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Die Dauer und das Andere

Titre: Die Dauer und das Andere

Mémoire (de fin d'études) , 2002 , 141 Pages , Note: 1

Autor:in: Sarah Kolb (Auteur)

Philosophie - Théorique (Conscience, Science, Logique, Langage)
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Résumé Extrait Résumé des informations

Über die Gedanken eines Anderen nachzudenken bedeutet, sich an dessen Vorstellungen zu orientieren: In diesem Sinne soll ein Gedanke an die «Intuition der Dauer» am Anfang und im Mittelpunkt eines Projektes stehen, welches sich der Wiederbelebung einer Beschreibung von Unbeschreiblichem verschrieben hat. Vorliegende Reflexionen über die Möglichkeiten und Wirklichkeiten der Intuition entspringen der Motivation, ein derartiges Projekt zu verwirklichen: Sie sollen in diesem Sinne der Entwicklung einer Vorstellung von der Philosophie Henri Bergsons, von deren Werdegang sowie von deren zentralem Motiv - einem zur Abstraktion gleichsam verurteilten Gedanken an die Dauer - gewidmet sein. Da es, wie gezeigt werden soll, rein theoretisch ein «Ding der Unmöglichkeit» darstellt, im Rahmen des Abstrakten auch nur eine einzige treffende Äußerung über die Dauer zu tätigen, können sich unsere aktuellen Bemühungen nur darauf beschränken, im Laufe gedanklicher Streifzüge einen Gedanken an die «Intuition der Dauer» im Visier zu behalten. Letztere nun wollen wir im Folgenden umkreisen, wobei wir uns schließlich doch eine Perspektive auf eine möglicherweise zu verwirklichende Verständigung über die Dauer erhoffen: betrachten wir sie also als eine Quelle der Motivation.

Was die Gliederung anbelangt, so hat sich eine Darstellung der Ansichten Bergsons sowie meiner persönlichen Interpretationen im Rahmen von vier Kapiteln angeboten. Sie sind thematisch und in chronologischer Reihenfolge an den vier philosophischen Hauptwerken3 Bergsons orientiert und entsprechen im wesentlichen meiner Vorstellung von einer im Hinblick auf eine Verwirklichung der «Intuition der Dauer» zu durchlaufenden zyklischen

Entwicklung, welche sich - zur Veranschaulichung - auf vier Entwicklungsstadien des Bewußtseins abbilden läßt.4 Im Sinne dieser Gliederung wird in einem ersten Kapitel Bergsons Abhandlung Über die unmittelbaren Gegebenheiten des Bewußtseins5 besprochen und das, was ich als meine persönliche Vorstellung von der «Intuition der Dauer» bezeichnen will, zur Sprache gebracht werden. In einem zweiten Kapitel wird - ausgehend von einer Reflexion über die «Bedingtheit des Zeitgefühles» - Bergsons Erörterung Über die Beziehung zwischen Körper und Geist6 im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit stehen [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Die Intuition der Dauer

1.1. Die Ursprünge einer Lebensphilosophie

1.2. Über die unmittelbaren Gegebenheiten des Bewußtseins

1.3. Eine Geschichte zur Dauer zur Welt

2. Die Begabung zur Wahrnehmung

2.1. Die Anfänge einer Lebenszeit

2.2. Über die Beziehung zwischen Körper und Geist

2.3. Im Interesse der Veränderlichkeit

3. Die Begegnung mit dem Anderen

3.1. Das Lachen

3.2. Das Unheimliche

3.3. Die schöpferische Entwicklung

4. Die Konkretion des Schöpferischen

4.1. Die philosophische Intuition und die Wahrnehmung der Veränderung

4.2. Die zwei Quellen der Moral und der Religion

4.3. Conclusio

5. Übersetzungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das philosophische Werk von Henri Bergson, insbesondere das zentrale Motiv der „Intuition der Dauer“. Das Ziel besteht darin, Bergsons Philosophie des schöpferischen Universums durch die Analyse seiner Hauptwerke zu beleuchten und eine Brücke zwischen seiner Zeitphilosophie und der Begegnung mit dem „Anderen“ zu schlagen.

  • Die „Intuition der Dauer“ als erkenntnistheoretischer Grundpfeiler.
  • Die Analyse der menschlichen Wahrnehmung und ihre Verbindung zum Körper-Geist-Problem.
  • Die Rolle des „Anderen“ im Kontext des Lächerlichen und des Unheimlichen.
  • Die schöpferische Entwicklung als Ausdruck eines lebendigen Weltprozesses.
  • Die moralischen und religiösen Implikationen von Bergsons Philosophie.

Auszug aus dem Buch

Die Intuition der Dauer

Um die «Intuition der Dauer» drehte sich seinen eigenen Aussagen gemäß das philosophische Denken Bergsons: sie soll in diesem Sinne im Mittelpunkt vorliegender Erörterungen stehen. Wenn durch unsere Umschreibung auch eine Annäherung an die Dauer erreicht werden soll, so haben wir es jedoch wohl weniger mit einer Frage nach einem bestimmten Motiv als vielmehr mit einer Frage der Motivation zu tun; in diesem Spannungsfeld befindlich stoßen wir jedoch, alsbald sich etwaige Vorstellungen über die Dauer abzuzeichnen beginnen, auf die Notwendigkeit einer Begriffsklärung.

