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Studierfähigkeit trotz Mehrfachdiagnose (ICD-10 F). Maßnahmen zur Unterstützung am Fallbeispiel eines Studenten

Titre: Studierfähigkeit trotz Mehrfachdiagnose (ICD-10 F). Maßnahmen zur Unterstützung am Fallbeispiel eines Studenten

Dossier / Travail , 2020 , 24 Pages , Note: 1,00

Autor:in: Stephan Brummet (Auteur)

Pédagogie - Psychologie pédagogique
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Der vorliegende Fallbericht befasst sich mit einem 21 Jahre alten Vollwaisen, der sich wegen einer psychiatrischen Mehrfachdiagnose (schizoide Persönlichkeitsstörung; soziale Phobie; rezidivierende Depression, derzeit remittiert) in ärztlicher Behandlung befindet. In Absprache mit seinem langjährigen Hausarzt sollen nun Maßnahmen gesetzt werden, die ihn in seiner Studierfähigkeit unterstützen und fördern.

Die Arbeit ist wie folgt aufgebaut: Nach einer Einführung in die theoretischen Grundlagen der gesetzten Maßnahmen wird die Falldarstellung mit einer ausführlichen Anamnese sowie einem Selbstbeurteilungs-Test (Inventar sozialer Kompetenzen) eröffnet. Im Fokus der horizontalen Verhaltensanalyse (SORC) steht eine belastende soziale Situation aus dem Alltag des Klienten. Ausführlich werden danach die durchgeführten Maßnahmen zur Stressbewältigung, zur Selbstmanagement-Kompetenz sowie die Interventionen zur sozialen Kompetenz und Selbstsicherheit dargestellt. Eine Evaluierung der Maßnahmen folgt ebenso. Die Arbeit schließt mit einer Reflexion und einem Fazit.

Die Arbeit stellt den Fall eines 21-jährigen Mannes (um den Datenschutz zu wahren, wähle ich das Pseudonym J. für ihn) vor, der aufgrund seiner Persönlichkeitsstruktur, einer defizitären sozialen Kompetenz und eines kritischen Lebensereignisses (Tod der Mutter) in eine psychische Krise geriet. Er hat vor einem halben Jahr begonnen, Betriebswirtschaftslehre an einer Universität in Süddeutschland zu studieren, und seine bisherigen Prüfungsergebnisse lassen den Fortgang des Studiums fraglich erscheinen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen der Interventionen

2.1 Zur Begrifflichkeit: Fähigkeit oder Kompetenz?

2.2 Methoden zur Problemanalyse und Auswahl der Maßnahmen

2.3 Methoden zur Einübung von (sozialen) Kompetenzen

3 Falldarstellung

3.1 Spontan berichtete Symptomatik und Problembeschreibung

3.2 Biografische Anamnese

3.3 Diagnosen nach ICD-10

3.4 Psychologische Diagnostik mittels ISK

3.5 Horizontale Verhaltensanalyse (SORC-Modell)

4 Interventionen zur Förderung der Studierfähigkeit

4.1 Maßnahmen zur Stressbewältigung

4.2 Vermittlung von Selbstmanagement-Kompetenz

4.3 Training der sozialen Kompetenzen

4.4 Evaluation der Interventionen

5 Diskussion

5.1 Reflexion

5.2 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Fallarbeit verfolgt das Ziel, einen 21-jährigen Vollwaisen mit einer psychiatrischen Mehrfachdiagnose durch gezielte psychologische Interventionen in seiner Studierfähigkeit zu unterstützen und zu fördern. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Wirksamkeit von verhaltensorientierten Maßnahmen bei bestehenden Defiziten in der Selbstregulation und sozialen Kompetenz.

  • Analyse der psychischen Ausgangslage mittels Anamnese und Diagnostik (ISK, SORC-Modell)
  • Vermittlung von Stressbewältigungstechniken und Selbstmanagement-Methoden
  • Durchführung eines Trainings sozialer Kompetenzen (TSK) zur Steigerung der Handlungssicherheit
  • Evaluation des Interventionserfolgs anhand einer Zielerreichungsskala
  • Reflexion des therapeutischen Vorgehens bei Patienten mit Persönlichkeitsstörungen

Auszug aus dem Buch

3.5 Horizontale Verhaltensanalyse (SORC-Modell)

In Anlehnung an Helbig-Lang & Klose (2011) und nach dem Schema von Bartling et al. (2016) habe ich mit J. eine Situation analysiert, in der dieser üblicherweise Verhaltensdefizite aufwies: Er schlich ins Haus, weil er keinen Kontakt zu seiner Vermieter-Familie wünschte (ausführliche Verhaltensanalyse: siehe Anlage B). Ähnlich verhält es sich bei anderen sozialen Situationen, etwa bei seinen Kommilitonen. Bei diesen fürchtet der Klient, dass sie mit ihm etwas unternehmen wollen. Er vermeidet es, mit ihnen Kontakt aufzunehmen, weil er denkt, dass sie ihm dann etwas vorschlagen, was ihm nicht gefallen könnte. Beispielsweise möchte er nicht in eine Diskothek gehen, sondern lieber eine Tasse Tee trinken gehen.

Als Modell für eine mögliche Verhaltensänderung bot ich mich selbst an. J., der solche Rollenspiele noch nie gemacht hatte, akzeptierte das und übernahm im Rollenspiel manche von mir gezeigte Alternativen zu seinem Verhalten. Das Rollenspiel war damit gleichzeitig eine therapeutische Intervention und eine Verlaufsdiagnostik und bereitete den Klienten sehr gut auf das nachfolgende TSK vor.

