Leistung älterer Mitarbeiter und altersgemischter Gruppen

Personalentwicklung und Organisationsentwicklung / Zielorientierte Mitarbeiterführung


Hausarbeit, 2010

14 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Körperliche Eignung
2.1.1 Die Veränderungen der physischen funktionellen Kapazität
2.1.2 Die Sauerstoffaufnahme
2.1.3 Die muskulo-skelettale Kapazität
2.1.4 Gewicht und das Älterwerden
2.2. Geistige Eignung
2.2.1 Geistige Eignung älterer Mitarbeiter
2.2.2 Wachstum der geistigen Fähigkeiten
2.2.3 Einfluss auf den Arbeitsalltag

3. Chance für die Unternehmen
3.1 Altersheterogene Arbeitsgruppen

4. Schlussbetrachtung

Einleitung

„Im Jahr 2015 wird jeder dritte Erwerbstätige älter als 50 Jahre sein“

mit diesem Satz der Artikel, „Sind altersheterogene Gruppen leistungsfähiger?“ aus der Zeitschrift Personalführung (10/2008) an. Der demografische Wandel in unserer Bevölkerung spiegelt sich auch in der Belegschaft vieler Unternehmen wieder. Das Durchschnittsalter ihrer Mitarbeiter wird sich auch in der Zukunft weiter erhöhen. Dadurch kommen neue Herausforderungen auf die Unternehmen zu, aber gleichzeitig eröffnen sich auch neue Chancen und Möglichkeiten für diese. Das Sinken der körperlichen und geistigen Belastbarkeit stehen die Erfahrung und Routine des älteren Mitarbeiters gegenüber. In unserer Hausarbeit werden wir zuerst auf die körperlichen und geistigen Eigenschaften dieser Mitarbeiter eingehen und danach die Chancen für altersheterogene Gruppen aufzeigen.

2. Körperliche Eignung

2.1.1 Die Veränderungen der physischen funktionellen Kapazität

Die wichtigsten Veränderungen der physischen funktionellen Kapazität, unter dem Gesichtspunkt der Teilnahme am Arbeitsalltag, werden (nach Ilmarien 1995:59) in 10 Punkten dargestellt:

1. Diese Veränderungen treten spätestens mit dem 30. Lebensjahr auf, sind aber nicht unmittelbar ans Alter dieser Personen gebunden. Dies ergibt sich daraus, dass jüngere Menschen sich in einer schlechteren und Ältere sich in einer besseren körperlichen Verfassung befinden können.
2. Diese Veränderungen treten unabhängig vom Geschlecht auf. Sie entwickeln sich zu unterschiedlichen Lebenszeiten und spielen sich in unterschiedlichen Zyklen ab.
3. Ein unmittelbarer Bezug des Älterwerdens zwischen Arbeit und Freizeit ist schwierig festzustellen, da die Lebensgewohnheiten des Einzelnen dies beeinflussen.
4. Das Nachlassen der physischen funktionellen Kapazitäten in Abhängigkeit vom Alter kann groß sein.
5. Die Anordnung und die optimierte Gestaltung des Arbeitsplatzes können sowohl bedeutsam die Fähigkeiten der älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch der Jüngeren verbessern, eine bestimmte Tätigkeit auszurichten
6. Veränderungen der Wahrnehmungsfunktionen, wie die Funktionen des Auges oder der Ohren, können in der Regel durch eine Umstrukturierung der Arbeitsumgebung ausgeglichen werden. Unsere Sinnesfunktionen arbeiten unabhängig voneinander. Sie sind jedoch Frühhinweise für ein Nachlassen der Geschwindigkeit der Wahrnehmung und der kognitiven Funktionen. Der Arbeitgeber sollte diesen Mitarbeitern mental stärker anfordernde Aufgaben übertragen.
7. Veränderungen unter Berücksichtigung der Körperhaltung erhalten im Bereich der Arbeitssicherheit bisher keine genügende Aufmerksamkeit.
8. Die Besonderheit zwischen den allgemeinen physikalischen Leistungen und den wichtigsten Sinnesfunktionen besteht darin, dass diese mit dem Älterwerden nachlassen, sich aber unabhängig verändern. Man kann auf eine bestimmte Funktion wie das Hören „alt“ sein aber „jung“ im Hinblick auf eine andere Funktion wies z.B. das Sehen sein.
9. Durch Veränderungen der Wahrnehmung der älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind diese bei schweren Unfällen höheren Risikofaktoren unterworfen.
10. Untersuchungen der funktionellen Kapazität bei Beschäftigten haben sowohl in unterschiedlichen Beschäftigungsbereichen als auch unter Laborbedingungen zum gleichen Ergebnis geführt.

