Probleme bei den deutschen Übersetzungen von Saadat Hasan Manto

Eine Analyse


Forschungsarbeit, 2019

33 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

l. Einleitung
1.1 Methodischer Ansatz

2. Saadat Hasan Manto
2.1 Sein Schreibstil und Themen

3. Die Analyse der drei ausgewählten Erzählungen
3.1 Der Hunde von Tetwal
3.2 Mach auf !
3.2.1 Lothar Lutze
3.3 Toba Tek Singh
3.3.1 Mujahid Zaidi

4. Analyse und Vergleich
4.1 Der Hunde von Tetwal : Vergleich und Analyse der Übersetzung
4.2 Mach auf ! : Vergleich und Analyse der Übersetzung
4.3 Toba Tek Singh: Vergleich und Analyse der Übersetzung

5. Schlussfolgerung

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Das Forschungsvorhaben

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Übersetzungen der Geschichte von Saadat Hasan Manto ins Deutsche zu untersuchen und analysieren. Gegenstand der Untersuchung sind die deutsche Übersetzungen der Geschichten , Der Hunde von Tetwal (èeaid &T ^xty, Mach auf ! (®?cT ) und Toba Tek Singh (zfar && fèfë) aus der Sammlung „Blinder Wahn“ 1993 veröffentlicht. Um diese Frage zu beantworten, beginnen wir mit einer ausgiebigen Betrachtung von der Übersetzungstheorien von Friedrich Schleiermachers. Die Geschichte wurden ins Deutsche beziehungsweise von Martin Pfeiffer, Lothar Lutze, und Mujahid Zaidi übertragen. Die Studie wurde mit Originalgeschichten durchgeführt, jedoch in Devanagari-Schrift geschrieben.

Zur Zeit leben wir in einer Gesellschaft, wo Gewalt bedeutet Frieden und Kriege bedeutet Patriotismus und Rationalismus. Es gibt überall Radikalisierung und Extremismus der Ideologien. Liberale Stimmen werden unterdrückt. Manto unterschied sich jedoch erheblich von den sogenannten liberalen Progressiven und seine Werke können nicht in einem ideologischen Rahmen studiert werden. Heutzutage sehen wir auch wenige Sache, die nach der Teilung von Indien und Pakistan gleich bleiben Beispielweise- Diskriminierung, Brutalität gegen Minderheiten, sexuelle Gewalt gegen Frauen. Nach Manto: , “Hindustan had become free. Pakistan had become independent soon after its inception but man was still slave in both these countries -- slave of prejudice ... slave of religious fanaticism ... slave of barbarity and inhumanity.” ‘.1

Die Relevanz des Themas ist sehr stark und wichtig, da die von Saadat Hasan Manto produzierte Literatur das Spiegelbild der Gesellschaft und der Politik in der Vor-, Nach- und Nachaufteilung des Subkontinents ist. Wie seine Geschichten in der westlichen Welt, insbesondere im deutschsprachigen Raum, dargestellt werden, ist ein wichtiger Punkt der Analyse und Diskussion. Seine Geschichten thematisieren eine realistische Darstellung der Teilung des Subkontinents, die Gesellschaft der Kolonialzeit und Gewalt. Seine berühmte Geschichte werden 1 Alex, Gigy J (April 2017), Interrogating Histories in Saadat Hasan Manto’s Short Stories, The Criterion: An International Journal in English Vol. 8, Issue-II, 1068. (wurde von mir übersetzt.) hauptsächlich in den 1950er Jahren veröffentlicht. Seine Geschichten befassen sich hauptsächlich mit einer tiefen politischen Agenda und tatsächlichen Konsequenzen sozio­politischer Bewegungen auf die Menschen. Die Figuren in der ausgewählten Geschichte sind die Menschen, die von der Gesellschaft abgelehnt wurden oder nicht in den Rahmen der Gesellschaft passen, unter der Annahme, dass sie irgendwie moralisch erniedrigt sind.