Die nachfolgenden Defizite in der Studierfähigkeit J.s wurden gemeinsam mit diesem in Form eines diagnostischen Interviews, wie von Ullrich & de Muynck (1998) vorgeschlagen, exploriert und in Form einer Problembeschreibung zusammengefasst:

 Problem 1: Stehen mehrere Prüfungen an, verliert J. den Überblick und weiß nicht, was er zuerst machen soll => defizitäres Selbstmanagement/ Defizit der Selbstregulation

 Problem 2: Steht eine Prüfung an, schiebt J. das Lernen erst lange Zeit vor sich her, bevor er kurz vor dem Termin anfängt, Tag und Nacht zu büffeln => Prokrastination/ defizitäres Selbstmanagement

 Problem 3: J. gibt vor, eine Sommergrippe oder eine Erkältung zu haben, wenn er Präsentationen (Referate) halten soll. Er sagt, er habe Angst davor, von anderen bewertet zu werden oder sich peinlich verhalten zu können => soziale Phobie/ Defizite der sozialen Kompetenzen

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert die psychischen Belastungen von Studierenden und stellt den Fall des 21-jährigen Klienten J. vor, dessen Studienverlauf durch Persönlichkeitsfaktoren und ein kritisches Lebensereignis gefährdet ist.

2 Theoretische Grundlagen der Interventionen: Es erfolgt eine theoretische Einordnung der Begriffe Fähigkeit und Kompetenz sowie eine Erläuterung der angewandten verhaltenstherapeutischen Modelle zur Problemanalyse und Kompetenzförderung.

3 Falldarstellung: Dieses Kapitel präsentiert die ausführliche Anamnese, die ICD-10 Diagnosen sowie die psychologische Diagnostik mittels ISK und das SORC-Modell zur Verhaltensanalyse des Klienten.

4 Interventionen zur Förderung der Studierfähigkeit: Dargestellt werden die konkreten Maßnahmen, die vom Stressbewältigungs- und Selbstmanagementtraining bis hin zum gezielten Training sozialer Kompetenzen (TSK) und deren Evaluation reichen.

5 Diskussion: Die Diskussion reflektiert den therapeutischen Lernprozess des Autors, bewertet die Wirksamkeit der Interventionen und zieht ein abschließendes Fazit zur Entwicklung sozialer Kompetenz.

Schlüsselwörter

Studierfähigkeit, Mehrfachdiagnose, Schizoide Persönlichkeitsstörung, Soziale Phobie, Verhaltenstherapie, Selbstmanagement, Soziale Kompetenz, TSK, SORC-Modell, ISK, Stressbewältigung, Prokrastination, Coaching, Psychologische Diagnostik, Evaluation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Fallarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der therapeutischen Unterstützung eines 21-jährigen Studenten, der aufgrund einer Mehrfachdiagnose Schwierigkeiten hat, sein Studium erfolgreich zu bewältigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Förderung der Selbstmanagement-Kompetenz, die Minderung von Prokrastination sowie der Abbau von Vermeidungsverhalten in sozialen Situationen.

Was ist das primäre Ziel der Intervention?

Das Ziel ist die Wiederherstellung der Studierfähigkeit durch den Aufbau von Sozial- und Selbstmanagement-Fertigkeiten, um den akademischen Erfolg zu sichern.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zur Anwendung?

Der Autor nutzt verhaltenstherapeutische Ansätze wie das SORC-Modell zur Analyse, das Inventar sozialer Kompetenzen (ISK) zur Diagnostik sowie das Training sozialer Kompetenzen (TSK).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Anamnese, die psychologische Diagnostik und die detaillierte Darstellung durchgeführter Interventionsmaßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Studierfähigkeit, soziale Phobie, Selbstmanagement, Verhaltensanalyse und das Training sozialer Kompetenzen.

Welche Rolle spielt die biografische Anamnese?

Die Anamnese ist zentral, da sie aufdeckt, wie frühe soziale Deprivation und familiäre Belastungen die heutige Persönlichkeitsstruktur und die sozialen Defizite des Klienten geprägt haben.

Wie effektiv waren die Maßnahmen laut Evaluation?

Der Klient berichtete von signifikanten Fortschritten, insbesondere in der Stressbewältigung, der Lernplanung und der Fähigkeit, soziale Interaktionen wie Smalltalk erfolgreich zu meistern.

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Résumé des informations

Titre
Studierfähigkeit trotz Mehrfachdiagnose (ICD-10 F). Maßnahmen zur Unterstützung am Fallbeispiel eines Studenten
Université
Private University of Applied Sciences Goettingen
Note
1,00
Auteur
Stephan Brummet (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
24
N° de catalogue
V996517
ISBN (ebook)
9783346367365
ISBN (Livre)
9783346367372
Langue
allemand
mots-clé
Mehrfachdiagnose schizoide Persönlichkeitsstörung soziale Phobie rezidivierende Depression Studierfähigkeit Verhaltensanalyse SORC-Modell Stressbewältigung Selbstmanagement soziale Kompetenz Evaluierung Evaluation psychologische Interventionen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stephan Brummet (Auteur), 2020, Studierfähigkeit trotz Mehrfachdiagnose (ICD-10 F). Maßnahmen zur Unterstützung am Fallbeispiel eines Studenten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/996517
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Extrait de  24  pages
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