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Der Umgang mit Heterogenität in Alphabetisierungskursen

Exposé für eine empirische Studie

Title: Der Umgang mit Heterogenität in Alphabetisierungskursen

Elaboration , 2021 , 12 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Helene Fraas (Author)

Didactics for the subject German - German as a Second Language
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Dementsprechend kann davon ausgegangen werden, dass Personen mit Migrationshintergrund trotz der Zielsetzung einen Möglichkeitsraum der Partizipation eröffnen zu wollen, vom deutschen Bildungssystem aufgrund ihrer Herkunft benachteiligt werden. Somit sollte festgestellt werden, inwiefern eine gewisse unterrichtliche Integrationspolitik innerhalb von Alphabetisierungskursen verwirklicht wird, welche zur Chancengerechtigkeit und Inklusion beitragen soll, indem die Heterogenität der Lernenden als unausweichliche Komponente funktionierender Bildungsprozesse
anerkannt und in das Unterrichtsgeschehen inkludiert wird.

Der Umgang mit Heterogenität und die damit verbundene Individualisierung und Differenzierung sind in aller Munde. Doch trotz der verstärkten Diskussion zur Umsetzung der damit einhergehenden individuellen Förderung haben entsprechende Konzepte längst keine flächendeckende Etablierung erfahren können. Aus aktueller Sichtweise nimmt das deutsche Bildungssystem somit wohl keine ausreichende Berücksichtigung der sozialen, kulturellen, sprachlichen sowie geschlechterspezifischen Aspekte vor. Der Grund dafür liegt oftmals in Befürchtungen, aber auch in tief verankerten Haltungen, indem die Ausrichtung des Unterrichtsgeschehens am Individuum und die Wahrung festgesetzter Standards oftmals als problematisch behafteter Widerspruch betrachtet wird.

Die Leitidee, die Heterogenität als Chance zu erkennen, um ein innovatives und selbstreflexives Lernen zu ermöglichen, wird dementsprechend oftmals als praxisferner Idealisierungszustand abgetan. Doch um individuell fördern zu können, ist es notwendig, dass die Lehrkraft die Relevanz des Förderns selbst erkennt und sich mit den jeweiligen Zielsetzungen identifiziert. Der Prozess der individuellen Förderung verlangt nicht nur eine Zielformulierung für die Lernenden, sondern auch eine genaue Diagnose des Ausgangszustandes sowie eine daraus resultierende gezielte Anpassung der Lernangebote an deren Bedürfnisse durch die Lehrperson. Diesbezüglich lässt sich individuelle Förderung „gleichermaßen als Voraussetzung für das Vermeiden und den rechtzeitigen Abbau von Benachteiligungen wie für das Finden und Fördern von Begabungen“ verstehen. Somit suggeriert das Konzept der individuellen Förderung eine gewisse pädagogische Haltung aller Lehrkräfte, um die Lernenden zielführend individuell fördern bzw. überhaupt am Bildungsprozess beteiligen zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Hinführung zum Thema

3 Fragestellung und Zielsetzung

4 Aktueller Forschungsstand

5 Vorgehensweise: Erhebung, Aufbereitung und Auswertung der Daten

6 Entwurf einer inhaltlichen Gliederung

7 Vorläufiges Literaturverzeichnis der empirischen Studie

8 Literatur- und Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Umgang mit Heterogenität in Alphabetisierungskursen für Erwachsene. Ziel ist es, durch eine empirische Erhebung festzustellen, inwieweit binnendifferenzierte Methoden in der Unterrichtspraxis tatsächlich Anwendung finden, um Chancengerechtigkeit und Inklusion für Lernende mit Migrationshintergrund zu fördern.

  • Herausforderungen heterogener Lerngruppen in der Erwachsenenbildung
  • Konzepte der Binnendifferenzierung und deren Umsetzung
  • Rolle der Portfolioarbeit im Alphabetisierungsunterricht
  • Methodik empirischer Datenerhebung durch Interviews und Beobachtungen
  • Interkulturelle Aspekte und sprachliche Handlungsfähigkeit

Auszug aus dem Buch

Aktueller Forschungsstand

Heterogene Gruppen sind zunehmend Realität in der Erwachsenenbildung - in der Basisbildung sind sie besonders häufig vertreten. Bildungspolitische Reaktionen auf diese Heterogenität von Gruppen bestehen grundsätzlich in einer äußeren Differenzierung (Selektion der Lernenden und Segregation der Angebote) oder einer inneren oder Binnendifferenzierung (vgl. Scholz 2007).