Vgl. Buch Juhani Ilmarien/ Jürgen Tempel Arbeitsfähigkeit 20210 Seite 192 - 193

2.1.2 Die Sauerstoffaufnahme

Unser Körper ist in der Lage Leistung zu vollbringen. Hier setzt er in einer Belastungsreaktion Hormone frei, die Kreislauf, Atmung und Energiestoffwechsel umstellen. Unser Körper muss hierfür Sauerstoff aufnehmen, um die freigesetzte Energie zu verbrennen.

Es kommt hauptsächlich auf ein Zusammenspiel von Muskeln, Herzkreislauf- und dem Atmungssystem. Dies kann heutzutage direkt durch die Sauerstoffaufnahme bestimmt werden.

Untersuchungen mit Durchschnittspersonen, keine Hochleistungssportler, ergaben, dass mit steigendem Alter zunehmend weniger Sauerstoff zur Verfügung steht. Bei Frauen ergibt dies, dass ihre maximal mögliche Sauerstoffaufnahme ab dem Eintritt von 30 Jahren gleichmäßig abfällt. Diese Entwicklung hat einen wesentlichen Einfluss auf die Fähigkeit der Durchführung physischer Arbeit. In Werte gefasst, haben Frauen mit 50 eine durchschnittliche maximale Sauerstoffaufnahme von 1,98 Liter/Minute.

Eine international erprobte Empfehlung besagt, dass eine normale Tätigkeit im Berufsleben nicht mehr als 50% der maximalen Sauerstoffaufnahme benötigen sollte. Aus dem obigen Beispiel, ergibt dies, das die Grenze von 1 Liter/Minute nicht überschritten werden sollte, andernfalls würde dies zu einer Anhäufung von sauren Stoffwechselprodukten in den Muskeln führen. Bezogen auf das Arbeitsleben würde dies bedeuten, dass sich diese Person erschöpft fühlt, und somit seine durchschnittliche Arbeitsleistung wegen Muskelschwäche abnimmt.

Frauen in einer schlechten körperlichen Verfassung, deren maximalen Sauerstoffaufnahmewert zum Beispiel bei 1,5 Liter/Minute liegt, dürfen im Arbeitsleben keine Tätigkeiten ausrichten, die mehr als 0,75 Liter/Minute verbrauchen. Dies entspricht einer Tätigkeit im Sitzen oder im Stehen bei einer einfachen körperlichen Arbeit.

Besonders wichtig ist der Wechsel der sogenannten dynamischen Arbeit, also Tätigkeiten in Bewegungen mit einem regelmäßigen Wechsel von Anspannung und Entspannung, zur sog. statischen Arbeit, die im Arbeitsleben meistens der Halte- und Tragearbeit entspricht.

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Leistung älterer Mitarbeiter und altersgemischter Gruppen
Untertitel
Personalentwicklung und Organisationsentwicklung / Zielorientierte Mitarbeiterführung
Hochschule
Frankfurt University of Applied Sciences, ehem. Fachhochschule Frankfurt am Main
Note
2
Autor
Jahr
2010
Seiten
14
Katalognummer
V169624
ISBN (eBook)
9783640880331
ISBN (Buch)
9783640880508
Dateigröße
424 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Personal, ältere Mitarbeiter, Leistung älterer Mitarbeiter, alternde Belegschaft, körperliche, geistige, Eignung älterer Mitarbeiter, altersheterogene Arbeitsgruppen
Arbeit zitieren
Tobias Ochs (Autor), 2010, Leistung älterer Mitarbeiter und altersgemischter Gruppen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169624

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