In der Forschung zu Aquins werden primär die komplexen Verknüpfungen zwischen Vernunft und Offenbarung untersucht. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der scholastischen Methode, die aristotelische Logik mit christlicher Dogmatik synthetisiert. Dabei rücken Fragen der Ontologie in den Vordergrund, etwa das Verhältnis von Essenz und Existenz oder die Hierarchie der Seinsgrade. Auch die moralphilosophische Betrachtung des Willens und die Verteilung des Guten innerhalb eines teleologischen Weltbildes stellen zentrale Forschungsgegenstände dar, die versuchen, die menschliche Handlungsmacht im Kontext einer transzendenten Ordnung zu erklären. Ein weiterer bedeutender Aspekt betrifft die politische Theorie und die Rechtsphilosophie. Hier wird untersucht, wie das Naturrecht die Legitimität von Herrschaft begründet und unter welchen Bedingungen Widerstand gegen eine ungerechte Ordnung theoretisch begründbar ist. Die Debatten um die Gerechtigkeit und die Rolle des Gemeinwohls im staatlichen Gefüge bieten Anknüpfungspunkte für zeitgenössische Diskussionen über Ethik und politische Ordnung. So bildet das Werk eine Brücke zwischen antiker Tugendlehre und moderner Staatsphilosophie. Du findest dazu wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN als PDF und eBook, viele davon auch als Print-on-Demand.