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Inklusion und Stigmatisierung von Schüler*innen mit dem Förderschwerpunkt Hören. Chancen und Entwicklungsperspektiven von schulischen Inklusionsprozessen unter Berücksichtigung der Stigma-Theorie von Erving Goffman (2018)

Title: Inklusion und Stigmatisierung von Schüler*innen mit dem Förderschwerpunkt Hören. Chancen und Entwicklungsperspektiven von schulischen Inklusionsprozessen unter Berücksichtigung der Stigma-Theorie von Erving Goffman (2018)

Term Paper , 2020 , 18 Pages

Autor:in: Elisa Vasileiadou (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beschränkt sich ausschließlich auf die Inklusion und Stigmatisierung von Schüler*innen mit dem Förderschwerpunkt Hören. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Chancen und Entwicklungsperspektiven von schulischen Inklusionsprozessen unter Berücksichtigung der Stigma-Theorie von Goffman (2018). Der erste Teil der Arbeit widmet sich der Klärung theoretischer Grundlagen. Der Begriff Menschen mit Behinderung wird angeführt und konkretisiert durch den Übergang zur Hörbeeinträchtigung. Anschließend wird auf die Einstellung, die gegenüber Menschen mit Behinderung herrscht, eingegangen.

Des Weiteren wird im zweiten Teil die Inklusion anfangs generell und im Nachhinein gezielt bezüglich des schulischen Bereichs betrachtet. In diesem Teil der Theorie werden die Charakteristika des inklusiven Unterrichts angeführt und die Frage, wie die schulische Inklusion aus der Sicht Hörbeeinträchtigter aussieht, beantwortet. Im nächsten Kapitel wird die Stigma-Theorie von Goffman (2018) betrachtet. Hierbei wird zunächst die soziale Identität beschrieben und anschließend auf die Stigmatisierung eingegangen. Um die Theorie anhand von Beispielen zu verdeutlichen, werden im fünften Kapitel Beispiele angebracht. Abschließend werden mit Hilfe dieser Beispiele die Chancen und Entwicklungsperspektiven der schulischen Inklusionsprozesse hergeleitet und diskutiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Behinderung und Hörbeeinträchtigung

2.2 Einstellungen gegenüber Menschen mit Behinderung

3. Schulische Inklusion

3.1 Von der Integration zur Inklusion

3.2 Inklusiver Unterricht

3.3 Schulische Inklusion hörbeeinträchtigter Schüler*innen

4. Stigma-Theorie von Goffman

4.1 Soziale Identität

4.2 Stigma und Stigmatisierung

5. Beispiele der schulischen Inklusionsprozesse und Stigmatisierung Schüler*innen mit dem FS Hören

5.1 Switched at birth

5.2 Inklusion gehörloser an deutschen Schulen

6. Chancen und Entwicklungsperspektiven

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Inklusionsprozesse von Schüler*innen mit dem Förderschwerpunkt Hören an Regelschulen unter besonderer Berücksichtigung der Stigmatisierung. Ziel ist es, auf Basis theoretischer Grundlagen und ausgewählter Beispiele aufzuzeigen, wie Inklusion gelingen kann und welche Barrieren derzeit die Teilhabe und Identitätsbildung der betroffenen Kinder erschweren.

  • Grundlagen zur UN-Behindertenrechtskonvention und zum Inklusionsbegriff
  • Stigma-Theorie nach Goffman als analytischer Rahmen
  • Herausforderungen der schulischen Teilhabe hörbeeinträchtigter Kinder
  • Analyse von Inklusionspraxis anhand von TV-Beispielen und Serien
  • Entwicklungsperspektiven für eine gelingende inklusive Schulkultur

Auszug aus dem Buch

4.2 Stigma und Stigmatisierung

Der Begriff Stigma stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet übersetzt ‚Zeichen‘. Konkreter wurden früher Personen mit einem kritischen oder schlechten moralischen Zustand durch ein eingebranntes oder eingeschnittenes Merkmal erkennbar gemacht, das Stigma. Heutzutage trägt der Begriff auch die Bedeutung der Kennzeichnung, da das Stigma Folge einer negativen Kennzeichnung ist (vgl. Goffman, 2018, S. 9). Diese Kennzeichnung erschwert die Akzeptanz durch die Gesellschaft, denn die Gesellschaft entscheidet, welche Merkmale nicht akzeptiert werden. Dennoch sind die Normen in Gesellschaften unterschiedlich, ein Merkmal, das in einer bestimmten Gruppe abgewiesen wird, kann in anderen Gruppen zur Normalität dieser gehören und akzeptiert werden (vgl. Goffman, 2018, S. 11). Goffman (2018, S. 12f) unterteilt den Begriff Stigma in drei Typen:

Typ 1: Physische Abweichungen, beispielsweise Behinderungen

Typ 2: Außergewöhnliche Eigenschaften des Charakters, beispielsweise psychische Erkrankungen, Sucht, oder Arbeitslosigkeit und radikales politisches Verhalten.

