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Zeitstetige Zinsstrukturmodelle - LIBOR-Markt-Modell von Brace, Gatarek und Musiela

Title: Zeitstetige Zinsstrukturmodelle  -  LIBOR-Markt-Modell von Brace, Gatarek und Musiela

Seminar Paper , 2007 , 61 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sören Köcher (Author), Kerstin Giebels (Author), Wjatscheslaw Holstein (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Summary Excerpt Details

Gegenstand dieser Arbeit ist die Darstellung des von Brace, Gatarek und Musiela (1997) vorgestellten LIBOR-Markt-Modells. Zunächst werden die zum Verständnis des Modells notwendigen finanzwirtschaftlichen Grundlagen ausführlich erläutert, Forward Rates werden definiert, Derivate auf die Zinsstruktur und zugehörige Portefeuilles aus Derivaten eingeführt und mit Hilfe von Zahlungsprofilen charakterisiert. Danach werden die erforderlichen mathematischen und stochastischen Konzepte beschrieben.
Im Anschluss erfolgt ein Überblick über zeitstetige Zinsstrukturmodelle und eine Einordnung des BGM-Modells. Zur Beschreibung dieses Modells werden die grundlegenden Annahmen über die Zinskurve erläutert. Anschließend wird eine Formel zur Modellierung des Forward LIBOR nach Brace, Gatarek und Musiela hergeleitet und die zu Beginn eingeführten Derivate und zugehörige Portefeuilles bewertet. Darüber hinaus wird eine Möglichkeit der Kalibrierung des Modells erläutert, Kritikpunkte und Weiterentwicklungen des BGM-Modells werden aufgezeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Finanzwirtschaftliche Grundlagen

2.1 Der LIBOR

2.2 Spot Rates und Forward Rates

2.3 Caps und Caplets

2.4 Floors und Floorlets

2.5 Swaps und Swaptions

2.6 Das Geldmarktkonto

3. Finanzmathematische Grundlagen

3.1 Martingale, risikoneutrale und äquivalente Wahrscheinlichkeitsmaße

3.2 Stochastische Prozesse und stochastische Differentialgleichungen

3.2.1 Der Markov-Prozess

3.2.2 Wiener Prozesse

3.2.3 Itô Prozesse und Itôs Lemma

4. Zeitstetige Zinsmodelle

5. Das BGM-Modell

5.1 Annahmen des Modells

5.1.1 Lognormalverteilung des Forward LIBOR

5.1.2 Arbitragefreiheit

5.2 Das Modell

5.3 Bewertung von Derivaten im BGM-Modell

5.3.1 Swaps

5.3.2 Caps

5.3.3 Floors

5.3.4 Swaptions

5.4 Kalibrierung des Modells

6. Kritik und Weiterentwicklungen des BGM-Modells

7. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das 1997 von Brace, Gatarek und Musiela eingeführte BGM-Modell zur Bewertung von Zinsderivaten. Ziel ist es, die mathematischen Grundlagen und die Funktionsweise dieses Marktmodells zu erläutern, insbesondere im Hinblick auf seine Fähigkeit, beobachtbare Marktzinsen konsistent und arbitragefrei unter der Annahme einer Lognormalverteilung abzubilden.

  • Grundlagen der LIBOR-Zinsstruktur und Zinsderivate (Caps, Floors, Swaps)
  • Stochastische mathematische Konzepte wie Martingale und Wiener Prozesse
  • Strukturelle Analyse und Annahmen des BGM-Modells
  • Bewertungsmethodik für verschiedene Zinsderivate
  • Kalibrierung des Modells an Marktdaten

Auszug aus dem Buch

5.1.1 Lognormalverteilung des Forward LIBOR

Die meisten Zinsstrukturmodelle weisen zum Teil unterschiedliche Verteilungsannahmen auf. Das Modell von Ho und Lee beispielsweise unterstellt eine Normalverteilung der zukünftigen Zinssätze. Der Nachteil dieser Annahme liegt auf der hand: Normalverteilte Zinssätze können mit positiver Wahrscheinlichkeit negativ werden. In der Realität werden jedoch nur positive Zinssätze beobachtet. Eine mögliche Alternative bietet die Annahme der lognormalverteilten Zinsdynamik, durch die negative Zinssätze direkt ausgeschlossen werden können. Die Abbildungen 8 und 9 zeigen eine normal- bzw. eine lognormalverteilte Wahrscheinlichkeitsverteilung.

Eine lognormale Verteilung des Forward LIBOR unter dem jeweiligen Forward-Maß ergibt sich aus dLt(T) = ...γt(T)Lt(T)dWt, wobei Wt ein Wiener Prozess und γt(T) ein deterministischer Prozess ist. Daraus folgt, das Lt(T) unter dem jeweiligen Forward-Maß zum einen ein Martingal und zum anderen lognormal verteilt ist.

