Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Die Erdöl- und Erdgaswirtschaft 4
3. Ecuador. 4
3.1. Überblick 4
3.2. Erdölpolitik und Erdölwirtschaft 5
3.3. Erdölinfrastruktur- Pipelines und Raffinerien 6
3.4. Konflikte und Probleme 6
3.5. Erdgas 7
4. Kolumbien 7
4.1. Überblick 7
4.2. Erdölpolitik und Erdölwirtschaft 8
4.3. Erdölinfrastruktur- Pipelines und Raffinerien 8
4.4. Konflikte und Sicherheitsprobleme 8
4.5. 9
4.6. Erdgas 9
Peru 9
5.
5.1. Überblick 9
5.2. Erdölpolitik und Erdölwirtschaft 10
5.3. Erdölinfrastruktur- Pipelines und Raffinerien 10
5.4. Erdgas 10
6. Sonstige Bodenschätze in Ecuador, Peru und Kolumbien 11
6.1. Metalle. 11
Kohle 12
6.2.
Sonstige nichtmetallische Bodenschätze. 13
6.3.
7. Die Industrie in Ecuador, Peru und Kolumbien. 13
7.1. Petrochemische Industrie. 13
7.2. Metallindustrie 14
7.3. Energieindustrie 14
7.3.1. Ecuador. 14
7.3.2. Kolumbien 15
7.3.3. Peru 15
Sonstige Industriesektoren 16
8.
Schlusswort. 16
9.
10. Quellen 17
2
1. Einleitung
Der Bergbau spielte schon in vielen präkolumbischen Hochkulturen Lateinamerikas eine große Rolle. Nach der Entdeckung Amerikas war die Suche nach Bodenschätzen der wichtigste Faktor bei der geographischen Erforschung vieler Gebiete Südamerikas, insbesondere während der Conquista in Peru (vgl. BLOUET 1997, S. 59ff). In Peru erfolgte 1869 in Zorritos im äußersten Nordwesten des Landes die erste Erdölbohrung in Südamerika, im Jahr 1884 wurden hier erstmals ca. 776 t Rohöl gefördert. Bodenschätze, insbesondere Erdöl und Erdgas, sind heute die wichtigsten Exportgüter der Staaten im Nordwesten Südamerikas und stellen mit Abstand deren größte Devisenquelle dar. Die Erschließung und Ausbeutung von Lagerstätten ist aber immer mit Problemen verbunden: Territoriale und kulturelle Konflikte zwischen Erdölunternehmen und indigener Bevölkerung führen immer wieder zu Zwischenfällen in den Fördergebieten, Demonstrationen und gerichtlichen Prozessen der Indigenas gegen die Unternehmen. Insbesondere die Erdölwirtschaft verursacht massive Umweltprobleme: Abholzung, Boden- und Gewässerkontamination und damit die Zerstörung des ökologischen Gleichgewichts sind in allen Fördergebieten zu beobachten. Besonders gravierend sind die Auswirkungen der Erdölexploration und -förderung im Amazonastiefland, wo noch viele indigene Bevölkerungsgruppen naturverbunden und in ihrer ursprünglichen Kultur leben und das Ökosystem besonders sensibel ist (vgl. www.eia.doe.gov/ emeu/cabs/). Der sekundäre Wirtschaftssektor Industrie -als Mittel zur Wertschöpfung der Schlüssel zur Entwicklung einer Nation - hat sich in den Ländern des nordwestlichen Südamerika bis heute nur in einem eher unbedeutenden Umfang entwickelt. Deshalb soll diesbezüglich eher auf den Bereich Energieindustrie eingegangen werden, da hier neuere Entwicklungen zu beobachten sind, die anderen Industrien nur der Vollständigkeit halber genannt werden. In der vorliegenden Arbeit werden die aktuellen Daten zu Bodenschätzen, Erdölwirtschaft und Industrie in Ecuador, Kolumbien und Peru dargestellt und verglichen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf dem Erdöl- und Erdgassektor, da in diesem Bereich das größte wirtschaftliche Potential der besprochenen Länder liegt.
3
Erdgaswirtschaft
Im nordwestlichen Südamerika sind besonders in den Sedimentbecken östlich der Andenkette noch große Erdöl- und Erdgasreserven vorhanden (vgl. Abb. 26). Ecuador, Kolumbien und Peru besitzen auf ihren Territorien bestätigte Reserven von rund 6,7 Mrd. Barrels Erdöl (1 Barrel entspricht 158,987 l) und rund 379,3 Mrd. www.eia.doe.gov/emeu/cabs). Sedimentbecken Maracaibo, Putumayo, Llanos, Middle Magdalena, Progreso und Talara vermutet der USGS (United States Geological Survey) mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % noch unentdeckte Lagerstätten mit Reserven von insgesamt ca. 5,7 Mrd. Barrel Erdöl und ca. 264,3 Mrd. m³ Erdgas (vgl. Abb. 27) (vgl. www.usgs.gov).
3. Ecuador
3.1. Überblick
Erdölexporte stellen in Ecuador 40 % der nationalen Exportgewinne dar und ein Drittel aller Steuereinnahmen kommen durch die Erdölindustrie zustande. Durch den hohen Bruttosozialprodukt verglichen Entwicklungsländern eine sehr gute Wachstumsrate von 6,2 %. Auf dem
4
Territorium Ecuadors befinden sich bestätigte Reserven von 4,6 Mrd. Barrels, damit befindet sich das Land an dritter Stelle in Lateinamerika. Die größten Lagerstätten liegen im Oriente, besonders wichtig ist das derzeit noch in Erschließung befindliche Ishpingo-Tapococha-Tputini-Ölfeld (ITT) mit bestätigten Reserven von 900 Mio. Barrels, hier ist eine Fördermenge von 190.000 Barrel/Tag geplant.
Das derzeit produktivste Ölfeld ist das von der US-Firma Occidental bewirtschaftete Eden Yuturi im Oriente, dort wurden im Jahr 2004 75.500 Barrels/Tag gefördert. Weitere wichtige Ölfelder sind Shushufindi (von Petroecuador bewirtschaftet), Dorine (von Encana bewirtschaftet) und Sacha (von Petroecuador bewirtschaftet). In Ecuador unterscheidet man
zwischen den zwei Ölsorten "Napo", einem schweren Öl mit 2 % Schwefel und "Oriente", einem mittelschweren Öl mit 1 % Schwefel. Die Gesamtfördermenge Ecuadors betrug 2004 534.800 Barrels/Tag. Insgesamt ist bei der Erdölförderung Ecuadors derzeit eine steigende Tendenz zu beobachten. Der Eigenverbrauch betrug 2004 144.000 Barrels/Tag,
also knapp ein Viertel der Gesamt-fördermenge (vgl. Abb. 28).
3.2. Erdölpolitik und Erdölwirtschaft
Die staatliche Erdölfirma Petroecuador kontrolliert über ein Drittel der gesamten Erdölförderung Ecuadors. Durch die derzeitige Politik ist hierbei eine fallende Tendenz zu beobachten, da immer mehr Förderverträge mit Privatunternehmen geschlossen werden. Die wichtigsten in Ecuador tätigen privaten Erdölunternehmen sind Occidental (USA), die kanadische EnCana und die französische Repsol YPF. 50 % der Erdölexporte Ecuadors gehen in die USA, die andere Hälfte in südamerikanische Länder und nach Asien. Im Jahr 2004
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Arbeit zitieren:
Rainer Lißewski, 2006, Bodenschätze, Industrie und Erdölwirtschaft im nordwestlichen Südamerika, München, GRIN Verlag GmbH
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