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Kochen als Luxushobby. Wie eigene Nahrungszubereitung zum sozialen Distinktionsmerkmal wird

Título: Kochen als Luxushobby. Wie eigene Nahrungszubereitung zum sozialen Distinktionsmerkmal wird

Trabajo Escrito , 2012 , 20 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: M. A. Theresa Offenbeck (Autor)

Sociología - Otros
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Das Selbst-Kochen wird nicht nur zunehmend praktiziert, sondern zu einem eigenen hoch angesehen Hobby, das Aussagen über guten Geschmack, ausgeprägten Stil und profunde (Koch- und Lebensmittel-) Kenntnisse zulässt und somit zu einer Domäne mittlerer und höherer sozialer Schichten aufsteigt. Fachwissen über besonders gute Rinderrassen, längst vergessene Gemüsesorten und spezielle Zubereitungstechniken sind heutzutage nicht mehr ausschließlich dem Beruf des Koches zuzuschreiben, sondern verbreiten sich zunehmend unter „Hobbyköchen“ mit Anspruch, die besonderen Wert auf Exklusivität, hohe Qualität und Individualität legen.
Diese Arbeit wird versuchen, den Trend des Selber-Kochens mit gehobenem Anspruch zu erklären und sich mit der Frage beschäftigen, an welchen Phänomenen sich dieser ablesen lässt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Vom „Hinter-die-Kulissen-Verlegen“ des Kochens zur eigenen Zubereitung

2. Indikatoren der Herausbildung des Trends zum Selbst-Kochen

2.1. Lifestyle - und Food - Magazine

2.2. Food Blogs

2.3. Wohnküchen

3. Gründe für die Entwicklung

3.1. Bewusstsein bezüglich der Herkunft und Produktion von Lebensmitteln

3.2. Bewusstsein bezüglich der gesundheitsfördernden und gewichtsregulierenden Wirkung von Lebensmitteln

3.3. Selbst-Kochen als Steigerung von Genuss und Lebensqualität

4. Abschließendes Fazit und Vorausschau

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den soziologischen Wandel des Kochens von einer notwendigen täglichen Arbeit hin zu einem prestigeträchtigen „Luxushobby“ innerhalb mittlerer und hoher sozialer Schichten. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, durch welche Indikatoren und gesellschaftlichen Entwicklungen sich dieser Trend zur eigenen Nahrungszubereitung ablesen lässt und welche Motive des „bewussten Konsums“ diesen Prozess vorantreiben.

  • Die symbolische Bedeutung der eigenen Küche als Distinktionsmerkmal.
  • Einfluss von Food-Magazinen und Food-Blogs auf das Image des Kochens.
  • Die Rolle der Wohnküche als architektonischer Mittelpunkt der Interaktion.
  • Zusammenhang zwischen bewusstem Konsum, Gesundheit und Qualität.
  • Soziologische Einordnung des Kochverhaltens nach Norbert Elias und Pierre Bourdieu.

Auszug aus dem Buch

1. Vom „Hinter-die-Kulissen-Verlegen“ des Kochens zur eigenen Zubereitung

Liest man Norbert Elias Abschnitt über das Essen von Fleisch vor dem Hintergrund des heutigen Essverhaltens, so ließe sich damit erklären, weshalb eine obere soziale Schicht es vorzieht, auswärts Essen zu gehen, anstatt sich selbst um die Zubereitung der Speisen (und beispielsweise dem Zerlegen von ganzen Tieren) zu kümmern. Das, was den Menschen an seinen eigenen „tierischen Charakter“ erinnert, soll möglichst ausgesondert werden. Die westliche Oberschicht präferiert es, die Speise in einer Form serviert zu bekommen, die kaum noch Ähnlichkeit mit dem ursprünglichen Tier vorweist. Auch Pierre Bourdieu kommt in seiner Studie über die „Struktur des Nahrungs– und Genussmittelkonsums je nach Fraktion der herrschenden Klasse“ zu dem Schluss, dass besonders Schichten mit hohem kulturellen Kapital und somit gewissermaßen die „zivilisierteste“ Schicht, Speisen konsumieren, die durch ihre raffinierte und ästhetische Zubereitung stark verfremdet wurden bezüglich des ursprünglichen Charakters ihrer einzelnen Zutaten. Er beschreibt dieses Phänomen als Verschiebung des Fokus von „Substanz und Funktion hin zur Form und Manier“. Je höher die soziale Schicht, desto weniger hat das Essen den ursprünglichen Zweck der Nahrungszufuhr, sondern wird vielmehr zum Symbol der eigenen Kultiviertheit, also zum Distinktionsmerkmal.

