begabungen: Quiz

Zukunft und Pläne: Arbeit mit einem Zitat

Rollen erfinden: Beziehung zu den Eltern

Soziale Zusammenhänge – Was wäre, wenn?: Fortsetzungen und Alternativen

Verantwortung übernehmen: Szenische Umsetzung

Abenteuerreise: Eigene Version

Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie der Jugendroman „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf durch einen handlungs- und produktionsorientierten Ansatz im Deutschunterricht didaktisiert werden kann, um Schülerinnen und Schüler zur aktiven Auseinandersetzung mit Literatur zu motivieren. Ziel ist es, die Textbegeisterung zu steigern und gleichzeitig ein vertieftes Verständnis für die Handlung sowie die Figurenkonstellation zu fördern.

  • Grundlagen und Methodik des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts
  • Analyse der didaktischen Potentiale von Herrndorfs „Tschick“ für die Mittelstufe
  • Entwicklung kreativer Unterrichtsmaterialien und Methoden (z.B. Szenisches Spiel, Schreibaufträge, Perspektivwechsel)
  • Förderung der Kompetenzbereiche Lesen, Schreiben sowie Sprechen und Zuhören

Auszug aus dem Buch

Einleitung:

„Die elektronischen Medien, allen voran das Fernsehen, beeinflussen die Konzentrationsfähigkeit der Schüler und ihre Einstellung zur Schule negativ.“ Wenn diese Bedrohung für die Kinder der 90er bereits von Zeichentrick Cartoons auf Röhrenfernsehern wie den Simpsons oder dem Pixelmischmasch der Windows 95 Computerspielen ausgingen, was ist dann von Internet-TV, Flatscreens und Konsolen zu erwarten? Eltern und Erzieher, Lehrer, Geschwister und Pädagogen, sowohl die BILD Zeitung als auch die Forschung haben erkannt: Die Lage ist ernst.

Die Bedrohung des kindlichen Lesens war noch nie so gegenwärtig. Das Unterhaltungsangebot für Kinder hat sich gewaltig weiterentwickelt und erstrahlt blinkend und einladend in den buntesten Formen und Farben. Während die kritischen Stimmen des vergangenen Jahrtausends das Fernsehen als Angriff auf die damalige Kindheit prophezeiten, rückt dies heutzutage schon fast in den Hintergrund. Zu gewaltig ist die Präsenz von Youtubern, Influencern und Games. „Free to play“ – Spiele ohne Altersfreigabe für Handys und Tabletts locken mit täglichen Belohnungen und Events. Wo Eltern früher strategisch mit Anschaffungskosten für Spiel und Gerät oder der FSK Einstufung argumentieren konnten, fällt hier die Formulierung von plausiblen Gegenargumenten schwer. Warum soll ich, 11 Jahre alt, Handybesitzer und (im Gegensatz zu meinen analogen Eltern) Experte im Umgang mit den technischen Kommunikationsgeräten diese faszinierenden Angebote nicht nutzen? Warum soll ich etwas machen, bei dem ich mir alles vorstellen muss, wenn die Konkurrenz alle Inhalte bereits fertig und ästhetisch präsentiert? Wenn alle Kinder meiner Klasse Clash of Clans, Fortnite und Apex Legends spielen, warum sollte ich dann – vielleicht sogar als einziger – zu einem Buch greifen?

Lassen sich diese Fragen mit einem „Weil du musst!“ beantworten? Die wahrscheinlich unpopulärste Begründung aller Zeiten wäre in diesem Kontext wahrscheinlich niemandem so zuwider wie Daniel Pennac, welcher den viel diskutierten Satz prägte: „Das Verb ,lesen‘ duldet keinen Imperativ“. In diesem Zitat steckt die Vorstellung und der Apell, dass dem Lesen eine Freiwilligkeit innewohnt, die nicht erzwungen werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Herausforderungen der Lesemotivation in einer digital geprägten Medienwelt und stellt den handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht als Lösungsansatz vor.

Der Handlungs- und produktionsorientierte Literaturunterricht: Dieses Kapitel definiert das Konzept, seine Zielsetzung der Aktivierung von Schülerinnen und Schülern sowie die theoretischen Grundlagen durch Experten wie Haas und Waldmann.

Vor- und Nachteile des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts: Hier werden die motivationalen Vorteile gegen mögliche Risiken einer zu starken Abkehr von analytischen Inhalten abgewogen.

Didaktisierung von „Tschick“: Dieser Abschnitt überträgt die theoretische Methodik konkret auf den Roman von Wolfgang Herrndorf unter Berücksichtigung der Kompetenzbereiche der Fachanforderungen.

Der Roman: Wolfgang Herrndorf: Tschick: Es erfolgt eine inhaltliche Vorstellung des Romans, seiner zentralen Motive und eine Einschätzung der Eignung für verschiedene Klassenstufen.

