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Resilienz bei traumatisierten Kindern im Elementarbereich pädagogisch stärken. Trauma-Arbeit zwischen Psychotherapie und Pädagogik

Titre: Resilienz bei traumatisierten Kindern im Elementarbereich pädagogisch stärken. Trauma-Arbeit zwischen Psychotherapie und Pädagogik

Thèse de Bachelor , 2019 , 53 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Alina We (Auteur)

Pédagogie - Psychologie pédagogique
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Fachkräfte traumatisierte Kinder im Elementarbereich pädagogisch begleiten und ihre Resilienz stärken können. Hierzu werden mögliche Handlungsstrategien erläutert und Hinweise sowie Orientierung für den angemessenen Umgang mit der Thematik vorgestellt.

Die Gesamtzahl traumatisierter Kinder ist erschreckend. Die polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnete für das Jahr 2018 allein in Deutschland 3.487 Fälle dokumentierter Kindesmisshandlung (§225 StGB), dies entspricht durchschnittlich zehn Fällen pro Tag, dies allein an offiziell gemeldeten Fällen. Hiervon war circa die Hälfte der Kinder unter sechs Jahre alt. Es muss speziell in dieser Altersgruppe jedoch zudem von einer extrem hohen Dunkelziffer nicht angezeigter Straftaten ausgegangen werden, da viele Opfer noch so klein sind, dass sie nicht auf sich aufmerksam machen können oder es im späteren Alter aus Scham oder Angst nicht tun.

Die Auswirkungen dieser Misshandlungen sind oft dramatisch. Traumatischen Erfahrungen im sehr jungen Lebensalter erfolgen in einem sehr verletzbaren Entwicklungsstadium und beeinflussen die normativen Entwicklungsprozesse der Opfer derart, dass korrigierende Beziehungserfahrungen in Peers und Erwachsenenbeziehungen unwahrscheinlicher werden. Zudem gibt es nachweislich eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit, dass die als Kinder traumatisierten Opfer im Erwachsenenalter selbst zu Tätern werden und dann ihre eigenen Kinder misshandeln. Es ist eine gesellschaftliche Aufgabe und Verantwortlichkeit, diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass eine fachmännische pädagogische und psychologische Versorgung traumatisierter Kinder dringend angezeigt ist. Eine aktuell leider noch nicht adäquate Umsetzung liegt weniger in der Gesetzeslage begründet, die als ausreichend eingestuft werden kann, sondern scheitert zumeist eher an der praktischen Umsetzung. Zentrale Probleme sind Unklarheiten über Zuständigkeiten der Leistungserbringer, der fehlende Eingang von aktuellem Fachwissen in die Praxis und die nicht stattfindende flächendeckende Implementierung evidenzbasierter Hilfemaßnahmen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Resilienz

2.1. Definition: Resilienz

2.2. Risikofaktorenkonzept

2.3. Schutzfaktorenkonzept

2.4. Resilienzmodelle

2.5. Präventionsprogramme für Kinder in den ersten sechs Lebensjahren

3. Trauma

3.1. Definition: Trauma

3.2. Entstehung von Traumatisierungen

3.3. Ursachen von Traumatisierungen

3.4. Traumatische Belastungen und ihre Folgeerscheinungen

4. Resilienz bei traumatisierten Kindern im Elementarbereich pädagogisch stärken

4.1. Unterstützende Bedingungen

4.2. Traumaarbeit zwischen Psychotherapie und Pädagogik

4.3. Traumapädagogik

5. Grenzen und Möglichkeiten pädagogischen Handelns

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht, wie pädagogische Fachkräfte im Elementarbereich traumatisierte Kinder effektiv begleiten und deren individuelle Resilienz stärken können. Im Zentrum steht die Leitfrage nach konkreten Handlungsstrategien, die über therapeutische Ansätze hinausgehen und in den pädagogischen Alltag integriert werden können.

  • Grundlagen der Resilienzforschung und deren Anwendung in Kindertageseinrichtungen
  • Differenzierung von Traumaformen und deren Auswirkungen auf die frühkindliche Entwicklung
  • Verzahnung von Pädagogik und Psychotherapie bei der Begleitung belasteter Kinder
  • Vorstellung traumapädagogischer Konzepte wie der "Pädagogik des sicheren Ortes"
  • Rolle der pädagogischen Fachkraft als zentrale Bezugsperson und Schutzfaktor