Um die Distanz zum ursprünglichen Nahrungsmittel zu maximieren, entwickelt sich das Kochverhalten des westlichen Abendlandes in eine Richtung, die die Zubereitung von Speisen vom Mittelpunkt des Geschehens – wie beispielsweise das Zerlegen des ganzen Tieres bei der mittelalterlichen Tafel – immer mehr in den Hintergrund verdrängt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vom „Hinter-die-Kulissen-Verlegen“ des Kochens zur eigenen Zubereitung: Das Kapitel führt in die soziologische Theorie ein und beschreibt, wie die zunehmende Zivilisierung das Kochen ursprünglich aus dem öffentlichen Blickfeld verdrängte, um eine Distanz zum Tierischen zu schaffen.

2. Indikatoren der Herausbildung des Trends zum Selbst-Kochen: Hier werden Medien wie Food-Magazine und -Blogs sowie die architektonische Aufwertung der Küche zur Wohnküche als Belege für die neue Sichtbarkeit und Prestige-Aufwertung des Kochprozesses angeführt.

3. Gründe für die Entwicklung: Das Kapitel analysiert, wie der Wunsch nach bewusstem Konsum, Qualität, Gesundheit und Genuss dazu führt, dass Menschen wieder verstärkt selbst kochen, um die Kontrolle über Inhaltsstoffe und Zubereitung zu behalten.

4. Abschließendes Fazit und Vorausschau: Das Fazit fasst zusammen, dass das Kochen heute für soziale Gruppen mit hohem Kapital als attraktive Freizeitbeschäftigung dient und ein Ausdruck von Lebensqualität und Distinktion ist.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Sekundärliteratur und Internetquellen.

Schlüsselwörter

Selbst-Kochen, Distinktionsmerkmal, Zivilisation, Norbert Elias, Pierre Bourdieu, bewusster Konsum, Luxushobby, Food-Blogs, Wohnküche, Wellfood, Functional Food, Ernährungstrends, Lebensqualität, Sozialer Status, Genussfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den soziologischen Trend, dass das Kochen für Menschen in mittleren und höheren sozialen Schichten von einer lästigen Notwendigkeit zu einem prestigeträchtigen Hobby geworden ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die soziologische Theorie der Distinktion, die veränderte Medienlandschaft durch Food-Blogs, Architekturtrends wie die Wohnküche sowie der Konsum von Bio- und Wellfood-Produkten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Wandel des Selbst-Kochens zum sozialen Distinktionsmerkmal zu erklären und die Phänomene aufzuzeigen, an denen sich dieser Prozess ablesen lässt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin/der Autor nutzt eine phänomenologische Herangehensweise, kombiniert mit der Analyse soziologischer Theorien und der Auswertung statistischer Marktdaten zum Ernährungsverhalten.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet zunächst die mediale und architektonische Aufwertung des Kochens und analysiert anschließend die Beweggründe, insbesondere das gestiegene Bewusstsein für Herkunft, Gesundheit und Genuss bei Lebensmitteln.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Distinktionsmerkmal, bewusster Konsum, Luxushobby, soziale Schichtung und Ernährungstrends charakterisieren.

Welche Bedeutung hat die „Wohnküche“ für den Autor?

Die Wohnküche wird als architektonisches Gegenstück zur historischen Verdrängung des Kochens interpretiert, da sie den Kochvorgang in das Zentrum des sozialen Lebens und somit auf eine „Bühne“ stellt.

Welchen Einfluss haben gesundheitliche Aspekte auf den Kochtrend?

Der Wunsch nach Kontrolle über Inhaltsstoffe, Allergene und die Fettzufuhr führt dazu, dass gesundheitsbewusste Konsumenten das Selbst-Kochen als notwendiges Werkzeug für ihre spezifischen Ernährungsziele nutzen.

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Detalles

Título
Kochen als Luxushobby. Wie eigene Nahrungszubereitung zum sozialen Distinktionsmerkmal wird
Universidad
University of Constance  (Institut für Soziologie)
Curso
Soziologie des Essens
Calificación
1,7
Autor
M. A. Theresa Offenbeck (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
20
No. de catálogo
V448570
ISBN (Ebook)
9783668834156
ISBN (Libro)
9783668834163
Idioma
Alemán
Etiqueta
Essen Distinktionsmerkmal kulturelles Kapital Kochen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
M. A. Theresa Offenbeck (Autor), 2012, Kochen als Luxushobby. Wie eigene Nahrungszubereitung zum sozialen Distinktionsmerkmal wird, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/448570
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