Bei der Bewertung von Caps in Abschnitt 5.3.2 ist dieser Prozess der LIBOR-Raten von großer Bedeutung. Aufgrund der angenommenen Lognormalverteilung erhält man zur Bewertung von Optionen die Black-Formel. Ein großer Vorteil, der sich daraus ergibt, ist die einfache Kalibrierung des Modells über die Marktpreise dieser Optionen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des BGM-Modells als Marktmodell zur präzisen Beschreibung der Zinsdynamik und Bewertung von Zinsderivaten.

2. Finanzwirtschaftliche Grundlagen: Erläuterung relevanter Finanzinstrumente wie LIBOR, Forward Rates, Caps, Floors und Swaps sowie deren Funktionsweise.

3. Finanzmathematische Grundlagen: Einführung in Martingale, stochastische Prozesse, den Wiener Prozess und das Itô-Lemma als mathematisches Gerüst.

4. Zeitstetige Zinsmodelle: Überblick über verschiedene Zinsstrukturmodelle und Abgrenzung des BGM-Modells zu klassischen Short-Rate-Modellen.

5. Das BGM-Modell: Detaillierte Analyse der Modellannahmen, der Herleitung des Forward LIBOR, der Derivatebewertung und der Kalibrierung an den Markt.

6. Kritik und Weiterentwicklungen des BGM-Modells: Diskussion der Vor- und Nachteile sowie der Notwendigkeit von Erweiterungen wie Extended Market Models.

7. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Synthese der Modellergebnisse und Bewertung des Nutzens des BGM-Modells in der Finanzpraxis.

Schlüsselwörter

BGM-Modell, LIBOR, Zinsderivate, Stochastik, Wiener Prozess, Marktmodelle, Black-Formel, Forward Rates, Arbitragefreiheit, Lognormalverteilung, Caps, Floors, Swaptions, Kalibrierung, Finanzmathematik

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptziel der Seminararbeit?

Die Arbeit analysiert das LIBOR-Markt-Modell von Brace, Gatarek und Musiela, um aufzuzeigen, wie dieses Modell die Dynamik der Zinsstruktur mathematisch modelliert und Zinsderivate effizient bewertet.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit deckt die finanzwirtschaftlichen Grundlagen der Zinsmärkte, die mathematischen Voraussetzungen für stochastische Prozesse sowie die spezifische Herleitung und Anwendung des BGM-Modells ab.

Was ist die Forschungsfrage?

Die Arbeit fokussiert darauf, wie eine arbitragefreie Modellierung von Forward LIBOR-Raten unter einer Lognormalverteilung gelingen kann, um eine marktkonforme Bewertung von Optionen zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine theoretische Analyse der finanzmathematischen Modellierung vorgenommen, ergänzt durch eine beispielhafte Bewertung von Caps und Swaptions anhand der Black-Formel.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil behandelt die Grundlagen der Zinsmärkte, die stochastische Mathematik, den Vergleich verschiedener Zinsmodelle und die detaillierte mathematische Herleitung des BGM-Modells inklusive Kalibrierung.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind das BGM-Modell, LIBOR, stochastische Prozesse, Zinsderivate, Arbitragefreiheit und die Kalibrierung mittels der Black-Formel.

Warum ist die Lognormalverteilung des Forward LIBOR für das Modell wichtig?

Sie schließt negative Zinssätze aus, was dem Modell einen höheren Praxisbezug verleiht, da negative Zinsen in der Realität nicht vorkommen.

Welche Rolle spielt die Black-Formel im BGM-Modell?

Sie dient als Bewertungsstandard für Optionen, da das BGM-Modell durch seine Annahmen eine einfache Kalibrierung an die Marktpreise von Derivaten mittels dieser Formel ermöglicht.

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Details

Title
Zeitstetige Zinsstrukturmodelle - LIBOR-Markt-Modell von Brace, Gatarek und Musiela
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Lehrstuhl für Finanzwirtschaft )
Course
Seminar
Grade
2,0
Authors
Sören Köcher (Author), Kerstin Giebels (Author), Wjatscheslaw Holstein (Author)
Publication Year
2007
Pages
61
Catalog Number
V79613
ISBN (eBook)
9783638866316
ISBN (Book)
9783638866330
Language
German
Tags
LIBOR-Markt-Modell Zeitstetige Zinsstrukturmodelle BGM-Modell Optionsbewertung SWAP Black-Formel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sören Köcher (Author), Kerstin Giebels (Author), Wjatscheslaw Holstein (Author), 2007, Zeitstetige Zinsstrukturmodelle - LIBOR-Markt-Modell von Brace, Gatarek und Musiela, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79613
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