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Homi K. Bhabhas Kritik am binären Oppositionssystem nach Said. Eine dialektische Auseinandersetzung

Titre: Homi K. Bhabhas Kritik am binären Oppositionssystem nach Said. Eine dialektische Auseinandersetzung

Dossier / Travail , 2020 , 15 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Philosophie - Pratique (Ethique, Esthétique, Culture, Nature, Droit, ...)
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Theorien des postkolonialen Literatur- und Kulturtheoretikers Homi K. Bhabha, unter anderem im Kontext von heute relevanten Entwicklungsdiskursen und Entwicklungshilfen. Nach einer kurzen Einführung in das Thema Postkolonialität und Bhabhas Biographie werden seine Konzepte Hybridisierung, Mimikry, der dritte Raum, kulturelle Differenz und Bhabhas Kritik am Diversity-Verständnis vorgestellt. Danach wird auf Edward Saids Vorstellungen eines binären Oppositionssystems zwischen dem Westen und dem Orient eingegangen und Bhabhas kritische Auseinandersetzung mit diesem Konzept näher erläutert. Abschließend wird die Kritik an Bhabhas Thesen und Ausführungen erörtert.
Um die Entstehung und das Fortbestehen von kolonialen Strukturen besser zu verstehen, kritisch betrachten und analysieren zu können ohne die beteiligten Gesellschaften und Kultur zu simplifizieren, spielen die Arbeiten von postkolonialen Theoretiker_innen eine wichtige Rolle. Ihre Arbeiten sollen Widerstand gegen Kolonialismus, dessen Erbe, koloniale Vorstellungen und neokoloniale Strukturen schaffen und die Fertigung neuer Geistesmuster bewirken.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographie Homi K. Bhahas

3. Bhabha’s Theorien und Konzepte

3.1 Hybridisierung

3.2 Kulturelle Differenz und Bhabhas Kritik am Diversity-Verständnis

3.3 Mimikry und Ambivalenz

3.4 Der dritte Raum

4. Kritik an Edward Said

5. Kritik an Bhabhas Theorien

6. Ein reflektierender Blick auf Entwicklung und Entwicklungszusammenarbeit im Kontext postkolonialer Theorien

7. Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit analysiert die zentralen postkolonialen Konzepte von Homi K. Bhabha, um deren Relevanz für heutige Entwicklungsdiskurse und die Kritik an kolonialen Strukturen zu beleuchten. Dabei wird insbesondere untersucht, wie Bhabhas Theorien zur Hybridisierung und Mimikry eine differenziertere Sicht auf Machtverhältnisse ermöglichen und bestehende eurozentrische Weltbilder sowie Saids binäres Oppositionssystem in Frage stellen.

  • Postkoloniale Theoriebildung nach Homi K. Bhabha
  • Kritische Auseinandersetzung mit Saids binärem Orient-Diskurs
  • Analyse von Hybridität, Mimikry und dem „dritten Raum“
  • Postkoloniale Perspektiven auf Entwicklungszusammenarbeit
  • Dekonstruktion eurozentrischer Geschichtsschreibung und Wissensproduktion

Auszug aus dem Buch

3.3 Mimikry und Ambivalenz

Der Begriff Mimikry stammt ebenfalls aus der Biologie und beschreibt eine Form der Nachahmung von visuellen und auditiven Signalen zum eigenen Schutz des Nachahmers (Spektrum, letzter Zugriff: 21.03.20 20:03 Uhr). Auf den kolonialen Kontext übertragen bedeutet es, dass die Kolonialisierten artfremde bzw. kulturfremde Eigenschaften oder Verhaltensweisen der Kolonialmacht annehmen (Valera 2015, S. 230). Das Konzept der Mimikry ist laut Bhabha außerdem Zeichen der „europäischen Zivilisationsmission“ (ebd.: S. 230). Das bedeutet, dass die Kolonisatoren auf die eingenommenen Kulturen einwirken, die ihr Erscheinungsbild übernehmen und ihre Werte verbreiten sollen (McEwan 2015, S. 79).

