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Kindliche Zweisprachigkeit und früher Englischunterricht an deutschen Primarschulen

Título: Kindliche Zweisprachigkeit und früher Englischunterricht an deutschen Primarschulen

Tesis , 2009 , 144 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Iris Wahrig (Autor)

Pedagogía - Escuelas pedagógicas
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Sprache galt schon immer als das Tor zur Welt. In unserer heutigen globalisierten Gesellschaft gilt dieser Satz mehr denn je. Grenzüberschreitende Lebens- und Arbeitsverhältnisse verlangen ein hohes Maß an fremdsprachlicher Kompetenz. Angesichts dieser sich verändernden Welt, steht auch das Schulwesen vor immer neuen Herausforderungen. Immer früher sollen Kinder fremde Sprachen erlernen. Dabei wird das Hauptaugenmerk auf die bessere Lernfähigkeit der Schüler im Grundschulalter gelegt. Die Tatsache, dass im Jahre 2004/2005 der flächendeckende Englischunterricht auf der Primarstufe eingeführt wurde, trägt dieser Entwicklung Rechnung. Inwiefern der frühe Fremdsprachenunterricht der Grundschulen als Perspektive für die Zukunft gesehen werden kann, ist allerdings umstritten.
Die für die Bearbeitung des Themas zentrale Frage lautet daher, ob der Erwerb einer zweiten Sprache eine Chance bietet oder ob die Bilingualität eine Gefahr für die kindliche (Sprach-)Entwicklung darstellt. Eine wesentliche Rolle innerhalb der Forschungsdiskussion spielt dabei die Debatte über das optimale Alter für den Erwerb einer Fremdsprache. Dabei wird insbesondere in der Gesellschaft die Meinung vertreten, dass der frühere Erwerb zu besseren Ergebnissen führe. Gegensätzliche Stimmen sehen darin jedoch die Gefahr einer Überforderung des Kindes und vertreten die Ansicht, dass es notwendig sei erst eine Sprache – die eigene Muttersprache – vollständig zu erwerben. Das gleichzeitige Erlernen beider Sprachen würde Sprachmischungen hervorrufen, die oftmals als Indiz für unzureichende Kompetenzen angeführt werden. Um beiden Seiten gerecht zu werden, müssen deshalb die Anforderungen an den Fremdsprachenunterricht an der Zielgruppe – der Grundschüler – ausgerichtet werden. Hier stehen vor allem die Lehrer im Mittelpunkt, deren Qualifikationen die Basis einer fremdsprachlichen Früherziehung bilden. Jedoch tragen auch die lernpsychologischen Voraussetzungen der Kinder zu einem erfolgreichen Unterricht bei.
Wie aktuell dieses Thema ist, zeigt sich insbesondere an der hohen Zahl der Veröffentlichungen in den letzten Jahren. Hervorzuheben sind vor allem Heiner Böttger, in Bezug auf die fachdidaktischen Prinzipien des Englischunterrichts an Grundschulen1 und Suzanne Romaine, deren Publikation „Bilingualism“2 als Standardwerk zur Zweisprachigkeit betrachtet werden kann. Für eine Einführung in die Thematik empfiehlt sich das Überblickswerk „Foundations of Bilingual Education and Bilingualism“...

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bilingualität – Begriff und Definition

