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Die Patientenverfügung - das unbekannte 'Dokument' im Krankenhaus -

Title: Die Patientenverfügung - das unbekannte 'Dokument' im Krankenhaus -

Term Paper , 2005 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jochen Brodbek (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Aktuelle Diskussionen im In- und Ausland über Sterbehilfe werden immer mehr zum öffentlich diskutierten Thema und verabschieden sich Stück für Stück von ihrer Rolle als Tabuthema. Immer mehr Menschen setzen sich bewusst mit dieser „unangenehmen“ Problematik auseinander und wollen ihren Willen, vor allem wenn sie diesen später nicht mehr selbst äußern können, respektiert wissen. So kommt es, dass Patientenverfügungen in der heutigen Zeit keine Seltenheit mehr darstellen.
Man meint, dass Patientenverfügungen für Krankenhauspersonal ein vertrautes Instrument sein sollten. Dem ist nicht so, denn mehrheitlich prägt die Unsicherheit im Umgang mit Patientenverfügungen den Klinikalltag.
Es existieren viele offene Fragen diese Thematik betreffend, denn meist wissen weder Ärzte noch Pflegepersonal mit einer Patientenverfügung umzugehen.
Diese Hausarbeit gibt Pflegenden und Ärzten die grundlegenden theoretischen Informationen zu einer Patientenverfügung an die Hand. Sie zeigt aber auch Möglichkeiten auf, wie man sich als Leitung einer Station konstruktiv in diese Problematik einbringen kann, um in Zukunft mit diesem schwierigen Thema gemeinsam besser umzugehen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist eine Patientenverfügung?

3. Die Form einer Patientenverfügung

4. Aufbau und Inhalte

4.1. Aufbau

4.2. Inhalte

5. Grenzen der Patientenverfügung

6. Die rechtliche Verbindlichkeit

6.1. Patientenverfügung & indirekte Sterbehilfe

6.2. Patientenverfügung & passive Sterbehilfe

7. Hinterlegung

8. Wünschenswerter Umgang mit einer Patientenverfügung auf einer Station im Krankenhaus und die Aufgaben der Stationsleitung

9. Schlusswort

10. Literaturverzeichnis

11. Anlage 1

12. Anlage 2

13. Eidesstattliche Erklärung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit hat zum Ziel, Pflegenden und Ärzten theoretische Grundlagen zur Patientenverfügung zu vermitteln und konkrete Handlungsoptionen für die Stationsleitung aufzuzeigen, um Unsicherheiten im klinischen Alltag bei der Umsetzung des Patientenwillens abzubauen.

  • Grundlagen, Definitionen und rechtliche Einordnung von Patientenverfügungen.
  • Abgrenzung zwischen aktiver, indirekter und passiver Sterbehilfe.
  • Herausforderungen bei der Bindungswirkung und Interpretation des Patientenwillens.
  • Strategien zur praktischen Umsetzung und Dokumentation auf Krankenhausstationen.
  • Die Rolle der Stationsleitung als Bindeglied zwischen Patienten, Angehörigen und dem Behandlungsteam.

Auszug aus dem Buch

8. Wünschenswerter Umgang mit einer Patientenverfügung auf einer Station im Krankenhaus und die Aufgaben der Stationsleitung

Meiner Meinung nach ist das Thema Patientenverfügung im Krankenhaus teilweise noch immer nicht präsent genug. Oft ist es nicht einmal bekannt, dass eine solche existiert, weil an irgendeiner Stelle der Informationsfluss unterbrochen war, oder sie als „nicht so wichtig“ von einer einzelnen Person angesehen wurde und somit in Vergessenheit gerät.

Um am zuletzt genannten Punkt unter „7. Hinterlegung“ anzuknüpfen, halte ich es für sehr sinnvoll, dass ein Patient alle mitbehandelnden Berufsgruppen während eines Krankenhausaufenthalts informiert. Damit ist es nun aber leider nicht getan, denn was nützt es wenn z.B.: nur eine Person aus jeder Berufsgruppe über diesen mutmaßlichen Willen informiert wurde?

Normalerweise ist guter Informationsfluss in einem Krankenhaus zwar gewährleistet, doch „seltsamerweise“ gehen auch solch wichtige Informationen immer wieder unter.

Hier sehe ich eine sehr große Aufgabe einer jeden Stationsleitung. Denn sie muss unter anderem dafür Sorge tragen, dass dieser letzte Wille des Patienten jeden nur erdenklichen Schutz genießt.

Um erst einmal von einer Patientenverfügung zu erfahren, muss diese meiner Meinung nach bereits in der pflegerischen, aber auch in der ärztlichen Anamnese erfragt und schriftlich dokumentiert werden. Um die Patientenverfügung nicht zu vergessen, sollte ihre Existenz auch in der Patientenkurve auffällig vermerkt sein. So kann ich als Stationsleitung dafür sorgen, dass jeder meiner Mitarbeiter über die Existenz einer Patientenverfügung informiert wird. Dies reicht allerdings noch nicht aus, denn auch die Inhalte müssen den Mitarbeitern aus dem Pflegeteam erklärt und verständlich gemacht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die wachsende Bedeutung der Patientenverfügung sowie die bestehende Unsicherheit des Klinikpersonals im Umgang mit diesem Dokument.

