Die Theorie des Erwartungshorizonts wurde maßgeblich von Hans Robert Jauß geprägt, der den Begriff in den 1960er Jahren in die literaturwissenschaftliche Diskussion einführte. Jauß betonte, dass der Erwartungshorizont nicht nur durch den Leser selbst, sondern auch durch die gesellschaftlichen und kulturellen Kontexte geprägt wird, in denen der Text rezipiert wird. In verschiedenen Disziplinen wie der Kommunikationswissenschaft, der Soziologie und der Pädagogik wird der Erwartungshorizont auf unterschiedliche Weise thematisiert. Während in der Kommunikationswissenschaft der Fokus auf der Rolle des Erwartungshorizonts in der Nachrichtenübermittlung und -rezeption liegt, untersucht die Soziologie, wie soziale Erwartungen und Normen den Erwartungshorizont beeinflussen. In der Pädagogik wird der Erwartungshorizont oft im Zusammenhang mit der Unterrichtsgestaltung und der Förderung von Lernprozessen diskutiert. Vertiefe dich in die wissenschaftlichen Arbeiten zu diesem Thema, die bei GRIN als PDF und eBook, viele auch als Print-on-Demand, verfügbar sind.