Bei der Analyse der Geschichten gibt es verschiedene Herausforderungen, eine Herausforderung ist, dass die Ausgangstexte und die Zieltexte zeitlich und räumlich weit entfernt sind. Die Ausgangstexte entstanden in den 1950er Jahren und die Zieltexte wurden im Jahr 1997 im Deutschen verfasst. Zeit- , Kontext- und Raumentferrnungen sind groß. Das auch beeinflusst die linguistischen und stilistischen Entscheidungen bei der Übersetzungsarbeit, und schenkt unterschiedlichen konnotativen und denotativen Bedeutung der Zielsprache. Die Geschichten sind auch wegen ihres Stil- und Kunstreichtums herausfordernd. Es gibt auch verschiedene Erzählstrategien mit vielfältigen Symbolen und Metaphern oft mit einer besonderen Sprache.

Südasien und Europa sind nicht nur räumlich gegensätzlich, sondern auch in Bezug auf bestehende Kulturen, Sitten Gebräuche, Rituellen, Gedanken, Rituale. Mannigfaltigkeit und Vielfältigkeit existieren in Bezug auf fast alles. Die Besonderheit und die Eigentümlichkeit eines Kultur spiegeln sich in der Sprache eines Landes wider. Eben wenn die LeserInnen eine Sprache haben, die es schwer hat, die Sprache zu kennen, ist es schwer die kultursensibelen oder kulturell geladenen Ausdrücke zur Kenntnis nehmen. Das bedeutet, wenn jemand eine Geschichte liest, bemerkt er oder sie die letzte Entfaltung der versteckten Bedeutung der Redewendungen. Wegen der Andersheit ist die Geschichte nur schwer nachvollziehbar, nicht über die Klischee, Metaphern, symbolische Ausdruck Bescheid weiß. Somit ziehen sich dann die Vorurteile gegeneinander an.

Das ist doch selbstverständlich, dass solche Unterschiede immer und immer unter allen östlichen und westlichen Ländern existieren. 1789 übersetzte Sir William Jones, die Shakuntala (Abhijnanashakuntala) von Kalidasa, die ihm von dem einheimischen Gelehrten zur Lektüre empfohlen worden war, mit dem er zusammenarbeitete2. Obwohl es auch Kritik an der Übersetzung geübt wurde, dass sie nicht geeignet und angemessen war. Es hat jedoch die Vorurteile gegenüber Indien gerade noch verschlimmert, und es ist nicht zu leugnen, dass die Übersetzung ihren eigenen Weg in die westliche Welt gesucht hat und weiteres Interesse an klassischen indischen Werken geweckt hat. Goethe las Georg Forsters Übertragung des Dramas und in dem Jahr 1791 veröffentlichte ein Programm über ,,Shakuntala ".

Fitzgeralds englische Übersetzung von Omar Khayyams ,, Rubaiyyat ‘‘ ist auch hervorragendes Beispiel für die Übersetzungen. Die oben genannten Texte dienen als Brücke zwischen zwei fremden Kulturen noch heute.

Sir Mohammad Iqbal, Pakistans Nationaldichter, war von Hegel und Nietzsche beeinflusst und später entstand eine Philosophie der Selbstverwirklichung , worunter er Vitalität und Begeisterung für das Leben verstand. Schimmel hat Iqbals Antwort auf Goethes West-Östlichen Divan, also Payâmi maschriq (Botschaft des Ostens), und einige andere Werke von ihm ins Deutsche übertragen und mit Anmerkungen und Einleitungen versehen.3 Es steht nun fest, dass es sehr wenige deutsche ÜbersetzerInnen und Gelehrte gibt, die in diesem Bereich gearbeitet haben.

