Die Arbeit setzt sich mit dem Thema der Bildungsbenachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund auseinander. Ziel der Arbeit ist es zu klären, ob Kinder mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem benachteiligt sind und inwieweit ihre soziale Herkunft den individuellen Lern- und Bildungserfolg beeinflusst.
Dabei bezieht sich der Autor auf die Theorie der kulturellen Reproduktion von dem französischen Soziologen Pierre Bourdieu. Zunächst wird der Begriff "Migration" erläutert, wobei auch darauf eingegangen wird, welche Formen von Migration es gibt und wer in Deutschland als Migrant bezeichnet wird. Anschließend stellt der Autor die Theorie der kulturellen Reproduktion von Pierre Bourdieu vor, um im späteren Verlauf darauf stützen und Bildungsbenachteiligung von diesem Hintergrund betrachten zu können. Danach werden die wesentlichen Begriffe seiner Theorie erläutert: Habitus, sozialer Raum und Klasse, soziale Felder und Kapitalarten. Anschließend folgt eine allgemeine Erläuterung der Bildungsbenachteiligung durch einen Migrationshintergrund, die in einem weiteren Unterpunkt mit Betrachtung der Theorie der kulturellen Reproduktion unterstützt wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Migration - Eine begriffliche Erläuterung
3. Die Theorie der kulturellen Reproduktion nach Pierre Bourdieu
3.1. Habitustheorie
3.2. Sozialer Raum und Soziale Klasse
3.3. Soziale Felder
3.4. Kapital und Kapitalarten
4. Schule und Migration
4.1. Bildungsbenachteiligung durch Migrationshintergrund
4.2. Bildungsbenachteiligung durch Migrationshintergrund vor dem Hintergrund der Theorie der kulturellen Reproduktion nach Pierre Bourdieu
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, ob Kinder mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem benachteiligt sind und inwieweit ihre soziale Herkunft den individuellen Lern- und Bildungserfolg beeinflusst, wobei sie sich auf die Theorie der kulturellen Reproduktion nach Pierre Bourdieu stützt.
- Begriffliche Klärung von Migration und Migrationshintergrund
- Einführung in Pierre Bourdieus Theorie der kulturellen Reproduktion
- Analyse zentraler Konzepte: Habitus, sozialer Raum, soziale Felder und Kapitalarten
- Untersuchung von Bildungsbenachteiligung im Kontext von Schule und Migration
- Verbindung von soziologischer Theorie und empirischer Bildungsrealität
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Die im Jahre 2015 an ihrem Höhepunkt angelangte Flüchtlingswelle ist mittlerweile etwas abgeschwächt und man behauptet, dass viele neu eingewanderte Kinder im deutschen Schulsystem angekommen sind. Aber sind sie das wirklich? Für mich persönlich bedeutet der Begriff „angekommen“ in diesem Kontext, dass sie im schulischen Bereich keinerlei Benachteiligungen erfahren müssen und sich dementsprechend erfolgreich integrieren können. Die vorliegende Hausarbeit setzt sich mit dem Thema der Bildungsbenachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund auseinander.
Ziel dieser Arbeit ist es zu klären, ob Kinder mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem benachteiligt sind und inwieweit ihre soziale Herkunft den individuellen Lern- und Bildungserfolg beeinflusst. Dabei beziehe ich mich auf die Theorie der kulturellen Reproduktion von dem französischen Soziologen Pierre Bourdieu.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage und das Ziel der Arbeit dar, die Bildungsbenachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund anhand der Theorie von Pierre Bourdieu zu untersuchen.
2. Migration - Eine begriffliche Erläuterung: Dieses Kapitel definiert Migration als sozialen Prozess und erläutert die verschiedenen Formen sowie die Definition eines Migrationshintergrunds im Kontext der PISA-Studien.
3. Die Theorie der kulturellen Reproduktion nach Pierre Bourdieu: Das Kapitel führt in das soziologische Werk Bourdieus ein und legt die theoretischen Grundlagen wie Habitus, sozialen Raum und Kapitalarten dar.
4. Schule und Migration: Hier wird die Rolle des deutschen Bildungssystems bei der Selektion und Allokation von Schülern analysiert sowie die spezifischen Benachteiligungen von Kindern mit Migrationshintergrund aufgezeigt.
5. Fazit: Das Fazit beantwortet die zentrale Fragestellung und betont die enge Verknüpfung zwischen sozialer Herkunft, verfügbaren Kapitalressourcen und dem schulischen Erfolg.
Schlüsselwörter
Bildungsbenachteiligung, Migrationshintergrund, Pierre Bourdieu, kulturelle Reproduktion, Habitus, soziales Kapital, ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital, soziale Ungleichheit, Bildungssystem, Migrationsgesellschaft, Schulerfolg, soziale Herkunft, Bildungsaufstieg, pädagogische Diskriminierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob Kinder mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem strukturell benachteiligt werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die Definition von Migration, die soziologische Theorie von Pierre Bourdieu und die Mechanismen der Bildungsungleichheit in der Schule.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es zu klären, inwieweit die soziale Herkunft von Kindern mit Migrationshintergrund deren Lern- und Bildungserfolg beeinflusst.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse auf Basis von Fachliteratur und verbindet diese mit soziologischen Konzepten, um Bildungsbenachteiligung zu erklären.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Theorie Bourdieus und die Anwendung dieser Konzepte auf die Schulsituation von Kindern mit Migrationshintergrund.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie kulturelle Reproduktion, Habitus, Kapitalarten und Migrationsgesellschaft geprägt.
Wie definiert die Arbeit den Begriff Habitus nach Bourdieu?
Der Habitus wird als System verinnerlichter Dispositionen beschrieben, das Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsschemata umfasst und als „zum Leib gewordene Geschichte“ das Handeln beeinflusst.
Warum spielt das Kapital laut Bourdieu eine so große Rolle für den Schulerfolg?
Das Kapital (ökonomisch, kulturell, sozial) bildet die Ressourcenausstattung, über die Familien verfügen; ihre Verfügbarkeit bestimmt maßgeblich die Erfolgswahrscheinlichkeiten im Bildungssystem.
Was bedeutet die Entwertung von Kapital im Migrationskontext?
Dies beschreibt das Risiko, dass Bildungszertifikate oder kulturelle Kenntnisse aus dem Herkunftsland im Ankunftsland nicht gleichermaßen anerkannt oder in Status umgewandelt werden können.
Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Rolle der Schule?
Das Schulsystem ist laut Autorin noch nicht ausreichend auf Interkulturalität ausgerichtet; notwendig sei ein Mehrperspektivisches Modell mit Fokus auf längeres gemeinsames Lernen.
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- Madline Ehrentraut (Autor), 2020, Sind Kinder mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem benachteiligt?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/906586