Seit Mitte der 80er Jahre wird im deutschen Sprachraum das Coaching, als Instrument der Personalentwicklung im Wirtschafts-, Industrie- und Verwaltungsbereich, angeboten und nimmt seitdem einen immer größeren Stellenwert ein.
Die benötigte Unterstützung wird in vielen Fällen von einem professionellen Coach geliefert. Im Rahmen des Coaching wird eine intensive Beratungsbeziehung zwischen Coach und Gecoachten (Klienten) eingegangen. Mittelpunkt des Coachings ist demnach eine individualisierte Beratung.
Auf welche Art und Weise eine solche Beratung funktioniert und unter welchen Umständen diese als effizient bezeichnet werden kann, soll die folgende Hausarbeit mit dem Titel „Die Funktionsweise von Coaching unter Berücksichtigung der Effizienz“ darlegen.
Beginnen wird diese Ausarbeitung mit der Darstellung grundsätzlicher Aussagen zum Coaching.
Nachdem der Punkt Grundsätzliches abgehandelt wurde werden im Folgenden die Anforderungen an einen effizienten Coach vorgestellt und in fachliche, persönliche und konzeptionelle Anforderungen unterteilt. Im Anschluss an diese Darstellung wird auf die verschiedenen Coaching-Settings eingegangen.
Da das Coaching, als eine individualisierte Beratungsbeziehung, mit verschiedenen Konzepten durchaus Übereinstimmungen und Ähnlichkeiten aufweist, wird im darauffolgenden Abschnitt der Hausarbeit auf eben diese verwandten Konzepte eingegangen. Wichtig hierbei ist, dass eine klare Abgrenzung zum Coaching geschaffen wird und auf diesem Wege Verwechselungen vorgebeugt werden soll. Um dies zu gewährleisten werden bezüglich der verwandten Konzepte sowohl die Übereinstimmungen, als auch die Unterschiede zum Coaching aufgeführt.
Der letzte Abschnitt der Hausarbeit wird sich mit dem eigentlichen Ablauf des Coaching-Prozesses beschäftigen. Im Zuge dieser Beschreibung wird nur auf das Einzel-Coachings eingegangen, da dies das gängigste Art –also das populärste Setting- des Coachings ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundsätzliches
2.1 Begriffliche Definition
2.2 Zielsetzungen des Coachings
2.3 Funktionen des Coachings
3. Die Anforderungen an den Coach
3.1 Fachliche Kompetenz des Coach
3.2 Persönliche Kompetenz des Coach
3.3 Konzeptionelle Kompetenz des Coachs
4. Coaching-Settings
4.1 Unternehmensinternes Coaching
4.2 Unternehmensexternes Coaching
4.3 Einzel-Coaching
4.4 Gruppen-Coaching
5. Verwandte Konzepte des Coachings
5.1 Supervision
5.2 Psychotherapie
5.3 Mentoring
6. Typische Phasen eines Coaching-Prozesses
6.1 Einstiegs- und Kontaktphase
6.2 Vereinbarungs- und Kontraktphase
6.3 Der Coaching-Termin
6.4 Lösungswege und Interventionen erarbeiten
6.5 Erfolgskontrolle, Evaluation und Abschluss des Coachings
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktionsweise von Coaching als Instrument der Personalentwicklung und setzt sich kritisch mit dessen Effizienz auseinander, um eine klare Abgrenzung gegenüber anderen Beratungsformen sowie eine fundierte methodische Strukturierung aufzuzeigen.
- Grundlagen und Definition des Coaching-Begriffs
- Anforderungsprofil und Kompetenzen eines effizienten Coachs
- Analyse verschiedener Coaching-Settings (intern vs. extern, Einzel vs. Gruppe)
- Abgrenzung von Coaching zu Supervision, Psychotherapie und Mentoring
- Strukturierung und Phasen eines professionellen Coaching-Prozesses
Auszug aus dem Buch
3.3 Konzeptionelle Kompetenz des Coachs
Wenn ein Coach beabsichtigt, das Selbstmanagement seiner Klienten zu fördern, verfügt er idealer Weise über ein Handlungsmodell, das er diesen gegenüber beschreiben und begründen kann. Dieses Handlungsmodell wird auch als das Konzept des Coachs bezeichnet und stellt für den Klienten die Grundlage für das Coaching dar. Mit Hilfe des Konzeptes erfährt der Klient was auf ihn zukommt und wie der Coach vorgehen wird.