Es gibt insgesamt wenige Übersetzungen aus dem Urdu ins Deutsche. Klassische Texte aus Südasien und ihre Übersetzungen in der westlichen Welt, vor allem, im Deutschland stehen zur Verfügung aber kaum die Werke aus moderne Literatur über die Urdu, Hindi usw. Ein interessanter Punkt ist auch, dass Linguisten darauf hinweisen, dass sowohl Urdu als auch Hindi haben ihre Wurzeln in den alten Hindustanern und differenzierten sich bis zur Kolonialisierung der Region im 19. Jahrhundert nicht. Bis heute ähneln sich beide Sprachen so sehr, dass die Sprechende sich gut verstehen können. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden beide Sprachen als eine Sprache mit dem Namen Hindustani behandelt.

Das Forschungsvorhaben, die Forschungsfrage, Aktualität und Relevanz des Themas und Forschungen, die Herausforderungen, der Forschungsstand, methodischer Ansatz und der Aufbau u.a. werden in der Einleitung dargestellt.

Darauf aufbauend, wird im zweiten Teil wird über Saadat Hassan Manto und sein Schreibstil sowohl die Themen seiner Geschichten diskutiert und behandelt. Und dann über die Erklärungen und Auslegungen der drei ausgewählten Geschichte wird auch diskutiert.

Der dritte Teil widmet ist dem Vergleich und der Analyse der Geschichte und vierten Teil ist dem entsprechenden deutschen Übersetzungen gewidmet. Anhand der Übersetzungstheorie von Friedrich Schleiermachers von Verfremdung und Einbürgerung und Untersuchung der wichtigen Elemente im Rahmen der Form, nämlich Laut, Reimschema und im Rahmen des Inhalts, nämlich Bedeutung und Symbolik wird eine Analyse durchgeführt.

Eine Schlussfolgerung und ein kurzer Ausblick auf einige Überlegungen beschließen dieser Arbeit.

1.1.1 Methodischer Ansatz

Das Bedürfnis nach Übersetzung besteht seit Anbeginn der menschlichen Kultur. Die Übersetzung wichtiger literarischer Werke aus verschiedenen Sprachen hat wesentlich zur Entwicklung der Weltkultur und Literatur beigetragen. Imaginationen, Kultur- und Traditionsformen haben sich ständig verändert und durch Übersetzungen in andere Kulturen integriert. Im Laufe der Geschichte der Übersetzungsstudien haben viele TheoretikerInnen verschiedene Definitionen für Übersetzung gemacht.

Dieses Kapitel befasst sich mit der Geschichte der Übersetzung und mit Übersetzungstheorien, insbesondere Schleiermacher, und ihrer Entwicklung.

Übersetzung enthält mehr Komplexitäten in sich als der allgemeine Glaube und Vorstellungen. Übersetzung bedeutet nicht nur die linguistische Gleichheit zu erreichen, sondern die sinnliche, kulturelle und die Gleichheit anderer Formen zu erreichen. Die Übersetzung arbeitet als eine Brücke zwischen unterschiedlichen Sprachen, verschiedenen Kulturen, Ländern, manchmal auch Kontinenten und hilft diese Kluft zu überwinden, führt auch zu Vorurteilen und Hass, wenn die Übersetzungen unangemessen sind.

ÜbersetzungswissenschaftlerInnen und die Leute aus anderen Disziplinen kommen auf unterschiedliche Meinungen was ist eigentlich eine angesmesse Übersetzung. Die Debatte zwischen ,, free (frei)“ und ,, literal (wörtlich)“ Übersetzung hat ganz von Anfang an die Diskussion über die Übersetzungsmethode geprägt.

Jede Kultur nimmt die Übersetzungen aus anderen Kulturen in ihrer kulturellen sowohl historischen Entwicklung auf. Das berühmteste Zeugnis antiker Übersetzung stammt aus dem Jahre 196 v. Chr. und wurde 1799 in Rosette, einem kleinen Dorf im westlichen Nildelta gefunden. Der heute im "British Museum" in London zu besichtigende "Stein von Rosette" ist in zwei Sprachen (altägyptisch und griechisch) und in drei Formen (Hieroglyphen, Demotisch, Griechisch) beschriftet.4 Europa profitierte stark von der orientalischen Wissenschaft und von den Errungenschaften der Antike, was sich in der Gründung der europäischen Universitäten und Zentren widerspiegelt.

