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Das 4C/ID-Modell

Ein Entwurf eines Lehrplans für die Ausbildung eines Bildungswissenschaftlers im Bereich der Allgemeinen Erwachsenenbildung

Title: Das 4C/ID-Modell

Term Paper , 2008 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christiane Kahl (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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Seit dem 17. Jahrhundert versucht man das Lehren und Lernen zu fördern. Seit dem 20. Jahrhundert wurden zahlreiche Modelle entwickelt, um die Lehre vom Lehren und Lernen zu unterstützen. Aber können diese Modelle von damals heute noch bedenkenlos angewandt werden? Gewiss nicht, denn die Bedürfnisse unserer Gesellschaft haben sich hinsichtlich des Lernens geändert. Heute prägen uns eine Wissensgesellschaft, das Lebenslange Lernen, das Internet … unser Lernen wurde komplexer. Die Menschen benötigen folglich auch komplexere Fähigkeiten.

Jeroen van Merriënboer, Professor für Bildungstechnologie an der Offenen Universität der Niederlande, forschte nach Strategien zur Förderung von komplexen kognitiven Fähigkeiten. Das Resultat: Das Vier-Komponenten Instruktionsdesign Modell (four-component instructional design model, kurz 4C/ID-Modell) – ein Instruktionsdesign, das während der Anfertigung von Lernmaterialien methodische Anleitungen gibt, um komplexes Lernen beim Lernenden zu unterstützen.

Die vorliegende Arbeit wird sich mit der Vertiefung des 4C/ID-Modells beschäftigen. Im praktischen Teil wird ein Lehrplanentwurf unter Zuhilfenahme des Modells entwickelt. Mit der theoretischen Konzeption und praktischen Anwendung des Modells will die Autorin zeigen, wie das Modell auf den Bereich der Allgemeinen Erwachsenenbildung, der stark vom Lebenslangen Lernen geprägt ist, Verwendung finden kann und somit nicht nur die Komplexität des Bildungsbereichs selbst würdigt, sondern auch komplexes Lernen ermöglicht. Im folgenden theoretischen Teil werden lerntheoretische und mediendidaktische Überlegungen in Bezug auf das 4C/ID-Modell dargestellt. Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die theoretisch fundierte Planung und praktische Anwendung des Modells

2.1 Schritt 1 - Das Aufgliedern der Kompetenz

2.2 Schritt 2 - Die Ordnung in den Aufgabenklassen

2.3 Schritt 3 - Das Kreieren der Lernaufgaben

2.4 Schritt 6 - Beispiele für unterstützende Informationen

2.5 Schritt 9 – Ein Exempel für Just-in-time-Informationen

3 Das 4C/ID-Modell im lerntheoretischen und medien-didaktischen Kontext

3.1 Die Lerntheoretische Basis des Modells berücksichtigt situiertes Lernen

3.2 Didaktische Szenarien im 4C/ID-Modell

Medien unterstützen den Lehrplanentwurf

4 Zusammenfassende Bewertung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen Lehrplanentwurf für die Ausbildung von Bildungswissenschaftlern im Bereich der Allgemeinen Erwachsenenbildung unter Anwendung des 4C/ID-Modells zu entwickeln. Dabei wird untersucht, wie dieses Modell komplexe, anwendungsorientierte Lernprozesse fördern kann, die den Anforderungen einer Wissensgesellschaft und des Lebenslangen Lernens gerecht werden.

  • Vertiefung und praktische Anwendung des 4C/ID-Modells (Vier-Komponenten-Instruktionsdesign).
  • Konzeption eines Blueprints für die Ausbildung von Bildungswissenschaftlern.
  • Lerntheoretische Einbettung (Konstruktivismus und Kognitivismus) des Modells.
  • Integration didaktischer Szenarien und Medieneinsatz in Lehrplanentwürfe.
  • Analyse der Bedeutung authentischer Lernaufgaben für den Kompetenzerwerb.

Auszug aus dem Buch

2.3 Schritt 3 - Das Kreieren der Lernaufgaben

Nach dem Sequenzieren der Aufgabenklassen werden die Lernaufgaben konzipiert. Lernaufgaben - sie sind die erste Komponente des 4C/ID-Modells - beinhalten ganzheitliche Problemfälle aus der Praxis, die dem Schwierigkeitsgrad der jeweiligen Aufgabenklasse entsprechen. Eine Ansammlung von Lernaufgaben ist zwar Basis jeder Ausbildung, aber es sind die Aufgabenklassen, welche die Abfolge der Ausbildung bestimmen (vgl. Merriënboer et al., 2002, S. 45). Die Lernaufgaben sind innerhalb einer Aufgabenklasse hinsichtlich ihrer Bedeutung und Anforderung gleich, so dass sie auf der Grundlage derselben versierten Kenntnisse durchgeführt werden können (vgl. Merriënboer et al., 2002, S. 45). Mit anderen Worten: Der Schwierigkeitsgrad in der Aufgabenklasse bleibt unverändert, nur der situierte Kontext des Falls wechselt.