Auszug aus dem Buch

3.1. Definition: Trauma

Ursprünglich entspringt der Begriff Trauma dem Altgriechischen und heißt übersetzt Verletzung oder Wunde. Im medizinischen Bereich bezieht sich diese Schädigung zunächst auf eine Verwundung des Körpers, während sie im psychologischen Bereich die Verwundung der menschlichen Psyche, das „Psychotrauma“ bezeichnet (Scherwarth/Friedrich 2012, S.20). Genauer gesagt, wird ein Trauma grundsätzlich definiert als eine „starke seelische Erschütterung mit nachhaltiger Wirkung“ (Köck 1994, S.728), die durch Erlebnisse mit ausgesprochener Gefahr ausgelöst werden, auf die die Betroffenen nur mit Ohnmachtsgefühlen und Ängsten reagieren können. Fischer und Riedesser (2009, S.84) gehen mit ihrer Definition einen Schritt weiter und definieren ein psychisches Trauma als „vitales Diskrepanzerlebnis zwischen bedrohlichen Situationsfaktoren und individuellen Bewältigungsmöglichkeiten“ (Schulze/Loch/Gahleitner/Brigitta 2012, S.6), das die Belastungsfähigkeit eines Menschen erheblich übertrifft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die hohe Zahl traumatisierter Kinder und fordert eine verbesserte fachmännische Versorgung im Elementarbereich.

2. Resilienz: Dieses Kapitel definiert Resilienz als dynamischen Prozess und erläutert Schutz- sowie Risikofaktoren sowie einschlägige Präventionsprogramme.

3. Trauma: Hier werden Definitionen, Ursachen und die Folgen von Traumatisierungen sowie die spezifischen Belastungen durch verschiedene Gewaltformen analysiert.

4. Resilienz bei traumatisierten Kindern im Elementarbereich pädagogisch stärken: Das Kernstück der Arbeit befasst sich mit pädagogischen Methoden, Bedingungen und traumapädagogischen Konzepten zur Resilienzförderung.

5. Grenzen und Möglichkeiten pädagogischen Handelns: Es wird ein Diskurs über die Reichweite und die Hindernisse pädagogischer Interventionen geführt.

6. Fazit und Ausblick: Die Arbeit resümiert die gewonnenen Erkenntnisse und fordert eine stärkere Integration traumapädagogischen Wissens in die Ausbildung von Fachkräften.

Schlüsselwörter

Resilienz, Traumapädagogik, Elementarbereich, Kindeswohlgefährdung, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Selbstbemächtigung, Trauma, Bindungsverhalten, Pädagogik des sicheren Ortes, Emotionsregulation, Sozialpädagogik, Bewältigungsstrategien, frühkindliche Entwicklung, Kindertageseinrichtung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der pädagogischen Begleitung und Resilienzstärkung von traumatisierten Kindern in Kindertageseinrichtungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf Resilienzmodellen, der Definition und Entstehung von Traumata sowie traumapädagogischen Konzepten für den Elementarbereich.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet: Wie können Fachkräfte traumatisierte Kinder im Elementarbereich pädagogisch begleiten und ihre Resilienz stärken?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einer deskriptiv-diskursiven Methode basierend auf dem hermeneutischen Prinzip, um pädagogische Sachverhalte zu erschließen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Resilienz und Trauma sowie die praktische Anwendung traumapädagogischer Ansätze und deren Grenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Resilienz, Traumapädagogik, Kindeswohlgefährdung, Selbstbemächtigung und Pädagogik des sicheren Ortes.

Was ist das Ziel des "PRiK"-Programms?

Das Programm "Kinder Stärken! Prävention und Resilienzförderung in Kindertageseinrichtungen" zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit von Kindern durch ein mehrebenenorientiertes Konzept zu fördern.

Was ist unter der "Pädagogik des sicheren Ortes" zu verstehen?

Dies ist ein traumapädagogisches Konzept, das pädagogische Einrichtungen so gestaltet, dass sie Kindern durch klare Strukturen, Verlässlichkeit und einen geschützten Raum ein Gefühl von Sicherheit zurückgeben.

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Résumé des informations

Titre
Resilienz bei traumatisierten Kindern im Elementarbereich pädagogisch stärken. Trauma-Arbeit zwischen Psychotherapie und Pädagogik
Université
Fliedner University of Applied Sciences Düsseldorf
Note
1,3
Auteur
Alina We (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
53
N° de catalogue
V986876
ISBN (ebook)
9783346351753
ISBN (Livre)
9783346351760
Langue
allemand
mots-clé
Resilienz Traumatisierte Kinder Elementarbereich pädagogisch stärken
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alina We (Auteur), 2019, Resilienz bei traumatisierten Kindern im Elementarbereich pädagogisch stärken. Trauma-Arbeit zwischen Psychotherapie und Pädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/986876
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Extrait de  53  pages
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