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Führt Chinas wachsender Erdölbedarf zu energiepolitischen Konflikten in Asien?

Title: Führt Chinas wachsender Erdölbedarf zu energiepolitischen Konflikten in Asien?

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 26 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Josip Pejic (Author)

Politics - Region: South Asia
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage nach den Auswirkungen des wachsenden chinesischen Erdölbedarfs auf die bilateralen Beziehungen in Asien und die regionale Energieversorgung. Dabei soll unter anderem geklärt werden, ob Chinas Suche nach Erdöl unweigerlich zur Zunahme von Spannungen in der internationalen Politik – und insbesondere in den Beziehungen zu seinen regionalen Nachbarn Indien und Japan – führt und inwieweit seine globale Energiediplomatie Raum für friedliche internationale Zusammenarbeit lässt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. CHINAS EINSTIEG IN DIE INTERNATIONALE ENERGIEWIRTSCHAFT

3. CHINAS WACHSENDER ERDÖLBEDARF UND IMPORTABHÄNGIGKEIT

4. CHINAS ERDÖLDIPLOMATIE IM NAHEN OSTEN

5. DIE ENERGIEPOLITISCHE SITUATION IM ASIATISCH-PAZIFISCHEN RAUM

6. FÜHRT CHINAS SUCHE NACH ERDÖL ZU ENERGIEPOLITISCHEN KONFLIKTEN?

6.1. FALLBEISPIEL 1: DER RUSSISCH-CHINESISCH-JAPANISCHE PIPELINEKONFLIKT IN NORDOSTASIEN

6.2. FALLBEISPIEL 2: DER CHINESISCH-JAPANISCHE ENERGIE- UND TERRITORIALKONFLIKT IM OSTCHINESISCHEN MEER

7. CHINAS BEZIEHUNGEN ZU ANDEREN IMPORTLÄNDERN: KOOPERATION UND KONFRONTATION

8. SCHLUSSBETRACHTUNG: INTERNATIONALE ZUSAMMENARBEIT ALS LÖSUNG DER ENERGIEFRAGE?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie sich der rasant wachsende Erdölbedarf der VR China auf die regionalen Beziehungen in Asien sowie auf die globale Energiesicherheit auswirkt, wobei insbesondere das Spannungsfeld zwischen Kooperation und Konfrontation analysiert wird.

  • Chinas Strategien zur Sicherung globaler Erdölressourcen
  • Regionale Machtrivalitäten in Asien (insb. China, Japan, Indien)
  • Die Rolle der USA und globaler Energiebündnisse
  • Pipeline-Projekte und territoriale Ressourcenkonflikte
  • Potentiale für internationale Zusammenarbeit und multilaterale Ansätze

Auszug aus dem Buch

6.1. Fallbeispiel 1: Der russisch-chinesisch-japanische Pipelinekonflikt in Nordostasien

China und Russland haben ihre wirtschafts- und energiepolitischen Beziehungen seit Mitte der 90er Jahre immer weiter ausgebaut (Umbach 2006: 44). Für Russland bedeuten diese neben Waffenlieferungen vor allem eine wichtige Einnahmequelle aus dem Export von Erdöl und Erdgas. China hingegen hofft, sich auf diese Weise von seiner Importabhängigkeit gegenüber den Golfstaaten zu lösen. Außerdem würde eine stärkere Diversifizierung der Erdölimporte auch einen geringeren Anstieg der Gefährdung und Verwundbarkeit seiner Schiffstransporte durch die Seestreitkräfte Indiens, Japans und Amerikas bedeuten (Umbach 2006: 44). Die chinesische Regierung setzt deshalb immer stärker auf enge Beziehungen mit Russland, ohne sich dabei jedoch zu sehr in Abhängigkeit zu begeben.

Russlands Erdölexporte gehen zum gegenwärtigen Zeitpunkt zu 90 Prozent nach Europa, China bezieht lediglich 9 Prozent seiner Ölimporte aus Russland. Doch die gewaltigen Erdölressourcen östlich des Urals haben nicht nur Chinas Interesse geweckt, auch Japan, Südkorea und andere Regionalstaaten Asiens haben ihr Interesse an einer Pipeline-Verbindung bekundet. Die russische Regierung hofft angesichts dieser vielseitigen Möglichkeiten, die Ölförderung in Sibirien steigern zu können, um bis zum Jahr 2010 etwa 10 Prozent und bis 2030 sogar 30 Prozent seiner Ölexporte auf dem asiatischen Markt zu verkaufen (Umbach 2006: 44).

Für China würde der Bau einer russisch-chinesischen Ölpipeline ein Drittel seiner Rohölimporte bis zum Jahr 2030 absichern (Umbach 2006: 45). Die beiden Parteien einigten sich bereits im Jahr 2001 auf ein Abkommen zum Bau der Pipeline von Angarsk nach Daqing.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die globale Bedeutung der Energienachfrage Chinas im Kontext veränderter politischer Landschaften nach 2001.

