Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Droit - Droit communautaire/européen, Droit international, Droit privé international

Targeted Killings - Vom Völkerrecht gedeckt?

Titre: Targeted Killings - Vom Völkerrecht gedeckt?

Dossier / Travail de Séminaire , 2005 , 31 Pages , Note: 13 Punkte

Autor:in: Sarah Stolle (Auteur)

Droit - Droit communautaire/européen, Droit international, Droit privé international
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die nachfolgende Arbeit beschäftigt sich mit den gezielten Tötungen seitens Israels. Zum einen ist Israel der Vorreiter dieser Methode zur „Terroristenbekämpfung“ und zum anderen treten die gezielten Tötungen durch Israel sehr häufig auf und sind durch eine enorme Brutalität sowie häufige Rücksichtslosigkeit auf die Zivilbevölkerung gekennzeichnet. Als erstes werden in der vorliegenden Arbeit Fallstudien zu gezielten Tötungen Israels aufgezeigt. Diese Fallstudien beinhalten Tötungen von politischen Führern sowie von der palästinensischen Zivilbevölkerung. Die Fallstudien sind sehr umfangreich, da jedes Beispiel sehr unterschiedliche Aspekte aufzeigt. Ein weiterer Punkt werden die verschiedenen Positionen zu der israelischen „Tötungspolitik“ sein. Hier spielen die Stellungnahmen von Israel, Palästina, den Vereinten Nationen und das Problem der USamerikanischen Stellungnahme eine Rolle. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit ist der völkerrechtliche Aspekt der gezielten Tötungen. Hier stellt sich sie Frage, ob gezielte Tötungen aus völkerrechtlichen Erwägungen akzeptiert werden können oder nicht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Beispiele für targeted killings

2.1 Gezielte Tötungen von politischen Führern und Leitfiguren

2.1.1 Scheich Ahmed Yassin und Abd al-Aziz al Rantisi

2.1.2 Abbas Moussawi

2.1.3 Abu Ali Mustafa

2.1.4 Jamal´Abd al Qader´Abd al-Razeq

2.2 Tötung von Zivilisten

2.2.1 Muhammad al´Arja

2.2.2 Iyad Da´du/ Ahmad al-Kasas/ Hani Yusef al-Sufi

3 Positionen zu den gezielten Tötungen Israels

3.1 Die Position Israels

3.1.1 Die politische und militärische Führung

3.1.2 Gegenstimmen aus der israelischen Armee

3.2 Die Positionen der arabischen Welt, Palästinas und palästinensischer Gruppen

3.3 Positionen der Staatengemeinschaft

3.3.1 Die Positionen von Einzelstaaten und der EU

3.3.2 Stellungnahmen der UNO

3.4 Die Problematik der derzeitigen US-Politik

4 Internationales Recht

4.1 Das Recht auf Selbstverteidigung

4.1.1 Der bewaffnete Angriff als Voraussetzung

4.1.2 Die Anwendungskriterien des Selbstverteidigungsrechts

4.1.3 Das Verhältnis von Art.51 UN-Charta zu Art.2 Ziff.4 UN-Charta

4.1.4 Die Nutzung der Streitkräfte gegen den Terrorismus

4.1.5 Existenz eines gewohnheitsrechtlichen Selbstverteidigungsrechts

4.2 Die Unterscheidung von Kombattant und Zivilist

4.3 Das Recht auf Leben

4.4 Das Recht auf einen fairen Gerichtsprozess

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die völkerrechtliche Zulässigkeit der "Targeted Killings" (gezielte Tötungen) am Beispiel des Staates Israel, analysiert die politischen Positionen relevanter Akteure und prüft, ob diese Praktiken mit internationalen Menschenrechten und dem humanitären Völkerrecht vereinbar sind.

  • Analyse praktischer Fallstudien gezielter Tötungen
  • Untersuchung der israelischen Tötungspolitik und deren Legitimation
  • Bewertung der Rolle und Einflussnahme der USA
  • Prüfung der völkerrechtlichen Rechtfertigung (Selbstverteidigung vs. Menschenrechte)
  • Unterscheidung zwischen Kombattanten und Zivilisten im modernen Konflikt

Auszug aus dem Buch

2.1.4 Jamal´Abd al Qader´Abd al-Razeq

Am 22. November 2000 wurde der Fatah Führer Jamal Ábd al Razeq, in der Nähe von Rafah, in seinem Auto niedergeschossen. Mit ihm starben sein Mitfahrer und zwei weitere Menschen im Alter von 28 und 29 Jahren, die in einem Taxi hinter ihm fuhren. Nur der Taxifahrer überlebte. Er berichtete später:

“I got up early in the morning and made various runs. Later there were Samu Abu Laban and Na’el al-Ladawi. They asked me to take them quickly to the bakery where they worked. I went towards Khan Yunis, past the Palestinian checkpoint, I was going at 60 km an hour, when near the junction to the Morag settlement a lorry pulled out in front and I had to jam on the brakes. Suddenly there was an intensive shooting – I could not see from where and against whom as I flung myself down as low as possible and lay as though unconscious. After some time an Israeli soldier carrying a body bag opened the door. He thought I was dead – he was about to put me in a body bag. Then he shouted “One’s still alive!” He laid me down, handcuffed and with a blindfold and took me to Gush Katif. I did not know if the other passengers were dead or alive. I heard soldiers, I was blindfold, I felt bad, I tried to vomit. After three hours I was taken, still handcuffed, blindfolded and with my legs tied to Ashkelon Prison. They took off my clothes and doctors examined me; I had a high temperature. They gave me prison clothes and I was interrogated by four intelligence officers. I told them the exact story; they asked some questions about six times: ‘Was there a Kalashnikov in the car?’ I said, ‘No, the people only had empty kerosene cans and their clothes were covered in flour.’ They said they would release me if I said there were weapons in the car but I insisted there weren’t. They spat in my face, insulted and humiliated me, trying to get me to change my story.”

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Zunahme gezielter Tötungen nach dem 11. September 2001 und wirft die zentrale Frage nach deren Vereinbarkeit mit dem Völkerrecht auf.

2 Beispiele für targeted killings: Dieses Kapitel liefert anhand konkreter Fallbeispiele von politischen Führern und Zivilisten einen detaillierten Überblick über die israelische Tötungspraxis.

3 Positionen zu den gezielten Tötungen Israels: Es werden die gegensätzlichen Sichtweisen der israelischen Führung, der arabischen Welt sowie der internationalen Gemeinschaft und der USA gegenübergestellt.

4 Internationales Recht: Der rechtliche Kernteil prüft das Selbstverteidigungsrecht, die Unterscheidung zwischen Kombattanten und Zivilisten sowie das Recht auf Leben und faire Verfahren.

5 Fazit: Das Fazit kommt zu dem Schluss, dass die Tötungen die rechtsstaatlichen Prinzipien aushöhlen und nicht völkerrechtskonform zu rechtfertigen sind.

Schlüsselwörter

Targeted Killings, Israel, Völkerrecht, Selbstverteidigung, Terrorismusbekämpfung, Menschenrechte, UN-Charta, Kombattanten, Zivilisten, Außergerichtliche Tötungen, Nahostkonflikt, Gewaltverbot, Präventivschlag, humanitäres Völkerrecht, Rechtsstaatlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Völkerrechtskonformität der israelischen Praxis der "Targeted Killings" (gezielte Tötungen) im Kontext des Nahostkonflikts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abwägung zwischen staatlicher Selbstverteidigung gegen Terrorismus und dem Schutz der Menschenrechte, insbesondere dem Recht auf Leben und einem fairen Prozess.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu belegen, ob die gezielten Tötungen durch Israel rechtlich zulässig sind oder ob sie einen Bruch des internationalen Rechts darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse von Fallstudien sowie eine juristische Untersuchung internationaler Verträge, Resolutionen der Vereinten Nationen und menschenrechtlicher Abkommen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme konkreter Tötungsfälle, die Analyse politischer Positionen verschiedener Akteure sowie eine detaillierte völkerrechtliche Prüfung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Targeted Killings, Selbstverteidigungsrecht, Menschenrechte, humanitäres Völkerrecht und Rechtsstaatlichkeit.

Warum ist das Beispiel Scheich Ahmed Yassin für die Argumentation wichtig?

Der Fall Yassin dient als prominentes Beispiel, um die unverhältnismäßigen Kollateralschäden und die fragwürdige völkerrechtliche Einordnung solcher Tötungen im besetzten Gebiet zu verdeutlichen.

Welche Rolle spielen die USA in dieser Debatte?

Die Arbeit zeigt auf, dass die USA durch ihre Duldung und eigene Anwendung von "Targeted Killings" die Glaubwürdigkeit als Vermittler im Nahostkonflikt untergraben und die Einhaltung internationaler Standards erschweren.

Fin de l'extrait de 31 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Targeted Killings - Vom Völkerrecht gedeckt?
Université
http://www.uni-jena.de/
Note
13 Punkte
Auteur
Sarah Stolle (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
31
N° de catalogue
V60548
ISBN (ebook)
9783638541978
ISBN (Livre)
9783656776314
Langue
allemand
mots-clé
Targeted Killings Völkerrecht
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sarah Stolle (Auteur), 2005, Targeted Killings - Vom Völkerrecht gedeckt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60548
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  31  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint