Kernziel dieser Arbeit ist es darzulegen, wie sich der demografische Wandel in Deutschland auf die Pflegekräfte im Setting Krankenhaus auswirkt. Weiterhin wird dargestellt, welche Auswirkungen die physischen und psychischen Belastungen der Pflegekräfte auf den Gesundheitszustand und auf die Arbeitszufriedenheit der Pflegekräfte haben.
Dass der demografische Wandel in Deutschland längst angekommen ist, ist unumstritten. Aber welche Auswirkungen hat der demografische Wandel auf die Arbeitsbedingungen und auf die physischen und psychischen Belastungen der Pflegekräfte im Setting Krankenhaus? Welche Veränderungen müssen eintreten, um die Belastungen zu reduzieren und die Zufriedenheit zu steigern? Mit diesen Fragen widmet sich der Verfasser einem interessanten und aktuellem Thema.
Die alltäglichen Belastungen von Pflegekräften nehmen in Zeiten des demografischen Wandels kontinuierlich zu. Die Bevölkerung wird immer älter und multimorbider, die Fallzahlen von im Krankenhaus behandelten Personen steigt und gleichzeitig nimmt die durchschnittliche Verweildauer ab. Es trifft eine deutlich zunehmende Arbeitsverdichtung auf immer weniger Pflegepersonal, was nicht folgenlos bleibt. Das Tätigkeitsprofil der Pflegekräfte wird überstrapaziert. Pflegekräfte sehen sich mit immer größeren Belastungen, wie beispielsweise mehr körperlicher Arbeit unter höherem Zeitdruck, konfrontiert. Die gestiegene physische wie psychische Belastung spiegelt sich in vielerlei wider und das nicht im Positiven.
Inhaltsverzeichnis
1 Hinleitung
1.1 Problemstellung, Zielsetzung und Forschungsfrage
1.2 Forschungsstand
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Hintergründe zur demografischen Lage in Deutschland
2.2 Hintergründe zum Generationswandel
2.3 Hintergründe zum Krankenhaussetting
2.4 Hintergründe zum Pflegekräftemangel und zur Arbeitsmarktsituation
3 Methodisches Vorgehen
4 Ergebnisse
4.1 Belastungsfaktoren der Pflegekräfte
4.1.1 Zeitdruck
4.1.2 Physische Belastungen
4.1.3 Psychische Belastungen
4.1.4 Belastungen durch Arbeitszeiten
4.1.5 Physikalische Belastungen
4.1.6 Weitere Belastungsfaktoren
4.2 Folgen von Belastungen
4.3 Bisherige Gegenmaßnahmen
4.4 Prognosen zu den künftigen Arbeitsbedingungen und der Arbeitsmarktsituation in der Pflege
4.5 Demografieorientiertes (Personal-)Management in der Pflege
5 Diskussion und Fazit
5.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
5.2 Fazit
Zielsetzung und Themen
Das primäre Ziel dieser Bachelor-Thesis ist es, die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Arbeitsbedingungen sowie die psychischen und physischen Belastungsfaktoren von Pflegekräften im Krankenhaussetting zu analysieren und Handlungsoptionen zur Entlastung aufzuzeigen.