2.1 Was ist Bilingualität? – Der Versuch einer Definition

2.1.1 Der psycholinguistische Ansatz

2.1.2 Der soziolinguistische Ansatz

2.2 Abgrenzung der verschiedenen Formen von Bilingualität

2.2.1 Simultaner versus sukzessiver Zweitspracherwerb

2.2.2 Natürlicher versus gesteuerter Zweitspracherwerb

2.2.3 Additive versus subtraktive Zweisprachigkeit

2.3 Begriffliche Abgrenzungen

2.3.1 Muttersprache gleich Muttersprache?

2.3.2 Familiensprache und Umgebungssprache

2.3.3 Starke und schwache Sprache

3. Der bilinguale Spracherwerb: Voraussetzungen und Merkmale

3.1 Monolingualer und bilingualer Spracherwerb

3.1.1 Der monolinguale Erstspracherwerb

3.1.2 Der bilinguale Erstspracherwerb

3.2 Natürliche Bilingualität und Methoden zweisprachiger Erziehung

3.2.1 Die Methode ‚Eine Person – eine Sprache‘

3.2.2 Die Methode ‚Eine Sprache – eine Umgebung‘

3.3 Künstliche Bilingualität

3.4 Der Faktor des optimalen Alters

3.5 Code-switching und Code-mixing

4. Über den gesellschaftlichen Umgang mit Zweisprachigkeit

4.1 Negative (Vor-)Urteile gegenüber Zweisprachigkeit

4.2 Positive (Vor-)Urteile gegenüber Zweisprachigkeit

4.3 Vor- und Nachteile der bilingualen Erziehung

5. Die Einführung des frühen Fremdsprachenunterrichts an deutschen Primarschulen

5.1 Die fremdsprachliche Früherziehung im institutionellen Rahmen – ein historischer Überblick

5.2 Erste Entwürfe und Versuche der Länder für den frühen Englischunterricht

6. Zweitspracherwerb in der Grundschule am Beispiel des frühen Englischunterrichts – Chance oder Gefahr für die kindliche Entwicklung?

6.1 Der Zweitspracherwerb unter schulischen Bedingungen

6.1.1 Die Bedeutung der englischen Sprache als erste Fremdsprache

6.1.2 Herausforderungen für die Lehrer

6.1.3 Lernpsychologische Voraussetzungen der Schüler

6.2 Die Ziele des frühen Fremdsprachenunterrichts an Grundschulen

6.2.1 Sprachliche Kompetenzen

6.2.2 Interkulturelle Aspekte

6.2.3 Affektive und motivationale Ziele

6.3 Kindgerechter Englischunterricht in der Grundschule – grundlegende didaktische Prinzipien für den frühen Zweitspracherwerb

6.3.1 Kindgerechte Unterrichtsinhalte

6.3.2 Authentizität

6.3.3 Visualisierung

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die kindliche Zweisprachigkeit, insbesondere im Kontext der Einführung des frühen Englischunterrichts an deutschen Grundschulen, eine Chance oder eine Gefahr für die kindliche Sprach- und Gesamtentwicklung darstellt. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie der Erwerb einer zweiten Sprache im schulischen Rahmen optimal gestaltet werden kann.

  • Grundlagen der Bilingualität und Definitionen
  • Bedingungen für bilingualen Spracherwerb
  • Gesellschaftliche Sichtweisen und (Vor-)Urteile gegenüber Zweisprachigkeit
  • Historischer und didaktischer Kontext des frühen Fremdsprachenunterrichts
  • Qualifikationsanforderungen an Lehrkräfte und lernpsychologische Aspekte der Schüler

Auszug aus dem Buch

2.1 Was ist Bilingualität? – Der Versuch einer Definition

Die Frage, wann genau eine Person als bilingual zu bezeichnen ist und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen, kann nicht in einem einzigen Satz geklärt werden. Ein genauerer Blick in die Fachliteratur verdeutlicht, warum dem so ist. Eine Vielzahl von Begriffsbestimmungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und deren mitunter ungenaue bzw. widersprüchliche Inhalte sind der Grund dafür, dass eine einheitliche, universelle Definition für den Begriff „Bilingualität“ nicht existiert. Schenkt man der Aussage Klaus Lambecks Glauben, so scheinen sich Forscher nur darin einig zu sein, dass es sich bei der Bilingualität um einen Zustand handelt, „der dadurch gekennzeichnet ist, daß mehr als eine ‚Sprache„ in Erscheinung tritt“.

Auch George Saunders ist der Ansicht, dass „Bilingualism, therefore, simply means having two languages (and bilingualism is often used in the literature to mean the same as multilingualism, that is, having more than two languages)”. Jede weitergehende Begriffsbestimmung von Zweisprachigkeit beleuchtet den Gegenstand aus einer anderen Perspektive, was, aufgrund der Komplexität des Phänomens, ohne Zweifel seine Berechtigung besitzt.

Die Autorin Muriel Saville-Troike beschreibt dieses Problem der Findung einer einheitlichen, allgemeingültigen Definition folgendermaßen: „One explanation for the difficulties in circumscribing the field of bilingualism is the multidisciplinary nature of the aspects involved. The various disciplines involved in analysing the phenomenon, be they linguistics, psychology, sociology or pedagogy, approach it from their own particular vantage point, leading at times to an appearance of confusion, though in fact this is not necessarily the case. Nevertheless, the term bilingualism covers a diverse series of programmes.”

