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Gleichstellung on air? - Eine Untersuchung zur Präsentation von Frauen und Männern beim Lokalsender M94,5

Title: Gleichstellung on air? - Eine Untersuchung zur Präsentation von Frauen und Männern beim Lokalsender M94,5

Seminar Paper , 2004 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Beatrix Deiss (Author)

Psychology - Social Psychology
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Die Gleichberechtigung von Frau und Mann in den Medien ist seit etwa 30 Jahren ein Thema der Forschung, sowohl in den Medienwissenschaften als auch in der Sozialpsychologie. Speziell der Hörfunk wurde dabei aber vernachlässigt, es gibt nur wenige Untersuchungen zu diesem Gebiet: Zwei Studien, die sich mit der Umsetzung des Gleichstellungsauftrags beim Hörfunk in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen beschäftigten, dienten als Anregung für diese Arbeit. Dabei soll nun die Darstellung der Geschlechter bei einem kleinen Lokalsender in Bayern, bei dem Aus- und Fortbildungskanal M94,5 untersucht werden.
Die Methode dieser Arbeit war eine Inhaltsanalyse mehrerer Ausgaben der Sendung Uniq, die das Herzstück des M94,5-Sendeprogramms darstellt. Ziel der Untersuchung war es, zu erforschen, ob bei M94,5 Frauen und Männer die gleiche Chance haben, im Programm berücksichtigt zu werden.
Zunächst werden einige Grundlagen für die Analyse erarbeitet: Organisation, Programm und Mitarbeiterstruktur von M94,5, die rechtlichen Grundlagen für den Hörfunk in Bayern und der bisherige Forschungsstand zur Geschlechterdarstellung in den Medien. Dann folgt die Darstellung der Untersuchung und die Erkenntnisse darüber, in welchem quantitativen und qualitativen Maße Frauen und Männer im Programm von M94,5 berücksichtigt werden. Schließlich werden die Ergebnisse zusammengefasst und im Licht bisheriger Untersuchungen betrachtet.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen

2.1 Der Aus- und Fortbildungskanal M94,5

2.1.1 Organisation

2.1.2 Mitarbeit

2.1.3 Redaktionsbetrieb

2.1.4 Programm

2.2 Rechtliche Grundlagen

2.3 Forschungsstand

2.3.1 Gender Studies zur Darstellung in den Medien

2.3.2 Küchenhoff-Studie

2.3.3 Untersuchungen zur Berücksichtigung von Frauen im Hörfunk

3. Untersuchung

3.1 Fragestellung

3.2 Methodisches Vorgehen

3.2.1 Stichprobe

3.2.2 Ebenen der Untersuchung

3.2.3 Quantitative und qualitative Variablen

3.3 Ergebnisse der Untersuchung

3.3.1 Geschlechterstruktur der Sendung und der Beiträge

3.3.2 Geschlechterspezifischen Themenverteilung

3.3.3 Status der Akteurinnen und Akteure

3.3.4 Sonstige Ergebnisse

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gleichstellungssituation von Frauen und Männern beim Münchner Aus- und Fortbildungskanal M94,5. Ziel der Forschungsarbeit ist es, mittels einer Inhaltsanalyse der Sendung "Uniq" zu klären, in welchem Maße Frauen im Programm repräsentiert sind, welche Funktionen sie innehaben und ob eine geschlechtsdifferenzierende Sprache Verwendung findet.

  • Analyse der redaktionellen Geschlechterstruktur bei M94,5
  • Untersuchung der quantitativen und qualitativen Präsenz von Frauen in Wortbeiträgen
  • Evaluation der thematischen Verteilung nach Geschlechtern
  • Statusanalyse von Akteurinnen und Akteuren im Programm
  • Betrachtung der sprachlichen Geschlechtergerechtigkeit

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Gender Studies zur Darstellung in den Medien

Im Forschungsansatz der Gender Studies wird das durch die Medien vermittelte Frauenbild und das Männerbild sowie das Verhältnis zwischen den beiden untersucht. Die zentrale Kategorie ist der Begriff Gender, er bezeichnet die „nicht naturgegebenen Aspekte von Geschlechtlichkeit, die sich kulturspezifisch entwickeln“. Der Prozess der kulturellen Konstruktion von Geschlecht ist die Genderisierung. Dabei werden die biologische Geschlechtskategorie Sex (die nur das rein körperliche Geschlecht bezeichnet) und die kulturelle Kategorie Gender miteinander verbunden und eine komplexe Geschlechtsidentität geschaffen.