Gehen wir nun vom französischen Begriff «durée» aus, so wird dieser im Deutschen gewöhnlich mit «(Fort-)Dauer, Beständigkeit, Anhalten» übersetzt und mit einer Art von «Haltbarkeit» oder «Dauerhaftigkeit» assoziiert, welche ein besonderes Licht auf das «Wesen der Dauer» wirft: denn der Begriff bezeichnet ein bestimmtes Prinzip, welches selbst weder der Vergänglichkeit noch einer Veränderlichkeit unterworfen ist, welches aber doch «am Leben bleibt» - eine Allgegenwärtigkeit sozusagen, die dem erkennenden Bewußtsein eine Art «seelischen oder geistigen Haltes» verspricht.

Auch die englische Übersetzung von «durée» verweist auf ein breites Bedeutungsspektrum des Begriffes: «duration» wird in der Regel mit «continuity, continuance, constancy, endurance, perpetuity, length of time, period, time oder permanence» assoziiert - mit Ausdrücken also, welche tendenziell auf eine bewegte Form der Wirklichkeit verweisen und die in diesem Sinne etwas kontinuierlich sich Fortsetzendes bzw. eine Art «perpetuitives Prinzip», aber ebenso eine Periodizität in der Äußerung der Zeit und somit auch eine Form des Zeitabschnitts bezeichnen.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung legt das Fundament des Projektes, indem sie die „Intuition der Dauer“ als zentrales, aber schwer beschreibbares Motiv Bergsons einführt und die geplante zyklische Vorgehensweise entlang seiner vier Hauptwerke erläutert.

1. Die Intuition der Dauer: Dieses Kapitel widmet sich der Begriffsklärung der Dauer, wobei Bergson von der französischen „durée“ ausgehend auf das ungreifbare Wesen der Zeit stößt, das sich der rationalen Analyse entzieht und nur intuitiv erfasst werden kann.

2. Die Begabung zur Wahrnehmung: Hier wird untersucht, wie der Mensch als handelndes Wesen aus der ursprünglichen Dauer eine „meßbare Zeit“ konstruiert, indem er sein Bewusstsein räumlich orientiert und so die Welt der Tatsachen erschafft.

3. Die Begegnung mit dem Anderen: Das Kapitel analysiert, wie die Einführung des „Anderen“ in das bergsonische Universum unsere Anschauungen kompliziert, wobei die Phänomene des Lachens und des Unheimlichen als aktuelle Manifestationen des Unbewussten und als Momente der Bewusstseinsbildung gedeutet werden.

4. Die Konkretion des Schöpferischen: Das Abschlusskapitel erörtert die moralischen und religiösen Konsequenzen der Bergsonschen Philosophie, insbesondere im Hinblick auf die „schöpferische Entwicklung“ und die menschliche Fähigkeit, die eigene Individualität transzendierend zu verwirklichen.

Schlüsselwörter

Henri Bergson, Dauer, Intuition, Lebensphilosophie, Wahrnehmung, Bewusstsein, Schöpferische Entwicklung, Materie und Gedächtnis, Zeit, Anderes, Freiheit, Elan Vital, Mystik, Moral, Evolution.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit reflektiert philosophisch über das schöpferische Universum des Henri Bergson mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem zentralen Motiv der „Intuition der Dauer“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die erkenntnistheoretische Bedeutung der Dauer, die Dynamik der menschlichen Wahrnehmung, die philosophische Einordnung des „Anderen“ sowie die moralischen Implikationen des schöpferischen Prozesses.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, eine Vorstellung von der Philosophie Bergsons zu entwickeln, die zeigt, wie das individuelle Selbst durch die Intuition der Dauer in eine schöpferische Verbindung mit dem Weltprozess treten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einer thematischen und chronologischen Analyse von Bergsons vier philosophischen Hauptwerken, die durch persönliche Interpretationen und philologische Begriffsklärungen ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Dauer, der menschlichen Wahrnehmungsbegabung, der Begegnung mit dem Anderen und schließlich der Konkretion des Schöpferischen in Moral und Religion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Intuition, Dauer, Schöpferische Entwicklung, Wahrnehmung, Freiheit, Elan Vital, Geist-Körper-Verhältnis und das Andere.

Wie verhält sich Bergsons Philosophie zum „Lachen“?

Das Lachen wird bei Bergson als eine soziale Geste gedeutet, die als Korrektiv gegenüber einer erstarrten Individualität fungiert und den Menschen dazu zwingt, seine eigene Lebendigkeit neu zu gewahr werden.

In welchem Zusammenhang steht das „Unheimliche“ zur Philosophie Bergsons?

Das Unheimliche wird als eine Art „symbolisches Ereignis“ interpretiert, das ähnlich wie das Lachen die Grenzen rationaler Weltbetrachtung überschreitet und auf eine unbewusste, verdrängte Vergangenheit verweist, die nach Integration strebt.

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Résumé des informations

Titre
Die Dauer und das Andere
Université
University of Vienna  (Institut für Philosophie)
Note
1
Auteur
Sarah Kolb (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
141
N° de catalogue
V9792
ISBN (ebook)
9783638164047
Langue
allemand
mots-clé
Bergson Dauer Intuition Alterität Metaphysik Zeit Andere
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sarah Kolb (Auteur), 2002, Die Dauer und das Andere, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9792
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