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der kindlichen Zweisprachigkeit und den aktuellen Kontext des frühen Fremdsprachenunterrichts an deutschen Grundschulen ein.

2. Bilingualität – Begriff und Definition: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen wissenschaftlichen Definitionen und Differenzierungen von Bilingualität auf psycholinguistischer und soziolinguistischer Ebene.

3. Der bilinguale Spracherwerb: Voraussetzungen und Merkmale: Hier werden der monolinguale und bilinguale Spracherwerb einander gegenübergestellt, Methoden der zweisprachigen Erziehung analysiert und Phänomene wie das Code-switching thematisiert.

4. Über den gesellschaftlichen Umgang mit Zweisprachigkeit: Dieses Kapitel diskutiert historische und aktuelle Vorurteile sowie die Vor- und Nachteile der bilingualen Erziehung in der Gesellschaft.

5. Die Einführung des frühen Fremdsprachenunterrichts an deutschen Primarschulen: Hier wird der historische Überblick über die Einführung des Fremdsprachenunterrichts sowie erste Modellversuche in Deutschland aufgezeigt.

6. Zweitspracherwerb in der Grundschule am Beispiel des frühen Englischunterrichts – Chance oder Gefahr für die kindliche Entwicklung?: Dieses Kapitel behandelt die schulischen Rahmenbedingungen, die Anforderungen an Lehrkräfte und Schüler sowie die didaktischen Prinzipien für den frühen Englischunterricht.

7. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Ergebnisse und einem Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der bilingualen Erziehung ab.

Schlüsselwörter

Bilingualität, Zweisprachigkeit, Spracherwerb, Erstsprache, Zweitsprache, Grundschule, Englischunterricht, Fremdsprachenunterricht, Mehrsprachigkeit, Code-switching, Lernpsychologie, Sprachdidaktik, institutioneller Rahmen, kindgerechter Unterricht, Interkulturalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kindlichen Zweisprachigkeit und den damit verbundenen Chancen und Risiken im Kontext der Einführung des frühen Englischunterrichts an deutschen Primarschulen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition von Bilingualität, die Voraussetzungen für bilingualen Spracherwerb, gesellschaftliche Urteile sowie die didaktische Gestaltung des Englischunterrichts in der Grundschule.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, ob der Erwerb einer zweiten Sprache im frühen Alter eine Chance für die kindliche Entwicklung bietet oder ob Bilingualität als Gefahr für die (Sprach-)Entwicklung anzusehen ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, die psycholinguistische und soziolinguistische Theorien sowie historische Schulversuche einbezieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Begriffsabgrenzungen, die Voraussetzungen für den bilingualen Spracherwerb (simultan vs. sukzessiv), gesellschaftliche Vorurteile und die didaktische Umsetzung des Englischunterrichts (Lehrkräfteanforderungen, Authentizität, Visualisierung) erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Bilingualität, Spracherwerb, Zweisprachigkeit, Englischunterricht, Grundschule und Sprachdidaktik.

Wie unterscheidet sich der simultane vom sukzessiven Zweitspracherwerb?

Beim simultanen Spracherwerb lernt das Kind beide Sprachen von Geburt an parallel, während beim sukzessiven Erwerb die zweite Sprache erst nach einer bereits entwickelten Erstsprache erlernt wird.

Warum spielt die Lehrkraft eine zentrale Rolle im frühen Englischunterricht?

Da Kinder in der Grundschule die Sprache meist erstmals durch die Lehrperson erfahren, sind eine fundierte sprachpraktische Ausbildung und eine pädagogisch angepasste Kommunikationsweise entscheidend für den Lernerfolg.

Final del extracto de 144 páginas  - subir

Detalles

Título
Kindliche Zweisprachigkeit und früher Englischunterricht an deutschen Primarschulen
Universidad
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Calificación
1,0
Autor
Iris Wahrig (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
144
No. de catálogo
V169986
ISBN (Ebook)
9783640885176
ISBN (Libro)
9783640885299
Idioma
Alemán
Etiqueta
Zweisprachigkeit Bilingualismus Bilingualität früher Englischunterricht zweite Sprache Primarschulen Grundschulenglisch Zweitspracherwerb kindliche Zweisprachigkeit bilingual
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Iris Wahrig (Autor), 2009, Kindliche Zweisprachigkeit und früher Englischunterricht an deutschen Primarschulen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169986
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