In der vorliegenden Arbeit wird ein Überblick über die Verwendung von eLearning als Lehr- / Lernmethode bzw. -Instrument gegeben. Da in der Pflegeausbildung in Deutschland bislang noch keine langfristigen Umsetzungen existieren, sondern lediglich einige Modellversuche umgesetzt wurden, wird ein Überblick über das Produkt eLearning gegeben. Der Fokus liegt hierbei auf dem Nutzen, den Chancen sowie den Gefahren für Lehrende und Lernende, die hiervon ausgehen können. Als Ausgangspunkt lassen sich veränderte Anforderungen des Pflegeberufes ausmachen, die wiederum Veränderungen der Ausbildungsstrukturen nach sich ziehen. Da ein solches Lehr- / Lernkonzept jedoch nicht ohne weiteres implementiert werden kann, werden darüber hinaus die entsprechenden Anforderungen und Voraussetzungen erläutert. Den Abschluss bilden Ergebnisse bisheriger Evaluationen verschiedener Modellprojekte.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung: Veränderte Anforderungen an den Pflegeberuf erfordern Veränderungen der Ausbildungsstrukturen
2 eLearning-Instrumente – Angebote und Möglichkeiten
2.1 Definition und Formen von eLearning
2.2 eLearning – (k)ein neues Lehr- / Lernkonzept
2.3 Chancen und Nutzen
2.4 Grenzen und Gefahren von eLearning-Instrumenten
3 Anforderungen an eLearning-Instrumente und Voraussetzungen
3.1 Qualitative Anforderungen an die Instrumente
3.2 Technische Anforderungen
3.3 Qualifizierung der Lehrkräfte
4 Implementierung von eLearning-Instrumenten
4.1 Curriculare Einbindung
4.2 Auswirkungen auf die Lernleistungen: Erwartungen und Ergebnisse
5 Fazit & Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über den Einsatz von eLearning als moderne Lehr- und Lernform in der Pflegeausbildung. Dabei wird untersucht, inwiefern digitale Medien den veränderten Anforderungen des Pflegeberufs gerecht werden können und welche strukturellen sowie didaktischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung notwendig sind.
- Veränderte Anforderungen an den Pflegeberuf und Ausbildungsstrukturen
- Definition, Formen und Potentiale von eLearning-Instrumenten
- Qualitative, technische und personelle Voraussetzungen für den Einsatz
- Curriculare Einbindung und Implementierungsprozesse
- Evaluation von Modellprojekten und Ausblick auf künftige Entwicklungen
Auszug aus dem Buch
2.3 Chancen und Nutzen
Mit der Aufnahme der Medienthematik als gleichberechtigtes didaktisches Entscheidungsfeld im Berliner Modell eröffnete Heimann eine neue Diskussion (vgl. Kerres, 1998). Vor allem in den Folgejahren und -jahrzehnten kamen immer wieder neue Medien auf, die sogleich - pädagogisch als wertvoll erachtet - in den Unterricht implementiert wurden (vgl. ebd.). So auch im Fall des eLearning. Als neue und innovative Form des Lehrens und Lernens hat es Vorteile gegenüber klassischen Methoden und Medien, die im Folgenden erläutert werden.
Von Arnold, Kilian, Thilosen & Zimmer (2004, S. 37f) werden vier zentrale Potentiale von eLearning genannt, auf die an dieser Stelle näher eingegangen wird.
a) Orts- und Zeitflexibilität
Vor allem durch den Einsatz von modernen Notebooks, PDA’s oder Handy’s sind Lernende heutzutage nicht mehr an einen bestimmten Ort gebunden. Dies trifft zwar auch auf z.B. ein Schulbuch zu, jedoch haben Schüler durch bspw. ein Tablet-PC, was sich ungleich leichter transportieren lässt, Zugang auf sämtliche Unterrichtsmaterialien wohingegen ein Schulbuch vergleichsweise wenige Lerninhalte darbietet.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Veränderte Anforderungen an den Pflegeberuf erfordern Veränderungen der Ausbildungsstrukturen: Die Einleitung beleuchtet den Wandel zur Informationsgesellschaft und die damit einhergehenden neuen Anforderungen an die Medienkompetenz in der Pflegeausbildung.
2 eLearning-Instrumente – Angebote und Möglichkeiten: Dieses Kapitel definiert eLearning als Sammelbegriff, ordnet verschiedene Formen ein und diskutiert das pädagogische Potenzial sowie die Grenzen des Einsatzes.
3 Anforderungen an eLearning-Instrumente und Voraussetzungen: Hier werden die qualitativen, technischen und personellen Anforderungen analysiert, die für eine erfolgreiche Umsetzung von eLearning in Schulen erfüllt sein müssen.
4 Implementierung von eLearning-Instrumenten: Das Kapitel befasst sich mit der notwendigen curricularen Einbindung und wertet erste empirische Ergebnisse aus Modellprojekten aus.
5 Fazit & Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass eLearning trotz seines Potenzials und der Notwendigkeit für lebenslanges Lernen nicht unreflektiert implementiert werden darf und konventionelle Lehrmethoden ergänzen muss.
Schlüsselwörter
eLearning, Pflegeausbildung, Medienkompetenz, Blended Learning, digitale Lehrmedien, Didaktik, Selbstgesteuertes Lernen, Implementierung, Pflegedokumentation, Bildungstechnologie, Lebenslanges Lernen, Lehr-Lern-Kultur, Berufspädagogik, Evaluation, Ausbildungsstrukturen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einsatz von eLearning als Lehrmethode innerhalb der deutschen Pflegeausbildung und beleuchtet die Chancen und Herausforderungen dieses Ansatzes.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die veränderten Anforderungen im Pflegeberuf, didaktische Konzepte für eLearning, technische Voraussetzungen sowie die praktische Einbindung in den Unterricht.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, einen Überblick zu geben, wie eLearning-Instrumente erfolgreich in die Pflegeschulen integriert werden können, um die Schüler auf moderne berufliche Anforderungen vorzubereiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Grundlagen, didaktische Modelle und die Ergebnisse bisheriger Modellprojekte kritisch reflektiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden Begriffsdefinitionen, didaktische Potenziale und Grenzen von eLearning, sowie notwendige technische Bedingungen und die Bedeutung der Lehrkräftequalifikation behandelt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind eLearning, Pflegeausbildung, Medienkompetenz, Blended Learning, selbstgesteuertes Lernen und Curriculare Einbindung.
Welche Bedeutung hat die "Cognitive Load Theorie" in diesem Kontext?
Die Theorie wird im Zusammenhang mit der Qualifizierung von Lehrkräften erwähnt, um sicherzustellen, dass multimediale Lerninhalte didaktisch so gestaltet sind, dass sie die Lernenden nicht überfordern.
Warum wird "Blended Learning" in der Arbeit besonders hervorgehoben?
Blended Learning wird als Kombination von Präsenzveranstaltungen und E-Learning diskutiert, da es die aktuelle Struktur der Pflegeausbildung sinnvoll ergänzen kann, ohne den sozialen Austausch zu vernachlässigen.
- Quote paper
- B.A. Anleitung und Mentoring / cand. M.A. Berufspädagogik Pflege und Gesundheit Tobias Beckmann (Author), 2012, eLearning als Lehr- und Lernform in der Pflegeausbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230708