Typ 3: Phylogenetische Stigmata, Stigmata also, die genetisch vererbbar sind. Dazu gehören beispielsweise die Rasse und die Religion

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Inklusion gemäß UN-Behindertenrechtskonvention ein und definiert den Fokus auf Schüler*innen mit dem Förderschwerpunkt Hören.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert medizinische sowie pädagogische Begriffe zur Hörbeeinträchtigung und analysiert psychologische Faktoren für Einstellungen gegenüber Menschen mit Behinderung.

3. Schulische Inklusion: Das Kapitel differenziert zwischen Integration und Inklusion und beschreibt die spezifischen Anforderungen an einen inklusiven Unterricht für hörbeeinträchtigte Kinder.

4. Stigma-Theorie von Goffman: Hier werden die Konzepte der sozialen Identität sowie der Stigmatisierung detailliert eingeführt und in Typologien unterteilt.

5. Beispiele der schulischen Inklusionsprozesse und Stigmatisierung Schüler*innen mit dem FS Hören: Die theoretischen Erkenntnisse werden anhand der Serie "Switched at Birth" und einer TV-Reportage über eine Schule in Dresden in die Praxis übertragen.

6. Chancen und Entwicklungsperspektiven: Das Kapitel diskutiert Lösungsansätze wie die Verpflichtung zur Gebärdensprachkompetenz und die Erhöhung der Anzahl inklusiv beschulter Kinder.

Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit konsequenterer Maßnahmen und einer tieferen Auseinandersetzung mit den individuellen Bedürfnissen hörbeeinträchtigter Kinder zusammen.

Schlüsselwörter

Inklusion, Hörbeeinträchtigung, Stigmatisierung, Erving Goffman, soziale Identität, Regelschule, Förderschwerpunkt Hören, Gebärdensprache, Inklusionspädagogik, UN-Behindertenrechtskonvention, Barrierefreiheit, Identitätsbildung, Teilhabe, pädagogische Herausforderungen, Schulentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die schulischen Inklusionsprozesse von Kindern mit Hörbeeinträchtigung und untersucht, inwiefern diese Prozesse mit Stigmatisierung einhergehen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf den rechtlichen Grundlagen der Inklusion, den theoretischen Stigmatisierungskonzepten von Erving Goffman sowie der praktischen Umsetzung an Regelschulen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Barrieren bei der schulischen Inklusion hörbeeinträchtigter Schüler*innen aufzudecken und Wege aufzuzeigen, wie durch individuelle Unterstützung und veränderte Einstellungen Stigmatisierung abgebaut werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Analyse, die bestehende Literatur mit medienanalytischen Beispielen (Serie und Reportage) verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung von Behinderungs- und Stigmabegriffen sowie in eine anwendungsbezogene Diskussion anhand konkreter schulischer Fallbeispiele.

Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?

Die wichtigsten Begriffe sind Inklusion, Stigmatisierung, Hörbeeinträchtigung, Gebärdensprache, soziale Identität und Schulentwicklung.

Welche Rolle spielt die Stigma-Theorie von Erving Goffman für die Argumentation?

Sie dient als theoretisches Instrument, um die Ausgrenzungsmechanismen zu erklären, die entstehen, wenn hörbeeinträchtigte Kinder in einem normierten Umfeld (Regelschule) nicht die notwendige Akzeptanz oder Barrierefreiheit erfahren.

Warum wird das Beispiel "Switched at Birth" verwendet?

Die Serie dient als mediales Fallbeispiel, um die sozialen Spannungsfelder und die empfundene Stigmatisierung einer gehörlosen Protagonistin im Kontext eines Regelschulbesuchs anschaulich zu verdeutlichen.

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Details

Title
Inklusion und Stigmatisierung von Schüler*innen mit dem Förderschwerpunkt Hören. Chancen und Entwicklungsperspektiven von schulischen Inklusionsprozessen unter Berücksichtigung der Stigma-Theorie von Erving Goffman (2018)
Author
Elisa Vasileiadou (Author)
Publication Year
2020
Pages
18
Catalog Number
V595802
ISBN (eBook)
9783346211651
ISBN (Book)
9783346211668
Language
German
Tags
berücksichtigung stigma-theorie schüler*innen inklusionsprozessen inklusion hören goffman förderschwerpunkt erving entwicklungsperspektiven chancen stigmatisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elisa Vasileiadou (Author), 2020, Inklusion und Stigmatisierung von Schüler*innen mit dem Förderschwerpunkt Hören. Chancen und Entwicklungsperspektiven von schulischen Inklusionsprozessen unter Berücksichtigung der Stigma-Theorie von Erving Goffman (2018), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/595802
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