Die Geschichte der Übersetzung reicht bis in die Antike zurück, mit der Unterscheidung zwischen Wort für Wort (wörtliche Übersetzung oder Verbum pro Verbo ) und Sinn für Sinn (freie Übersetzung oder Sensum pro Sensu ), die Cicero erstmals einsetzte (106-43 v. Chr.) in seinem Buch De optimo genere oratorum ( Über die beste Art von Rednern, 46 v. Chr.). Er wies darauf hin, dass man Verbum Pro Verbo nicht übersetzen sollte und eröffnete eine Debatte, die seit Jahrhunderten andauert.5 Lange nachdem Cicero seine Aussage gemacht hat, werden die gleichen Themen immer noch diskutiert.

Es war auch eine Zeit, wenn die Handelsbeziehungen zwischen Indischer Subkontinent und den Mittelmeerländern eingerichtet wurden. Viele medizinische Theorien von Plato und Galen von Griechenland hatten beträchtlichen Einfluss von denen von Indien.

Viele philosophische und wissenschaftliche Werke des antiken Griechenlands wurden bereits im 9. Jahrhundert n. Chr. ins Arabische übertragen. Dieses Wissen verbreitete sich durch Europa über Spanien, das damals überwiegend ein muslimisches Land war. Die Schule der Übersetzung von Toledo in Spanien, die von Alfonso VI. von Kastilien und Leon im Jahr 1085 n. Chr. gegründet wurde, war verantwortlich für die Übersetzungen aus Arabisch ins Lateinische und dann ins Spanische. Dieser wissenschaftlichen und technologischen Arbeiten führten später zur europäischen Renaissance. Trotz ihrer Schlüsselbeiträge sind alte Übersetzer oft unbekannt oder im Hintergrund geblieben und Ihre Arbeite wurden nicht anerkannt. Sie haben sich bemüht, ihre Arbeit trotz vieler Konflikte, die im Laufe der Geschichte stattgefunden haben, zu machen. Übersetzer haben Heilige Schriften wie die Bibel, die in esoterischen Sprachen wie Latein geschrieben sind, übersetzt.

Sie haben es den Menschen ermöglicht zu verstehen, dass sie unabhängig von Priestern sind, um zu erklären, was sie enthalten. Einige ÜbersetzerInnen, besonders in Europa, wurden hingerichtet, um heilige Bücher zu übersetzen, wie der berühmte Bibelübersetzer Willaim Tyndale, der 1536 vom König in Holland verhaftet und hingerichtet wurde, weil er die Bibel aus den ursprünglichen Sprachen ins Englisch übersetzt hatte.

Die Übersetzungstheorien haben sich jedoch seit der Antike ständig geändert. In der deutschen Übersetzungswissenschaft sind die wohlbekannte Betrachtungen von Martin Luthers Bibelübersetzung und Wilhelm von Humboldts Übersetzung künstlerischer Texte sind wichtig. Luther wollte, dass die Bibel in ein dem Volk verständliches Deutsch übersetzt wird. So entschied er sich für die freie Formulierung: “rem tene, verba sequentur“ (Erfasse die Sache,dann folgen die Worte von selbst).6 7 Luther bezieht sich auch auf die Bezeichnung „Verdeutschen“. Er beschreibt sein Übersetzungsprinzip als Folgende:

„Man mus die mutter jhm hause/ die kinder auf der gassen/ den gemeinen mann auff dem marckt drumb fragen/ und den selbigen auff das maul sehen / wie sie reden/ und darnach dolmetzschen/ 7 so verstehen sie es den/ und mercken/ das man Deutsch mit jn redet.“

Seine Theorie und Konzepte waren damals und in diesem Zusammenhang revolutionär. Sein Brief, Sendbrief vom Dolmetschen , ist bis heute relevant.

