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Cross-Dressing in der Legende Theodoras von Alexandrien in "Der Heiligen Leben". Die Frau als Mönch

Título: Cross-Dressing in der Legende Theodoras von Alexandrien in "Der Heiligen Leben". Die Frau als Mönch

Trabajo Escrito , 2020 , 15 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Vanessa van Stipriaan (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana antigua y medieval
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Die Hausarbeit setzt sich mit der Legende Theodoras von Alexandrien aus dem Sommerteil "Der Heiligen Leben" auseinander. Das Mittelalter fasziniert unter anderem durch die Dialektik der einerseits misogynen Haltung, die auf einer grundsätzlichen Sündhaftigkeit der Frau basiert, und der andererseits vorhandenen Verherrlichung der Frau in der Minne. Auch die Verehrung der Gottesmutter und anderer weiblicher Heilige steht im Kontrast zu einem frauenfeindlichen Gesellschaftsbild.

Obwohl die Geschlechtertrennung strikt erscheint, kommt in der mittelalterlichen Literatur häufig das Motiv des Geschlechtertausches vor. Diese Figuren eignen sich zwecks der Tarnung zwangsweise die Attribute des anderen Geschlechts an. Dabei wird dieser Geschlechtertausch nicht zwingend negativ dargestellt. Einige Frauen konnten mit ihrer Männerkleidung in den Stand der Heiligkeit erhoben werden.

Cross-dressing-Geschichten finden sich in Legendensammlungen ebenso wie in anderen literarischen Texten und sind Beispiele eines realen, wenn auch nicht oft dokumentierten Phänomens dieser Zeit. Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass auch die feministische Forschungsansätze der Neuzeit zur Analyse mittelalterlicher Texte herangezogen werden, wie beispielsweise die Theorien von Judith Butler. Ihre Definitionen der Kategorien SEX und GENDER werden auch in dieser Arbeit gebraucht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Legende der Theodora von Alexandrien

2.1. Inszenierung von weiblicher Heiligkeit

2.2. Narrative Funktion weiblicher und männlicher Pronomina

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Legende der Theodora von Alexandrien hinsichtlich der Bedeutung des Motivs des Cross-dressings für die Erlangung der Heiligkeit sowie der narrativen Verwendung von Geschlechterpronomen innerhalb des mittelalterlichen Textes.

  • Historische Tradition und Interpretationsansätze des Cross-dressings
  • Die Verknüpfung von asketischer Praxis und Identitätstausch
  • Analyse des Pronomenwechsels in Bezug auf die Rollen der Protagonistin
  • Rollenverständnis von Sünderin, Mönch und Heilige

Auszug aus dem Buch

2.2. Narrative Funktion weiblicher und männlicher Pronomina

Das vorherige Kapitel stellte fest, dass Theodora trotz Verkleidung im Verhalten dennoch eine Frau blieb. Doch wie in der Einleitung erwähnt gibt es im Text ganze Passagen, in denen sie mit männlichen Pronomina und dem Namen Theodorus bezeichnet wird. Um festzustellen, ob dieser Pronomenwechsel im Zusammenhang mit der Handlung steht, werden die einzelnen Passagen im Folgenden erläutert und analysiert.

Zu Beginn der Legende wird Theodora als eine gute Frau vorgestellt, die ihren Mann ebenso liebt wie er sie. Der Teufel neidet ihr Glück und überredet Theodora zum Ehebruch. Theodora wird also explizit als weibliche Sünderin präsentiert, die sich vom Teufel verführen ließ. Auch nachdem sie ihr Haar geschnitten und Männerkleider angelegt hatte, steht im Text zunächst weiterhin si. Selbst als sie sich mit dem Namen Theodorus beim Abt vorstellt, folgt ein lieb frav im nächsten Satz. Die in dieser Eingangspassage gewählten weiblichen Pronomina hätten im gesamten Text beibehalten werden können. Das hätte die Leser nicht verwirrt oder den Lesefluss gestört, wie das Gespräch mit dem Abt, in dem diese Mischung aus weiblichem Pronomen und männlichem Vornamen zu lesen ist, beweist. Dennoch findet sich zwei Zeilen weiter der erste Wechsel. Auf einmal wird Theodorus der Mönch als jemand beschrieben, der seinen leip schindete, nicht irn leip. All die Tätigkeiten eines Mönchs im Kloster wie Fasten und Beten werden aus der männlichen Perspektive geschildert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des mittelalterlichen Frauenbildes ein und verortet das Motiv des Geschlechtertausches innerhalb der literarischen Tradition sowie feministischer Forschungsansätze.