Die erste Aufgabenklasse, die dem Lernenden geboten wird, stellt die einfachste Version eines Falles dar, auf die ein Experte in der realen Arbeitswelt stoßen kann. In den darauf folgenden Aufgabenklassen werden vom Lernenden mehr Kenntnisse abverlangt, um die Lernaufgaben zu lösen. In der letzten Aufgabenklasse sind alle denkbaren Problemfälle enthalten. Durch diese variable Realitätsnähe der Lernaufgaben können sich beim Lernenden reichhaltige, geistige Denkmuster, die so genannten kognitiven Schemata, ausbilden (vgl. Bastiaens et al., 2006, S. 92).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Notwendigkeit des komplexen Lernens in der heutigen Wissensgesellschaft ein und stellt das 4C/ID-Modell als Lösungsansatz für die methodische Gestaltung von Lernmaterialien vor.

2 Die theoretisch fundierte Planung und praktische Anwendung des Modells: Dieses Kapitel erläutert die praktische Umsetzung des Modells durch die Zerlegung in zehn Schritte, wobei der Fokus auf der Kompetenzanalyse, der Aufgabenklassenbildung, der Erstellung von Lernaufgaben sowie der Bereitstellung von unterstützenden und Just-in-time-Informationen liegt.

3 Das 4C/ID-Modell im lerntheoretischen und medien-didaktischen Kontext: Hier wird das Modell theoretisch fundiert (situiertes Lernen, Konstruktivismus) und der Einsatz didaktischer Szenarien sowie geeigneter Medien zur Unterstützung des Lehrplanentwurfs diskutiert.

4 Zusammenfassende Bewertung: Die Autorin reflektiert die Ergebnisse der Arbeit, betont den Nutzen authentischer Lernaufgaben, kritisiert jedoch den hohen Zeitaufwand bei der Erstellung solcher Lehrpläne.

Schlüsselwörter

4C/ID-Modell, Instruktionsdesign, Bildungswissenschaft, Allgemeine Erwachsenenbildung, Lebenslanges Lernen, Kompetenzanalyse, Lernaufgaben, situiertes Lernen, Konstruktivismus, Mediendidaktik, Blueprint, kognitive Schemata, Ausbildung, Didaktische Szenarien, Bildungsplanung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Lehrplanentwurfs für Bildungswissenschaftler im Bereich der Erwachsenenbildung unter Anwendung des 4C/ID-Modells.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit kombiniert Instruktionsdesign-Theorie mit praktischer Lehrplanentwicklung, Lerntheorien wie Konstruktivismus und Kognitivismus sowie Überlegungen zum Medieneinsatz in authentischen Lernumgebungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein komplexes, anwendungsorientiertes Lernarrangement zu konzipieren, das Lernenden hilft, für ihre spätere berufliche Praxis relevante kognitive Schemata auszubilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird das 4C/ID-Modell (Vier-Komponenten-Instruktionsdesign) von Jeroen van Merriënboer zur systematischen Planung und Strukturierung eines Curriculums genutzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden einzelne Schritte des 4C/ID-Modells praktisch angewandt – von der Kompetenzanalyse über die Gestaltung von Aufgabenklassen bis hin zur Entwicklung von Lernaufgaben und der Bereitstellung prozeduraler Hilfestellungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen 4C/ID-Modell, Bildungswissenschaft, Instruktionsdesign, Kompetenzerwerb und situiertes Lernen.

Warum ist die Analyse der Fertigkeiten in einer Hierarchie so wichtig?

Die Hierarchie stellt sicher, dass sowohl wiederkehrende als auch nicht wiederkehrende Aspekte einer Tätigkeit abgedeckt werden, was für eine ganzheitliche Ausbildung des Bildungswissenschaftlers unerlässlich ist.

Welche Rolle spielt das "Scaffolding" im Modell?

Scaffolding bezeichnet den Prozess, bei dem die Unterstützung durch den Lehrenden schrittweise verringert wird, während die Verantwortung auf den Lernenden übergeht, um ihn so zur Expertenkompetenz zu führen.

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Details

Title
Das 4C/ID-Modell
Subtitle
Ein Entwurf eines Lehrplans für die Ausbildung eines Bildungswissenschaftlers im Bereich der Allgemeinen Erwachsenenbildung
College
University of Hagen  (Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften )
Grade
1,3
Author
Christiane Kahl (Author)
Publication Year
2008
Pages
22
Catalog Number
V90942
ISBN (eBook)
9783638048668
ISBN (Book)
9783638943802
Language
German
Tags
4C/ID-Modell
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christiane Kahl (Author), 2008, Das 4C/ID-Modell, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90942
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