Humboldt konzentriert sich auf die Einheit der Sprache und Denken. In der Einleitung zu seiner Übersetzung von Aschylos Agamemnon (1816) stellt er fest, dass ein solches Werk aufgrund seiner Eigenheiten unübersetzbar ist. Er sieht das Denken in Abhängigkeit von der Muttersprache:

„Die Sprache ist gleichsam die äußere Erscheinung des Geistes der Völker; ihre Sprache ist ihr Geist und ihr Geist ihre Sprache, man kann sich beide nicht identisch genug denken“.8 9

Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher ((1768-1834)), Begründer der modernen Hermeneutik, war ein einflußreiche Figur in dem Bereich von Übersetzung betrachtet. Er schuf eine fünfbändige Übersetzung der Werke Platons. Seine Übersetzung sind bis heute, etwa zweihundert Jahre nach ihrer Fertigstellung, noch weit verbreitet. Er äußert seine Ansicht nach Übersetzung in seinem berühmten Artikel „ Über die verschiedenen Methoden des Übersetzens “ die er am 24. Juni 1813 im Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften präsentiert 9 hatte.

Schleiermacher stellt Übersetzung als ein Phänomen fest, wobei die Informationen aus einer Sprache zu der anderen Sprache übertragen werden und die Arbeit der ÜbersetzerInnen werden den die Originalität der Sprache und den Geist des Autors zu vermitteln und bewahren.

Er empfehlt zwei Methoden um eine gute Übersetzung zu erreichen. Der eine heißt- Einbürgerende Übersetzung und der andere heißt Verfremdende Übersetzung. Er berät für die erste verfremdende Übersetzungsmethode. Spaeter wurden diese Begriffe von Lawrence Venuti erweitert. Er hat diese Begriffe 1995 in seinem Buch “The Translators Invisibility: A History of Translation” eingeprägt.10 Diese Konzepte haben eigentlich eine neue Richtung in dem Feld von Übersetzung initiiert. Sowohl Einbürgernde und Verfremdene Methode haben jedoch eigene Gewinne und Verluste bei der Übersetzung.

Diese Dichotomie ist zu einem beliebten Thema bei Übersetzungswissenschaftlern geworden. Obwohl Lawrence Venuti oft als Pionier gilt.

Schleiermacher schlägt zwei Typen der Übersetzung vor. Er behauptet:

..Entweder der Uebersezer läßt den Schriftsteller möglichst in Ruhe, und bewegt den Leser ihm entgegen ; oder er läßt den Leser möglichst in Ruhe und bewegt den Schriftsteller ihm entgegen oder er läßt den Leser möglichst in Ruhe und bewegt den Schriftsteller ihm entgegen. Beide sind so gänzlich von einander verschieden, daß durchaus einer von beiden so streng als möglich muß verfolgt werden“.11

In einer Methode lässt der Übersetzer den Schrifsteller des originellen Textes im Ruhe und dreht den Leser nähe zu dem Schriftsteller. Diese Methode ist als Verfremdende Übersetzung genannt. In solcher Übersetzung benutzt der Übersetzer die Wörter, wie es in dem origenellen Text sind, in dem Zieltext, weil solche Wörter nicht in der Zielkultur existieren. Eigentlich bleibt der Übersetzer sehr treu zu dem Schriftsteller. Er versucht, dem Leser den gleichen Eindruck zu vermitteln, den er selbst erhalten hat - durch seine Kenntnis der Sprache, wie sie geschrieben wurde.