Bhabha erklärt Mimikry als das “Begehren eines reformierten, erkennbaren anderen als dem Subjekt einer Differenz, das fast, aber doch nicht ganz dasselbe ist (Bhabha 2000, S. 126). Grund dafür ist, dass Mimikry nie vollkommen und immer nur eine partielle Präsentation sein kann.” (ebd.: S. 127). Die koloniale Mimikry bleibt also stets fehlerhaft, da immer eine Differenz zwischen Englischsein und Anglisiertsein bleibt (ebd.: S. 129). Bhabha beschreibt es mit den Worten: „fast dasselbe, aber nicht ganz“ (ebd.: S. 132).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die postkoloniale Theorie von Homi K. Bhabha ein und umreißt die Relevanz postkolonialer Studien für heutige Entwicklungsdiskurse.

2. Biographie Homi K. Bhahas: Dieser Abschnitt beleuchtet den Lebensweg und die intellektuelle Prägung des Theoretikers im Kontext seiner indischen Wurzeln und westlichen akademischen Karriere.

3. Bhabha’s Theorien und Konzepte: Hier werden die Kernkonzepte Hybridisierung, Mimikry, der dritte Raum sowie Bhabhas Kritik am Diversity-Verständnis systematisch vorgestellt.

4. Kritik an Edward Said: Dieser Teil analysiert Saids Konzept des Orientalismus und Bhabhas differenzierte Auseinandersetzung mit Saids binärem Weltbild.

5. Kritik an Bhabhas Theorien: Eine kritische Würdigung von Bhabhas hochtheoretischem Schreibstil und der mangelnden Berücksichtigung realer Machtverhältnisse.

6. Ein reflektierender Blick auf Entwicklung und Entwicklungszusammenarbeit im Kontext postkolonialer Theorien: Kapitel sechs verknüpft postkoloniale Erkenntnisse mit der heutigen Kritik an westlicher Entwicklungspolitik und Modernisierungstheorien.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung von Bhabhas Arbeit für das Verständnis postkolonialer Dynamiken zusammen.

Schlüsselwörter

Postkolonialismus, Homi K. Bhabha, Hybridisierung, Mimikry, Dritter Raum, Edward Said, Orientalismus, Entwicklungszusammenarbeit, Kultur, Postcolonial Studies, Identität, Machtverhältnisse, Dekolonialisierung, Eurozentrismus, Agency.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den postkolonialen Theorien von Homi K. Bhabha und deren Anwendung auf aktuelle gesellschaftliche und entwicklungspolitische Themen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Hybridität, des dritten Raums und der Mimikry sowie eine kritische Reflexion über koloniale Erbschaften und eurozentrische Wissensproduktion.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Bhabhas Theorien verständlich zu machen und aufzuzeigen, wie diese zur Dekonstruktion von Machtasymmetrien zwischen globalem Norden und Süden beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse postkolonialer Theorien und Diskurse.

Was ist Gegenstand des Hauptteils?

Der Hauptteil behandelt die Biografie Bhabhas, die explizite Darstellung seiner Konzepte, eine vergleichende Kritik zu Edward Said und eine abschließende Anwendung der Theorien auf das Feld der Entwicklungszusammenarbeit.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Postkolonialismus, Hybridisierung, Identität und die kritische Dekonstruktion kolonialer Machtverhältnisse.

Wie unterscheidet sich Bhabhas Konzept der Hybridisierung von einer bloßen Vermischung?

Bhabha betont, dass Hybridität nicht einfach die Kombination zweier Kulturen ist, sondern einen neuen Raum schafft, der tradierte Identitäten destabilisiert und somit neue Handlungsspielräume eröffnet.

Warum übt Bhabha Kritik an gängigen Diversity-Modellen?

Bhabha sieht in vielen Diversity-Konzepten die Gefahr, dass kulturelle Identitäten statisch und homogen fixiert werden, anstatt ihre dynamische und kontroverse Beschaffenheit anzuerkennen.

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Résumé des informations

Titre
Homi K. Bhabhas Kritik am binären Oppositionssystem nach Said. Eine dialektische Auseinandersetzung
Université
University of Hamburg  (Fakultät für Geowissenschaften)
Note
1,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
15
N° de catalogue
V933802
ISBN (ebook)
9783346262516
ISBN (Livre)
9783346262523
Langue
allemand
mots-clé
Homi k Bhabha Ambivalenz Mimikry Dritte Raum Edward Said Kritik Entwicklungsforschung Hybridität Kolonialismus Postkolonial
Sécurité des produits
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Citation du texte
Anonym (Auteur), 2020, Homi K. Bhabhas Kritik am binären Oppositionssystem nach Said. Eine dialektische Auseinandersetzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/933802
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Extrait de  15  pages
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