Die Forschung zu den Jugendwerkhöfen befasst sich intensiv mit der Spannung zwischen pädagogischem Auftrag und staatlicher Disziplinierung. Ein zentraler Diskussionspunkt ist die Frage, inwieweit die dort angewandten Methoden der Resozialisierung tatsächlich auf die Entwicklung der Jugendlichen abzielten oder primär der ideologischen Formung und gesellschaftlichen Kontrolle dienten. Hierbei werden häufig die theoretischen Grundlagen der damaligen Erziehungspädagogik kritisch hinterfragt und mit den realen Erfahrungen innerhalb der geschlossenen oder halboffenen Strukturen verglichen. Neben der historischen Analyse der DDR-Pädagogik untersucht die Wissenschaft auch die strukturellen Mechanismen der Erziehung im Kontext von Jugendkriminalität und Verhaltensabweichung. Es geht um die Untersuchung von Machtverhältnissen innerhalb der Institutionen sowie um die Wirksamkeit spezifischer Erziehungsmodelle gegenüber verschiedenen Problemstellungen der Jugendhilfe. Angrenzende Disziplinen wie die Rechtsgeschichte beleuchten zudem die rechtlichen Rahmenbedingungen, unter denen diese Einrichtungen agierten. Du findest zu diesem Thema wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN, sofort als PDF und eBook, viele als Print-on-Demand.