Kriminalität: Hintergründe spekulieren (Einstieg): Vorschlag für einen Einstieg über die Anfangssequenz der Verfilmung, um durch Spekulationen das Interesse am Text zu steigern.

Vorurteile: Merkmale spekulieren (Einstieg): Darstellung von Methoden wie Literaturspielen, um Charaktereigenschaften der Figuren vorurteilsbehaftet und spielerisch zu erschließen.

Besonderheiten und Begabungen: Quiz: Vorstellung einer Quiz-Methodik zur analytischen Charakterisierung der Romanfiguren in Partnerarbeit.

Zukunft und Pläne: Arbeit mit einem Zitat: Die Arbeit mit einem Schlüsselsatz des Romans dient als Anlass für produktive Schreibaufgaben und eine Zukunftsprognose der Figuren.

Rollen erfinden: Beziehung zu den Eltern: Fokus auf die Erfindung fiktiver Rollen (z.B. Geschwister), um die Empathiefähigkeit zu stärken und familiäre Konflikte nachzuvollziehen.

Soziale Zusammenhänge – Was wäre, wenn?: Fortsetzungen und Alternativen: Methodische Ansätze zur kreativen Umgestaltung des Romans, um das Verständnis für Handlungsverläufe und Textstrukturen zu fördern.

Verantwortung übernehmen: Szenische Umsetzung: Konzept einer Gerichtsverhandlung im Unterricht, um die Kompetenz des Sprechens und Zuhörens sowie die Reflexion über Handlungen zu schulen.

Abenteuerreise: Eigene Version: Vorschläge zum Transfer der Inhalte, wie das Erstellen von Packlisten oder fiktiven Reisetagebüchern, zur spielerischen Überprüfung des Textverständnisses.

Fazit: Das Fazit bestätigt die hohe Eignung des Romans für den gewählten didaktischen Ansatz und betont die Notwendigkeit einer klassenspezifischen Anpassung der Aufgaben.

Schlüsselwörter

Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht, Tschick, Wolfgang Herrndorf, Didaktik, Lesemotivation, Mittelstufe, Kreatives Schreiben, Szenisches Spiel, Literaturdidaktik, Deutschunterricht, Medienkompetenz, Adoleszenzroman, Schüleraktivierung, Kompetenzbereiche, Textanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts im Deutschunterricht an der Mittelstufe, beispielhaft illustriert am Roman „Tschick“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Steigerung der Lesemotivation, die aktive Gestaltung von Literatur durch Schülerinnen und Schüler, die Analyse von Charakteren und Motiven sowie die Bewältigung des Erwachsenwerdens.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Unterrichtsmethoden zu präsentieren, die den Roman attraktiver gestalten und durch kreatives, aktives Arbeiten ein tieferes Textverständnis bei den Lernenden fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Fokus liegt auf dem handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht, ergänzt durch textanalytische Verfahren, Perspektivwechsel, szenische Umsetzung und spielerische Erschließung der Inhalte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung und einen umfangreichen Praxisteil, der konkrete Unterrichtsvorschläge wie Quizze, Rollenspiele und alternative Schreibaufgaben für verschiedene Kapitel des Romans liefert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht, Lesemotivation, didaktische Transformation, „Tschick“ und Schüleraktivierung charakterisiert.

Warum eignet sich der Roman „Tschick“ besonders für diesen Ansatz?

Der Roman greift altersspezifische Themen der Mittelstufe auf, nutzt jugendnahe Sprache und Motive wie Aufbruch, Freundschaft und Identitätssuche, die sich hervorragend für kreative Umgestaltungen eignen.

Inwiefern spielt der Perspektivwechsel eine Rolle in den Unterrichtsaufgaben?

Der Perspektivwechsel, beispielsweise durch das Schreiben von Briefen aus Sicht der Eltern oder das Erfinden von Geschwisterrollen, soll die Empathiefähigkeit fördern und ein tieferes Verständnis für die Handlungsmotivation der Figuren erzeugen.

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Details

Title
Der Jugendroman "Tschick". Beispiel einer Didaktisierung im Sinne des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts
College
Christian-Albrechts-University of Kiel
Grade
1,0
Author
Sven Beth (Author)
Publication Year
2019
Pages
23
Catalog Number
V591907
ISBN (eBook)
9783346202499
ISBN (Book)
9783346202505
Language
German
Tags
Didaktik Tschick Deutsch Literatur Literaturunterricht Methoden Projekt Handlungsorientiert Produktorientiert handlungs und produktionsorientierter Unterricht Haas Spinner Jugendbuch Abenteuer Mittelstufe Unterichtsentwurf Unterricht Gymnasium
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sven Beth (Author), 2019, Der Jugendroman "Tschick". Beispiel einer Didaktisierung im Sinne des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/591907
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