- Demografischer Wandel und dessen Auswirkungen auf das Gesundheitswesen
- Analyse psychischer und physischer Belastungsfaktoren in der Krankenpflege
- Herausforderungen durch Pflegekräftemangel und Arbeitsmarktsituation
- Evaluation von Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und Gesundheitsförderung
- Prognosen zur künftigen Personalsituation im Krankenhaus
Auszug aus dem Buch
4.1.2 Physische Belastungen
„Körperliche Anforderungen sind in der Pflege bekanntlich hoch und oft verantwortlich für Beschwerden im Bewegungsapparat“ (Simon et al., 2005, S. 16). In der Umfrage gaben drei von vier Pflegekräften an, häufig schwer heben oder tragen zu müssen. Die Pflege stellt einen Arbeitsbereich dar, bei dem körperliche Berührungen unumgänglich sind. Demnach ist sie nicht nur durch emotionale, sondern auch durch physische (körperliche) Belastungen geprägt. In diesem Sinne gaben 71 % der befragten Krankenpflegekräfte an, ‚sehr häufig oder oft‘ schwer tragen, heben oder stemmen zu müssen. Dieser Anteil liegt weit über dem Bundesdurchschnitt von 30 %. Ferner gaben 76 % der Krankenpflegekräfte an, ‚sehr häufig oder oft‘ ungünstige Körperhaltungen (Arbeiten in der Hocke, im Knien, über Kopf, langanhaltendes Stehen oder Sitzen) einnehmen zu müssen. Weitere Belastungsfaktoren sind das Arbeiten unter Lärm und anderen negativen Umgebungsbedingungen wie Kälte, Hitze, Nässe oder Zugluft. Hier gaben 27 % der Krankenpflegekräfte an, ‚sehr häufig oder oft‘ diesen Belastungen ausgesetzt zu sein (vgl. Institut DGB-Index Gute Arbeit, 2018, S. 9).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Hinleitung: Einführung in die Problemstellung des demografischen Wandels und die daraus resultierende Forschungsfrage.
2 Theoretischer Hintergrund: Darstellung der demografischen Lage, des Generationswandels sowie der ökonomischen und strukturellen Rahmenbedingungen im Krankenhaus.
3 Methodisches Vorgehen: Erläuterung der angewandten Literaturrecherche und der genutzten Fachdatenbanken zur Datengewinnung.
4 Ergebnisse: Umfassende Analyse der physischen, psychischen und sonstigen Belastungsfaktoren sowie Darstellung möglicher Gegenmaßnahmen.
5 Diskussion und Fazit: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf notwendige Handlungsoptionen für das Management.
Schlüsselwörter
Demografischer Wandel, Krankenhaussetting, Pflegekräftemangel, Arbeitsbedingungen, Physische Belastung, Psychische Belastung, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Pflegepersonaluntergrenzen, Arbeitsmarktsituation, Arbeitszufriedenheit, Generationswandel, Fachkräfteengpass, Fehlzeitenquote, Pflegequalität, Belastungsfaktoren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Arbeitswelt von Pflegekräften in Krankenhäusern und den daraus resultierenden physischen und psychischen Belastungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen den demografischen Wandel, den Pflegekräftemangel, die Arbeitsmarktsituation, Belastungsfaktoren sowie betriebliche Gesundheitsförderung und Personalmanagement.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet, wie sich der demografische Wandel auf die Arbeitsbedingungen und Belastungen auswirkt und welche Veränderungen nötig sind, um diese Belastungen zu reduzieren und die Zufriedenheit zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Der Autor führt eine umfassende Literaturrecherche in diversen Fachdatenbanken (z. B. PubMed, PsychPub) und bei relevanten Institutionen durch.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Belastungsfaktoren (Zeitdruck, physische/psychische Belastungen) sowie Ansätze und Gegenmaßnahmen wie das demografieorientierte Personalmanagement.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Demografischer Wandel, Pflegekräftemangel, Arbeitsbelastung, Krankenhaussetting und Betriebliches Gesundheitsmanagement charakterisiert.
Warum ist das DRG-System für die Pflege belastend?
Das DRG-System führt zu einer Ökonomisierung, die Personal bei steigenden Fallzahlen und kürzeren Liegezeiten unter massiven Zeit- und Leistungsdruck setzt.
Welche Rolle spielt die Generation Z für Krankenhäuser?
Die Generation Z bringt neue Erwartungen an Arbeitgeber und Flexibilität mit sich, was Führungskräfte in Krankenhäusern vor Herausforderungen im Bereich des Konfliktmanagements und der Mitarbeiterbindung stellt.
- Quote paper
- Philipp Brunner (Author), 2020, Demografischer Wandel im Setting Krankenhaus. Physische und psychische Belastung von Pflegekräften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/993065