In unserer Kultur ist Gender als zweiklassiges System angelegt: Spätestens bei der Geburt wird jeder Mensch als „biologisch entweder männlich oder weiblich klassifiziert und in der Folge einer der beiden korrespondierenden Genderkategorien zugeordnet“. Bei der Genderisierung werden von den Geschlechtern polare Eigenschaften verinnerlicht, die ihrer Kategorie entsprechen (z.B. männlich: aktiv, stark, mutig; weiblich: passiv, schwach, ängstlich), so dass sie sich letztlich in ihrer Erscheinung, ihren Verhaltensweisen, Gefühlen und Interessen gemäß den gesellschaftlichen Erwartungen, die durch die Genderisierung verwirklicht werden sollen, unterscheiden.

Frauen und Männer, die die ihnen zugedachten Attribuierungen verinnerlicht haben, identifizieren sich mit der passenden Genderkategorie. Dieser Prozess hat daher gruppenbildenden Charakter und ist eine wesentliche Voraussetzung für die Errichtung sozialer Ordnungen der Ungleichheit, die keine natürlichen Grundlagen haben, sondern soziale, aber biologisch begründet und damit als unveränderlich gesehen werden. Aufgrund der biologischen Geschlechtszugehörigkeit werden bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten zugeschrieben, bei Frauen etwa Emotionalität und Fürsorglichkeit, bei Männern Rationalität und Aggressivität. Die Identifikation mit diesen Attribuierungen begründet dann wiederum ihren ungleichwertigen gesellschaftlichen Status, die Ordnung der Geschlechter.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert das Forschungsinteresse, die Motivation der Autorin sowie die methodische Beschränkung der Untersuchung auf das M94,5-Format "Uniq".

2. Grundlagen: Hier werden die organisatorischen Strukturen des Senders M94,5, die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Rundfunk sowie der theoretische Forschungsstand zur Geschlechterdarstellung dargelegt.

3. Untersuchung: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Vorgehen, die Stichprobenauswahl und präsentiert die empirischen Ergebnisse hinsichtlich Redaktionsstruktur, Themenverteilung und Akteursstatus.

4. Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Ausnahmestellung von M94,5 und ordnet die Ergebnisse in den breiteren gesellschaftlichen Kontext ein.

Schlüsselwörter

Gleichstellung, Medien, M94,5, Gender Studies, Hörfunk, Inhaltsanalyse, Geschlechterdarstellung, Frauenbild, Männerbild, Lokalsender, Redaktionsstruktur, Genderisierung, Repräsentanz, Sprache, Diskriminierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Repräsentation von Frauen und Männern beim Hörfunksender M94,5 unter dem Aspekt der Gleichstellung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die redaktionelle Zusammensetzung, die Themenwahl in den Beiträgen sowie die sprachliche und inhaltliche Darstellung der Geschlechter on air.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die empirische Einschätzung der Gleichstellungssituation bei diesem spezifischen Aus- und Fortbildungskanal durch eine Inhaltsanalyse.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine quantitative und qualitative Inhaltsanalyse von zehn ausgewählten Uniq-Sendungen durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Struktur der Sendungsbeteiligten, die Verteilung von Beiträgen auf die Geschlechter sowie den sozialen Status der genannten Akteurinnen und Akteure.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Gleichstellung, Medien, Gender Studies, M94,5 und Inhaltsanalyse beschreiben.

Warum wurde gerade der Sender M94,5 für die Untersuchung gewählt?

Die Autorin wählte den Sender aufgrund ihrer eigenen Mitarbeit sowie dessen Sonderstellung als Aus- und Fortbildungskanal, was ihn von professionellen Sendern unterscheidbar macht.

Wie unterscheidet sich M94,5 laut der Analyse von anderen Sendern?

M94,5 weist in der Redaktionsstruktur eine Frauenmehrheit auf, was einen deutlichen Unterschied zu dem in der Literatur beschriebenen "Männerangebot" anderer Sender darstellt.

Welche Bedeutung hat die "Aktivität" der Akteure für die Ergebnisse?

Die Variable "Aktivität" zeigt, dass Frauen, sofern sie als Akteurinnen vorkommen, ähnlich häufig wie Männer im Originalton zu Wort kommen, was auf eine faire Behandlung auf dieser Ebene hindeutet.

Wie bewertet die Arbeit die sprachliche Geschlechtergerechtigkeit?

Die Analyse ergab, dass geschlechtsneutrale oder symmetrische Sprache die absolute Ausnahme ist; meist wird die männliche Form verwendet, die Frauen lediglich mitmeint.

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Details

Title
Gleichstellung on air? - Eine Untersuchung zur Präsentation von Frauen und Männern beim Lokalsender M94,5
College
LMU Munich
Grade
1,0
Author
Beatrix Deiss (Author)
Publication Year
2004
Pages
19
Catalog Number
V78345
ISBN (eBook)
9783638834483
ISBN (Book)
9783638834506
Language
German
Tags
Gleichstellung Eine Untersuchung Präsentation Frauen Männern Lokalsender
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Beatrix Deiss (Author), 2004, Gleichstellung on air? - Eine Untersuchung zur Präsentation von Frauen und Männern beim Lokalsender M94,5, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78345
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