2. Was ist eine Patientenverfügung?: Hier wird die Patientenverfügung als Willenserklärung für künftige Phasen der Entscheidungsunfähigkeit definiert und von anderen Verfügungsformen abgegrenzt.

3. Die Form einer Patientenverfügung: Das Kapitel erläutert die formlosen Möglichkeiten der Erstellung, empfiehlt jedoch die schriftliche Form zur besseren Nachweisbarkeit und Ernsthaftigkeit.

4. Aufbau und Inhalte: Es wird dargestellt, dass keine starre Formvorgabe existiert und der Inhalt individuelle, medizinisch-pflegerische Behandlungswünsche widerspiegeln sollte.

5. Grenzen der Patientenverfügung: Dieses Kapitel stellt klar, dass Patientenverfügungen keine Grundlage für eine aktive Sterbehilfe bilden können.

6. Die rechtliche Verbindlichkeit: Es wird diskutiert, unter welchen Voraussetzungen und in welchem Rahmen Patientenverfügungen rechtlich bindend für Ärzte wirken können.

7. Hinterlegung: Hier werden Empfehlungen zur Aufbewahrung und zur Information der beteiligten Personen und Berufsgruppen gegeben.

8. Wünschenswerter Umgang mit einer Patientenverfügung auf einer Station im Krankenhaus und die Aufgaben der Stationsleitung: Dieses Kapitel beschreibt die essenzielle Rolle der Stationsleitung bei der Dokumentation, Kommunikation und Vermittlung von Patientenverfügungen im Team.

9. Schlusswort: Die Zusammenfassung betont die Notwendigkeit individueller Gestaltung und ethischer Sensibilität bei der Arbeit mit Patientenverfügungen.

10. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.

11. Anlage 1: Enthält einen beispielhaften Aufbau einer Patientenverfügung.

12. Anlage 2: Bietet einen detaillierten inhaltlichen Leitfaden für eine Patientenverfügung.

13. Eidesstattliche Erklärung: Formaler Nachweis der eigenständigen Anfertigung der Arbeit.

Schlüsselwörter

Patientenverfügung, Krankenhaus, Stationsleitung, Patientenwille, Sterbehilfe, Behandlungsverzicht, Selbstbestimmungsrecht, medizinische Ethik, Patientenautonomie, Dokumentation, Vorsorge, Kommunikation, Behandlungsteam, Angehörige, Pflege.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Patientenverfügungen im Krankenhausalltag und wie das medizinische Personal, insbesondere unter Anleitung der Stationsleitung, professionell mit diesen Dokumenten umgehen kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen der Patientenverfügung, die rechtliche Einordnung, die Abgrenzung zur Sterbehilfe sowie praktische Strategien zur Implementierung und Kommunikation auf Station.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Pflegenden und Ärzten grundlegendes Wissen zu vermitteln, um Unsicherheiten im Umgang mit Patientenverfügungen abzubauen und den Patientenwillen bestmöglich zu respektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur und aktuellen rechtlichen Diskussionen, ergänzt durch Empfehlungen für das praktische Stationsmanagement.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition und Formanalyse sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der rechtlichen Bindungswirkung und der praktischen Handhabung, inklusive der Aufgaben der Stationsleitung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Patientenverfügung, Selbstbestimmungsrecht, Sterbehilfe, Stationsleitung und Patientenautonomie charakterisieren.

Wie sollte laut Autor die Patientenverfügung aufbewahrt werden?

Es wird empfohlen, sicherzustellen, dass die Patientenverfügung im Bedarfsfall schnell verfügbar ist, etwa durch einen Hinweis bei der Person und die Aushändigung von Abschriften an den behandelnden Arzt sowie an Bevollmächtigte.

Warum ist die Besprechung mit dem Arzt laut Autor so wichtig?

Die Besprechung und Gegenzeichnung durch den behandelnden Arzt bekräftigt die Ernsthaftigkeit des Patientenwunsches und unterstützt die spätere Entscheidungsfindung des Behandlungsteams.

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Details

Title
Die Patientenverfügung - das unbekannte 'Dokument' im Krankenhaus -
Course
Weiterbildung zur Leitung des Pflegedienstes einer Station/Einheit im Krankenhaus
Grade
1,0
Author
Jochen Brodbek (Author)
Publication Year
2005
Pages
20
Catalog Number
V67478
ISBN (eBook)
9783638585941
ISBN (Book)
9783656776215
Language
German
Tags
Patientenverfügung Dokument Krankenhaus Weiterbildung Leitung Pflegedienstes Station/Einheit Krankenhaus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jochen Brodbek (Author), 2005, Die Patientenverfügung - das unbekannte 'Dokument' im Krankenhaus -, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67478
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