Müssen europäische Fischer mit neuen Einschränkungen im Hinblick auf den Fischfang an den Küsten des Vereinigten Königreichs rechnen?
Jene Problemstellung wird im Rahmen dieser Arbeit aufgegriffen mit dem Ziel, die Folgen des Brexits speziell für die Fischindustrie in Frankreich zu untersuchen. Dazu sollen zunächst die Hintergründe des Austritts Großbritanniens aus der EU, das entsprechende Referendum sowie der Austrittsprozess thematisiert werden. Im Weiteren werden die zentralen Rechtsgrundlagen veranschaulicht, die den Fischfang in Europa regulieren.
Anschließend wird die Bedeutung der Fischereiindustrie für Frankreich erläutert, bevor es zu einer Darstellung möglicher Folgen des Brexits für das französische Fischereigewerbe kommt. Zum Abschluss dieser Arbeit wird ein Fazit gezogen, welches die wichtigsten Punkte zusammenfassend beurteilt und mögliche zukünftige Perspektiven für die Fischerei aufgezeigt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitende Worte
2. Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union
2.1. Hintergründe
2.2. Referendum und Austrittsprozess
3. Rechtsgrundlagen zum Fischfang in Europa
3.1. Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen, die Gemeinsame Fischereipolitik der EU und das Londoner Fischereiübereinkommen
3.2. Handels- und Kooperationsabkommen zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich
4. Auswirkungen der aktuellen Entwicklungen im Fischereirecht im Zuge des Brexits auf Frankreich
4.1. Wirtschaftliche Bedeutung des Fischfangs für Frankreich
4.2. Mögliche Folgen des Brexits für Frankreichs Fischereigewerbe
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des Brexits und der damit verbundenen Neuverteilung von Fischereirechten auf die Fischereiindustrie in Frankreich, wobei die wirtschaftlichen Folgen und rechtlichen Rahmenbedingungen im Mittelpunkt stehen.
- Historische und politische Hintergründe des britischen EU-Austritts
- Analyse der europäischen Fischereirechtsgrundlagen (GFP und Londoner Fischereiübereinkommen)
- Bewertung der ökonomischen Bedeutung des Fischfangs für Frankreich
- Auswirkungen der neuen Fangquoten und des eingeschränkten Zugangs zu britischen Gewässern
Auszug aus dem Buch
3.1. Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen, die Gemeinsame Fischereipolitik der EU und das Londoner Fischereiübereinkommen
Das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (SRÜ) gehört zum Seevölkerrecht und wurde weltweit von den meisten Staaten – darunter auch den EU-Mitgliedsstaaten und Großbritannien – ratifiziert. Es regelt insbesondere die Hoheitsbefugnisse von Küstenstaaten – darunter die Nutzung von Ozeanen und Meeren sowie deren Ressourcen – und setzt Zonen fest, die von der Küstenlinie ausgehen und mit bestimmten Hoheitsrechten verbunden sind.
Die erste Zone ist das Küstenmeer, welches höchstens zwölf Seemeilen über die zuvor vertraglich festgelegte Basislinie des jeweiligen Landes hinausgeht und seiner Souveränität vollständig unterliegt.
An das Küstenmeer grenzt die sog. Anschlusszone an, die maximal 24 Seemeilen von der Basislinie entfernt ist. Innerhalb dieser Zone darf ein Küstenstaat, u.a. gegen die Verletzung seiner Einreise-, Zoll- und Gesundheitsgesetze vorgehen.
Die als Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) bezeichnete dritte Zone erstreckt sich auf höchstens 200 Seemeilen von der Basislinie und erlaubt Küstenstaaten die Bewirtschaftung sowie den Abbau sämtlicher Ressourcen innerhalb ihrer Grenzen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitende Worte: Einführung in die Thematik der Brexit-Auswirkungen auf die Fischereiindustrie unter Berücksichtigung der politischen und ökonomischen Relevanz.
2. Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union: Darstellung der historischen Gründe, des Referendums und des komplexen Austrittsprozesses aus der EU.
3. Rechtsgrundlagen zum Fischfang in Europa: Erläuterung der geltenden internationalen und europäischen Regelwerke, die den Fischfang und den Zugang zu Gewässern steuern.
4. Auswirkungen der aktuellen Entwicklungen im Fischereirecht im Zuge des Brexits auf Frankreich: Analyse der Bedeutung des Fischfangs für die französische Wirtschaft und Untersuchung der spezifischen Folgen des Brexits für die betroffenen Sektoren.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse unter Berücksichtigung politischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Unsicherheiten für die Zukunft.
Schlüsselwörter
Brexit, Fischereirechte, Europäische Union, Frankreich, Gemeinsame Fischereipolitik, Handels- und Kooperationsabkommen, AWZ, Fangquoten, Fischereiindustrie, Wirtschaftliche Auswirkungen, Souveränität, Fischfang, SRÜ, Londoner Fischereiübereinkommen, Fischbestände.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Konsequenzen des EU-Austritts des Vereinigten Königreichs, insbesondere im Hinblick auf die Neuverteilung der Fischereirechte und die daraus resultierenden Auswirkungen für die französische Fischereiindustrie.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen des Fischfangs, die ökonomische Relevanz des Fischereisektors für Frankreich sowie die politische Dynamik zwischen der EU und Großbritannien.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, die Auswirkungen des Brexits auf die französische Fischereiwirtschaft zu untersuchen und aufzuzeigen, wie sich der Wegfall des freien Zugangs zu britischen Gewässern auf die Branche auswirkt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine auf Literaturanalyse und Auswertung offizieller Berichte basierende seminaristische Untersuchung, die wirtschaftliche Kennzahlen in einen politisch-rechtlichen Kontext setzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die bestehenden Rechtsgrundlagen (SRÜ, GFP), die wirtschaftliche Bedeutung des Fischfangs für Frankreich sowie eine detaillierte Analyse der Folgen des Handels- und Kooperationsabkommens.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Brexit, Fischereirechte, Frankreich, Fangquoten und Gemeinsame Fischereipolitik charakterisiert.
Welche Rolle spielt der Klimawandel für die Fischbestände?
Laut der Arbeit führt der Klimawandel zu einer Verschiebung der Fischwanderung in kühlere, sauerstoffreichere Gewässer Großbritanniens, was diese für Fischer noch wertvoller macht.
Warum ist die Region Hauts-de-France besonders betroffen?
Da ein Großteil der Fischereiaktivitäten dieser Region in der britischen AWZ stattfindet, ist sie überproportional von Einschränkungen des Zugangs zu diesen Gewässern betroffen.
- Citar trabajo
- Roman Shatokhin (Autor), 2021, Brexit. Neuverteilung von Fischereirechten. Auswirkungen auf Frankreich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1014191