Die Realisierung des Einbezugs der Heterogenität in Alphabetisierungskursen soll zumeist anhand einer Binnendifferenzierung, also einer gruppeninternen, situations- und lernzielgebundenen Differenzierung von beispielsweise Arbeitsmitteln und -weisen verwirklicht werden, welche nicht nur die Autonomie der Lernenden bestärken soll, sondern auch die Gruppeninteraktion positiv beeinflusst. „Von autonomen Lernen sprechen wir, wenn Lernende die zentralen Entscheidungen über ihr Lernen selbst treffen.“ Die Umsetzung einer an der Heterogenität orientierten Unterrichtspraxis setzte sich zum Ziel, alle Lernenden gemäß deren individuellen Voraussetzungen einzubeziehen, indem nicht nur die Motivation, sondern auch das Miteinander gefördert werden soll. Der Binnendifferenzierung geht oftmals eine Differenzierung äußerer Komponenten voraus, welche sich innerhalb der Alphabetisierungskurse zumeist in einer Lerntempodifferenzierung, einer Differenzierung nach dem bisher erreichten Sprachniveau oder dem Alter vollzieht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Hinführung zum Thema: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit, Heterogenität als Chance in der Schule zu begreifen und individuelle Förderung als pädagogische Grundhaltung zu etablieren.

3 Fragestellung und Zielsetzung: Hier wird der Fokus auf die spezifische Situation von Lernenden mit Migrationshintergrund gelegt und die Forschungsfrage zur Integrationspolitik in Alphabetisierungskursen formuliert.

4 Aktueller Forschungsstand: Das Kapitel diskutiert den theoretischen Hintergrund von Binnendifferenzierung, Portfolioarbeit und interkulturellem Lernen in der Erwachsenenbildung.

5 Vorgehensweise: Erhebung, Aufbereitung und Auswertung der Daten: Hier wird das methodische Design der geplanten empirischen Studie beschrieben, basierend auf Interviews und Unterrichtsbeobachtungen.

6 Entwurf einer inhaltlichen Gliederung: Dieses Kapitel bietet einen strukturellen Überblick über den geplanten Aufbau der empirischen Untersuchung.

7 Vorläufiges Literaturverzeichnis der empirischen Studie: Auflistung der für die Studie relevanten Fachquellen.

8 Literatur- und Quellenverzeichnis: Umfassendes Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten Literatur und Quellen.

Schlüsselwörter

Heterogenität, Binnendifferenzierung, Alphabetisierung, Erwachsenenbildung, Individuelle Förderung, Inklusion, Migrationshintergrund, Portfolioarbeit, Empirische Forschung, Unterrichtsbeobachtung, Sprachniveau, Interkulturelles Lernen, Chancengerechtigkeit, Bildungsbiographie, Lehrkraft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, heterogene Lerngruppen in Alphabetisierungskursen für Erwachsene effektiv zu unterrichten und dabei individuelle Förderkonzepte anzuwenden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen gehören der Umgang mit Heterogenität, Binnendifferenzierung, die Rolle von Portfolios im Lernprozess sowie interkulturelle Aspekte in der Bildung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, wie das Konzept der Binnendifferenzierung in Alphabetisierungskursen umgesetzt wird und welchen Einfluss dies auf die Teilhabe von Lernenden mit Migrationshintergrund hat.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden für die Studie vorgeschlagen?

Die Autorin schlägt ein empirisches Vorgehen vor, das aus Experteninterviews mit Lehrkräften und strukturierten sowie unstrukturierten Unterrichtsbeobachtungen besteht.

Was umfasst der inhaltliche Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Forschungsstand) und die detaillierte Planung der empirischen Datenerhebung und deren Auswertung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wesentliche Begriffe sind Heterogenität, Binnendifferenzierung, Alphabetisierung, Individuelle Förderung und Inklusion.

Warum spielt die Portfolioarbeit eine so zentrale Rolle im beschriebenen Konzept?

Die Portfolioarbeit wird als Instrument hervorgehoben, um Lernerautonomie zu stärken und eine individualisierte, prozessorientierte Beurteilung des Lernfortschritts zu ermöglichen.

Inwiefern beeinflusst der Migrationshintergrund die pädagogische Planung?

Die Arbeit betont, dass Lernende mit Migrationshintergrund oft von exkludierenden Stereotypen betroffen sind, weshalb eine potenzialorientierte Diagnostik zwingend erforderlich ist, um Chancengerechtigkeit zu wahren.

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Details

Title
Der Umgang mit Heterogenität in Alphabetisierungskursen
Subtitle
Exposé für eine empirische Studie
College
Dresden Technical University
Grade
1,7
Author
Helene Fraas (Author)
Publication Year
2021
Pages
12
Catalog Number
V1024796
ISBN (eBook)
9783346432216
ISBN (Book)
9783346432223
Language
German
Tags
Migration Integration Alphabetisierung Heterogenität Differenzierung Deutsch als Zweitsprache Umgang mit Heterogenität Alphabetisierungskurse Heterogenität in Alphabetisierungskursen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Helene Fraas (Author), 2021, Der Umgang mit Heterogenität in Alphabetisierungskursen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1024796
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