2. Die Legende der Theodora von Alexandrien: Dieses Kapitel analysiert, wie das Cross-dressing als Mittel zur asketischen Selbstneutralisierung fungiert und untersucht die bewusste narrative Verwendung von Pronomina zur Abgrenzung der Rollen als Sünderin, Mönch und Heilige.

3. Schluss: Der Schluss resümiert, dass das Cross-dressing eine notwendige Voraussetzung für Theodoras Heiligung darstellt und der Pronomenwechsel eine narrative Funktion erfüllt, die auf die jeweiligen Rollenaspekte der Protagonistin verweist.

Schlüsselwörter

Theodora von Alexandrien, Legende, Cross-dressing, Mittelalter, Geschlechtertausch, Heiligkeit, Askese, Pronomenwechsel, Gender, Sex, Sünderin, Mönch, Identität, Erzählweise, Mittelalterliche Literatur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die mittelalterliche Legende der Theodora von Alexandrien unter dem Aspekt des Cross-dressings und der narrativen Rollenkonstruktion.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die Themen der weiblichen Heiligkeit, die Bedeutung von asketischem Verhalten, die Dialektik zwischen Geschlechterrollen und die literarische Gestaltung von Identität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, inwiefern der Kleidungstausch zur Rechtfertigung der Heiligkeit beiträgt und ob dem Wechsel zwischen männlichen und weiblichen Pronomen ein systematisches, narratives Muster zugrunde liegt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die durch feministische Forschungsansätze und die Theorien von Judith Butler sowie mediävistische Perspektiven (u.a. von Edith Feistner) gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Cross-dressing-Motivs als Mittel zur Erlangung der Heiligkeit und die detaillierte Analyse der Pronomina im Verhältnis zu den Rollen der Protagonistin.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Cross-dressing, Heiligkeit, Askese, Geschlechterrollen, Theodora von Alexandrien und narrative Pronomenfunktion.

Warum wird Theodora in der Legende als Sünderin bezeichnet?

Sie gilt als Sünderin, weil ihr Weg in die Heiligkeit durch einen vorherigen Ehebruch und die Notwendigkeit konsequenter Buße bestimmt ist, was sie von anderen Heiligen unterscheidet.

Welche Bedeutung hat der Pronomenwechsel im Text?

Der Wechsel zwischen männlichen und weiblichen Formen dient meist dazu, die aktuelle Rolle oder den Fokus des Erzählers zu verdeutlichen – entweder auf die aszetische Mönchsfigur oder auf die sündige bzw. zu heilige Frau.

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Detalles

Título
Cross-Dressing in der Legende Theodoras von Alexandrien in "Der Heiligen Leben". Die Frau als Mönch
Universidad
University of Freiburg
Curso
Proseminar
Calificación
2,3
Autor
Vanessa van Stipriaan (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
15
No. de catálogo
V903585
ISBN (Ebook)
9783346231673
ISBN (Libro)
9783346231680
Idioma
Alemán
Etiqueta
cross-dressing legende theodoras alexandrien heiligen leben frau mönch
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Vanessa van Stipriaan (Autor), 2020, Cross-Dressing in der Legende Theodoras von Alexandrien in "Der Heiligen Leben". Die Frau als Mönch, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/903585
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