2. CHINAS EINSTIEG IN DIE INTERNATIONALE ENERGIEWIRTSCHAFT: Dieses Kapitel beschreibt den Wandel der chinesischen Energiepolitik von der heimischen Förderung hin zur globalen Akquisition.

3. CHINAS WACHSENDER ERDÖLBEDARF UND IMPORTABHÄNGIGKEIT: Hier wird der rapide Anstieg des Verbrauchs durch Wirtschaftswachstum und Urbanisierung sowie die resultierende strategische Unsicherheit analysiert.

4. CHINAS ERDÖLDIPLOMATIE IM NAHEN OSTEN: Das Kapitel analysiert die Strategie der chinesischen Ölfirmen im Mittleren Osten und die politische Dilemmasituation zwischen Versorgungssicherheit und Neutralität.

5. DIE ENERGIEPOLITISCHE SITUATION IM ASIATISCH-PAZIFISCHEN RAUM: Hier werden die regionalen Wachstumsraten und die damit verbundenen Abhängigkeiten der asiatischen Volkswirtschaften dargestellt.

6. FÜHRT CHINAS SUCHE NACH ERDÖL ZU ENERGIEPOLITISCHEN KONFLIKTEN?: Dieses Kapitel untersucht anhand von Fallbeispielen zu Pipeline-Konflikten und Territorialstreitigkeiten das Konfliktpotential.

7. CHINAS BEZIEHUNGEN ZU ANDEREN IMPORTLÄNDERN: KOOPERATION UND KONFRONTATION: Das Kapitel reflektiert über die Möglichkeiten von Partnerschaften zwischen Energieimporteuren zur Vermeidung von Machtkonkurrenz.

8. SCHLUSSBETRACHTUNG: INTERNATIONALE ZUSAMMENARBEIT ALS LÖSUNG DER ENERGIEFRAGE?: Das Fazit plädiert für die Einbindung Chinas in multilaterale Energieinstitutionen als Lösungsweg für globale Stabilität.

Schlüsselwörter

China, Energiesicherheit, Erdölbedarf, Importabhängigkeit, Naher Osten, Asien, Pipeline-Konflikt, Ressourcenkonkurrenz, Außenpolitik, Weltwirtschaft, Multilateralismus, Geopolitik, Energiesektor, Wirtschaftswachstum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des steigenden chinesischen Erdölbedarfs auf die internationale Politik und die bilateralen Beziehungen im asiatisch-pazifischen Raum.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen Chinas Strategien zur Sicherung von Rohstoffquellen, das Spannungsfeld zwischen China, Japan und den USA sowie die Herausforderungen globaler Energiepartnerschaften.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, ob die Suche nach neuen Erdölquellen unweigerlich zu politischen Konflikten führt oder ob multilaterale Kooperationsmodelle diese verhindern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer politikwissenschaftlichen Analyse unter Verwendung aktueller Studien, Prognosen der Internationalen Energie Agentur und Fallbeispielen aus der Region.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert Chinas Erdöldiplomatie, regionale Konflikte wie Pipeline-Streitigkeiten und Territorialansprüche im Ostchinesischen Meer sowie die Beziehungen zu anderen Akteuren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Energiesicherheit, Ressourcennationalismus, Geopolitik, globale Energieimporte und das Verhältnis zwischen den Großmächten.

Welche Rolle spielt der "Unocal-Fall" für die Argumentation?

Der Versuch der Übernahme von Unocal durch CNOOC verdeutlicht das tiefe Misstrauen zwischen der USA und China hinsichtlich der nationalen Energiesicherheit.

Warum wird Russland im Kontext der chinesischen Energiepolitik als unberechenbar bezeichnet?

Russland spielt China und Japan gegeneinander aus, um die Kontrolle über die Energieströme zu behalten, was in China zu scharfem Misstrauen führt.

Welche Rolle spielen die ASEAN-Staaten bei der Lösung der Energiefrage?

Die ASEAN-Staaten setzen vermehrt auf regionale Energiekooperation, wobei das traditionelle Souveränitätsverständnis Fortschritte oft noch behindert.

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Details

Title
Führt Chinas wachsender Erdölbedarf zu energiepolitischen Konflikten in Asien?
College
University of Hamburg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Course
Internationale Erdölpolitik
Grade
2,0
Author
Josip Pejic (Author)
Publication Year
2007
Pages
26
Catalog Number
V85644
ISBN (eBook)
9783638014267
ISBN (Book)
9783638917346
Language
German
Tags
Führt Chinas Erdölbedarf Konflikten Asien Internationale Erdölpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Josip Pejic (Author), 2007, Führt Chinas wachsender Erdölbedarf zu energiepolitischen Konflikten in Asien?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85644
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