In der zweiten Methode lässt der Übersetzer den Leser ins Ruhe und bewegt der Schriftsteller zu ihm. Diese Methode ist als Einbürgerende Übersetzung genannt. In solcher Übersetzung ersetzt der Übersetzer die Wörter aus dem Ausgangstext durch Wörter aus dem Zieltext, obwohl es nicht eine Gleichheit in ihren Bedeutung gibt, aber er versucht die Leser des übersetzten Textes durch Wörtern aus ihren eigenen Kultur zu erklären. Das macht der Übersetzer wegen des kulturellen Unterschieds zwischen zwei Kultur. Und auch vermutet er, dass der Leser keine Idee über die fremde Kultur hat. Ein solches Vorhaben erweise sich aber angesichts der Einheit von Denken und Reden in der Muttersprache als unmöglich.12

Er bevorzugt die erste verfremdende Methode zur Übersetzung und nur so kann sichergestellt werden, dass das Original der Zielsprache- oder den Text entspricht. Dafür aber sagt er, dass die LeserInnen viel gelesen sein muessen um die Gebrauchsrestriktionen und Nuancen zu dekodieren. Außerdem erklärt er, dass die Übersetzung auch innerhalb desselben Dialekts oder einer Sprache erfolgen sollte, die stark von Zeit, Entfernung, Klasse, Bildung, Emotion usw. beeinflusst wird.

Die Auswahl dieser Theorie für die vorliegende Arbeit ist durch die Überzeugung bestimmt, dass Kurzgeschichte zu der Textsorte des ästhetischen literarischen Textes gehören. Bei der

[...]


1 Alex, Gigy J (April 2017), Interrogating Histories in Saadat Hasan Manto’s Short Stories, The Criterion: An International Journal in English Vol. 8, Issue-II, 1068. (wurde von mir übersetzt.)

2 https://www.indologie.uni-muenchen.de/dokumente/publ hartmann/juh shakuntala.pdf (Stand 17-03-2019)

3 Askaraian, Ghorbanali, Ost-westliche Begegnung in der Poesie ,Berlin: Weissensee Verlag, 2009, PDF e-book, 10.

4 https://www.uni-heidelberg.de/presse/ruca/ruca07-3/wort.html (Stand 18.03.2019)

5 Pardo, B Soler (2013). Translation Studies: An Intro. to the History and Development of (Audiovisual) Translation, Linguax.Revista de Lenguas Aplicadas (Linguax Zeitschrift für angewandte Sprachen),11. März 2013,S. 4.

6 Stolze, R , Übersetzungstheorien: Eine Einführung, Gunter Narr Verlag, Tübingen, 2005, S.19-20.

7 Ebd.

8 Humboldt. W: Über die Verschiedenheit des menschlichen Sprachbaues und ihren Einfluss auf die geistige Entwicklung des Menschengeschlechts. Hrg. V. H. Nette. Darmstadt, 1949, S.60

9 Salevsky, Heidemarie (2016), Die Entwicklung der Translatologie zu einer eigenständigen Wissenschaftsdisziplin:, Zeitschrift der Leibniz-Sozietät, Nr. 16 , S.6

10 Venuti, Lawrence:The Translation Invisibility:Abingdon: Oxon;Routledge 2012. S. 27-33

11 Schleiermacher, F.,1973, Methode des Übersetzens, Störig H.G. (Hg.), 1973 Das Problem des Übersetzens, Darmstadt, S.47

12 Stolze, R , Übersetzungstheorien: Eine Einführung, Gunter Narr Verlag, Tübingen, 2005, S.26.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Probleme bei den deutschen Übersetzungen von Saadat Hasan Manto
Untertitel
Eine Analyse
Hochschule
Jawaharlal Nehru University
Veranstaltung
MA
Autor
Jahr
2019
Seiten
33
Katalognummer
V975096
ISBN (eBook)
9783346328229
ISBN (Buch)
9783346328236
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Südasiatische Literatur, Teilungsgeschichten des indischen Kontinents, Vergleichende Studien, Saadat Hasan Manto auf Deutsch, Manto auf Deutsch, Urdu Übersetzung, Hindi-Übersetzung
Arbeit zitieren
Amit Kumar Sharma (Autor:in), 2019, Probleme bei den deutschen Übersetzungen von Saadat Hasan Manto, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/975096

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