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Biographiearbeit und Alphabetisierung

Title: Biographiearbeit und Alphabetisierung

Seminar Paper , 2019 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Ina Luger (Author)

Pedagogy - General
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Inwiefern ist es für Lehrende und Lernende in Alphabetisierungskursen bedeutsam, sich mit Forschungsergebnissen zu Werdegängen von Menschen, die als Erwachsene lesen und schreiben lernen, auseinanderzusetzen? Anhand eines Fortbildungskonzepts mit dem Titel ‚Biographisches Arbeiten in der Grundbildung – Eine Fortbildung zur Professionalisierung von Kursleitenden‘ wurde in der Seminararbeit herausgearbeitet, wie Teilnehmende in Alphabetisierungskursen in Hinblick auf ihre eigene Geschichte von Bildungs- und Lebenswegen anderer Menschen, die erst im Erwachsenenalter lesen und schreiben gelernt haben, sowie auch die Lehrenden von diesem Wissen profitieren können.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Alphabetisierung und Analphabetismus – Was ist das?

3. Biographie und biographisches Lernen in der Erwachsenenbildung

4. Die Fortbildung „Biographisches Arbeiten in der Grundbildung“

5. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von biographischer Arbeit und Forschungsergebnissen zu Bildungsverläufen für den Lehr-Lern-Prozess in Alphabetisierungskursen, mit dem Ziel, die Professionalisierung von Lehrenden durch ein spezifisches Fortbildungskonzept zu beleuchten.

  • Biographische Arbeit in der pädagogischen Praxis
  • Begriffsbestimmungen: Alphabetisierung und Analphabetismus
  • Methodik des biographischen Lernens in der Erwachsenenbildung
  • Professionalisierung durch das Fortbildungskonzept „Biographisches Arbeiten in der Grundbildung“
  • Entlastung des Verhältnisses zwischen Lehrenden und Lernenden

Auszug aus dem Buch

4. Die Fortbildung „Biographisches Arbeiten in der Grundbildung“

Das Ziel des Fortbildungskonzepts, das in diesem Kapitel vorgestellt wird und weiter zur Beantwortung der Forschungsfrage hinführt, ist nicht die Vermittlung von Methoden der pädagogischen Biographiearbeit. Daniela Rothe weist auf die Wichtigkeit theoretisch fundierten Wissens für PädagogInnen vor allem auch in Bezug auf die Arbeit mit funktionalen Analphabeten hin. (vgl. Rothe 2008, S. 161) Durch die Fortbildung soll den Kursleitenden daher theoretisches Hintergrundwissen zugänglich gemacht werden, welches eine weiterführende biographische Arbeit mit Kursteilnehmenden vereinfachen soll. Konkret geht es dabei um Erkenntnisse von Forschungsarbeiten, die im Rahmen des Verbundprojekts „Verbleibstudie zur biographischen Entwicklung (ehemaliger) TeilnehmerInnen an Alphabetisierungskursen“ durchgeführt wurden.

Anhand zahlreicher biographischer Interviews mit Personen, die ausreichende Lese- und Schriftsprachkompetenzen erst im Erwachsenenalter erworben haben, wird belegbar, dass die Bildungswege Betroffener von schlechteren Bedingungen geprägt sind als jene von anderen Personen. Die wesentliche Lebensveränderung und – verbesserung, die sich durch eine Teilnahme an Alphabetisierungsangeboten ergibt, sowie auch die Beweggründe, die überhaupt erst zu einer Teilnahme führen, sind ebenfalls wichtige Erkenntnisse, die sowohl Kursleitenden wie auch Kursteilnehmenden zugänglich gemacht werden sollten, wie die ForscherInnen der Verbleibstudie meinen. Denn durch einen Alphabetisierungskurs ändert sich zwar vielleicht nicht das gesamte Leben der Teilnehmenden, aber mit Sicherheit ein sehr entscheidender Teil. (vgl. Volkshochschulverbund o.J., S. 3) Denn, wie es in der Sammelmappe zur Fortbildung auf den Punkt gebracht wird: „Die eigene Geschichte vor dem Hintergrund der Lebens- und Bildungswege Anderer zu sehen und zu reflektieren, kann helfen, auf Distanz zu stigmatisierenden Normen zu gehen (ebd. o.J., S.3).“ In weiterer Folge könnte dies schließlich als Anlass genommen werden, über die Gründe solcher gesetzten Normen nachzudenken. (vgl. ebd. o.J., S.3)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Arbeitswelt und die gestiegene Bedeutung der Biographiearbeit, um die Forschungsfrage nach der Relevanz von Werdegängen für Alphabetisierungskurse herzuleiten.

