Bildungswissenschaftler in der Personalentwicklung

Den betrieblichen Weiterbildungsbedarf ermitteln


Hausarbeit, 2013

17 Seiten, Note: 2,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Praktischer Teil

1. Einleitung
1.1 Das Vier Komponenten Instruktions Modell

2. Hierarchie

3. Annahmen und Aufgabenklassen
3.1 Vereinfachte Annahmen
3.2 Aufgabenklassen

4. Lernaufgaben

5. Unterstützende und Just-in-time-Informationen
5.1 Beispiele für unterstützende Informationen
5.2 Beispiel für Just-in-time-Informationen

Theoretischer Teil

6. Lerntheoretische Überlegungen sowie Aspekte des Situierten Lernens

7. Didaktische Szenarien

8. Auswahl von Medien und Anwendungsbeispiele

9. Fazit

10. Literaturverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Vereinfachte Annahmen

Tab. 2: Aufgabenklassen

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Fertigkeitenhierarchie

1. Einleitung

Weiterbildung spielt eine immer größer werdende Rolle. Da dadurch der Bedarf an Weiterbildung steigt, werden auch der finanzielle und der zeitlich Aufwand größer. Daher muss der Weiterbildungsbedarf „systematisch und präzise“ ermittelt werden. (Leiter, Runge, Burschik, Grausam,1982, S. 9) Wie man den Weiterbildungsbedarf ermittelt und wie man die Ermittlung vermittelt ist die grundlegende Fragestellung dieser Hausarbeit. Präziser formuliert heißt sie: Wie lehrt man einen Bildungswissenschaftler in der Personalentwicklung den betrieblichen Weiterbildungs-bedarf zu ermitteln? Für die Wörter „lehren“ und „lernen“ steht das aus dem Griechischen stammende Wort Didaktik. Der Begriff Didaktik spielt in Deutschland eine große Rolle. In anglo-amerikanischen Ländern hingegen entstand seit dem zweiten Weltkrieg das Instructional Design (ID), mit dem Ziel lernen absichtlich zu fördern. Im Rahmen dieser Hausarbeit wird das Vier- Komponenten- Instruktionsdesign- Modell (4C/ID, im weiteren Verlauf nur noch abgekürzt geschrieben) erläutert und auf die oben genannte Fragestellung hin angewendet.

Dabei befasst sich der erste, praktische Teil der Arbeit mit der Erstellung eines Blueprints für einen Lehrplan unter Anwendung des 4C/ID. Aufgezeigt werden sollen die Analyse der Kompetenzen, die zur Ermittlung des Weiterbildungsbedarfs benötigt werden, und die Komponenten, die benötigt werden, um Lernaufgaben zu entwickeln. Abschließen wird der praktische Teil mit Beispielen von unterstützenden Informationen und Just-in-time Informationen. Der weitere, theoretische Teil befasst sich zunächst mit lerntheoretischen Überlegungen sowie Aspekten des situierten Lernens, die Bezug nehmend auf das 4 C/ID aufgezeigt werden. Anschließend werden didaktische Szenarien beschrieben, die sich in den Lehrplan, basierend auf dem 4C/ID, integrieren lassen.

Bevor das Fazit diese Hausarbeit abschließt, werden Anwendungsbeispiele für Medien erläutert, die sich für den erarbeiteten Blueprint eignen.

1.1 Das 4 Komponenten- Instruktions- Modell

In den frühen 1990ern haben van Merrienboër u.a die Theorien von Instruktionsdesign- Modellen um das 4C/ID erweitert. Dieses Modell schafft die Möglichkeit komplexe, kognitive Fähigkeiten zu erlernen und gibt dem Lehrer oder Experten konkrete Empfehlungen zur Entwicklung von Lernaufgaben. Die vier Komponenten des Modells setzten sich zusammen aus den Lernaufgaben, unterstützenden Informationen, Just-in-time Informationen und Part-task Practice. Auf die vier Komponenten wird im weiteren Verlauf näher eingegangen. An dieser Stelle sei noch angemerkt, dass sie in Wechselbeziehung zueinander stehen.

2. Fertigkeitenhierachie

Um einen Lehrplan und damit Lerninhalte zu entwickeln, muss zunächst die Zielleistung analysiert werden. Die Zielleistung wird auch als ganzheitliche Kompetenz (complex cognitive skill) gesehen. Die Fertigkeitenhierarchie dient der Analyse der Kompetenzen, die nötig sind, um den Weiterbildungsbedarf ermitteln zu können. „Den Weiterbildungsbedarf ermitteln zu können“ bildet dabei die ganzheitliche Fertigkeit, die erreicht werden soll. Diese wird dann in konstituierende Teilfertigkeiten

(constituent skills) zerlegt, die in Relation zueinander stehen. Zuerst gibt es die horizontale Relation zwischen nebengeordneten Fertigkeiten, die von links nach rechts beschrieben werden (Merrienboer ,Clark und de Croock, 2002, S. 40). Die Ausübung der Fertigkeiten kann sowohl sequentiell als auch gleichzeitig sein. Diese Fertigkeiten zu beherrschen, ist gesamt gesehen notwendig, um das Lernziel „Den Weiterbildungs-bedarf zu ermitteln“ angemessen ausführen zu können. Die vertikalen Relationen, auch konditionale Relationen genannt, werden von unten nach oben gelesen. Die an der Basis angeordnete Fertigkeit muss beherrscht werden, um die darüber liegende Fertigkeit ausüben zu können. Bezogen auf den Bildungswissenschaftler in diesem Beispiel bedeutet dies, dass er zunächst den Aufgabenkatalog der Mitarbeitergruppe und die Führungsgrundsätze des Unternehmens lesen und kennen muss, um diese als Zielgruppe analysieren zu können.

Nur, wenn die vertikalen Fertigkeiten ausgeübt werden können, wird die horizontale Fertigkeit beherrscht und kann dann in Verbindung mit den anderen horizontalen Fertigkeiten zu dem Ziel führen den Weiterbildungsbedarf in einer Firma oder Abteilung zu ermitteln. Angewandt auf den Bildungswissenschaftler in diesem Beispiel bedeutet dies, dass er den Weiterbildungsbedarf nur ermitteln kann, wenn der die Zielgruppe analysieren kann, verschiedene Methoden ausfindig machen kann, aus ihnen wählen kann und ihre Durchführung planen kann. Und diese Fertigkeiten kann er wiederum nur ausführen, wenn er die konditionalen Fertigkeiten beherrscht.

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Bildungswissenschaftler in der Personalentwicklung
Untertitel
Den betrieblichen Weiterbildungsbedarf ermitteln
Hochschule
FernUniversität Hagen
Veranstaltung
Allgemeine Didaktik und Mediendidaktik
Note
2,7
Autor
Jahr
2013
Seiten
17
Katalognummer
V274652
ISBN (eBook)
9783656675792
ISBN (Buch)
9783656675785
Dateigröße
540 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bildungswissenschaftler, personalentwicklung, weiterbildungsbedarf
Arbeit zitieren
Katharina Floer (Autor), 2013, Bildungswissenschaftler in der Personalentwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274652

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Titel: Bildungswissenschaftler in der Personalentwicklung



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