Da die möglichen Methode des Coachings sehr vielseitig sind, besteht die Gefahr, dass der Coach scheinbar ziellos Methoden auswählt und seinen Klient durch die fehlende Existenz eines klaren Konzeptes verwirrt.
Zur Vermeidung solcher Phänomene empfehlen einschlägige Autoren die Kreation von Handlungsmodellen, bei denen Theorien und Methoden auf begründete Weise in eine sogenannte Wissensstruktur integriert werden. Der Coach soll den Verlauf des Coachings demnach in einer Art Modell festhalten und sein methodisches Vorgehen klar strukturieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den wachsenden Stellenwert von Coaching als Instrument der Personalentwicklung angesichts steigender Anforderungen an Unternehmen und Mitarbeiter.
2. Grundsätzliches: Dieses Kapitel definiert den Coaching-Begriff, grenzt ihn vom sportlichen Kontext ab und erläutert dessen zentrale Ziele, wie die Hilfe zur Selbsthilfe und die Veränderung von Handlungsmustern.
3. Die Anforderungen an den Coach: Hier werden die notwendigen fachlichen, persönlichen und konzeptionellen Kompetenzen dargelegt, die ein professioneller Coach benötigt, um wirksam unterstützen zu können.
4. Coaching-Settings: Das Kapitel vergleicht verschiedene organisatorische Rahmenbedingungen für Coaching, insbesondere die Vor- und Nachteile von internen versus externen Coachs sowie Einzel- versus Gruppensettings.
5. Verwandte Konzepte des Coachings: Die Abgrenzung von Coaching zu Supervision, Psychotherapie und Mentoring dient dazu, Verwechslungen vorzubeugen und die Spezifika des Coachings zu schärfen.
6. Typische Phasen eines Coaching-Prozesses: Dieser Abschnitt beschreibt den schematischen Ablauf eines Coachings, angefangen bei der Kontaktphase über die Kontraktbildung bis hin zur Evaluation und zum Abschluss.
7. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von hoher fachlicher und persönlicher Kompetenz für ein effizientes Coaching.
Schlüsselwörter
Coaching, Personalentwicklung, Selbsthilfe, Selbstverantwortung, Führungskräfte, Coaching-Settings, Supervision, Psychotherapie, Mentoring, Coaching-Prozess, Handlungsmodell, Kompetenz, Zielfindung, Effizienz, Beratung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Funktionsweise von professionellem Coaching unter besonderer Berücksichtigung des Effizienzaspekts und dient als Leitfaden zur Abgrenzung und Anwendung dieses Personalentwicklungsinstruments.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Coaching, den Anforderungen an den Coach, der Gestaltung von Coaching-Settings sowie der Abgrenzung zu anderen Beratungskonzepten und der Strukturierung des Coaching-Prozesses.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis über die Wirkungsweise von Coaching zu schaffen und aufzuzeigen, unter welchen Voraussetzungen Coaching als effiziente Maßnahme in Unternehmen eingesetzt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der systematischen Analyse bestehender Konzepte und Modelle aus der Coaching-Praxis.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert das Kompetenzprofil von Coachs, vergleicht interne und externe Settings, differenziert Coaching von verwandten Disziplinen und beschreibt detailliert die Prozessphasen eines Coachings.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Coaching, Personalentwicklung, Selbsthilfe, Kompetenz, Coaching-Settings, Beratungsprozess und Zielfindung.
Welche Rolle spielt die konzeptionelle Kompetenz für einen Coach?
Sie ist entscheidend, da sie durch ein Handlungsmodell Sicherheit und Transparenz für den Klienten schafft und den Coach davor bewahrt, ziellos Methoden anzuwenden.
Warum ist die Abgrenzung zur Psychotherapie so wichtig?
Die Abgrenzung ist essenziell, da Coaching sich auf die berufliche Rolle und aktuelle Anforderungen konzentriert, während Psychotherapie die Behandlung psychischer Erkrankungen und tiefgehender emotionaler Probleme zum Ziel hat.
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- Anne Fechner (Author), 2006, Die Funktionsweise von Coaching unter Berücksichtigung der Effizienz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79026