2. Alphabetisierung und Analphabetismus – Was ist das?: Dieses Kapitel differenziert die verschiedenen Formen des Analphabetismus und ordnet den Begriff der Alphabetisierung in den Kontext der Literalität als soziale Praxis ein.

3. Biographie und biographisches Lernen in der Erwachsenenbildung: Es wird die Methode des biographischen Lernens erläutert und zwischen allgemeiner biographischer Arbeit und pädagogischer Biographiearbeit zur Professionalisierung unterschieden.

4. Die Fortbildung „Biographisches Arbeiten in der Grundbildung“: Das Kapitel stellt ein Fortbildungskonzept vor, das Lehrenden theoretisches Wissen über Bildungswege vermittelt, um die Lernbegleitung zu professionalisieren und die Kursbeziehung zu entlasten.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit resümiert die Bedeutung biographischer Ansätze für den Lernerfolg und diskutiert Ansätze für zukünftige Forschung zur Langzeitwirkung solcher Maßnahmen.

Schlüsselwörter

Alphabetisierung, Analphabetismus, Biographiearbeit, biographisches Lernen, Erwachsenenbildung, Literalität, Grundbildung, Kursleitende, Bildungswege, Lernprozess, pädagogische Praxis, Professionalisierung, Verbleibstudie, soziale Teilhabe, Schriftspracherwerb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung biographischer Arbeit und der Einbeziehung von Forschungsergebnissen zu individuellen Bildungsbiographien in Alphabetisierungskursen für Erwachsene.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen zählen die Professionalisierung von Kursleitenden, die theoretische Fundierung pädagogischer Biographiearbeit sowie die Gestaltung von Lernprozessen unter Berücksichtigung der Lebenswege von Betroffenen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Nutzen von theoretischem Wissen über Bildungsbiographien für Lehrende und Lernende in der Alphabetisierung zu untersuchen und aufzuzeigen, wie ein entsprechendes Fortbildungskonzept diese Arbeit unterstützen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie die Untersuchung eines spezifischen Fortbildungskonzepts, um theoretische Grundlagen mit der pädagogischen Praxis zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Begrifflichkeiten, die theoretischen Ansätze der Biographiearbeit in der Erwachsenenbildung und stellt detailliert ein Fortbildungsprojekt vor, das Kursleitenden helfen soll, ihre pädagogische Arbeit zu reflektieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Alphabetisierung, Biographiearbeit, Professionalisierung, Literalität und Bildungswege geprägt.

Warum ist eine Distanz zur eigenen Rolle für Kursleitende wichtig?

Die Arbeit argumentiert, dass eine professionelle Distanz notwendig ist, um die Gefahr zu vermeiden, in die Rolle eines Psychotherapeuten zu geraten und Abhängigkeitsverhältnisse zwischen Lehrenden und Lernenden zu verhindern.

Welchen Beitrag leisten Erkenntnisse über andere Betroffene?

Die Beschäftigung mit den Werdegängen anderer Betroffener kann zur Entlastung des Kursverhältnisses beitragen und Lernenden helfen, eigene Lebensbiographien reflektierter und mit weniger Angst vor Stigmatisierung zu gestalten.

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Details

Title
Biographiearbeit und Alphabetisierung
College
University of Vienna
Course
Bildungswissenschaft
Grade
1,0
Author
Ina Luger (Author)
Publication Year
2019
Pages
13
Catalog Number
V703191
ISBN (eBook)
9783346182494
ISBN (Book)
9783346182500
Language
German
Tags
alphabetisierung biographiearbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ina Luger (Author), 2019, Biographiearbeit und Alphabetisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/703191
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